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Niederlande: Finanzminister will Krypto regulieren anstatt verbieten

Ein Verbot von Kryptowährungen ist nicht die richtige Lösung für die Niederlande, so der Finanzminister des Landes. Ein Regierungsmitarbeiter hatte zuvor ein totales Verbot von Kryptowährungen gefordert.

Die Niederlande sollten den Kryptowährungsmarkt regulieren anstatt eine Krypto-Nutzung gänzlich zu verbieten, so der niederländische Finanzminister Wopke Hoekstra, laut einem Bericht der lokalen Nachrichtenagentur NU.nl am Freitag.

Der Regierungsmitarbeiter räumte dennoch gewisse Risiken im Zusammenhang mit dem Kryptomarkt ein. Er sagte, er verstehe die Bedenken des Direktors der niederländischen Wirtschaftsanalyseabteilung Pieter Hasekamp. Der Minister betonte, es sei entscheidend, angemessene Regeln für Anbieter von digitalen Vermögenswerten zu haben, um die Risiken zu mindern, darunter etwa Geldwäsche.

„Ich habe beobachtet, dass eine Überwachung in den Niederlanden effektiver ist als ein totales Verbot“, so Hoekstra. Er merkte auch an, es sei wichtig, den Kryptomarkt auf europäischer Ebene zu überwachen.

Hoekstra sagte auch, er habe bereits im Jahr 2017 eine Warnung im Zusammenhang mit den Risiken bei Kryptowährungen herausgegeben. Er betonte, Krypto-Investoren sollten sich darüber bewusst sein, dass sie Wetten auf Kryptowährungen „ganz auf ihre eigenen Kosten und Risiken“ eingehen würden.

„Das läuft im Moment sehr gut, aber wir haben auch große Einbrüche und Spitzen gesehen“, so Hoekstra im November 2017 nur ein paar Wochen bevor Bitcoin (BTC) im Dezember ein Allzeithoch von 20.000 US-Dollar erreichte.

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Wie bereits berichtet, argumentierte Hasekamp am Freitag, dass die holländische Regierung ein sofortiges, vollständiges Verbot von Mining, Handel und Besitz von Bitcoin durchsetzen müsse. Er brachte dabei die üblichen Anti-Krypto-Argumente hervor und behauptete, dass Kryptowährungen wie Bitcoin keine der drei Funktionen von Geld (Recheneinheit, Zahlungsmittel oder Wertaufbewahrungsmittel) erfülle.

Einige der weltweit größten Bitcoin-Kritiker, darunter der berühmte Ökonom Nouriel Roubini, haben bereits zugegeben, dass Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel dienen könnte.

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Elon Musk: Wann Tesla wieder Bitcoin-Zahlungen akzeptiert

Tesla-CEO Elon Musk sagt, seine Firma werde Bitcoin (BTC)-Zahlungen akzeptieren, wenn sich bestätigt, dass Miner sauberen Strom nutzen. Er gibt damit Hoffnung darauf, dass die Angst, Unsicherheit und Zweifel um die Digitalwährung bald nachlassen könnten.

Musk reagierte auf einen Tweet von Cointelegraph, in dem es um die kürzlichen Anschuldigungen von Sygnia-CEO Magda Wierzycka geht. In diesen Vorwürfen wird die US-Wertpapieraufsicht SEC unter anderem aufgefordert, gegen den Milliardär wegen mutmaßlicher Manipulation des Bitcoin-Kurses zu ermitteln.

Laut Wierzycka hat Musk wissentlich den Bitcoin-Kurs in die Höhe getrieben, um den „Großteil seiner Investition auf der Spitze zu verkaufen.“

„Das stimmt nicht“, so Musk in seiner Antwort am Sonntag. „Tesla hat nur etwa 10 Prozent seiner Bestände verkauft, um zu beweisen, dass BTC ganz einfach liquidiert werden kann, ohne den Markt zu bewegen.“

Wie Cointelegraph berichtete, gab Musk im April zu, dass Tesla einen Teil seiner Bitcoin-Bestände verkauft habe, um die Liquidität des Vermögenswertes zu beweisen. Einen Monat zuvor erst hatte der Milliardär bestätigt, dass Tesla BTC im Wert von 1,5 Mrd. US-Dollar in seine Bilanz aufgenommen habe und die Digitalwährung als Zahlungsmittel für seine Fahrzeuge akzeptiert werde. 

