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Südamerika: Startup Ripio eröffnet Krypto-Fiat-Börse und OTC-Handelsplatz

Das lateinamerikanische Kryptowährungs-Startup Ripio hat eine Handelsplattform eröffnet, die auch einen außerbörslichen (OTC)-Handelsplatz umfasst, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, die Cointelegraph am 16. Mai vorliegt.

Die neu eröffnete Plattform von Ripio wird es seinen Kunden in Brasilien, Argentinien und Mexiko ermöglichen, Kryptowährungen in Fiat zu handeln, digitale Bankdienstleistungen zu nutzen und Blockchain-basierte Kredite zu beantragen. Das Produkt umfasst auch einen OTC-Handelsschalter für institutionelle Investoren.

Sebastian Serrano, der Gründer und CEO von Ripio, kommentierte die Eröffnung: „Kryptowährungen und insbesondere unsere neue Plattform bieten völlig neue Anlagehorizonte für alle Bevölkerungsgruppen. Das ist besonders in Lateinamerika wichtig, wo die Ersparnisse vor der ständigen Abwertung der Landeswährung geschützt werden müssen.“

Ripio wurde im Jahr 2013 gegründet und behauptet, die größte digitale Vermögenswertgesellschaft in Argentinien zu sein. Derzeit ist sie bisher in andere südamerikanische Länder, wie Peru, Chile, Uruguay, Paraguay und Kolumbien, expandiert.

Ende 2017 brachte Ripio bei seinem Initial Coin Offering (ICO) über 33,1 Mio. Euro auf, um das Ripio Credit Network zu gründen. Das ist ein Peer-to-Peer-Kreditnetzwerk, das EthereumSmart Contracts verwendet.

Wie Ende März berichtet, behauptete der stellvertretende argentinische Finanzminister Felix Martin Soto, dass die Regierung Krypto- und Blockchain-Technologie als Mittel zur Förderung der finanziellen Integration Argentiniens und zur Senkung der Staatskosten nutzen sollte.

Soto erklärte, er glaube, dass die Förderung der Kryptobranche im Land dazu beitragen würde, die Nachfrage nach US-Dollar zu verringern. Das soll letztendlich zur Stabilisierung des lokalen Marktes und zur Gewinnung globaler Investitionen beitragen.

Im März traf sich Argentiniens Präsident Mauricio Macri mit dem Kryptoinvestor und Unternehmer Tim Draper. Draper sagte dem Präsidenten, dass die Legalisierung von Bitcoin (BTC) die wirtschaftliche Situation im Land verbessern würde. Laut Draper könne die Einführung von Krypto und Blockchain im Land große Probleme in der argentinischen Wirtschaft lösen. Dabei nannte er etwa die Abwertung des argentinischen Pesos und der damit verbundenen Abwanderung von Fachkräften.

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Notenbank von Indien soll Krypto-Ausschluss aus Sandkasten überdenken

Lobbygruppen fordern die Notenbank von Indien (RBI) dazu auf, zu erlauben, dass kryptobezogene Produkte in ihrem regulatorischen Sandkasten getestet werden dürfen, wie die indische Tageszeitung The Economic Times am 16. Mai berichtete.

Der vorgeschlagene Rahmen, der von der RBI letzten Monat vorgestellt wurde, würde es ermöglichen, die Blockchain-Technologie an einer kleinen Anzahl von Verbrauchern zu testen.  Kryptowährungen, Börsen und Initial Coin Offerings sind allerdings ausgeschlossen.

Nasscom, ein Branchenverband indischer IT-Unternehmen, ruft die Regulierungsbehörde dazu auf, umzudenken. Der Verband argumentiert, dass die RBI die mit Kryptowährungen verbundenen Risiken besser verstehen würde, wenn sie diese in den Sandkasten mit einbeziehen würde. Die Organisation erklärte:

„Da Krypto-Coins und Token ein wichtiger Bestandteil der Blockchain-Technologie sind, scheinen die Regulierungsentwürfe  Smart Contracts und andere anerkannte Blockchain-Technologien aus dem Sandkasten für Tests auszuschließen.“

Der Zahlungsrat von Indien hat unterdessen gewarnt, dass Innovationen nur schwer erzielt werden könnten, wenn der Rahmen um den Sandkasten so viele Aspekte ausschließe.

