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FUD aus China: Krypto erholte sich über 12 Mal seit 2009

Der Bitcoin-Kurs ist heute um 5 Prozent gefallen, nachdem die (eher wochenalte) „Eilmeldung“ öffentlich wurde, dass die chinesische Zentralbank Kryptowährungstransaktionen verboten hat.

Sehen wir uns mal die letzten zwölf Jahre an, in denen es FUD aus China gab, und suchen ein Muster.

Erstes Verbot „virtueller Währungen“ von China im Jahr 2009

1: Chinesische Regulierungsbehörden waren noch nie wirklich Krypto-Fans. Als die Blockchain-basierten digitalen Währungen noch in ihren Kinderschuhen steckten, also im Jahr 2009, hat das chinesische Kultusministerium und das Handelsministerium die Nutzung von „virtuellen Währungen“ zum Handel gegen Waren aus der echten Welt verboten. Obwohl Bitcoin (BTC) nicht konkret genannt wurde, setzte dieser Schritt einen Präzedenzfall, auf den ein Jahrzehnt von Anti-Krypto-Regulierungen folgte.

Erstes spezifisches Bitcoin-Verbot im Jahr 2013

2: Im Jahr 2013 hat die chinesische Zentralbank Finanzinstituten verboten, BTC-Transaktionen zu tätigen, und nannte Krypto eine Währung ohne „wirkliche Bedeutung“. Infolge dieser Nachricht fiel der BTC-Kurs auf unter 1.000 US-Dollar. Das war zu einer Zeit, als BTC China (BTCC) die größte Kryptobörse nach Volumen war.

Innerhalb von wenigen Wochen erholte sich der Vermögenswert.

Vorgetäuschte Verbote im Jahr 2014

Das Jahr 2014 brachte uns bei, dass vorgetäuschte Berichte der chinesischen Zentralbank manchmal genauso effektiv sein können, wie echte.

3: Im März wurde ein Fake-News-Artikel auf der Webseite Sina Weibo veröffentlicht, in dem behauptet wurde, dass die chinesische Zentralbank plane, alle Bitcoin-Transaktionen im Land unterbinden zu wollen. Dieser Bericht stellte sich als falsch heraus, dennoch ist der Bitcoin-Kurs gefallen.

4: Etwa zur selben Zeit erklärte die Kryptobörse FXBTC aus China, sie würde ihren Betrieb einstellen, weil Regulierungsbehörden drohten, Börsen zu verbieten. Die Kombination aus diesen beiden Vorfällen hat wohl zum Bitcoin-Einbruch von 709 US-Dollar auf 346 US-Dollar geführt.

Obwohl dieser Einbruch sehr heftig war, hat sich der Kurs in kurzer Zeit erholt und lag bis Ende Mai wieder über 600 US-Dollar.

Hackerangriff auf chinesische Börse sorgt 2016 für Kurseinbruch

5: Die Hongkonger Kryptobörse Bitfinex wird zwar nicht direkt von China kontrolliert, fiel aber im August 2016 einem der größten Hackerangriffe überhaupt zum Opfer. Die Angreifer haben etwa 119.756 BTC gestohlen, die derzeit über 5 Milliarden US-Dollar wert sind. Ein Teil dieses Geldes wird bis heute noch verfolgt. Damals hat die Nachricht über diesen Hackerangriff große Wellen geschlagen und soll für einen Bitcoin-Einbruch um über 10 Prozent in zwei Tagen gesorgt haben.

Bis September hat sich der Kurs allerdings wieder auf Niveaus erholt, wie vor dem Hackerangriff.

China hebt im Jahr 2017 Krypto-Verbote in einem Monat zweimal auf

6 & 7: Im September hat die chinesische Regierung Börsen offiziell verboten, Nutzer im Land zu bedienen. Die Zentralbank kündigte an, dass Bürger sich auch nicht an Initial Coin Offerings beteiligen dürfen.

Bitcoin brauchte drei Monate, um von 4.000 US-Dollar auf das damalige Allzeithoch von etwa 20.000 US-Dollar zu steigen

8 & 9: Die Kryptowährung war auf dem Weg, einen der größten Bullenläufe überhaupt zu starten, als BTCC erklärte, sie würde ihren Betrieb einstellen. Grund dafür sei ein „Verbot“ der Regierung (obwohl sie jetzt immer noch in Betrieb ist) gewesen. Der Vizegouverneur der chinesischen Zentralbank behauptete, die „Leiche von Bitcoin“ würde eines Tages im Fluss treiben.

Krypto war zu dieser Zeit bereits wieder in einer Erholung und hat nur kleinere Rückgänge verzeichnet.

