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Immutable hat in der zweiten…

Immutable hat in der zweiten Finanzierungsrunde 60 Millionen US-Dollar von Unternehmen wie Alameda Research und Bitkraft Ventures eingesammelt.

Immutable konnte auch in seiner zweiten Finanzierungsrunde überzeugen. Geleitet von Bitkraft Ventures und King River Capital erhält das australische Start-up nun 60 Millionen US-Dollar. Damit sollte das Ziel, “den Handel mit Ethereum NFT noch einfacher zu machen als den Handel mit traditionellen Assets”, weiterverfolgt werden können.

Das Ethereum Ökosystem

Immutable ist der Überzeugung, dass es mit dem 2-Layer-Protokoll Immutable X einen Meilenstein gesetzt hat, um eine grundlegende, globale Infrastruktur für die Verteilung und den Austausch von NFT-Assets im Ethereum Ökosystem aufzubauen.
Der Co-Gründer von Immutable Robbie Ferguson formuliert die Ziele des Unternehmens, aufgrund des bislang in seinen Augen unbefriedigenden Angebots, so:

[Das bisherige Angebot ist] teuer, illiquide und die einzigen Skalierungslösungen machen Kompromisse an der wichtigsten Stelle – der Sicherheit und User-base von Ethereum.  Wir  wollen, dass Unternehmen ihr Spiel, ihren Marktplatz oder ihre NFT-Anwendung innerhalb von Stunden über APIs erstellen können, und das mit einer Mainstream-Nutzererfahrung. Keine Blockchain-Programmierung erforderlich.

Robbie Ferguson

Immutable X

Um das Angebot billiger, schneller und effizienter zu machen, verwendet das Unternehmen der Website nach einen Zero-Knowledge-Beweis (ZK). Das heißt, dass tausende der Off-Chain-Trades in einem Beweis, der die Gültigkeit dieser garantiert, zusammengefasst werden. Im Anschluss wird der Beweis On-Chain veröffentlicht, wo er von einem Smart Contract verifiziert wird. Während den Prozessen werden die Assets der On-Chain-Benutzer Immutable zufolge im Smart Contracts gehalten. Sie können demnach erst freigegeben werden, wenn ein sie einschließender gültiger Nachweis in einem Batch veröffentlicht wurde. Infolgedessen sollen keine Gas-Gebühren entstehen und knapp 9.000 Transaktionen pro Sekunde für ERC-20 und ERC-721 Token gewährleistet werden können.

Was hat das mit Kohlenstoffneutralität zu tun?

Um die Kohlenstoffneutralität zu gewährleisten, behauptet Immutable zwei Dinge zu leisten. Einmal verpflichtet das Unternehmen sich, für den CO₂-Ausstoß aller NFT-Assets, -Marktplätze und -Spiele auf ihrer Plattform CO₂-Zertifikate zu kaufen. Zum zweiten wird durch das Zusammenfassen der Erstell- und Handelsaktivitäten in dem ZK-Gültigkeitsnachweis an sich schon weniger Gas und somit weniger Energie benötigt.

Wofür das Geld?

Verwenden möchte das 2019 gegründete Unternehmen das Geld, um ihr Technik- und Vertriebsteam zu vergrößern. Außerdem möchten sie die Zusammenarbeit mit Gaming Firmen weiter ausbauen und NFT-basierte Spiele weiterentwickeln. Dazu gehören unter anderem das Blockchain basierte Sammelkarten-Spiel Gods Unchained, das von Immutable 2019 entwickelt wurde. Auch das Spiel Guild of Guardians soll weiter verbessert werden.

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Trotz starkem Q2 – Nvidia setzt weniger Mining-Karten ab als erwartet

Der große Chiphersteller hat die Erwartungen für das zweite Quartal mit einem Umsatz von 6,5 Mrd. US-Dollar zwar übertroffen, doch die speziellen Mining-Karten waren weitaus weniger erfolgreich.

Der in Kalifornien ansässige Techkonzern hat in seinem jüngsten Quartalsbericht für das Q2 2021 offengelegt, dass der Umsatz im Vergleich zum ersten Jahresviertel um 15 % auf 6,51 Mrd. US-Dollar gesteigert werden konnte. Der erzielte Gewinn beläuft sich derweil auf 1,04 Mrd. US-Dollar, wobei hier die Verkäufe von Hardware für Gaming, Rechenzentren und professionelle Grafikgestaltung die Hauptanteile ausmachen.

Mit der Einführung der GeForce RTX 3080 Ti und RTX 3070 Ti hat allen voran der Gamingbereich ein Rekordwachstum von 3,06 Mrd. US-Dollar Umsatz geschafft, was eine Steigerung von 85 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Durch das Segment für Rechenzentren wurden derweil 2,37 Mrd. US-Dollar Umsatz eingespielt, während im Bereich der professionellen Grafikgestaltung 519 Mio. US-Dollar eingenommen wurden.

Angesichts dieser starken Zahlen prognostiziert Nvidia einen Umsatz von 6,8 Mrd. US-Dollar für das dritte Quartal.

Allerdings gibt es einen Sektor, der in dem erfolgreichen Quartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. So hatte Finanzdirektorin Colette Kress im Q1 vorhergesagt, dass die speziellen Prozessoren für das Mining von Kryptowährungen (CMP) im Q2 knapp 400 Mio. US-Dollar generieren würden. Die Realität ist deutlich ernüchternder, denn die CMPs haben im zweiten Jahresviertel lediglich 266 Mio. US-Dollar erwirtschaftet, womit das Ziel um fast ein Drittel verpasst wurde. Die CMP-Serie wurde erst im Februar eingeführt, und konnte im Q1 bereits 155 Mio. US-Dollar einholen.

Dies unterstreicht, dass Nvidia es bisher noch nicht schafft, die Nachfrage nach Hochleistungsprozessoren aus den Bereichen Gaming und Mining auszutarieren. Dabei hatte der Hersteller zunächst für die RTX 3060 eine „Mining-Bremse“ eingeführt, damit diese nur noch begrenzt für den Abbau von Kryptowährungen nutzbar ist, und in erster Linie für die Spielebranche zur Verfügung steht.