Sandkästen werden von Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt verwendet. Auch die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA nutzt solche für Tests. Einige Startups befürchten, dass Indiens strenge Vorgehensweise dazu führen werde, dass innovative Produkte in ihrem Heimatland nicht getestet werden können, selbst wenn sie auf internationalen Märkten zugelassen sind.

Indiens Beziehung zu Krypto war zeitweise sehr problematisch. Ende letzten Monats hieß es in einem Bericht, dass eines der einwohnerreichsten Länder der Welt ein vollständiges Verbot von digitalen Währungen erwäge.

Am 10. Mai gab die indische Kryptobörse Coinome bekannt, dass sie ihren Betrieb wegen regulatorischer Schwierigkeiten vorläufig einstellen würde.

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Upbit-Betreiber: Im ersten Jahr Millionen in Blockchain investiert

Die Muttergesellschaft der südkoreanischen Kryptowährungsbörse Upbit hat seit März 2018 umgerechnet fast 44,6 Mio. Euro in Blockchain Startups investiert, wie die englischsprachige koreanische Wirtschaftsnachrichtenplattform The Investor, am 15. Mai berichtete.

Das Unternehmen Dunamu hat im vergangenen Jahr eine eigene Investmenttochter namens Dunamu & Partners gegründet und insgesamt 26 Unternehmen mit finanziellen Mitteln unterstützt.

Wie das Unternehmen kürzlich bekanntgab, will es umgerechnet insgesamt rund 75 Mio. Euro in die Branche investieren.

Dunamu Investments

„Unser Ziel ist es, zum gesunden Wachstum des Blockchain-Ökosystems beizutragen, indem wir aktiv in Start-ups mit erstklassigen Technologien und Dienstleistungen investieren, die ein Potenzial für die praktische Umsetzung aufweisen“, so Ryan Lee, der CEO von Dunamu & Partners laut The Investor. Er erklärte außerdem:

„Dunamu und Dunamu & Partners suchen nach innovativen Technologie- und Finanz-Startups, um in diese zu investieren. Die Größe, Phase und Region spielt dabei keine Rolle. Diese Strategie wird auch im Jahr 2019 so beibehalten.“

Wie Cointelegraph berichtete, hat Südkorea in jüngster Zeit einige große Investitionen in Blockchain und Krypto verzeichnet. Letzten Monat hat ein japanischer Fonds umgerechnet 178,5 Mio. Euro in den Betreiber der Börse Bithumb investiert.

Die Plattform Korbit könnte bald der Disney Corp. gehören, wenn ein Privatkapitalgeschäft im Umfang von umgerechnet 11,8 Mrd. Euro in diesem Zusammenhang zustande kommt.

Der südkoreanische Internetriese Kakao Corp., der bereits im Krypto-Bereich tätig ist, bestätigte, dass er im Juni eine eigene Blockchain-Plattform eröffnen wolle.

Bei Dunamu werden die Investitionen insbesondere in Unternehmen fließen, die sich für die Mainstream-Akzeptanz von Blockchain-Diensten, regulierungskonformen Fintech-Technologien und Inhalten engagieren, so The Investor.

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Nach Hack: Binance ermöglicht ab morgen wieder Ein- und Auszahlungen

Changpeng Zhao (CZ), der CEO der großen Kryptobörse Binance, hat angekündigt, dass die Plattform ab morgen wieder Ein- und Auszahlungen ermöglichen würde. CZ gab dies in einem kurzen Bericht über die aktuelle Sicherheitslage am 12. Mai bekannt.