Medienberichte führen zu kurzer Krypto-Krise im Jahr 2018

10: Im Januar 2018 gingen Berichte um, dass einige Leute aus China einen großen Kurseinbruch bei den Kryptowährungen verursacht haben sollen.

11: Viele Leute argumentierten, dass dieser Rückgang auf chinesische Medienberichte zurückzuführen sei, in denen behauptet wurde, dass das Land gegen Krypto-Mining hart durchgreifen wolle. Mitte Februar ist der Bitcoin-Kurs um über 65 Prozent auf 6.852 US-Dollar gefallen.

Diese Flaute hielt aber nicht lange an. Der Kurs lag gegen Ende des Monats wieder bei über 11.000 US-Dollar.

FUD im Jahr 2019

12: Der Bitcoin-Kurs ist im April 2019 leicht eingebrochen, als es in einem Vorschlag der chinesischen Kommission für nationale Entwicklung und Reform (wieder mal) hieß, dass die Regierungsorganisation ein Mining-Verbot im Land plane.

13: Die chinesische Zentralbank hat daraufhin angekündigt, dass der Krypto-Handel „umgehend beseitigt“ werde.

Trotz eines kurzen Rückgangs, gab es bald schon neue Allzeithochs.

China steckt hinter „Krypto-Blutbad“ im Jahr 2020

14: Das „Krypto-Blutbad“ im März 2020, als die Kurse fast aller großen Token zu Beginn der Corona-Pandemie heftig einbrachen, soll überwiegend auf chinesische Miner zurückzuführen sein, die ihre Bestände liquidierten.

In diesem Zusammenhang: Bitcoin-Kurs fällt auf 32.500 US-Dollar wegen FUD aus China

15: Die Hongkonger Regierung kündigte im November 2020 an, den privaten Kryptohandel verbieten zu wollen. Damit wollte die Regierung hart gegen Geldwäsche vorgehen.

Das erste Corona-Jahr beendete Bitcoin mit einem Ausbruch über die Marke von 20.000 US-Dollar. Das war das erste Mal seit drei Jahren, dass er das tat. Dabei erreichte er ein neues Allzeithoch von über 30.000 US-Dollar noch bevor das Jahr 2020 endete.

FUD hält bis heute an

16: Der nationale Verband für Internetfinanzen von China, der chinesische Bankenverband und der chinesische Verband für Zahlungen und Clearing haben im Mai 2021 eine Erklärung veröffentlicht, in der sie gegen Investitionen in Kryptowährungen warnen, da eine solche potentielle Risiken berge.

17: Im Monat darauf ordnete die chinesische Zentralbank anderen Banken und mobilen Zahlungsdienstleistern im Land an, Kunden, die mit Krypto-Transaktionen zu tun haben, keine Bankdienstleistungen anzubieten.

18:Im Juni hat die Regierung ein Mining-Verbot ausgesprochen, der zu einer Massenabwanderung von Minern aus dem Land führte.

19: Damit landen wir beim heutigen Tag, an dem die chinesische Zentralbank erklärte, dass alle Kryptowährungstransaktionen in China nun illegal sind.

Insgesamt hat China nun 19 mal versucht, Krypto mit FUD zu töten, und ist jedes Mal gescheitert.

Mit der heutigen Nachricht der chinesischen Zentralbank gibt es nun insgesamt elf Nachrichten, die direkt von chinesischen und Hongkonger Regulierungsbehörden kommen, in denen ein Verbot von Krypto, Börsen oder Mining in Kraft gesetzt oder mit einem solchen gedroht wird. Zudem gab es bisher acht große Vorfälle von Fake-News und anderen Medienberichten, die den Kryptomarkt beeinflusst haben. Daneben gab es eine Hand voll anderer Vorfälle, wie etwa Hackerangriffe und Entscheidungen von Kryptounternehmen in dem Land, die zu Rückgängen geführt haben. Insgesamt hat China seit 2009 über 19 mal Krypto-Verbote ausgesprochen oder auf andere Weise für FUD auf dem Kryptomarkt gesorgt.

Aus Daten von Cointelegraph Markets Pro geht hervor, dass der Bitcoin-Kurs in den letzten 24 Stunden um über 5 Prozent gefallen ist. Aber derzeit erholt er sich wieder und liegt etwa bei 42.600 US-Dollar.

Jeffrey Albus hat bei diesem Artikel recherchiert und zu diesem beigetragen.

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Folgt Indien bald El Salvador? Finanzministerium gibt Hoffnung | BTC.ECHO

Nach der zweiten Finanzierungsrunde wurde das Unternehmen mit 1,2 Milliarden US-Dollar bewertet und ist somit zum Unicorn aufgestiegen.