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Yield Guild Games (YGG): Investmentgigant im NFT-Gaming-Sektor

Die Kombination von Non-fungible Token (NFT) und Blockchain könnte den Gaming-Sektor grundlegend verändern – weg von Pay-to-Play und hin zu Play-to-Earn. Die Decentralized Autonomous Organization (DAO) Yield Guild will in dieser neuen Industrie eine entscheidende Rolle spielen.

Spätestens seit dem Aufstieg von Axie Infinity ist klar, dass NFT Gaming hier ist, um zu bleiben. Das junge Projekt hat gezeigt, dass es eine enorme Nachfrage nach Spielen gibt, die ein Play-to-Earn-Modell verwenden. Allein innerhalb der letzten 30 Tage hat Axie Infinity über 300 Millionen US-Dollar an Protokolleinnahmen generiert – und damit sogar Ethereum bei Weitem überholt.

Insbesondere in den Philippinen verdienen bereits täglich tausende von Menschen ihren Lebensunterhalt mit dem Spielen von Axie Infinity. Laut einem Post auf Facebook konnte sich ein Spieler aus den Philippinen zuletzt sogar zwei Häuser durch seine im Spiel erzielten Gewinne finanzieren.

Trotzdem ist NFT Gaming nach wie vor ein Nischensektor, der gerade erst am Anfang seiner Entwicklung steht. Keiner weiß, ob sich Axie Infinity nachhaltig als eines der Topspiele etablieren kann oder ob das Game nach wenigen Monaten von der Bildfläche verschwindet. Eins ist jedoch klar: NFT Gaming hat enormes Potenzial und könnte die Gaming-Welt nachhaltig verändern.

Was macht Yield Guild Games (YGG)?

Yield Guild Games ist eine Decentralized Autonomous Organization (DAO), die sich aus Zehntausenden von Spielern zusammensetzt. Die Spieler dieser Community setzen ihre NFT in verschiedenen Play-to-Earn-Spielen (Axie Infinity, League of Kingdoms, Splinterlands, Sandbox und weitere) ein, um Geld zu verdienen.

NFT Yield Guild
Quelle: yieldguild.io

Beispielsweise kauft die Community dafür Axies, virtuelles Land, Spielgegenstände oder andere essenzielle Ingame Items. Darüber hinaus sponsert Yield Guild Spieler und verleiht Spielcharaktere an andere Spieler gegen eine Beteiligung an deren Einnahmen.

Ziel der DAO ist es, die größte virtuelle Wirtschaft und Community aufzubauen, die gemeinsam in auf Blockchain-Technologie basierende Play-to-Earn-Spiele und deren Ingame-Assets investieren. YGG will so den Nutzen für seine Community maximieren und die Gewinne aus den NFT-Investitionen an seine Mitglieder verteilen. Mitglieder der DAO können zudem Eigentümer und Manager im Ökosystems von YGG sein.

YGG: “Eine Art Index Fund für den NFT-Space”

YGG ist der Governance Token, der die Yield Guild Community zusammenhält. Er bietet den Spielern das Recht, an Aktivitäten der Gilde teilzunehmen. Außerdem kann sich jeder an der DAO beteiligen, indem er Vorschläge einbringt oder an Abstimmungen teilnimmt. Darüber hinaus hat der Token derzeit folgende Verwendungszwecke:

  • Staking
  • Belohnungen für das Erfüllen von Missionen in NFT Games
  • Zahlungsmittel für Services innerhalb der Gilde
  • Zugang zu exklusiven Inhalten

Aufgrund dieser Eigenschaften und den Zielen von YGG funktioniert der Token quasi als eine Art Index Fund für den NFT-Gaming-Sektor. Das liegt daran, dass YGG in eine Vielzahl von NFT Games investiert und sogennante SubDAOs bildet, um die Community zu skalieren. Das bedeutet, dass jedes Spiel, indem die Yield Guild aktiv ist, eine eigene DAO mit einem eigenen Governance Token erhält. Diese DAOs fokussieren sich dann wiederum speziell auf ein bestimmtes Spiel und führen einen Teil ihrer Einnahmen zurück an YGG.

Quelle: https://yieldguild.io/

Die subDAOs entscheiden über Spiel-spezifische Themen und planen Quests, Schlachtzüge, Landkäufe oder andere Ingame-Aktivitäten.

Status quo – wie verdient YGG derzeit Geld?

Zuletzt hat Yield Guild Games am 12. August einen Finanzbericht veröffentlicht. Aus diesem geht hervor, dass derzeit die meisten Einnahmen der DAO aus Aktivitäten und Investitionen in das NFT Game Axie Infinity stammen. Nach derzeitigem Stand hat YGG über 4.600 Sponsorenverträge mit Spielern aus den Philippinen, Indonesien, Indien, Venezuela, Peru und Brasilien abgeschlossen. Diese Spieler haben seit April rund 5,24 Millionen US-Dollar an Einnahmen erspielt. YGG erhält davon 10 Prozent, also knapp 583.000 US-Dollar.

Zum Vergleich: Allein im Juli hat YGG ungefähr das Dreifache dafür ausgegeben, um noch mehr Axie-Infinity-Sponsorenverträge abschließen zu können. Nach wie vor wolle man massiv expandieren und noch mehr Spieler an Board holen, um die langfristigen Einnahmen zu steigern.

In diese Spiele und NFT investiert YGG

Des Weiteren geht aus dem Finanzbericht von YGG hervor, dass die DAO derzeit in folgende NFT im Wert von rund 10,2 Millionen US-Dollar investiert ist.

NFT Vermögenswerte
Quelle: Yield Guild, NFT-Vermögenswerte

Zudem hat das Spiel bereits jetzt in einigen NFT-Spielen, die erst in den nächsten Monaten und Jahren veröffentlicht werden, Anteile erworben. YGG hält diese Spiele für vielversprechend und will durch seine Investitionen in Zukunft eine entscheidende Rolle in den Ökosystemen dieser NFT Games spielen.