Doch Tesla begrüßte Bitcoin nur sehr kurz als Zahlungsmittel. Musk äußerte kurz darauf Bedenken wegen des Stromverbrauchs beim Bitcoin-Mining. Am 12. Mai twitterte Musk, sein Unternehmen würde keine Bitcoin-Zahlungen mehr akzeptieren, weil das Netzwerk „immer mehr fossile Brennstoffe verbraucht“.

Nach Musks Tweet gab es eine Welle an negativen Schlagzeilen. Etwa über den Stromverbrauch für Bitcoin, über Chinas Bitcoin-Mining-Verbot und über eine überzogene Krypto-Rallye, die allmählich schwächelte. Diese Nachrichten trugen zu einem harten Einbruch bei Bitcoin bei. Zwischen Mitte April und Mitte Mai ist der Vermögenswert dabei um 54 Prozent gefallen.

In diesem Zusammenhang: „Ich habe meine Bitcoin überhaupt nicht verkauft“: Elon Musk.

Am Sonntag erklärte Musk, wann Tesla wieder Bitcoin-Zahlungen akzeptieren würde:  

„Wenn sich eine angemessene (etwa 50 Prozent) saubere Energienutzung durch Miner bestätigt und der zukünftige Trend positiv ist, wird Tesla wieder Bitcoin-Transaktionen erlauben.“

Wie Cointelegraph berichtete, wurde Musk kürzlich von MicroStrategy-CEO Michael Saylor zu einem Treffen von Bitcoin-Minern eingeladen. Das Bitcoin Mining Council ist ein freiwilliges, sich selbst regulierendes Branchengremium und ging aus diesem Treffen hervor. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, mehr erneuerbare Energieoptionen zu finden und zu nutzen sowie die Transparenz des Krypto-Minings zu steigern.

Trotz aller Kritik am Bitcoin-Mining schätzt man, dass große Mehrheit der Miner bereits alternative Energiequellen nutzt. Yassine Elmandjra, ein Analyst bei Ark Investments, sagte gegenüber CNBC im April, dass etwa drei Viertel der Miner kohlenstofffreie Quellen für ihren Betrieb nutzen würden.

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Trotz schwachem Kurs – Kanadischer Bitcoin-ETF kauft weiter an

Die Nachfrage kanadischer Investoren nach Bitcoin (BTC) hat trotz der jüngsten Verluste noch nicht merkbar nachgelassen, was darauf hindeutet, dass die Marktteilnehmer die momentane Lage vielmehr als günstige Kaufgelegenheit wahrnehmen.

Der Purpose Bitcoin ETF, also der erste nordamerikanische Bitcoin-Indexfonds, hat inzwischen 19.692,149 BTC angekauft, wie die Daten von Bybt zeigen. In den letzten sieben Tagen hat der ETF weitere 284,51 BTC hinzugefügt, seit dem 15. Mai sind es sogar fast 2.000 BTC.

Die Nachfrage für den Purpose Bitcoin ETF lässt trotz schwachem Bitcoin-Kurs nicht nach. Quelle: Bybt.

Auch im Mai hat der ETF weiter gekauft, als es Mitte des Monats zum vorübergehenden Crash kam, der die marktführende Kryptowährung zwischenzeitlich unter 30.000 US-Dollar abgesenkt hatte.

Beim momentanen Kursstand von ungefähr 36.000 US-Dollar hat der Purpose Bitcoin ETF einen Marktwert von knapp 709 Mio. US-Dollar. Angesichts dieses rapiden Wachstums sind auch die in dem Investitionsprodukt angelegten Vermögen innerhalb von weniger als 2 Monaten um mehr als 1,3 Mrd. US-Dollar gestiegen.

Wie der Krypto-Trader Byzantine General schlussfolgert, deuten die Kapitalzuflüsse des Purpose ETFs darauf hin, dass den Kanadiern die kurzfristige Kursentwicklung von Bitcoin herzlich egal ist.

In den letzten Tagen hat sich die Stimmung eigentlich deutlich verschlechtert, denn der Krypto-Marktführer schafft es schon seit mehr als einem Monat nicht, die 40.000 US-Dollar Marke zu knacken. Dafür sind eine Reihe von Faktoren verantwortlich, so sorgen neben den technischen Faktoren der Kursentwicklung auch anhaltende Negativschlagzeilen für die derzeitige Schwächephase.