In der letzten Finanzierungsrunde der Serie B konnte das Blockchain-Knoteninfrastruktur-Unternehmen Blockdaemon weitere 155 Millionen US-Doller einsammeln. Das Unternehmen um Gründer und CEO Konstantin Richter wird somit zum Unicorn. Die von SoftBank Vision Fund 2 angeführte Runde möchte das Unternehmen dafür nutzen, die internationale Expansion zu ermöglichen und den Technologie-Stack auszubauen. Auch sollen neue Talente für das Unternehmen gewonnen werden.

Einem Pressebericht zufolge besteht die nächste Phase vor allem in der technischen Weiterentwicklung des Ökosystems:

Die nächste Strategiephase wird darin bestehen, den Zugriff auf Protokolle über APIs zu überbrücken, die Finanzberichterstattungsfunktionen für Institutionen zu erweitern und ihre Infrastrukturkapazitäten zu vertiefen, um die Integration für die nächste Phase des Blockchain-Ökosystems zu erleichtern.

Weitere Investitionen

Damit setzt das Unternehmen seine erfolgreiche Vergrößerung fort. Bereits in der Serie-A-Finanzierungsrunde im Juni 2021 konnte Blockdaemon 28 Millionen US-Dollar einsammeln. Insgesamt beläuft sich die Gesamtsumme an fremd investiertem Kapital nun auf 190 Millionen US-Dollar. Dabei gehörten in der Series B auch zuvor Investierte wie Boldstart Ventures, Goldman Sachs, Greenspring Associates, CoinFund, Kenetic, Kraken Ventures, Borderless Capital, und Lerer Hippeau auch dieses Mal wieder zu den Geldgebenden.

Darüber hinaus erhielt das Unternehmen in der jetzigen Runde eine Bewertung von 1,25 Milliarden US-Dollar. Somit ist Blockdaemon nun nicht nur ein Unicorn, sondern zugleich auch das weltweit größte Blockchain-Infrastrukturunternehmen für die Knotenverwaltung und Staking.

Blockdaemon gibt Gas

Das Unternehmen unterstützt bislang weltweit mehr als 40 Blockchain-Netzwerke. Dabei ist das Kerngeschäft das Bereitstellen und Betreiben der Blockchain-Knoteninfrastruktur. Diese soll auf institutionellem Niveau das Einsetzen, Skalieren und Bereitstellen von Knoten mit Sicherheit und Überwachung ermöglichen. Nutzer des Angebots sind Unternehmen von Börsen über Finanzinstituten bis hin zu Entwicklern. Indessen kommuniziert Blockdaemon vor allem, dass sie kommerzielle Akteure miteinander verbinden und innovative Tools zur Entwicklung eigener Blockchain-Lösungen zur Verfügung stellen möchten.

Im Vergleich zum vorangegangen Jahr konnte das Unternehmen die Anzahl seiner Mitarbeitenden, seinen Umsatz und die Bewertung erheblich erhöhen. Darüber hinaus wurden mehrere neue ETH-Validatoren eingeführt, neue Cloud-Regionen und Rechenzentren aufgebaut und mittels Diversifizierung und Absicherung in Vermögenswerte das Risiko für die Kund:innen reduziert. Außerdem führte Blockdaemon für diese auch eine Versicherungsgarantie ein.

Das in New York ansässige Unternehmen habe sein Wachstum in den letzten 90 Tagen erheblich beschleunig, heißt es. So sei die Anzahl der verwalteten Knoten von 8.000 auf 18.000 erhöht worden.

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Stratege prognostiziert: Genehmigung für Bitcoin-ETF in USA kommt nächsten Monat

Der Handelswarenstratege bei Bloomberg Intelligence Mike McGlone glaubt, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die US-Wertpapieraufsicht SEC den ersten Börsen gehandelten Bitcoin-Fonds genehmigt.

In einem Interview mit der Moderatorin der Sendung Stansberry Investor Daniela Cambone am 21 September, behauptete McGlone, dass Kanada seinen Vorsprung gegenüber den vereinigten Staaten weiter ausgebaut hat, nachdem das Land im April Bitcoin-ETFs von 3iQ und Coinshares genehmigt hat.

Er betonte, dass das Kapital von den USA in die institutionellen Krypto-Produkte in Kanada fließen würde. Dabei nannte er konkret auch Ark Invest. Er glaubt jedoch, dass die Gesetzgeber in Vereinigten Staaten sich dieses Geld nicht länger entgehen lassen wollen.

Als er gefragt wurde, wann denn etwa ein Bitcoin-ETF in den USA grünes Licht bekommen könnte, sagte McGlone, könnte „möglicherweise Ende Oktober“ schon soweit sein. Er behauptete, es sei wahrscheinlich, dass es zuerst ein Futures-Produkt sein werde. Er glaubt, das würde ein „Legitimierungsfenster für einen starken Geldzufluss“ eröffnen.