Yield Guild
Quelle: Yield Guild, NFT-Vermögenswerte

Eine vollständige Liste der Investitionen und das genau Vermögen der YGG DAO lässt sich anhand von On-Chain-Daten hier abrufen.

Zusammenfassung

Im Moment ist das Wachstum von YGG extrem stark mit dem Erfolg von Axie Infinity verbunden. Die meisten Einnahmen und NFT stammen aus Aktivitäten innerhalb dieses Spiels. Sollte der Hype um Axie Infinity an Schwung verlieren, wird das zum jetzigen Zeitpunkt mit großer Wahrscheinlichkeit auch negative Auswirkungen auf YGG haben.

Die Spielindustrie ist eine Hit-gesteuerte Branche und es ist daher sehr schwer abzuwägen, wann welches Spiel an Popularität gewinnt. Das Besondere an YGG ist jedoch die Möglichkeit, dass die DAO bereits jetzt in einen vielfältigen Korb von NFT Games investiert und so breit aufgestellt auf den gesamten Blockchain-Gaming-Sektor setzt.

Ob es die extrem junge DAO dabei wirklich schafft, eine Community von zehntausenden von Menschen auf Dauer effektiv zu koordinieren, steht jedoch in den Sternen. Fakt ist, dass Yield Guild momentan ebenso wie Axie Infinity einen enormen Hype erfährt. Seit dem YGG-Token-Launch am 28. Juli stieg der YGG-Kurs von 1,89 auf zu Redaktionsschluss 6,17 US-Dollar. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 543 Millionen US-Dollar ist YGG quasi über Nacht zu den Schwergewichten im NFT-Krypto-Sektor aufgestiegen.

Wer noch mehr über Yield Guild erfahren möchte oder sich selbst an Aktivitäten der DAO beteiligen möchte, sollte sich im Discord-Channel des Projekts umschauen.

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Nvidia: Gefangen zwischen zwei Welten | BTC-ECHO

Der Grafikkartenhersteller Nvidia hat sich zum unverhofften Star der Krypto-Szene gemausert, was ihm seine Kernkund:innenschaft immer übler zu nehmen scheint. Warum sich die Aktie als Schutz gegen die aktuelle Korrektur eignen könnte.

Irgendwo da, wo sich die Gaming- mit der Krypto-Szene überschneidet, sitzt Nvidia – eingeklemmt, zwischen Baum und Borke. Der kalifornische Grafikkartenhersteller kann es niemandem so wirklich recht machen: Krypto-Miner kaufen seit Monaten jede verfügbare Grafikkarte vom Markt, was die Preise in die Maßlosigkeit treibt – die eigentliche Kernkund:innenschaft geht leer aus. Auch Versuche, die Grafikkarten gegen Mining umzurüsten, mal Software-, mal Hardware-seitig, scheitern. Die Anleger verübeln das dem Unternehmen jedoch nicht: Der Aktienkurs kann einen Rekord nach dem anderen feiern, scheint auch vom aktuellen Miner-Crash unbeeindruckt.

Quelle: Nvidia

Als Nvidia im September 2020 die aktuelle RTX-30-Serie vorstellte, war die Freude in der Gaming-Szene groß. Viel günstiger sollten sie werden, dabei die Leistung der vorherigen 20er-Serie deutlich überschreiten – Raytracing und 8K-Gaming dank bis zu 24 Gigabyte VRAM und über 10.000 CUDA. Und all das für Preise ab 499 Euro. Für die Spieler:innnen klang all das zu gut, um wahr zu sein. Mittlerweile weiß die Szene: Das war es auch. Denn zwar halten die Grafikkarten tatsächlich, was sie versprechen, ihre enorme Leistung zu verhältnismäßig günstigen Preisen lockte jedoch ein für Nvidia unverhofftes Klientel an: Krypto-Miner. Wieder einmal, muss man sagen. Denn die sind nicht erst seit dem vergangenen Herbst auf die Idee gekommen, Gaming-Grafikkarten für die Errechnung von Hashwerten zu zweckentfremden. Dank der neuen Grafikkarten-Generation lohnt es sich jedoch wieder. Diese Erkenntnis hat sich herumgesprochen im Krypto-Space, was wiederum für eine enorme Nachfrage bei gleichbleibendem Angebot sorgte – explodierende Preise waren die Folge. Und so fristet ein großer Teil der derzeit leistungsfähigsten Grafikkarten der Welt ein Dasein in den Mining Rigs von (überwiegend) Ethereum-Schürfer:innen. Ein Zustand, der Nvidia seit Jahren steigende Aktienkurse einbringt. Und dem Unternehmen dennoch sauer aufstößt.

Nvidia: Mining statt Zocken

1993 von den ITlern Jen-Hsun Huang, Curtis Priem und Chris Malachowsky gegründet, waren die ersten Jahre in der Unternehmensgeschichte nicht von großem Erfolg gekrönt. Spätestens seit 1999, als die Kalifornier mit der GeForce-256-Grafikkarte die erfolgreichste GPU-Serie aller Zeiten begründete, hat sich das geändert. 10 Jahre bevor die ersten Satoshis das Licht der digitalen Welt erblicken, drängen hunderttausende Gamer mittels dieser ersten GeForce-Grafikkarte in die Sphäre der (pixeligen) virtuellen Welten ein – blicken durch Röhrenbildschirme in die ersten Iterationen von Deus Ex, Counter-Strike, Die Sims und Hitman

Ebenfalls 1999 betritt das damals sechsjährige Unternehmen das Börsenparkett, wird auf der Technologiebörse NASDAQ gelistet – zu einem damaligen Kurs von 12 US-Dollar pro Aktie. Auch dank Kooperationen mit Sony, das seine Konsolen mit Grafikchips von Nvidia bestückt, und einem generellen Boom im Gaming-Bereich verkauft das Unternehmen bereits 2002 seinen 100-Millionsten Grafikchip. An Möglichkeiten außerhalb der Welt der Polygone denkt damals wohl noch niemand. Das soll sich 2010 ändern, als Laszlo Hanyecz eine bahnbrechende Idee hat. 