Die Experten sind dementsprechend gespalten, wohin es als nächstes geht. Während einige davon überzeugt sind, dass Bitcoin noch dieses Jahr in den sechsstelligen Bereich vorstoßen wird, erwarten andere einen neuen Abwärtstrend. So oder so sind viele Anleger scheinbar von dem langfristigen Potenzial der marktführenden Kryptowährung überzeugt, wie sich am Purpose ETF erkennen lässt.

Die Fondsmanager in den USA wollen den Erfolg ihrer kanadischen Nachbarn nachmachen, und einen erfolgreichen Bitcoin-ETF auf den Markt bringen. Wie Cointelegraph berichtet hatte, prüft die US-Börsenaufsicht bereits drei entsprechende Anträge, doch bisher wurden sämtliche ETFs von der Behörde abgelehnt.

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Texas erlaubt Banken auf Landesebene die Verwahrung von Bitcoin

Eine texanische Landesbehörde erlaubt den Banken des amerikanischen Bundesstaates nun, Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) für ihre Kunden zu verwahren.

Das „Texas Derpartment of Banking“, also die texanische Aufsichtsbehörde für Banken und Finanzdienstleistungen, hat am Donnerstag in einem entsprechenden Erlass bekanntgegeben, dass die regionalen Banken ab sofort die Verwahrung von Kryptowährungen übernehmen dürfen.

So heißt es hier, dass Banken in Texas „ihren Kunden Verwahrungsdienstleistungen für virtuelle Währungen anbieten dürfen, sofern die Banken ausreichende Maßnahmen getroffen haben, um die damit einhergehenden Risiken abzufedern und die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten“.

In dem Erlass bemüht sich die Behörde auch um eine kurze Definition von Kryptowährungen, wobei sie darauf hinweist, dass Digitalwährungen nicht in physischer Form existieren, sondern lediglich auf einer Blockchain, wobei es spezielle private Schlüssel braucht, um auf diese zuzugreifen. Die Banken könnten deshalb auf zweierlei Art Kryptowährungen verwahren, einerseits indem sie Kopien der Privatschlüssel ihrer Kunden aufbewahren oder andererseits indem sie die Krypto-Gelder selbst verwahren und neue Privatschlüssel generieren.

„Ähnlich wie bei der Methode der Verwahrungsdienstleistung haben die Banken auch mehrere Auswahlmöglichkeiten bei der Methode der eigentlichen Verwahrung, von denen jede ihre eigenen Vor- und Nachteile bezüglich Sicherheit und Zugänglichkeit hat. Jede Bank muss selbst entscheiden, welche Verwahrungsmethode für sie am besten ist“, so die Behörde.

Zudem müssen die Banken auch bestätigen, dass die verwahrten Krypto-Gelder ausreichend versichert sind.

Der jüngste Erlass der texanischen Banken- und Finanzaufsicht kommt kurze Zeit nachdem der „Landtag“ von Texas einen Gesetzentwurf zu Kryptowährungen verabschiedet hat, durch den diese nach dem Handelsrecht des Bundesstaates anerkannt werden. Wyoming und Nebraska erlauben die Krypto-Verwahrung für Banken schon länger, wobei Wyoming nun sogar der Kryptobörse Kraken eine entsprechende „Banklizenz“ erteilt hat. Im Juli 2020 hatten auch Banken mit einer bundesweiten Genehmigung schon grünes Licht für die Verwahrung von Kryptowährungen bekommen.

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BIZ-Innovationschef: Bitcoin-Einführung von El Salvador ist „interessantes Experiment“

Der Krypto-Kritiker Benoît Cœuré, der zugleich als Chef der Innovationszentren der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) tätig ist, bezeichnet die geplante Einführung von Bitcoin (BTC) als Zahlungsmittel in El Salvador unerwarteterweise als „interessantes Experiment“.

Wie Reuters berichtet, machte Cœuré die entsprechenden Äußerungen am Freitag im Rahmen der Eröffnung des vierten BIZ-Innovationszentrums in England.

„Die Haltung der BIZ ist, dass wir Bitcoin eindeutig nicht als funktionsfähiges Zahlungsmittel sehen. Bitcoin ist ein Spekulationsprodukt, und sollte auch als solches reguliert werden.“

Cointelegraph hatte zuvor berichtet, dass das Parlament von El Salvador bereits einen Gesetzentwurf verabschiedet hat, der Bitcoin in dem südamerikanischen Land zum offiziellen Zahlungsmittel machen soll. Das „Bitcoin-Gesetz“, das von Präsident Nayib Bukele höchstpersönlich eingegeben wurde, wurde mit einer klarer Zweidrittelmehrheit von 62 zu 84 Stimmen angenommen.