McGlone bekräftigte auch erneut, es sei gut möglich, dass der Bitcoin-Kurs dieses Jahr noch auf 100.000 US-Dollar steigt. In einem Bericht von Bloomberg Intelligence wurde das ebenfalls prognostiziert und es hieß auch, dass die Genehmigung eines ETF dabei eine tragende Rolle spielen würde.

Der Krypto-YouTuber Lark Davis stimmte der Prognose von McGlone zu. Er erklärte, dass es in den Bullenmärkten in den letzten Quartalen jeweils große Kursrallyes gegeben hat.

In diesem Zusammenhang: USA hinkt hinterher: Kanadische Bitcoin-ETFs verwalten nun 1,3 Mrd. US-Dollar

Die SEC hat bisher noch keinem Krypto-ETF grünes Licht gegeben, obwohl es eine ganze Reihe von Anträgen gegeben hat. Und es kommen immer weitere herein.

Anfang des Monats hat die Finanzdienstleistungsfirma Fidelity Investments Lobbyarbeit bei der SEC betrieben, um ein ETP genehmigt zu bekommen. Dabei wurde argumentiert, dass der Bitcoin-Markt bereits unter den Standards der Regulierungsbehörde gereift sei.

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Präsident Erdoğan: „Wir befinden uns im Krieg mit Kryptowährungen“

Die türkische Bevölkerung gilt als Krypto-affin. Präsident Erdoğan teilt diese Affinität nicht und erklärt dem Space den Krieg.

Im Zuge eines Q&A-Events äußerte sich Präsident Recep Tayyip Erdoğan unter anderem zu den Themen Kernenergie, Social Media und auch zum Thema Krypto. Auf letzteres Thema scheint der türkische Präsident nicht ganz so gut zu sprechen zu sein, wie sich im Laufe des Frage-Antwort-Panels herausstellte.

Der türkische Präsident sagte gegenüber den Anwesenden, dass die Türkei “kein Problem habe, sich für digitale Vermögenswerte zu öffnen”. Weiter wolle die Türkei ihre eigene Währung verbreiten – ein Hinweis auf den digitalen Lira. So berichtete auch die Nachrichtenseite Daily Sabah kürzlich, dass die türkische Zentralbank eine eigene Plattform für digitale Währungen aufgesetzt habe.

Gegen Kryptowährungen im Ganzen äußerte sich der türkische Präsident jedoch weiterhin sehr kritisch:

Wir haben einen separaten Krieg und einen eigenen Kampf [gegen Kryptowährungen]. Wir würden niemals Kryptowährungen unterstützen. Denn wir werden unsere eigene Währung mit eigener Identität weiterführen.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan

Was genau der türkische Präsident an Kryptowährungen auszusetzen hat, ließ er vorerst offen. Neu ist die Ablehnung jedoch nicht. Denn bereits im April dieses Jahres berichtete auch BTC-ECHO über den harten Kurs der türkischen Zentralbank gegen den Krypto-Space – die Notenbank hatte mit einer Verordnung alle Krypto-Zahlungen verboten. Damit fährt die Türkei einen ähnlichen Regulierungs-Weg wie etwa Russland. Denn türkische Staatsbürgerinnen und -Bürger dürfen zwar Bitcoin und Co. halten, doch für Zahlungen von Dienstleistungen darf man Kryptowährungen in dem Land nicht verwenden.

Krypto-Affinität der türkischen Bevölkerung

Konträr zur Krypto-kritischen Haltung der Notenbank und des türkischen Präsidenten gehören die türkischen Staatsbürger:innen derweil zu den Krypto-affinsten Menschen der Welt. Wie die Ergebnisse einer Umfrage aus dem Jahr 2018 zeigen, hielten bereits damals ungefähr 18 Prozent der Türken Kryptowährungen. Dabei lockt gerade diese Krypto-Affinität der Bevölkerung viele Betrüger auf den Plan. So berichtete BTC-ECHO jüngst über einen Dogecoin-Mining-Scam. Bei diesem Betrug entstand bei den – hauptsächlich türkischen – Anlegern ein Schaden in Höhe von 120 Millionen US-Dollar.

Jüngste Betrugsfälle

Auch Binali Yildirim, stellvertretender Vorsitzender der AKP, äußerte sich bei dem Event in Mersin:

Leider öffnet der Handel mit Kryptowährungen auch die Tür für Betrugsfälle. Es ist also ein Thema, das einer ernsthaften Überwachung bedarf. Es gibt eine Art imaginären zukünftigen Verkauf. Und dann haben wir einige schlechte Beispiele dafür gesehen, wo es Opfer solcher Betrugsfälle gab. Aber in der Zukunft kann es natürlich als Staat, als Regierung notwendig sein, einige Vorkehrungen zu treffen, um solche Betrugsfälle und Fehler zu verhindern. Die Arbeit an solchen Vorkehrungen wurde bereits begonnen.