Wie berichtet, hatte Binance Einlagen und Auszahlungen vorläufig eingestellt, um nach einem heftigen Hackangriff am 7. Mai seine Sicherheitssysteme umzustrukturieren. Bei diesem Angriff wurden rund 7.070 Bitcoin (BTC) aus den Hot-Wallets der Börse gestohlen – zu dem Zeitpunkt hatten diese einen Wert von über 35,5 Mio. Euro.

Im letzten Lagebericht hat der CEO nur wenige Details über die Maßnahmen der Börse nach dem Hackangriff verraten. Er teilte der Öffentlichkeit mit, dass es weitere Informationen geben würde, sobald die Plattform ihren Betrieb wieder vollständig aufgenommen habe. Er hat erklärte lediglich knapp:

„Unser Team macht Fortschritte und hat das Wochenende über gearbeitet. In den letzten Tagen haben wir unser System wesentlich überarbeitet. Dabei wurden viele verbesserte Sicherheitsfunktionen eingebaut und/oder vollständig überarbeitet. Die Änderungen werden wir zu einem späteren Zeitpunkt genauer erläutern.“

Dieser aktuelle Lagebericht ist die dritte offizielle Antwort des Börsen-CEO seit dem Vorfall. Die erste Reaktion war eine Live-Fragerunde nach denk Hack und die zweite eine kurze Übersicht über die Maßnahmen, die ergriffen werden, um zukünftige Angriffe dieser Art zu verhindern.  

Aus den bisherigen Informationen von Binance geht hervor, dass der Hackangriff vorsätzlich geplant gewesen sei und mittels Methoden, wie etwa Phishing und Viren, durchgeführt worden seien. Damit seien die Angreifer an viele 2FA-Codes und API-Schlüssel gekommen.

Dieser Vorfall löste auch eine weitere Kontroverse aus, als CZ öffentlich erklärte, dass er in Reaktion auf den Hackangriff eine umstrittene Reorganisation der Bitcoin-Blockchain erwogen habe. Er habe sich aber dann dagegen entschieden. Diese Reorganisation umfasste Maßnahmen, um Miner dazu zu motivieren, einen Konsens zu bilden, um 51 Prozent der Hashing-Power des Netzwerks zu kontrollieren. Damit sollten die Transaktionen der Blockchain nach dem Verlust reorganisiert werden.

Da die Community diese Idee heftig kritisierte, entschied sich der CEO, diesen Schritt nicht zu tun. Die Durchführbarkeit wurde von einigen Leuten ohnehin bezweifelt. CZ begründete seine Entscheidung gegen diesen Schritt damit, dass das wahrscheinlich dem Ruf von Bitcoin schaden und die Grundsäulen der Blockchain – nämlich die Unveränderlichkeit und Dezentralisierung – bedrohen würde.

Bei Redaktionsschluss liegt Binance auf Platz vier unter den größten Börse weltweit. Ihr tägliches Handelsvolumen ist in den letzten 24 Stunden um 24 Prozent gesunken.

Nach einer Woche, in der Bitcoin (BTC) Mehrmonatshochs verzeichnete, ist er über den Tag um 4,3 Prozent gefallen. Er liegt aber laut CoinMarketCap bei Redaktionsschluss weiterhin bei 6.269 Euro und damit klar über der Marke von 6.200 Euro.

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Die indische Kryptobörse Coinome stellt vorerst wegen regulatorischem Drucks den Betrieb ein

Die indische Kryptowährungsbörse Coinome hat angekündigt, zum 15. Mai vorübergehend den Betrieb einzustellen, was angeblich auf regulatorische Schwierigkeiten zurückzuführen ist. Der Schritt wurde in einem offiziellen Tweet der Börse am 9. Mai angekündigt.

Wie Cointelegraph berichtet hat, drohten die Börsen im Land mit einem Moratorium für Bankdienstleistungen, da die Zentralbank, die Reserve Bank of India (RBI), im vergangenen Jahr ein Verbot für den Handel mit Kryptogeschäften verhängt hatte.