Cœuré ist als ausgesprochener Kritiker von Bitcoin bekannt, so hatte er die marktführende Kryptowährung im November 2018 unter anderem die „böse Brut der Finanzkriste von 2008“ genannt. Seine wiederholte Forderung nach einer strengeren Regulierung von Bitcoin steht im Einklang mit der Haltung der BIZ, denn deren General Manager Agustin Carstens hat sich ebenfalls schon mehrfach für einen härteren Umgang stark gemacht.

Die jüngsten Worte von Cœuré schlagen in dieselbe Kerbe wie seine Kollegen vom Internationalen Währungsfonds (IWF), der zuletzt auch gewarnt hatte, dass die Einführung von Bitcoin als Zahlungsmittel für El Salvador beträchtliche rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen haben könnte.

Das Thema könnte schon beim nächsten Treffen zwischen El Salvador und dem IWF ein entscheidender Streitpunkt werden, denn das Land erwartet Hilfsgelder im Wert von 1 Mrd. US-Dollar.

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat Bitcoin am Donnerstag derweil ähnlich kritisch eingestuft. So schlägt der Ausschuss höhere Kapitalanforderungen für Banken vor, um die Risiken für den Umgang mit der Kryptowährung angemessen vorbeugen zu können.

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Hedgefondsmanager Alan Howard investiert in zwei weitere Krypto-Startups

Der einflussreiche Hedgefondsmanager Alan Howard unterstützt die Kryptobranche nun erneut mit zwei weiteren Investitionen in Krypto-Startups.

Der Mitgründer der großen Vermögensverwaltung Brevan Howard hat am Freitag im Rahmen einer Finanzierungsrunde zusätzliche 25 Mio. US-Dollar Investitionskapital für den in London ansässigen Krypto-Dienstleister Copper.co generiert. In einer vorherigen Finanzierungsrunde konnte das Krypto-Unternehmen bereits 50 Mio. US-Dollar von Geldgebern wie Dawn Capital und Target Global einnehmen.

Das neue Kapital soll Copper dabei helfen, den Umgang mit Kryptowährungen und Blockchain in der traditionelle Finanzbranche weiter voranzutreiben. Dementsprechend wären die Investitionen ein Fingerzeig, dass ein steigendes Interesse am Kryptomarkt aus dem etablierten Finanzwesen festzustellen ist.

Am Donnerstag hatte Howard wiederum eine 12 Mio. US-Dollar schwere Finanzierungsrunde für die asiatische Krypto-Handelsplattform Kikitrade angeführt. Das Startup will mit dem Geld allen voran nach Australien, Hongkong, Taiwan und Südostasien expandieren.

In der Vergangenheit hat Howard bereits anderen großen Krypto-Unternehmen auf die Beine geholfen. So hat er neben dem europäischen Krypto-Dienstleister CoinShares auch in Block.one und die Krypto-Handelsplattform Elwood investiert.

Darüber hinaus hält der Großinvestor einen Anteil von 25 % am Krypto-Hedgefonds One River Digital Asset Management, der im letzten Jahr für mehr als 600 Mio. US-Dollar Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) angekauft hatte. Gemeinsam mit dem Wallet-Service Ledger und CoinShares hat Howard in diesem Jahr ebenfalls 25 Mio. US-Dollar in den Krypto-Verwahrer Komainu investiert.

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IWF warnt im Vorfeld von Treffen mit El Salvador vor einer Einführung von Bitcoin

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt, dass die Entscheidung von El Salvador, Bitcoin zum offiziellen Zahlungsmittel zu ernennen, rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen für das kleine südamerikanische Land haben könnte.

Gerry Rice, ein Sprecher des IWF, hatte am Donnerstag zunächst bekanntgegeben, dass sich die Organisation und das Land aktuell wegen Hilfszahlungen für den Wiederaufbau der Wirtschaft in Gesprächen befinden. Die betreffenden Hilfsgelder wurden El Salvador bereits im vergangenen Jahr wegen der Coronapandemie bewilligt. Beim kommenden Treffen mit Präsident Nayib Bukele sollen allerdings auch Kryptowährungen zum Gesprächsthema werden, wie Rice angibt.