Binali Yildirim, stellvertretender Vorsitzender der AKP

Und Binali Yildirim dürfte mit seiner Aussage einen wunden Punkt treffen. Denn in der jüngsten Krypto-Historie der Türkei gab es mehrere Betrugsfälle. Solche Betrugsfälle tragen sicher zu dem skeptischen und defensiven Kurs der Notenbank gegenüber Kryptowährungen bei. Erdogans jüngste Äußerung dürfte derweilen keine freundlichere Einstellung der Regierung gegenüber Kryptowährungen nach sich ziehen. Im Gegenteil: Eine härtere Regulierung des Marktes könnte folgen, um den “Krieg gegen Kryptowährungen” nicht zu verlieren.

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Türkischer Präsident Erdoğan: „Wir führen einen Krieg“ mit Krypto

Die Türkei will ein Blockchain-Zentrum werden, da das Land sowohl in Europa als auch in Asien liegt. Doch für Kryptowährungen hat das Land nichts übrig, wie der türkische Präsident Recep Tayyib Erdoğan kürzlich erneut bekräftigte.

Erdoğan veranstaltete eine Fragerunde in der türkischen Stadt Mersin, an der Jugendliche aus dem ganzen Land teilnehmen konnten. Einer der Teilnehmer sprach die digitale Kollaborationsplattform für die türkische Lira an, die letzte Woche angekündigt wurde. Er fragte, ob die Zentralbank Kryptowährungen begrüßen würde. Er fragte Erdoğan auch, was er von Krypto halte.

„Wir wollen Kryptowährungen absolut nicht begrüßen“, wie der Präsident antwortete. Er fügte hinzu:

„Ganz im Gegenteil, wir führen einen Krieg, einen Kampf gegen sie. Wir würden Kryptowährungen niemals unterstützen. Denn wir werden mit unserer eigenen Währung Fortschritte machen, ihre eigene Identität hat.“

Die ehemalige türkische Premierminister Binali Yıldırım ergänzte dazu, dass Kryptowährungen aufgrund ihres potentiellen Risikos eine strenge Aufsicht bräuchten. „Es ist wie der Verkauf eines fiktiven Termingeschäfts“, wie er erklärte.

In diesem Zusammenhang: Türkische Zentralbank: Zusammenarbeitet mit lokalen Tech-Firmen an Forschung und Entwicklung einer digitalen Währung

Türkei hat im Jahr 2019 erstmals Pläne angekündigt, an einer nationalen Blockchain-Infrastruktur arbeiten zu wollen. Seitdem haben sich die Regierung und die lokalen Behörden positiv über Blockchain geäußert. Die Regierung kündigte für Ende 2021 auch Tests für eine digitale Zentralbankwährung an.

Die türkische Zentralbank hat einen großen Schritt in Richtung einer digitalen Zentralbankwährung gemacht und die digitale Kollaborationsplattform für die türkische Lira eingerichtet, an der auch drei lokale Technologieunternehmen beteiligt sind.

Doch diese jüngsten Kommentare von Präsident Erdoğan über Kryptowährungen könnten das Ende der Krypto-Freundlichkeit der Türkei einläuten. Dort haben sich mehrere globale Kryptobörsen, wie etwa Binance und Huobi, Büros eingerichtet.

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Insiderhandel bei Binance? Behörde mit schweren Vorwürfen | BTC-ECHO

Der Krypto-Markt startet mit einer Korrektur in die neue Woche. Gleichzeitig werden neue Vorwürfe gegen Binance laut.

Zum Wochenstart schaltet der Krypto-Markt in den Korrekturmodus. Bis auf wenige Ausnahmen müssen fast alle Coins Verluste im teils zweistelligen Prozentbereich hinnehmen. So liegt die Verlustspanne unter den zehn nach Marktkapitalisierung wertvollsten Kryptowährungen zwischen vier und elf Prozent. Dabei schneidet Solana am schlechtesten ab. Noch vor einer Woche feierte der Ethereum-Konkurrent ein neues Allzeithoch bei etwa 214 US-Dollar. Seitdem tendierte der SOL-Kurs jedoch nur noch in südliche Richtung. Zu Redaktionsschluss handelt Solana mit einem Minus von 13,87 Prozent bei 144,59 US-Dollar.