Als begeisterter Bitcoiner der ersten Stunde will Hanyecz zu einem Zeitpunkt, als die Krypto-Szene sich aus einer überschaubaren Computer Nerds beschränkt, die ihre CPUs zum Minen der damals praktisch wertlosen Coins nutzen, mehr Mining Power aus seinem heimischen MacBook herauskitzeln. Er hat die Idee, dafür statt der CPU die GPU zu nutzen. In einem Interview mit dem US-amerikanischen Bitcoin Magazine beschreibt er seinen Denkprozess: “GPUs, was sie gut können, ist, dass sie eine Menge Dinge parallel machen können, aber es müssen sehr einfache Dinge sein und es müssen die gleichen Dinge sein.” Mit Grafikchips könne man also “10 bis 1.000 verschiedene Zahlen gleichzeitig addieren”, so der ITler. Zwar seien reguläre CPUs viel flexibler, könnten eine Menge verschiedene, auch komplexere, Dinge tun, müssten diese allerdings immer hintereinander angehen. Daher kam er zu dem Schluss, dass “das Mining-Problem sich perfekt für GPUs” eignete. 

Und er sollte Recht behalten, denn sein 2010er MacBook, versehen mit einem Nvidia GeForce 320 Chip, war dank seines neuen Codes tatsächlich in der Lage, in kürzerer Zeit mit weniger Energieverbrauch deutlich mehr Blöcke zu schürfen, als dass mit CPUs möglich war: GPU-Mining war geboren. Zwar ist Hanyecz mittlerweile eher bekannt dafür, 10.000 Bitcoin für zwei Pizzen ausgegeben zu haben – und damit den ersten Kauf mittels BTC getätigt zu haben – deutlich größere Auswirkungen auf den Krypto-Space dürfte jedoch sein GPU-Geistesblitz gehabt haben.

GPU-Farming nimmt Gamer in die Mangel

Die frühen Krypto-Tage sind mittlerweile gezählt. Hätte Hanyecz seine Bitcoin behalten, wäre er heute Multimilliardär und auch ein MacBook reicht bei weitem nicht mehr aus, um profitabel Bitcoin zu Minen. Ein Großteil der Hashpower wird heute in gigantischen Mining Farmen an den Orten der Welt erbracht, die über günstigen Strom (und wohlwollende Politik) verfügen. Um zu Hause Bitcoin zu minen, müssen Krypto-Enthusiast:innen seit Jahren auf andere Coins umsteigen.

Und hier kommt Ethereum – und, wieder einmal, Nvidia – ins Spiel. Beim derzeitigen ETH-Kurs von rund 2.700 US-Dollar kann eine einzige GeForce RTX 3090 am Tag mehr 10 US-Dollar erwirtschaften – Strompreis inklusive. Bei einem Preis von 1.399 US-Dollar (UVP) lohnt sich die Anschaffung also nach 140 Tagen (Daten: minerstat.com). Das Problem: Der Ruf des Geldes hat so viele Miner auf den Plan gerufen, dass die Grafikkarten auf regulären Wegen praktisch immer ausverkauft sind. Bei Zwischenhändlern müssen Miner und Spieler:innen oft ein Vielfaches der unverbindlichen Preisempfehlung zahlen.

Kein Wunder, dass das den Spieler:innen missfällt. Und obwohl Nvidia auch dank der Miner seit Jahren Kursrekorde schreibt, beweist das Unternehmen, dass es seine Kernkund:innenschaft der Gamer nicht aus den Augen verliert. So versucht das Unternehmen immer wieder, seine Grafikkarten mit Software- und sogar Hardware-Updates zu versehen, die deren Nutzung zum Minen verunmöglichen sollen. Weil diese Herangehensweise jedoch bislang ohne Erfolg blieb, bietet Nvidia nun die Nvidia CMP Chipreihe an, die speziell für Miner entwickelt wurde.

Damit könnten die Grafikchips der GeForce-Reihe über zehn Jahre, nachdem Laszlo Hanyecz sie für das GPU-Mining zweckentfremdete, schlussendlich wieder denen gehören, für die das kalifornische Unternehmen sie einst konzipierte: die Gamer.

Disclaimer

Dieser Artikel wurde geprüft und aktualisiert und wurde zuerst in der Juli-Ausgabe unseres monatlich erscheinenden Magazins Kryptokompass veröffentlicht. Für Informationen rundum ein Abonnement geht es hier entlang.

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Axie Infinity (AXS) Boom: Nur Hype oder Gaming-Revolution?

Das Blockchain Game Axie Infinity (AXS) hat in den letzten Monaten ein enormes Wachstum erfahren. Nicht nur die Nutzerzahlen sind durch die Decke geschossen, sondern auch AXS, der native Token des Spiels, verzeichnet seit einiger Zeit einen parabolischen Anstieg. Ist das alles nur ein Hype oder stehen wir vor einer Gaming-Revolution?

Die Non-fungible-Token- (NFT)-Industrie boomt nach wie vor. Insbesondere das Blockchain Game Axie Infinity bricht derzeit alle Rekorde. Vor weniger als einem Jahr belief sich die Marktkapitalisierung des AXS Token auf gerade einmal 7 Millionen US-Dollar. Inzwischen beläuft sie sich auf über 2,5 Milliarden US-Dollar.

Im selben Zeitraum stieg AXS von 0,147 US-Dollar auf zu Redaktionsschluss 46,36 US-Dollar.

Das stellt ein unfassbares Kurswachstum von mehr als 30.000 Prozent innerhalb eines einzigen Jahres dar.

Was ist Axie Infinity überhaupt?

