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Vom Konvertiten zum Judas? – Jim Cramer verkauft sein „Spielgeld“ namens Bitcoin

Der Finanzexperte und TV-Moderator Jim Cramer, der in den letzten Monaten zu Bitcoin „konvertiert“ war, ist jetzt zum „Judas“ geworden, indem er einen großen Teil seiner Investition abverkauft hat.

Wie Co-Moderator Cramer am gestrigen Donnerstag in seiner CNBC-Sendung offenlegte, habe er sich dazu entschieden, „zum Verräter zu werden“. Allerdings ein einträgliches Geschäft, denn durch den Verkauf der Hälfte seiner Bitcoin konnte er die Hypothek auf sein Haus abbezahlen.

Cramer, der auch die Finanzsendung Mad Money moderiert, gibt an, dass er bei einem Kursstand von 12.000 US-Dollar eine hohe Investition in die marktführende Kryptowährung getätigt hatte, weshalb er es nun an der Zeit sah, einen ersten Teil der Gewinne aus dem aktuellen Rekordlauf auszubuchen. Während den Experten angesichts dieser Entscheidung zwar ein schlechtes Gewissen gegenüber der Krypto-Community hat, ist er zugleich hoch erfreut über diesen Coup:

„Ich weiß, dass die Leute jetzt sauer auf mich sein werden, aber ich konnte damit gestern meine Hypothek abbezahlen.“

„Das war, als ob man mit Spielgeld echtes Geld kauft“, wie Cramer feixt. Dem fügt er überschwänglich an: „Mir gehört jetzt ein Haus, schwarz auf weiß, weil ich diese Währung gekauft habe. Ich glaube, ich habe alles richtig gemacht!“

Ein Twitter-Nutzer dämpft die Freude jedoch ein wenig mit dem Hinweis, dass diese womöglich zu vorschnell kommt, indem dieser darauf verweist, dass ein Krypto-Anleger aus den Anfangstagen von Bitcoin für eine Pizza knapp 10.000 BTC bezahlt hat, was sich bei heutigen Kursen als übler Fehler herausstellt.

Der „Judas“ Jim Cramer war lange Zeit selbst ein heftiger Kritiker von Bitcoin, doch nach ausführlichen Gesprächen mit dem Krypto-Experten Anthony Pompliano entschied sich der CNBC-Moderator vergangenen September, 500.000 US-Dollar in Bitcoin zu investieren. Er überlegte später dann sogar, 1 % seines Gesamtvermögens in Höhe von 150 Mio. US-Dollar in die Kryptowährung anzulegen.

Damals lag Bitcoin noch zwischen 10.000 bis 12.000 US-Dollar, wohingegen nun ein Kurs von 63.000 US-Dollar zu Buche steht. Der Kurs des Krypto-Marktführers hat in diesen sechs Monaten also satte 425 % hinzugewonnen.

Der Footballspieler Russell Okung, der seinerseits ein großer Bitcoin-Fan ist, zeigt sich über den vermeintlichen Verrat von Cramer wenig erfreut, und fordert Pompliano deshalb auf, sich diesen zur Brust zu nehmen:

Im Dezember hatte der ehemalige Skeptiker bekanntgegeben, dass er bei 17.000 US-Dollar nochmals gekauft hatte.

Am 22. März des neuen Jahres war der TV-Moderator dann im Podcast von Anthony Pompliano zu Gast, um sich für dessen Überzeugungskraft zu bedanken, denn durch den Rekordlauf von Bitcoin war dies für ihn inzwischen eine lohnende Investition. Allerdings verkündete er im Zuge dessen, dass er seine Bitcoin „nie anrühren wird“. Ein Versprechen, dass Cramer nun nach weniger als einem Monat bereits gebrochen hat.

Obwohl der als „Spaßvogel“ bekannte Experte nicht genau beziffert, wie hoch sein Bitcoin-Vermögen ist, könnte es sich angesichts der Kursentwicklung seit seiner Investition mittlerweile auf 2,4 Mio. US-Dollar belaufen.