Der Solana-Kurs in der Wochenansicht

Dazu gesellen sich neue Meldungen um Binance. Wie Bloomberg von anonymen Quellen erfahren haben will, sollen mehrere amerikanische Behörden, darunter auch die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Untersuchungen gegen die weltweit größte Krypto-Börse eingeleitet haben. Die Vorwürfe lauten auf Insiderhandel und Marktmanipulation. Die Behörden untersuchen dabei, inwiefern Binance oder einzelne Mitarbeiter durch das Ausnutzen von Kundenaufträgen Vorteile für sich oder das Unternehmen erzielt haben könnten. Dazu habe die CFTC jüngst nach Zeugen gesucht und eine Befragung eingeleitet. Zu einer Stellungnahme war die Behörde allerdings nicht bereit.

Binance weist die Vorwürfe zurück. In einem Statement gegenüber Bloomberg betonte ein Unternehmenssprecher die “Null-Toleranz-Politik” gegenüber Insiderhandel und verwies gleichzeitig auf einen “sehr strengen ethischen Kodex”, den Binance gegenüber seinen Kunden und der Krypto-Industrie habe. Die Handelsplattform habe in der Hinsicht bereits seit längerem strenge Richtlinien eingeführt, die bei Verstößen auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen würden.

Parallel dazu laufen weitere Untersuchungen gegen Binance in den USA. Sowohl der Internal Revenue Service (IRS) als auch das US-amerikanische Justizministerium prüfen derzeit mögliche Geldwäscheaktivitäten auf der Krypto-Börse.

Binance bereits länger unter regulatorischem Druck

Für Binance kommt die Ausweitung der Untersuchung zu einem Zeitpunkt, an dem die Börse ohnehin unter massiver Beobachtung internationaler Aufsichtsbehörden steht. Zur Erinnerung: Ende Juni warnten mehrere Behörden die Bürger vor dem Derivatehandel auf Binance. Die Plattform habe keinerlei Genehmigung für solche Aktivitäten, hieß es damals. In der Folge beendeten mehrere Zahlungspartner ihre Kooperation mit dem Krypto-Marktplatz.

Binance selbst hat seitdem einiges unternommen, um die regulatorischen Bedenken auszuräumen. So führte man Ende August einen umfangreichen KYC-Prozess ein, den jeder Nutzer durchlaufen muss. Zudem senkte man das Auszahlungslimit für nicht-verifizierte Nutzer von 2 auf 0,6 BTC. Maßnahmen, die zumindest die britischen Behörden einigermaßen beschwichtigen konnten, wenngleich eine Wiederaufnahme der Handelsaktivitäten ausblieb.

Einer der Hauptgründe für die anhaltende Skepsis gegenüber Binance dürfte sicher auch dem Umstand geschuldet sein, dass die Krypto-Börse nach wie vor keinen eindeutigen Hauptsitz hat. So gelten etwa Malta, die Cayman Islands aber auch die Seychellen als mögliche Unternehmensstandorte, verifiziert sind diese Informationen jedoch bis heute nicht. Das will man nun wohl ändern. Wie CEO Changpeng Zhao (alias “CZ”) in einem Interview mit der South China Morning Post erklärte, wolle man “zentralisierter” werden, um besser mit Regulatoren zusammenarbeiten zu können. Als einen ersten Schritt strebe man deshalb die Errichtung einer Hauptdirektion an. Wann und vor allem wo dieser neue Standort entstehen soll, ließ CZ jedoch offen.

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Krypto-Börsen weltweit im rechtlichen Klammergriff der Behörden

Die SEC stürzt sich nach Ripple auf Coinbase; die BaFin erteilt eine zweite Krypto-Lizenz und Südkorea geht hart gegen den Krypto-Space vor. Das Regulierungs-ECHO.

Zweite Krypta-Verkehr-Lizenz an Kapilendo vergeben

Das Berliner Unternehmen, Kapilendo Custodian AG, darf sich über eine Nachricht freuen. Kapilendo ist nämlich erst das zweite Unternehmen, dass von der BaFin eine Lizenz zum Verwahren von Kryptowährungen erhalten hat. Bislang hatte die BaFin nur an Coinbase eine solche Lizenz vergeben. Damals kamen Zweifel auf, ob die BaFin Coinbase denn nicht bei der Lizenzvergabe bevorzugt haben könnte.

Diese Zweifel werden durch die jüngste Nachricht etwas abgemildert. Und es könnte noch weiter gehen: Denn auf Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion kam heraus, dass bei der BaFin insgesamt 25 weitere Anträge für eine solche Verwahr-Lizenz vorliegen. Einige von diesen sollen die Lizenz bereits in den kommenden Wochen erhalten.

Nach Ripple nimmt sich die SEC Coinbase vor.