Axie Infinity ist eine dezentrale App (dApp), die auf der Ethereum Blockchain läuft. Ähnlich wie beim Gaming-Evergreen Pokémon, stehen auch bei Axie Infinity knuffige Monster, die von Spielern gezüchtet, gehandelt und in Kämpfe geschickt werden, im Mittelpunkt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Spieleklassikern wie Pokémon, werden die kleinen Monster (“Axies”) jedoch als Token – genauer: Non-fungible Token nach dem ERC-721-Standard – auf der Ethereum Blockchain verewigt. Dadurch sind sie im Vergleich zu “normalen” Gaming-Charakteren oder Spielgegenständen wirklich einzigartig und nicht beliebig replizierbar und veränderbar.

Darüber hinaus können Spieler im Game AXS Token verdienen. Dafür müssen sie an PvP-Schlachten teilnehmen, Axies züchten, sogenannte Liebestränke farmen, die für die Zucht von Axies benötigt werden, oder andere Missionen erfüllen. Außerdem ist es überdies möglich, den AXS Token bei der Governance des Axie-Universums einzusetzen, AXS zu Staken oder diese für Zahlungen innerhalb des Spiels zu verwenden.

Axie Infinity macht Fortnite Konkurrenz

Das Wachstum von Axie Infinity ist gigantisch. Sollte es in den nächsten Monaten konstant bleiben ist es sogar wahrscheinlich, dass Axie Infinity Fortnite als größte Discord-Community der Welt ablöst. Zum Vergleich: Der Discord Channel von Fortnite hat derzeit knapp 825.000 Mitglieder, während Axie Infinity bereits auf 702.087 Mitglieder kommt.

Axie Infinity Discord
Quelle: https://discord.com/invite/axie

Zwar liegen die Nutzerzahlen von Axie Infinity mit knapp 350.000 täglich aktiven Nutzern immer noch deutlich unter denen von Fortnite, aber es ist dennoch beachtlich, wie schnell das Blockchain Game in den letzten Monaten gewachsen ist.

Axie stellt DeFi in den Schatten

Lange Zeit war Decentralized Finance (DeFi) das einzige Thema, was die Ethereum-Community in Euphorie versetzt hat. Mittlerweile stellen die Protokolleinnahmen von AXS jedoch alle anderen DeFi-Anwendungen in den Schatten.

Axie Infinity Token Terminal
Quelle: https://www.tokenterminal.com/

Allein innerhalb der letzten 30 Tage hat das Blockchain Game mehr als 149 Millionen US-Dollar an Protokolleinnahmen generiert. Im selben Zeitraum hat die dezentrale Börse PancakeSwap (CAKE) gerade einmal rund 12 Millionen US-Dollar eingenommen.

Der größte Teil der Einnahmen des Blockchain Games fließt direkt zurück an seine Spieler. Das meiste Kapital bleibt daher derzeit innerhalb der virtuellen Wirtschaft und sorgt dafür, dass die AXS-Ökonomie weiter wachsen kann. Ein weiterer Teil der Einnahmen fließt in eine Gemeinschaftskasse, die von allen AXS-Token-Inhabern verwaltet wird. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass während die Axie-Spieler Geld verdienen, die Community gleichzeitig ein großes Vermögen anhäuft, dass zur weiteren Entwicklung des Spiels eingesetzt werden kann.

Warum boomt Axie Infinity erst jetzt?

Axie Infinity gibt es bereits seit drei Jahren und trotzdem begann der Hype um das Spiel erst vor kurzem. Ein Grund für den plötzlichen Anstieg der Beliebtheit von Axie dürfte die im Mai eingeführte Ethereum-Skalierungslösung Ronin sein. Durch Ronin war es erstmals möglich, dass auch Normalsterbliche Axie Infinity spielen konnten. Infolgedessen sind die Nutzerzahlen, sowie auch der AXS-Kurs, explodiert.

Axie Infinity Users
Quelle: https://dappradar.com/ethereum/games/axie-infinity

Ein weiterer Faktor, der zum enormen Wachstum beigetragen hat, ist sicherlich auch die Corona-Pandemie. Infolge der Pandemie sind vor allem in Entwicklungsländern wichtige Einnahmequellen weggebrochen. Das hat dazu geführt, dass sich sehr viele Menschen nach anderen Einnahmequellen umgesehen haben und davon konnte unter anderem Axie Infinity profitieren.

Axie schafft für jeden auf der Welt, der ein Smartphone oder einen Computer besitzt, die Möglichkeit, Geld zu verdienen. Insbesondere Menschen auf den Philippinen, aber auch in anderen Entwicklungsländern, verdienen gerade ihren Lebensunterhalt, indem sie Axie spielen und ihr Geld mit DeFi-Anwendungen verwalten.

Das könnte uns in Zukunft erwarten

Das Play-to-Earn-Modell von Axie Infinity und anderen Blockchain Games hat das Potenzial, die 180 Milliarden schwere Gaming-Welt grundlegend zu verändern. Es wäre sogar denkbar, dass Play to Earn früher oder später das Pay-to-Play-Gaming-Modell verdrängt. Vor allem aufgrund des stetig wachsenden Layer-2-Skalierungsumfeld und Ethereum 2.0, ist es wahrscheinlich, dass wir in den nächsten Monaten und Jahren viele weitere Blockchain Games sehen werden, die den Krypto-Sektor grundlegend verändern könnten.

Das Aufkommen von Blockchain Gaming, Metaversen und den damit verbundenen virtuellen Ökonomien hat gerade erst begonnen. Insbesondere deren Kombination mit Decentralized Finance könnten der nächste große Katalysator für einen weiteren massiven Bullrun sein, von dem vor allem auch Bewohner ärmerer Länder und Regionen profitieren könnten.

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Gaming-Plattform eGame soll an der Krypto-Börse Coineal notiert werden

In Fortsetzung seines steilen Wachstums in so kurzer Zeit wird eGame an der Krypto-Börse Coineal gelistet.