In den letzten Wochen kam es zu einer weiteren Erschütterung der Stimmung in der Gemeinde. In den lokalen Medien wurde Ende April behauptet, dass verschiedene Regierungsabteilungen über ein absolutes Verbot von Krypto in allen seinen Formen nachdenken – obwohl die Wahrhaftigkeit der Gerüchte angesichts anderer vorheriger Berichte umstritten bleibt.

Coinome, das von dem bekannten indischen Online-Zahlungsportal Billdesk unterstützt wird, hat nicht geklärt, ob die Aussetzung tatsächlich eine vollständige Abschaltung von Diensten darstellt.

„Alle Kryptomärkte auf Coinome werden mit Wirkung zum 15. Mai 2019 um 14.00 Uhr gesperrt. Kunden werden gebeten, ihr gesamtes Krypto-Guthaben so früh wie möglich von Coinome abzuziehen.“

Die Schwierigkeiten von Coinome treten trotz der Zusammenarbeit mit Billdesk auf, das insbesondere von der RBI beaufsichtigt wird, Teil des Payments and Settlements Systems Act 2007 des Landes ist und von zwei der führenden Banken des öffentlichen Sektors – der State Bank of India und der Bank of Baroda – Investitionen erhielt.

Seit der Ankündigung von Coinome haben einige lokale Benutzer angebliche technische  Schwierigkeiten mit der Auszahlung von Bitcoin Cash (BCH) und Bitcoin SV (BSV) gemeldet.

Ein Bericht vom 10. Mai von der lokalen Nachrichtenagentur Quartz zitiert eine angebliche Coinome-E-Mail, die Berichten zufolge an Kunden gesendet wurde und offenbar weitere Details zur jüngsten Entwicklung enthält:

„Indien ist derzeit mit Unsicherheiten in Bezug auf Kryptorichtlinien und -vorschriften konfrontiert. Die indische Regierung hat noch keine Entscheidung über den Regulierungsrahmen für Krypto-Börsen oder Wallets getroffen. Darüber hinaus muss der Oberste Gerichtshof noch auf die Rechtsstreitigkeiten von öffentlichem Interesse (PIL) zur Regulierung von Krypto-Assets eingehen.“

Der Status und die Zukunft von Krypto in Indien sind weiterhin sehr komplex. Seit dem Inkrafttreten des umstrittenen Verbots der RBI im vergangenen Juli haben sowohl öffentliche als auch von der Industrie geführte Petitionen bei den Gerichten Berufung eingelegt, da die Entscheidung verfassungswidrig sei. Im Oktober 2018 war die Hauptbörse Zebpay aufgrund der RBI-Politik gezwungen, ihre Pforten für ihre indischen Kunden zu schließen.

Da der langwierige Rechtsstreit im Februar andauert, räumte der Oberste Gerichtshof den Behörden vier Wochen ein, um Richtlinien für die Kryptoregulierung auszuarbeiten, bevor das Gericht die Anhörung von Kryptofällen einstellen werde – einschließlich der Parteien, die die Aufhebung des Kryptorundschreibens der RBI fordern. In diesem Frühjahr hat die RBI Krypto-Assets aus ihrer regulativen Sandkasten ausgeschlossen.

Anfang April gab die indische Börse Coindelta bekannt, dass sie den Betrieb endgültig einstellt, und verwies auf die extremen Steuer-regulatorische Landschaft, mit denen das Land derzeit konfrontiert ist. Außerdem hat die Unocoin Börse diesen Monat die Hälfte seiner Mitarbeiter entlassen. Das Unternehmen besteht nun lediglich aus einem Team von 14 Mitarbeitern

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Bitfinex und Tether fechten US-Gerichtsfall wegen Betrugs offiziell an

Der Betreiber der Kryptowährungsbörse Bitfinex und des Stablecoin Tether (USDT) plant, den Gerichtsbeschluss aufheben zu lassen, in dem ihr ein Verlust von umgerechnet rund 760 Mio. Euro vorgeworfen wird. Das wird in einem Dokument vom 5. Mai bestätigt.