„Die Einführung von Bitcoin als offiziellem Zahlungsmittel wirft eine Reihe von wirtschaftlichen, finanziellen und rechtlichen Fragen auf, die genau analysiert werden müssen“, wie der IWF-Sprecher in diesem Zusammenhang erklärt. Und weiter: „Wir werden diese Entwicklung genau beobachten, und werden weiter im engen Austausch mit den Behörden stehen“.

Der IWF äußert immer wieder seine Bedenken, wenn Länder die Einführung einer Digitalwährung ernsthaft in Betracht ziehen. So hatte sich die Organisation erst im März ähnlich besorgt gezeigt, als die Marshallinseln ihre eigene Digitalwährung namens SOV zum offiziellen Zahlungsmittel erhoben. Auch hiermit würden beträchtliche finanzielle und rechtliche Risiken einhergehen. Die IWF gab hier zu bedenken, dass der durch die Pandemie angerichtete Schaden nicht durch die Einführung einer Digitalwährung einfach so wieder behoben werden könnte.

Allerdings scheint El Salvador unmittelbar Nägel mit Köpfen machen zu wollen, denn Präsident Bukele hatte erst am vergangenen Wochenende auf der Konferenz „Bitcoin 2021“ offengelegt, dass im Parlament des Landes ein Gesetzentwurf eingegeben werden solle, um Bitcoin (BTC) zum Zahlungsmittel zu machen. Der entsprechende Entwurf wurde dann bereits am Mittwoch verabschiedet.

Obwohl die Regierung bisher noch keine Rücksprache mit dem IWF gehalten hat, gibt es bereits Pläne, wie Bitcoin-Mining in El Salvador organisiert werden soll. So will Bukele anordnen, dass der staatliche Energieversorgen LaGeo bestimmte Kapazitäten für Miner freihält. Demnach sollen diese allen voran auf den Strom aus zwei Geothermiekraftwerken zurückgreifen können, die über Vulkane betrieben werden.

IWF-Sprecher Rice warnt abschließend: „Kryptowährungen bringen erhebliche Risiken mit sich. Der Umgang damit erfordert klare Regulierungsmaßnahmen.“

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Niederländischer Regierungsbeamter fordert Generalverbot für Bitcoin

Während El Salvador Bitcoin zum offiziellen Zahlungsmittel machen will, fordert in den Niederlanden nun ein Regierungsvertreter ein Generalverbot für Kryptowährungen.

Pieter Hasekamp, der Direktor des Büros für Wirtschaftsplanung, das dem niederländischen Wirtschafts- und Umweltministerium untersteht, hat einen entsprechenden Essay veröffentlicht, der schon im Titel seine zentrale und eindeutige Forderung formuliert: „Die Niederlande müssen Bitcoin verbieten“

Demnach führt Hasekamp gleich eine Reihe von Gründen an, warum die Regierung ein Generalverbot für Mining, Handel und Besitz von Bitcoin (BTC) verhängen sollte. Der Regierungsbeamte geht davon aus, dass der Kurs der Kryptowährung dadurch automatisch einbrechen würde, denn Bitcoin habe „keinen intrinsischen Wert, und ist nur wertvoll, weil andere dafür zahlen“.

Damit kocht Hasekamp eine altbekannte Kritik wieder auf, nach der keine Kryptowährung eine der drei grundlegenden Funktionen von Geld erfüllt. So würden diese weder als Maßeinheit noch als Zahlungsmittel oder Wertaufbewahrungsmittel taugen. Zudem führt er noch weitere alte Gegenargumente an wie Sicherheitsbedenken, das Risiko für Betrug und dass Kryptowährungen Handwerkszeug für Kriminelle sein könnten.

Seine Regierung sieht er dabei in der Bringschuld, denn die Niederlande hätten es bisher versäumt, dem „Krypto-Hype Einhalt zu gebieten“. Zwar hatten die Aufsichtsbehörden des Landes zuvor schon versucht, Krypto-Handelsplattformen strenger zu regulieren, doch diese Bemühungen waren wenig effektiv. Das Büro für Wirtschaftsplanung hatte bereits 2018 auf die Risiken des Krypto-Handels hingewiesen, sich damals jedoch nicht für eine strengere Regulierung ausgesprochen.