Eines der meistdiskutierten Ereignisse der letzten Zeit in der Welt der Blockchain ist die Notierung der revolutionären Gaming-Plattform eGame auf der globalen Krypto-Börse Coineal. Die Ankündigung symbolisiert nicht nur das schnelle Wachstum von eGame, sondern ist auch ein Schritt in Richtung neuer Initiativen in diesem Segment.

Die eGame-Plattform ist bekannt für ihre Verwendung von Smart Contracts, um Offenheit und Dezentralisierung in den Sektor zu bringen. Mit seinem nativen Token eGI können Spieler auf verschiedene Funktionen der Plattform zugreifen, von Turnieren über sichere Wetten bis hin zu Fundraising und digitalen Verkäufen.

Coineal ist weltweit führend, wenn es um den Handel mit digitalen Vermögenswerten geht, und hat diese Position in kürzester Zeit erlangt. Die Börse wurde 2018 von einer Gruppe von erfahrenen Blockchain-Investoren und -Enthusiasten gegründet. Mit seinem primären Fokus auf die Nutzerzufriedenheit glaubt Coineal an die Umsetzung einer nutzerzentrierten Strategie in den Bereichen Produktdesign, Betrieb und Marketing.

Mit weiteren Investitionen wird eGame das Segment der eSports-Faninteraktion verbessern und auch die Blockchain-Technologie auf fortschrittlichere Weise für das Wachstum seiner Plattform und der Branche nutzen.

Ein weiteres Blockchain-Gaming-Projekt, Enjin, gab letzten November über Twitter bekannt, dass es mit der kanadischen Firma Skymarch Entertainment zusammenarbeitet, um drei weitere NFT-basierte Spiele zu entwickeln.

Blockchain und die breitere Gaming-Sphäre bieten Unternehmern einen weiteren Zugang zur Mainstream-Adoption. Gaming ist einer der wenigen Sektoren, der von der Pandemie profitiert hat, da die Menschen nach neuen Möglichkeiten gesucht haben, sich zu Hause zu unterhalten.

Die jüngste Ankündigung von eGame, bei Coineal gelistet zu werden, ist eine erfreuliche Nachricht für die Plattform sowie für die eSports-Branche im Allgemeinen. Schließlich bedeutet eine Notierung auf einer so massiven, führenden Handelsplattform für digitale Vermögenswerte, dass sowohl eGame als auch das Online-Gaming-Segment mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen werden.

Bild@ Pixabay / Lizenz

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Gerücht: Bitcoin und andere Kryptowährungen in GTA VI?

Die Warterei auf das neue Gangsterepos rund um GTA VI geht weiter. Nun behauptet ein Insider, dass es im neuen Teil Kryptowährungen geben soll.

Es gibt wohl kaum einen Gamer, der nicht gebannt Grand Theft Auto VI entgegenfiebert. Der Vorgänger GTA V ist auch über sieben Jahre nach Release noch das zweit meistverkaufte Spiel weltweit. Das Entwicklerstudio Rockstar Games ließ bisher jedoch noch keine offiziellen Details durchblicken – nicht mal eine offizielle Ankündigung gibt es, geschweige denn einen Veröffentlichungstermin. Für neue Informationen müssen Fans der Serie deshalb zumeist mit unbestätigten Leaks Vorlieb nehmen.

Eines der neuesten Informationslecks kommt dabei von Tom Henderson. Innerhalb der Gamingszene ist auf seine Enthüllungen oftmals verlass. Nun schreibt Henderson auf Twitter, dass er vor Kurzem mitbekommen habe, dass Spieler in manchen GTA-Missionen nicht nur mit virtuellen US-Dollar, sondern auch mit Bitcoin und Co. entlohnt werden sollen. Dabei handle es sich natürlich nur um eine Ingame-Belohnung. Auch sei nicht final geklärt, ob die Kryptowährung dann auch wirklich “Bitcoin” heißen werde, oder vielleicht einen gänzlich anderen Namen bekommt.

GTA VI könnte Krypto-Adoption pushen

Zwar sind diese Informationen unbestätigt, trotzdem könnte die Integration einer Kryptowährung bei GTA VI Sinn ergeben. Das Spiel versteht sich als stark übertriebenes, satirisches Abbild unserer Gesellschaft, unter Einhaltung einer gewissen Realitätsnähe. So gab es bereits im Vorgänger für Spieler die Möglichkeit, am Aktienmarkt zu zocken. Dieses Feature soll es auch in GTA VI wieder geben. Die Ausweitung auf Kryptowährungen wäre also nur der nächste logische Evolutionsschritt der Spieleserie. Der Effekt auf die reelle Krypto-Adoption wäre laut Henderson enorm.

Sollte GTA VI auch nur annähernd so erfolgreich werden wie sein Vorgänger – und davon ist auszugehen – könnte das die generelle Adoption von Kryptowährungen positiv beeinflussen. Einen Haken gibt es allerdings. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sei mit einem Release frühstens im Jahr 2023 zu rechnen. Geht es nach Insider Okami könnte es sogar noch bis 2025 dauern. Bis dahin dürfte die Krypto-Adoption bereits in einem fortgeschrittenerem Stadium sein.

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Nvidia erzielt Rekordzahlen im Q1 2021 – Einfluss der Miner „schwer zu bestimmen“

Der marktführende Grafikkartenhersteller Nvidia meldet Rekordzahlen für das erste Quartal 2021. Im Zuge dessen spielt das Unternehmen allerdings die Auswirkung des Rekordlaufs auf dem Kryptomarkt als treibende Kraft herunter, und schreibt vielmehr der Gamingbranche den Löwenanteil am Erfolg zu.

Demnach stellt der Chiphersteller in seinem Quartalsbericht ein insgesamtes Umsatzwachstum von 84 % fest, obwohl es in den letzten Wochen und Monaten auf der ganzen Welt zu beträchtlichen Lieferengpässen bei der Herstellung von Chipsätzen gekommen ist.