IFinex, das Ende letzten Monats von der New Yorker Staatsanwaltschaft geprüft wurde, stellt nun die Rechtsgrundlage der Behörde für diese Anschuldigungen in Frage.

Die Kryptowährungsmärkte sind am 26. April eingebrochen, nachdem der Fall öffentlich geworden war. Bitfinex soll dabei umgerechnet über 760 Mio. Euro an einen Dritten verloren haben. Die Börse, so die Generalstaatsanwaltschaft, nutzte dann die USDT-Reserven, um ihre Verluste zu decken.

Anschließend bestätigten Anwälte von Tether die kursierenden Gerüchte, dass die Token nicht vollständig durch Reserven gedeckt seien. Tatsächlich seien diese nur zu 74 Prozent durch Fiat-Reserven, wie etwa US-Dollar, gedeckt.

Nachdem die Angeklagten zuvor jegliches Fehlverhalten öffentlich dementiert hatten, haben sie vor Gericht eine sehr entschiedene Haltung gegenüber der Generalstaatsanwaltschaft gezeigt.

„Bitfinex und Tether haben beschlossen, den Ex-Parte-Beschluss vom 24. April 2019 in diesem Fall aufheben zu lassen, weil dieser auf Grundlage unvollständiger oder falscher Fakten und der falschen Rechtsnorm erlassen worden war“, heißt es im Dokument. Weiterhin heißt es:

„In den Dokumenten der Generalstaatsanwaltschaft rechtfertigt kein Argument diesen Ex-Parte-Beschluss. Es hätte somit gar nicht erst dazu kommen dürfen, dass dieser erst erlassen wird oder länger bestehen bleibt.“

Die Märkte haben sich seither weitgehend wieder gefangen. Der USDT hält seine Kopplung am USD dabei weiterhin. In einer vorhergehenden Kontroverse um Tether im Oktober 2018 ist diese Kopplung wesentlich volatiler gewesen. Zeitweise ist der Kurs dabei auf 0,87 US-Dollar (0,78 Euro) gefallen.

IFinex hat sich auch über Art und Weise beschwert, wie es zu den Vorwürfen kam – insbesondere im Hinblick auf das durchgehende Bitcoin-Wachstum seit April.

„Diese Rallye wurde durch diesen Gerichtsfall aufgehalten. Das hat zu einem geschätzten Verlust von 10 Mrd. US-Dollar (8,9 Mrd. Euro) für Dutzende von Kryptowährungen geführt. Und das nur innerhalb einer Stunde nach der Veröffentlichung des Beschlusses am 24. April 2019“, hieß es.

Der Kryptowährungsmarkt-Tracker CoinMarketCap hat inzwischen den Bitcoin-Kurs von Bitfinex aus seinen Berechnungen ausgeschlossen, da dieser rund 268 Euro über dem aktuellen BTC-Marktkurs liegt.

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NYAG fordert Offenlegung der Bitfinex-Tether-Dokumente

Die New Yorker Staatsanwälting Letitia James (NYAG) hat die Offenlegung von Dokumenten beantragt, die den Deal zwischen der Kryptobörse Bitfinex und dem Stablecoin-Betreiber Tether betreffen. Das Rechtsmemorandum von NYAG wurde am 3. Mai eingereicht.

Das Rechtsmemorandum fordert mehr Transparenz und behauptet, dass „Bitfinex und Tether ihre Kunden und Investoren in die Irre führen“. Das Statement erklärt darüber hinaus, wieso das Büro der Staatsanwältin diese Dokumente überhaupt benötigt:

„Auch wenn diese und andere Unstimmigkeiten die Kernprobleme in diesem Fall nicht ändern, […] erhöhen sie nur die Notwendigkeit der OGA [Büro der Generalstaatsanwaltschaft], Dokumente und Informationen rechtzeitig und organisiert zu beschaffen, damit die OAG dies verstehen kann was in diesen Unternehmen stattgefunden hat und was weiterhin geschieht.“

In dem Dokument wird auch darauf hingewiesen, dass die Behörden „eine enge Verfügung gestellt haben, um den Status quo zu erhalten und zu verhindern, dass die Befragten die Barreserven, die angeblich für die virtuelle Währung Tether hinterlegt sind, weiter wegschaffen, bis die Untersuchung abgeschlossen ist.“

Die NYAG weist außerdem darauf hin, dass der laufende Prozess Bitfinex und Tether nicht daran gehindert habe, „ihre Geschäfte wie üblich zu betreiben, wie sie es seit der einstweiligen Verfügung getan haben“.