Die wilden Zeiten der Krypto-Börsen, abseits des Rechtswesens, gehören zunehmend der Vergangenheit an. 2021 schien vor allem Binance mit diesem rechtlichen Gegenwind konfrontiert zu sein. Und lieferte sich dabei mitunter ein juristisches Pingpong-Spiel mit den Behörden. Doch seit einiger Zeit wird auch Coinbase in die juristische Zange genommen. Kernpunkt des Streits zwischen der Krypto-Börse und der SEC ist dabei das Lending-Programm des Unternehmens. In diesem ist geplant, dass Kunden via Coinbase in den Stablecoin USDC investieren können. Das Kapital verleiht Coinbase dann an verifizierte Kreditnehmer. Der Kreditgeber erhält so letztlich eine Effektivrendite von 4 Prozent. Das Produkt ist noch nicht auf dem Markt, was Paul Grewal, dem Chief Legal Officer von Coinbase, auf fehlende Kommunikationsbereitschaft aufseiten der SEC zurückzuführen ist. Der Ausgang dieses Streits ist indes noch offen.

Südkorea: Neue Vorgaben bringen Krypto-Börsen in Bedrängnis

In Südkorea bringt derweil eine im Juni beschlossene Verordnung der Financial Services Commission (FSC) die Krypto-Börsen des Landes in die Bredouille. So muss jede Bitcoin-Börse bis zum 24. September 2021 eine Lizenz beantragen, wenn sie weiter operieren will. Die Lizenz gibt es indessen nur für die Krypto-Börsen, die eine Bank als Koalitionspartner vorweisen kann. Das problematische für die Bitcoin-Handelsplattformen dabei: Viele Banken sehen zu viele Nachteile, die mit solch einer Partnerschaft verbunden sind. Wer bis zum 24. September keine dieser Lizenzen erhält, muss seine Geschäftstätigkeiten beenden.

Bisher haben es nur die größeren und bekannteren Krypto-Börsen geschafft, eine Bank als Partner zu gewinnen und so eine Lizenz zu erhalten. Dabei wickeln diese gemeinsam schon jetzt mehr als 90 Prozent des südkoreanischen Kryptohandels-Volumens ab. Die übrigen 10 Prozent verteilen sich auf die kleinere Konkurrenz. Und für die dürfte es mit jedem Tag enger werden, je näher der 24. September heranrückt. Experten fürchten, dass die Schließung der lizenzlosen Krypto-Börsen auch einen Bank Run hervorrufen könnte.

New Yorker Staatsanwaltschaft schließt Krypto-Börse

Gegen die Krypto-Handelsplattform Coinseed wurde von der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft ein Urteil erwirkt. Der Gründer dieser Bitcoin-Börse prellte Kunden um ihr Kapital. Unter anderem investierte er ihm anvertrautes Geld in Dogecoin, ohne das Wissen seiner Anleger. Coinseed muss nun den Betrieb endgültig einstellen und eine millionenschwere Geldstrafe blechen.

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Kryptofondsanteile sollen kommen – Was steht hinter der KryptoFAV?

Fachanwalt Lutz Auffenberg hat sich mit seiner Kanzlei Fin Law auf den Bereich Fintech und innovative Technologien spezialisiert. Insbesondere die Blockchain-Technologie und ihre Regulierung steht dabei im Mittelpunkt seiner Tätigkeit. In seinem Gastbeitrag widmet er sich der bevorstehenden Kryptofondsanteileverordnung.

Dieser Artikel ist zuerst auf dem Fin Law Blog erschienen.

Das im Juni 2021 in Kraft getretene Gesetz über die Einführung elektronischer Wertpapiere (eWPG) bezieht sich nach der eindeutigen Festlegung des Gesetzgebers zunächst nur auf unverbriefte Inhaberschuldverschreibungen und soll in dieser Form als eine Art Testballon für eine mögliche Einführung anderer urkundenloser Finanzinstrumente wie zum Beispiel elektronischer Aktien dienen. Mit dem Einführungsgesetz zum eWPG hat der Gesetzgeber jedoch auch eine Reihe weiterer wertpapier- und kapitalmarktrechtlicher Vorschriften in anderen Gesetzbüchern geändert. So hat er beispielsweise im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) die Möglichkeit der Einführung von Kryptofondsanteilen vorgesehen. Die konkrete rechtliche Ausgestaltung solcher Kryptofondsanteilen überließ der Gesetzgeber dabei den Bundesministerien für Finanzen (BMF) und Justiz (BMJ), denen er diesbezüglich eine Verordnungskompetenz einräumte. Davon machten die zwei Bundesministerien in der letzten Woche schließlich Gebrauch und stellten einen Entwurf für eine Kryptofondsanteileverordnung (KryptoFAV) zur öffentlichen Konsultation.