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Dave Portnoy: „Bitcoin ist ein einziges großes Schneeballsystem“

Der Sportjournalist und Hobby-Trader Dave Portnoy hat offengelegt, dass er 1,25 Mio. US-Dollar in Bitcoin investiert hat, obwohl er der Überzeugung ist, dass es sich dabei „um ein einziges großes Schneeballsystem handelt“. Die entsprechenden Aussagen machte er im Interview mit dem Krypto-Podcaster Anthony Pompliano. Zusammenfassend stellte er bezüglich des Kryptomarktes fest:

„Man steigt ein und hofft, dass man am Ende nicht der Gelackmeierte ist.“

Portnoy, der den beliebten Sportblog Barstool Sports betreibt und für seine Aktivität in den sozialen Medien bekannt ist, hatte besonders in Zeiten der Corona-Krise durch seine Abenteuer im Day-Trading auf sich aufmerksam gemacht. Dabei war er Mitte August in den Kryptomarkt eingestiegen und hatte sich nach einem Treffen mit den Winklevoss-Zwillingen davon begeistern lassen, in Bitcoin (BTC) zu investieren.

Zunächst war sein Enthusiasmus dabei groß, denn wie Portnoy angibt, wusste er schon 15 Minuten nach seinen ersten Twitter-Einträgen zu Bitcoin, dass er in den Kryptomarkt einsteigen müsse, denn aus den Rückmeldungen schlussfolgerte er, dass in der Krypto-Community „genau die Art von Menschen unterwegs sind, die mir gefallen“.

Zwischenzeitlich will Portnoy gar 1,25 Mio. US-Dollar an BTC gehalten haben, jedoch kam sein Krypto-Abenteuer bereits nach acht Tagen zu einem abrupten Ende, da seine Investition in das Krypto-Projekt Chainlink einen heftigen Crash hingelegt hatte. Daraufhin verkündete der Sportjournalist: „Ich steige aus dem Kryptomarkt aus, denn es geht nicht immer nur nach oben.“

Scheinbar bereute er seinen vorschnellen Ausstieg jedoch, denn nun meint Portnoy, dass sein „Herz an Krypto hängt“ und er irgendwann wieder in die Anlageklasse einsteigen wolle.

Nichtsdestotrotz hat das Kurzabenteuer bei ihm Spuren hinterlassen, denn die Volatilität des Kryptomarktes war für seine Investition von über 1 Mio. US-Dollar zu viel. Dies wäre Portnoy schlichtweg zu viel Geld, um zu Zocken. Zudem würde er nicht wirklich verstehen, wie der Markt funktioniert: „Es gibt keinen wirklichen Grund, warum der Kurs nach oben geht. Ich verstehe überhaupt nicht, wieso er nach oben oder unten geht.“

Die etwaige Rückkehr ist scheinbar schon beschlossene Sache, denn der Hobby-Trader kündigt an: „Ich werde zu Bitcoin zurückkehren, ich weiß nur noch nicht wann, denn momentan habe ich keine Liquidität, alles ist investiert.“

Sein Interviewpartner Anthony Pompliano riet ihm dazu, beim nächsten Mal lieber seine Bitcoin zu halten, anstatt diese sofort wieder zu veräußern:

„Du darfst gar nicht erst nachgucken, denn wenn du mal schlecht dastehst, verkaufst du sofort wieder.“

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Anthony Pompliano bekräftigt erneut: Rentenfonds sollten in Krypto investieren

Rentenfonds ringen derzeit mit der Finanzierung. Deshalb hat Anthony Pompliano, der Mitbegründer von Morgan Creek Digital, ihnen erneut nahegelegt, Bitcoin stärker in ihre Portfolios einzubinden. 

In einem Investorenbrief sagte Pompliano, dass Rentenfonds, wie der California Public Employees‘ Retirement System (CalPERS) gut daran täten, in Bitcoin zu investieren, anstatt weiter in illiquide Vermögenswerte. „Es ist doch ganz klar. Ein größerer Bitcoin-Anteil würde die risikobereinigten Renditen bei einem öffentlichen Rentenfonds steigern“, so Pompliano. 