Wie Cointelegraph bereits zuvor berichtete, behauptete die NYAG Ende April, dass Bitfinex 760 Millionen Euro verloren habe und anschließend Gelder des verbundenen Unternehmens Tether verwendet habe, um den Fehlbetrag zu vertuschen.

Kurz darauf antworteten Tether und Bitfinex auf die Anschuldigungen mit einer Erklärung, in der behauptet wurde, dass die Gerichtsakten der New Yorker Staatsanwaltschaft „mit falschen Behauptungen durchsetzt waren“.

Gestern berichtete Cointelegraph über Dokumente, die von einem Bitfinex-Aktionär veröffentlicht wurden und die bestätigen, dass die Börse ein Initial Exchange Offering von fast einer Milliarde US-Dollar für den neuen Token LEO geplant haben.

Zu Beginn dieser Woche offenbarte eine Anklage gegen zwei Personen eine offensichtliche Verbindung zu den Schattenbanken-Diensten, die von den Krypto-Börsen Bitfinex und QuadrigaCX genutzt wurden.

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Technischer Leiter von Coinbase tritt zurück

Balaji Srinivasan, der technische Leiter (CTO) der großen amerikanischen Kryptobörse Coinbase, hat am 3. Mai auf Twitter verkündet, dass er das Unternehmen verlässt.

In seinem Tweet schreibt Srinivasan, dass er seine Zeit bei der Kryptobörse genossen habe und dass er die bevorstehende Freizeit dazu nutzen werde, „auf den neuesten Stand der Dinge zu kommen“.

Srinivasan war zuvor Mitgünder des Krypto-Forschungsinstituts Coin Center und der Bitcoin (BTC) Plattform Earn. Als Earn vergangenen April von Coinbase aufgekauft wurde, war er zunächst weiterhin als CEO der Firma tätig.  

Mit dem Ausstieg von Srinivasan setzt sich bei Coinbase ein Trend fort, denn wie Cointelegraph zuletzt berichtet hatte, hat Coinbase in den letzten sechs Monaten drei Top-Manager verloren.

Dies könnte unter Umständen mit der schwierigen Marktlage zusammenhängen, die durch den Crash der Kryptomärkte ausgelöst wurde. So musste Coinbase im April sein Büro in Chicago schließen, im Zuge dessen wurden 30 Mitarbeiter entlassen.

Unterdessen hat Peter Van Valkenburgh, derzeitiger Forschungsleiter bei Coin Center, an einer Diskussionsrunde teilgenommen, in der heftig darum gestritten wurde, ob Krypto-Regulierung auf Landes- oder auf Bundesebene stattfinden müsse.

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Geldwäschebekämpfung: Binance gibt neue Partnerschaft bekannt

Die Kryptowährungsbörse Binance hat sich mit dem Anbieter für Blockchain-Überwachungslösungen Elliptic zusammengeschlossen, um die Einhaltung der Vorschriften im Rahmen ihrer internationalen Expansion zu verbessern, so die Branchennachrichtenplattform CoinDesk am 2. Mai.

Im Rahmen der Pläne für einen reibungslosen Betrieb in neuen Ländern mit unterschiedlichen Regulierungen in Bezug auf Kryptowährungen will Binance Elliptic nutzen, um sicherzustellen, dass die Börse verschiedene Anforderungen von Behörden erfüllen kann.

Laut CoinDesk sagte Samuel Lim, der Leiter der Konformitätsabteilung von Binance, dass sich der jüngste Deal auf die Bekämpfung von Geldwäsche konzentrieren würde.