Umsatz und Gewinn von Nvidia übertreffen selbst die Erwartungen der Wall Street, denn im Q1 2021 steht ein Umsatz von 5,66 Mrd. US-Dollar und ein Gewinn pro Aktie von 3,66 US-Dollar zu Buche. Zum Vergleich: Prognostiziert waren zuvor „nur“ 5,41 Mrd. US-Dollar Umsatz und 3,28 US-Dollar Gewinn pro Aktie.

Nvidia verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass sich die Nachfrage aus dem Videospielbereich in den letzten 12 Monaten mehr als verdoppelt hat, was ein Absatzwachstum von 106 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Der Umsatz durch Gaming stieg dadurch auf 2,76 Mrd. US-Dollar an.

Durch den Verkauf von Grafikkarten hat das Unternehmen insgesamt 3,45 Mrd. US-Dollar generiert, was wiederum einer Steigerung von 81 % entspricht. Allerdings führt Nvidia lediglich Einnahmen in Höhe von 155 Mio. US-Dollar auf Krypto-Miner zurück, die die GPUs für das Mining von Kryptowährungen nutzen.

Womöglich spielt die Firma den Einfluss der Miner jedoch gezielt herunter, denn Nvidia setzt langfristig auf die Gamingbranche als hauptsächlichen Kundenstamm, weshalb sie in den letzten Monaten unter anderem sogar eine Mining-Bremse für die GTX-Reihe verbaut hat, um die Grafikchips weniger attraktiv für Miner zu machen.

Obwohl der Hersteller einräumt, dass die Miner einen positiven Einfluss auf die Nachfrage nach Grafikkarten hatten, gibt Nvidia an, dass es „schwer zu bestimmen“ sei, welchen Anteil daran die Mining-Branche tatsächlich ausmacht.

Trotz dieser „Rekordzahlen“ geht Nvidia davon aus, dass die Verknappung auf dem Markt in den nächsten Monaten anhalten wird, wodurch auch die eigenen Grafikkarten im zweiten Halbjahr noch heiß umkämpft sein werden.

Nvidia-Geschäftsführer Jensen Huang ist zuversichtlich, dass spezielle Mining-Chips (CMPs) Abhilfe schaffen können, indem die GPU-Nachfrage der Miner durch diese reduziert wird:

„Die CMPs liefern für sie bessere Ergebnisse, und die Produktion dieser Chips verringert nicht die Produktion unserer GeForce-Grafikkarten. Wir können damit also die Angebotsmenge für Gamer sichern.“

Schon in der Vergangenheit hatte das Unternehmen versucht, mit spezieller Mining-Hardware die Nachfrage der beiden Bereiche aufzuteilen, doch dieser Schuss ging nach hinten los. Im Zuge dessen hatte der Hersteller angegeben, dass 2017 und 2018 knapp die Hälfte aller Grafikkarten durch Miner aufgekauft wurden, was angeblich zu falschen Prognosen für zukünftige Absätze geführt hatte. Investoren hatten daraufhin eine Klage eingereicht, die Nvidia inzwischen gewonnen hat.

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Ist Gaming der Key für die Massenanwendung von Blockchain und Kryptos?

Experten sagen, dass Gaming der erste echte Anwendungsfall für Blockchain ist, der die Branche überarbeitet und Spiele so eindringlich wie nie zuvor macht.

Jede disruptive Technologie hat einen Wendepunkt. Dies ist genau der Moment, in dem es von Early Adopters zu einer breiten Akzeptanz kommt. Könnten wir uns genau wie bei Google Ende der 1990er Jahre und Smartphones in den 2000er Jahren dem Wendepunkt für Blockchain nähern?

Laut einer neuen Studie stehen Vermögensverwalter kurz vor einem Wendepunkt in Bezug auf Kryptowährung, und eine von mehreren laufenden Entwicklungen könnte die Branche dazu veranlassen, die Akzeptanz der aufstrebenden Anlageklasse zu erhöhen. Etwa 10% der Finanzberater empfehlen derzeit zumindest einigen Kunden Kryptowährungsbestände. Dies geht aus dem kürzlich von Grayscale Investments in Zusammenarbeit mit InvestmentNews Research erstellten Whitepaper hervor.

Gaming ist eine globale Industrie, in der professionelle Spieler aus der ganzen Welt über digitale Plattformen zusammenkommen. Blockchain ermöglicht nahezu sofortige Zahlungen auf der ganzen Welt und hebt damit die derzeitigen Beschränkungen für globale Multiplayer-Spiele auf. Die Blockchain-Technologie, wie z. B. Stablecoins, kann im Wesentlichen jeden Vermögenswert widerspiegeln und unterliegt keinen Handelsembargos oder anderen Einschränkungen.

Blockchain fungiert als dezentrales Hauptbuch aller Transaktionen in einem Netzwerk. Wenn eine Transaktion stattfindet, weiß jeder im Netzwerk davon. Blockchain ist manipulationssicher und praktisch augenblicklich und registriert eine Transaktion in dem Moment, in dem jede Partei sie überprüft. Die Kette besteht aus dem Verlauf der Transaktionen. Sobald die Daten gespeichert sind, können sie nicht mehr geändert oder gelöscht werden. Diese Attribute machen Blockchain sowohl sicher als auch transparent und ein Werkzeug mit nahezu unbegrenztem Potenzial.

Die Einführung der Kryptowährung könnte früher als später erfolgen. Im vergangenen Monat war Morgan Stanley die erste Wall Street Bank, die ihren wohlhabenderen Kunden Zugang zu Bitcoin bot. Goldman Sachs folgte schnell diesem Beispiel, was den Druck auf andere Finanzinstitute erhöhen könnte. Neue Produkte und Dienstleistungen, die Beratern bei der Arbeit mit Kryptowährung helfen sollen, werden weiterhin auf den Markt gebracht.

Inzwischen hat die SEC eine Vielzahl von Anträgen für einen Kryptowährungs-ETF vor sich. Die Auflegung von zwei Bitcoin-ETFs in Kanada Anfang dieses Jahres und ein Führungswechsel bei der US-Aufsichtsbehörde lassen viele Beobachter optimistisch über ihre Aussichten sein.