Er schlug vor, dass Rentenfonds zwischen 1 und 5 Prozent ihrer Portfolios in Bitcoin investieren. Er fügte hinzu: .

„Und wissen Sie, wo derzeit die größte Innovation stattfindet? Bitcoin. Es gibt eine Gruppe von Leuten, die ein Vermögen von mehr als 150 Mrd. US-Dollar aufgebaut haben, um damit in die nächste globale Reservewährung zu investieren. Wenn das geschieht, wird er für die nächsten 20 Jahre die Anlage, mit der besten Entwicklung sein. Aber selbst wenn das nicht geschieht, ist alles in Ordnung.“

Morgan Creek ruft Rentenfonds seit Langem dazu auf, mindestens 1 Prozent ihrer Portfolios in Bitcoin zu investieren. Der CEO Mark Yusko sagte im Januar, wenn Stiftungen vor fünf Jahren 1 Prozent darin investiert hätten, hätten sie 9,2 Prozent Rendite erzielt. Stattdessen wurde im selben Zeitraum nur 7,2 Prozent erzielt. Bislang gibt es zwei Rentenfonds aus Virginia, die in Morgan Creek investiert haben. 

Morgan Creek ist nicht das einzige Unternehmen in der Branche, das in Krypto ein Wachstumspotenzial in der Rentenbranche sieht. Die Gründerin und CEO der Avanti Bank Caitlin Long sagte gegenüber Cointelegraph im April, dass die Krypto- und Blockchain-Industrie beweisen müsse, dass sie für große Rentenfonds, wie CalPERS, aufkommen könnte.

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„Katastrophenschutz zum halben Preis“ – Fondsmanager sieht Bitcoin als Versicherung

Travis Kling, der Chef-Investor der Krypto-Vermögensverwaltung Ikigai Asset Management, sieht Bitcoin (BTC) als „Versicherung“ gegen Katastrophen und politische Einflussnahme.

So schreibt Kling am 20. März auf Twitter, dass die amerikanische Wirtschaft momentan von einem „Hurricane“ getroffen wird, der beträchtlichen Schaden anrichtet. Gleichzeitig weist er im Zuge dieser Versinnbildlichung der Corona-Krise darauf hin, dass die „Katastrophenversicherung“ Bitcoin durch ihren jüngsten Absturz für den halben Preis zu haben ist:

„Sie können sich immer noch eine Katastrophenversicherung zulegen. Viele Leute haben ihre Versicherungen schon aufgelöst, um Bargeld zu haben. Jetzt ist die Versicherung aber sogar nur noch halb so teuer wie vor einem Monat, obwohl der Hurricane schon da ist.“

Die „Katastrophenversicherung“ Bitcoin

Am gleichen Tag hatte Kling zuvor schon geschrieben, dass Bitcoin „eine Versicherung gegen das größte geldpolitische Experiment der Menschheitsgeschichte ist“. Dem hatte er eine Grafik der aktuellen Verschuldung der US-Regierung angefügt.

Die Tweets von Kling stehen vor dem Hintergrund, dass durch die Corona-Krise erneute Zweifel am Status von Bitcoin als sicheres Wertaufbewahrungsmittel aufgekommen sind, da die Kryptowährung in nur 30 Stunden knapp 50 % verloren hatte, nachdem auch die Aktienmärkte durch die Pandemie stark abgerutscht waren.

Ist Bitcoin tatsächlich widerstandsfähig?

Jedoch sind nicht alle Krypto-Experten so optimistisch wie Kling, was die Widerstandsfähigkeit der marktführenden Kryptowährung gegenüber einer Wirtschaftskrise angeht. So mahnte Andreas Antonopoulos bereits am 3. Januar, dass Bitcoin in einer Phase wirtschaftlicher Schwäche ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden wird:

„Der Grund dafür, dass Bitcoin dann abstürzen wird, ist, dass das Wagniskapital sowie die Investitionen von Unternehmen und Privatleuten in die Kryptomärkte jeweils mit überschüssigen Geldern getätigt werden, die in einer solchen Situation nach und nach versiegen werden.