Letzten Monat hat die Börse auch mit dem Blockchain-Analyseunternehmen CipherTrace zusammengearbeitet. Dabei stand ebenfalls die Bekämpfung der Geldwäsche im Mittelpunkt, nachdem die Aufsichtsbehörden in Malta, der Heimat von Binance, diese Aktivitäten genehmigt hatte.

„Mit CipherTrace als unsere On-Chain-Sicherheitslösung stärken wir unsere Expansion und schaffen mehr Vertrauen unter unseren Nutzern, Aufsichtsbehörden und Finanzinstituten“, so Lim damals. Er fuhr fort:

„Diese Partnerschaft wird unser bestehendes, erstklassiges Programm für Konformität in Sachen Geldwäschebekämpfung stärken und uns dabei helfen, auf die bestmögliche Weise in neue Märkte zu expandieren.“

Diesem Deal ging eine weitere Konformitätsmaßnahme von Binance im März voran. An dieser war das Risikomanagement-Startup IdentityMind beteiligt.

Wie Cointelegraph berichtete, will Binance, sein dezentrales Handelsökosystem namens Binance DEX in den kommenden Monaten vollständig auf Markt bringen.

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Neue Pflichtangaben: CoinMarketCap will Börsen aus Berechnungen ausschließen

Die Webseite für KryptoMarktkapitalisierung CoinMarketCap (CMC) will Börsen von ihren Berechnungen ausschließen, wenn diese bis Juni keine Pflichtangaben liefern, so das Unternehmen im Blog-Post zu seinem sechsten Jahrestag am 1. Mai.

CoinMarketCap, eine wichtige Quelle für Daten zu gehandelten digitalen Währungen, hat heute im Rahmen der Feier seines sechsten Geburtstags eine Reihe von Ankündigungen gemacht.

Daher hat CMC eine brandneue Allianz namens Data Accountability & Transparency Alliance (DATA) angekündigt. Diese Allianz für Rechenschaftspflicht und Transparenz im Zusammenhang mit Daten soll „mehr Transparenz, Rechenschaftspflicht und Auskünfte im Zusammenhang mit Projekten im Krypto-Bereich“ gewährleisten.

Viele Börsen sind der neuen Allianz bereits beigetreten, darunter etwa Binance, Bittrex, OKEx, Huobi, Liquid, UpBit, IDEX, OceanEX, Gate.io, KuCoin, HitBTC und Bitfinex. Weitere sollen in naher Zukunft auch noch folgen.

Im Rahmen seiner Initiative für mehr Transparenz will CoinMarketCap nun auch von allen Kryptobörsen verlangen, API-Pflichtangaben zu ihren Live-Handelsdaten und Live-Orderbuchdaten zu machen. CMC betonte, dass dies eine obligatorische Voraussetzung sei und schrieb, dass Börsen, die diese Pflichtangaben nicht machen, aus den Kurs- und Volumenberechnungen auf der Webseite ausgeschlossen würden.

Die Börsen haben nun zusätzlich 45 Tage Zeit, um die erforderlichen Daten zu übermitteln. Die Änderungen werden dann am 14. Juni 2019 in Kraft treten, so CoinMarketCap.

Neben der Ankündigung der DATA-Allianz stellte CMC auch neue Funktionen, wie etwa CoinMarketCap Block Explorers, den CoinMarketCap Shop, API Revised Plans und CoinMarketCap Mobile Apps vor.

Diese Ankündigung kommt nun, nachdem kürzlich eine Kontroverse um die Volumenstatistik von CMC entbrannte. Am 20. März veröffentlichte der Krypto-Index-Fondsanbieter Bitwise Asset Management eine Studie, in der er hieß, dass 95 Prozent des Volumens an unregulierten Börsen wahrscheinlich gefälscht oder nicht-ökonomischer Natur seien. Nach der Analyse hat CMC offiziell angekündigt, die Ranglisten für die Börsen neu organisieren zu wollen.

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