Für die Gaming-Branche könnte Blockchain zur Norm für ein neues Spielerlebnis, die Transaktionen digitaler Gegenstände und die Back-End-Infrastruktur der Spiele selbst werden.

Das französische Spieleunternehmen Ubisoft hat bereits ein Blockchain-Sammelspiel namens Rabbids Tokens auf den Markt gebracht, um Geld für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) zu sammeln. Letzten Monat hat Ubisoft angekündigt, dass es dem Tezos-Ökosystem beitreten wird, als Teil seiner fortgesetzten Erforschung der Blockchain-Technologie, die von seinem Strategic Innovation Lab geleitet wird.

Square Enix, der japanische Spielegigant, der hinter weltbekannten Spielen wie Final Fantasy und Tomb Raider steht, hat sich ebenso hinter das Potenzial von Blockchain im Gaming-Sektor gestellt und in den Ethereum-basierten Spieleentwickler TSB Gaming investiert.

Gaming ist ein Versuchsfeld für die Zukunft der Blockchain und ein Lernwerkzeug, nicht nur für Blockchain, sondern auch für andere Anwendungen. Aber man wird schon sehen, wie fruchtbar diese neuen Allianzen zwischen führenden Blockchain-basierten Gaming-Unternehmen und großen Gaming-Unternehmen sein werden.

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Halt stopp! – Nvidia aktiviert Mining-Bremse für RTX 30-Serie nun doch wieder

Der Grafikkartenhersteller Nvidia hat still und heimlich die „Mining-Bremse“ für ihr neues Modell RTX 3060 reaktiviert, um die Karte für Krypto-Miner weniger attraktiv zu machen.

Zur Erinnerung: Die Karten der RTX 30-Serie liegen aktuell weit über ihrem eigentlichen Marktwert, was einerseits durch weltweite Engpässe bei der Chipherstellung und andererseits durch ein gesteigertes Interesse aus dem Krypto-Mining bedingt ist. Allen voran die Absicht, die Grafikkarten für Gamer, eine der Kernzielgruppen von Nvidia, wieder erschwinglich zu machen, hat dazu geführt, dass das Unternehmen Maßnahmen gegen Mining ergreift, denn die neuen Karten sind für diesen Zweck weitaus rentabler als ältere Modelle.

Am Donnerstag hat der Hersteller dementsprechend den Treiber GeForce 466.27 veröffentlicht, der die Mining-Bremse der RTX 3060 wieder einschaltet, nachdem diese zuletzt unfreiwillig deaktiviert worden war.

Bestätigung der Mining-Bremse in den Release Notes zum Treiber GeForce 466.27. Quelle: Nvidia

Wie die Tech-Webseite VideoCardz berichtet, ist der neue Treiber für alle Karten der RTX 30-Serie, die Mitte Mai auf den Markt gebracht werden verpflichtend, während ältere Karten der Reihe diesen noch umgehen können.

Letztere waren zuvor eigentlich auch schon mit einer Mining-Bremse versehen worden, die die Leistungsfähigkeit beim Abbau von Kryptowährungen um 50 % reduziert hatte. Matt Wuebbling, Leiter für das globale Marketing von Nvidia GeForce, bestätigte im Februar, dass diese Entscheidung bewusst getroffen wurde, damit die Karten wieder verstärkt für die Videospielbranche verfügbar sind:

„Wir haben die GeForce-Grafikkarten für Gamer designt, und die Gamer wollen diese Karten unbedingt.“

Diese Strategie erwies sich jedoch schnell als wenig wirksam, denn im März hatten Hacker bereits eine Umgehung gefunden, ehe Nvidia später gar selbst mit einem eigenen Treiberupdate unfreiwillig dafür gesorgt hatte, dass die Bremse aufgehoben wurde. Hierdurch wurde wieder das gesamte Potenzial der Grafikkarten offengelegt, die für das Mining von Kryptowährungen wie Ether (ETH) erstaunlich rentabel sind.

Damit wenigstens die neuen Modelle der RTX 3060 die Bremse nicht mehr umgehen können, wird diesen die neue PCI Device ID 2504 zugewiesen (siehe unten). Dadurch können diese nicht länger den „wirkungslosen“ vorherigen Treiber 470.05 nutzen. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass Hacker versuchen werden, auch den neuen Treiber so schnell wie möglich zu knacken.

Neue PCI Device ID für die GeForce RTX 3060 im Treiber 466.27. Quelle: VideoCardz

In der Gaming-Community hat die Nachricht jedoch gemischte Reaktionen hervorgerufen, obwohl diese Maßnahmen eigentlich zu deren Gunsten sein sollte. So meint ein Nutzer aus dem Forum von VideoCardz zum Beispiel, dass dadurch allen voran kleinere Miner benachteiligt werden, die oftmals selbst Gamer sind:

„Ich bin zwiegespalten, denn einerseits will ich die neue Grafikkarte für Gaming, aber wenn ich nicht zocke, würde ich gerne auch mit der Karte Mining betreiben. Eine spezielle Mining-Karte kann ich mir wiederum nicht kaufen, weil Nvidia diese nur in großen Mengen verkauft, und ich will mir keine eigene Mining-Farm aufbauen.“

Ein anderer Nutzer wirft derweil ein, dass die Wirkung der Bremse mit 50 % noch viel zu schwach sei. Vielmehr bräuchte es einen Wirkungsgrad von über 90 %, damit Miner auch wirklich die Finger von den Karten lassen. Dem fügt ein dritter Nutzer zynisch an, dass er in der Strategie lediglich eine Abzocke der Miner sieht:

„Natürlich wollen sie, dass Miner auch weiterhin ihre Karten kaufen, aber doppelt so viele.“

Laut VideoCardz werden ab Mitte Mai alle Karten der RTX 30-Serie die Bremse zwangsläufig verbaut haben, einzige Ausnahme könnte das Premium-Modell RTX 3090 sein.

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