Der Morgan Creek Digital Mitgründer Anthony Pompliano bestätigte diese These am 12. März in seinem Podcast, denn nach seiner Einschätzung wurde der jüngste Crash von Bitcoin dadurch verursacht, dass die Anleger aufgrund von Corona alle gleichzeitig ihre Krypto-Vermögen in Bargeld umtauschen wollten, was dazu führte, dass sie sich gegenseitig immer mehr unterboten hatten.

Allerdings gab Pompliano auch Grund zur Hoffnung, denn er geht davon aus, dass sich Bitcoin ähnlich wie Gold während der Finanzkrise 2008 schnell wieder erholen wird, da die Anleger nach anfänglicher Panik und den anschließenden geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken vielmehr eine weitere Entwertung ihrer Sparvermögen befürchten werden, was sichere Wertaufbewahrungsmittel wie die Kryptowährung und das Edelmetall in die Höhe treiben wird.

Chamath Palihapitiya, der Vorsitzende von Virgin Galactic, hatte Bitcoin vergangenen Monat ebenfalls als eine Art Versicherung bezeichnet.

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Pompliano: „Anleger wollen eine Währung, die nicht kontrolliert werden kann“

Der Krypto-Fürsprecher Anthony Pompliano ist davon überzeugt, dass in der Zukunft kein Wettbewerb zwischen digitalen und nicht-digitalen Währungen entstehen wird, sondern dass vielmehr ein Wettbewerb der Geldpolitiken entsteht.

Die entsprechenden Kommentare machte Pompliano am 27. September gegenüber dem Fernsehsender CNBC. In diesem Zusammenhang geht er davon aus, dass sich die Menschen zunehmend für Bitcoin entscheiden werden, da die marktführende Kryptowährung nicht unter der Kontrolle von Politik und Regierungen steht.

US-Regierung utner Zugzwang?

Im Interview wurde Pompliano zunächst gefragt, wie Bitcoin seinen Status als Wertaufbewahrungsmittel in der Zukunft aufrechterhalten kann, wenn auch andere Währungen digitalisiert werden.

Darauf antwortete der Krypto-Fürsprecher mit einer Aufforderung an die amerikanische Regierung, den US-Dollar möglichst schnell zu tokenisieren, da China und einige andere Länder bereits drauf und dran sind, eine eigene Digitalwährung einzuführen.

Sollte der chinesische Yuan beispielsweise bald in digitaler Form verfügbar sein, dann würde es für Anleger auf der ganzen Welt umso leichter werden, die chinesische Währung zu kaufen, wodurch der US-Dollar unweigerlich an Macht einbüßen würde.

Der große Vorteil von Bitcoin

Damit war allerdings noch nicht die ursprüngliche Frage beantwortet, weshalb Anleger auf Bitcoin ausweichen sollten, statt eine digitalisierte Landeswährung zu nutzen. Dem entgegnete Pompliano, dass es ein Bedürfnis gäbe, eine Währung zu besitzen, die nicht manipuliert, zensiert oder konfisziert werden kann.

Obwohl die Notwendigkeit dafür noch nicht vollends ausgeprägt ist, ist sich der Experte sicher, dass sich die Menschen früher oder später für eine Währung (Bitcoin) entscheiden werden, die „nicht von der Regierung kontrolliert werden kann.“

Anthony Pompliano, einer der Mitgründer der Vermögensverwaltung Morgan Creek Digital, ist als einer der heftigsten Bitcoin-Fürsprecher bekannt, so hatte er zuletzt gar vorgeschlagen, dass Satoshi Nakamoto, der vermeintliche Schöpfer von Bitcoin, einen Friedensnobelpreis gewinnen sollte.

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