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Deutsche Bundesbank vergibt Auftrag für Blockchain-Projekt

Wie aus einem Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union hervorgeht, wurde das in Berlin ansässige Blockchain-Unternehmen BigchainDB GmbH damit beauftragt, ein Dezentralisiertes Datenaustauschprotokoll für die Deutsche Bundesbank aufzubauen.

Wie die deutsche Zentralbank angibt, kam das Ocean Protocol der Firma, das in der Branche eher unbekannt ist, wegen „fehlenden vergleichbaren Mitbewerbern“ als einziger Auftragnehmer in Frage.

In ihrer Bekanntmachung führt die Bundesbank weiter aus, dass das Ziel des Auftrags „der Aufbau eines dezentralen Netzwerkansatzes, welcher gleichgestellten Teilnehmern einen permanenten, symmetrischen Datenzugang zur Realisierung von real-time Updates von Statistiken unter Bewahrung der Datenhoheit erlaubt“ ist.

Das Finanzinstitut will durch Unterstützung des Ocean Protocols eine auf der Blockchain-Technologie basierende Plattform für die sichere Verarbeitung und Übertragung von Daten entwickeln.

Wie Cointelegraph am 21. Oktober berichtet hatte, erwägt die deutsche Zentralbank eine Alternative zu einer eigenen Digitalwährung (CBDC). Es ist denkbar, dass die beschriebene Blockchain-Plattform ein erster Baustein hierfür ist.

Im Juli hatte das Ocean Protocol wiederum bekanntgegeben, dass es ein Pilotprojekt mit der zu Mercedes-Benz gehörenden Daimler AG ins Leben gerufen hat.

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Mercedes-Benz-Mutterkonzern Daimler: Datensammlung mittels Blockchain

Ocean Protocol, ein dezentralisiertes Datenaustauschprotokoll mit dem Schwerpunkt auf Datensammlung, gemeinsame Nutzung und Monetarisierung, hat ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit der Mercedes-Benz-Mutter Daimler AG angekündigt.

Die südostasiatische Tochtergesellschaft von Daimler will Blockchain-basierte Lösungen verwenden, um die Daten des Unternehmens zu sammeln und zu monetarisieren.

Das Pilotprojekt soll das kürzlich vom Ocean Protocol lancierte „Compute-to-Data“-Protokoll demonstrieren. Dieses bietet Datenschutz für die Daten von Daimler und ermöglicht gleichzeitig die Analyse und Aggregation der Informationen durch Dritte.

Mercedes testet DLT-Pilotprojekt für Daten mit Ocean Protocol

Ocean hofft, dass durch das Pilotprojekt weitere große globale Firmen sich zu Partnerschaften bereit erklären. Das Pilotprojekt ist ein skalierbarer Entwurf für den Einsatz.

Hartmut Muller, der IT-Vizepräsident von Daimler, erklärte: „Wir glauben an die Macht der Blockchain und das sie den Wert der Daten auf dezentralisierte Weise freisetzt.“

Frank Schur, der leitende Geschäftsführer für IT-Technologie bei Daimler Singapur, bezeichnete die dezentralen Datenmarktplätze als „eine interessante Position“. Sie bieten „eine spannende Möglichkeit zur Aggregation von Daten mit einem klaren Vergütungsansatz“.

Pilotprojekt nutzt „Compute-to-Data“ von Ocean

Das Pilotprojekt ist die erste große Initiative, bei der die neueste Version von „Compute-to-Data“ von Ocean eingesetzt wird.

Das Mitte Mai eingeführte Programm Compute-to-Data gibt Unternehmen die Möglichkeit, den Datenschutz zu wahren. Gleichzeitig können sie Dritten ermöglichen, „spezifische Berechnungsaufgaben“ zur Analyse der erwähnten Informationen durchzuführen.

Die Ergebnisse der Analyse des Protokolls können dann zur Monetarisierung verpackt oder zur Information der wissenschaftlichen oder technologischen Forschung weitergegeben werden.

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