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BlockFi-Chef: „Regulierung ist positiv für die Kryptobranche“

Der BlockFi-CEO Zac Prince stimmt der amerikanischen Parlamentarierin Elizabeth Warren in ihrer generellen Kritik an der Kryptobranche zu, weshalb er davon ausgeht, dass eine strengere Regulierung positive Auswirkungen auf die Branche haben wird.

Das Interesse von Regierungen und Behörden sieht Prince vielmehr als natürliche Evolution der Technologie. So empfindet er auch kritische öffentliche Diskussionen wie die jüngste Tagung des parlamentarischen Bankenausschusses am Mittwoch als positive Entwicklung für die Branche.

Allerdings gibt der BlockFi-Chef zugleich zu bedenken, dass die Politik bei ihrer Kritik womöglich den Walt vor lauter Bäumen nicht sieht, denn Kryptowährungen hätten bisher schon einen immensen Mehrwert geschaffen, der vielen Menschen viel Geld eingebracht hat. „Sie sind die leistungsstärkste Anlageklasse der letzten zehn Jahre“, wie er dahingehend feststellt.

The crypto industry is creating lots of new jobs across the board, Prince noted, stating, “This is something that we want to continue to happen in America.”

Auf die Frage, welche Auswirkungen er durch die bevorstehende Krypto-Regulierung erwartet, gibt sich der Experte zuversichtlich:

„Rechtliche Klarheit ermöglicht Unternehmen wie BlockFi, weiter an Innovationen zu arbeiten. Zudem ermöglicht sie Anlegern und Investoren, mit vollem Vertrauen an dem Markt teilzunehmen.“

Der parlamentarische Bankenausschuss der USA hatte in dieser Woche zum Thema Zentralbank-Digitalwährungen getagt. Im Rahmen der Sitzung kritisierte die Senatorin Elizabeth Warren Kryptowährungen scharft.

So nannte sie diese „eine viertklassige Alternative zu echten Währungen“ und „schlechte Investitionsprodukte“. Den Dogecoin (DOGE) bezeichnete sie sogar als „Quatsch-Kryptowährung.“

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Basler Ausschuss legt für Banken strengere Kapitalvorgaben beim Umgang mit Bitcoin fest

Der Basler Ausschuss, also der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS), ein weltweiter Ausschuss für das einheitliche Vorgehen durch Zentralbanken und Bankenaufsichten, hat neue Standards beim Umgang mit Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) vorgelegt.

Das Komitee hat am Donnerstag ein entsprechendes Konsultationspapier veröffentlicht, in dem sie die bankenaufsichtliche Behandlung von Kryptowährungen ausführlich beleuchtet.

Die daraus hervorgegangenen Vorschläge knüpfen an ein vorheriges Thesenpapier von 2019 an, und beziehen das erhaltene Feedback von verschiedensten Stakeholdern und Branchenteilnehmern mit ein.

Die hohe Volatilität von Kryptowährungen und deren mögliche Nutzung für kriminelle Aktivitäten haben den Basler Ausschuss dazu veranlasst, für Bitcoin eine Risikogewichtung von 1.250 % festzulegen. Dies würde bedeuten, dass Banken für jeden Dollar den sie in Bitcoin investiert haben, mindestens 1 US-Dollar als Kapital zur Verfügung haben müssen.

Damit soll sichergestellt werden, dass selbst der komplette Wertverlust der jeweiligen Kryptowährung abgefangen werden kann, ohne dass „Anleger und Sparer der betreffenden Banken einem Verlustrisiko ausgesetzt sind“.

Zudem schlägt der BCBS vor, dass Kryptowährungen in zwei grundlegende Kategorien unterteilt werden sollten. Für die erste Kategorie würden weiterhin die bestehenden Vorgaben gelten, während für Kryptowährungen wie Bitcoin konservativere Richtlinien gelten würden.

Einstufungskriterien für Kryptowährungen. Quelle: Bank for International Settlements

Zur ersten Kategorie würden „tokensierte“ Assets, also zum Beispiel Aktien in Form einer Kryptowährung, gehören. Auch Kryptowährungen mit einem „effektiven Stabilisierungsmechanismus“, die sogenannten Stablecoins, würden darunter fallen.

In die zweite Gruppe werden wiederum alle anderen Kryptowährungen erfasst, die „die genannten Einstufungsmerkmale nicht erfüllen“. Dementsprechend wäre Bitcoin in Kategorie 2 zu verorten.

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