Der veröffentlichte Entwurf für die KryptoFAV ist mit nur vier Paragrafen relativ kurz. Kryptofondsanteile sollen nach dem Verordnungsvorschlag elektronische Anteilsscheine sein, die in ein Kryptowertpapierregister eingetragen sind. Neben der rechtlichen Definition von Kryptofondsanteilen regelt er eine entsprechende Anwendbarkeit der Vorschriften des eWPG über Kryptowertpapiere und Kryptowertpapierregister auch auf Kryptofondsanteile. Eine Besonderheit sieht der Entwurf für die Verwahrstellen vor, die im Fall der Verwahrung von Kryptofondsanteilen anders als im Fall elektronischer Wertpapiere zwingend auch registerführende Stelle des ausgebenden Investmentfonds sein müssen, damit sie ihren gesetzlichen Kontroll- und Informationspflichten gegenüber den Anlegern des Fonds nachkommen kann. Bis auf diese eine Besonderheit werden sich Kryptofondsanteile in ihrer rechtlichen Ausgestaltung somit kaum von Kryptowertpapieren nach dem eWPG unterscheiden. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) werden auf sie ebenso wie auf klassisch ausgestaltete Fondsanteile anwendbar sein.

Die KryptoFAV soll Marktteilnehmern die Möglichkeit anbieten, Anteile an Investmentvermögen in tokenisierter Form zu begeben, die ebenso wie verbriefte Anteilsscheine gutgläubig und lastenfrei von Anlegern erworben werden können. Kryptofondsanteile werden sich dann ebenso gut wie klassisch verbriefte Fondsanteile für einen organisierten Zweitmarkthandel eignen. Dennoch ist die Wahl der Ausgestaltung von Anteilen an Investmentvermögen als Kryptofondsanteile für die Kapitalverwaltungsgesellschaften fakultativ. Ebenso besteht auch weiterhin die Möglichkeit, Fondsanteile auf andere Weise als durch Eintragung in ein Kryptowertpapierregister unter Beachtung der Vorgaben der KryptoFAV zu tokenisieren, indem eine belastbare rechtliche Verknüpfung zwischen den Anteilen und den sie repräsentierenden Token hergestellt wird. Die zivilrechtlichen Vorteile der Kryptofondsanteile im Hinblick auf die Möglichkeit eines gutgläubigen und lastenfreien Erwerbs sind dann zwar nicht gegeben. Einer Eintragung in ein von einer sowohl als Kryptowertpapierregisterführerin als auch Verwahrstelle zugelassenen Gesellschaft betriebenes Kryptowertpapierregister bedarf es dann aber nicht.

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Krypto-Regulierung: Nach BlockFi nun Celsius im Visier

Am Freitag haben die Regulierungsbehörden Maßnahmen gegen Celsius Network ergriffen und beschuldigen nun das Unternehmen, ihren Kunden nicht registrierte Wertpapiere anzubieten.

Anfang dieses Jahres begann die Krypto-Kreditplattform BlockFi in das Visier der staatlichen Regulierungsbehörden in New Jersey, Texas und Alabama zu gelangen. Andere Staaten haben sich seither ebenfalls angeschlossen.

Nun droht auch Celsius, das angeblich einer der größten Kryptowährungskreditgeber der Welt ist, in dieser Woche ähnliche Unterlassungsaufforderungen in denselben Staaten. Am Freitag wurden Maßnahmen gegen Celsius Network ergriffen und das Unternehmen beschuldigt ihren Kunden nicht registrierte Wertpapiere anzubieten.

Texas beantragte eine Anhörung, um zu entscheiden, ob eine Unterlassungsverfügung gegen das Unternehmen erlassen werden soll. Die Klage bedeutet, dass Celsius zeigen muss, warum es nicht angewiesen werden sollte, seine Produkte den Einwohnern des Staates nicht mehr anzubieten. Die Anhörung ist für den 14. Februar angesetzt.

Später am Freitag ordnete auch New Jersey an, dass Celsius ab dem 1. November einige seiner Produkte, die es ebenfalls als nicht registrierte Wertpapiere bezeichnet, nicht mehr anbieten darf. Alabama erließ eine Verfügung, die am Freitag auf der Website der dortigen Wertpapieraufsichtsbehörde erschien, aber auf Donnerstag datiert ist. Darin wird Celsius aufgefordert, innerhalb von 28 Tagen nachzuweisen, warum das Unternehmen nicht vom Angebot seiner Produkte ausgeschlossen werden sollte.

Ein Sprecher äußerte sich zu den Vorwürfen:

“Wir sind enttäuscht, dass diese Klagen eingereicht wurden, und widersprechen von ganzem Herzen den Behauptungen, dass Celsius sich nicht an das Gesetz gehalten hat“

Die Nachricht kommt nur ein paar Wochen, nachdem Coinbase einen Blog-Post über eine drohende Klage der SEC wegen ihres geplanten Lend-Produktes veröffentlicht hat. Coinbase hat inzwischen eine Lizenz der National Futures Association beantragt. Es bleibt abzuwarten, was mit dem Lend-Produkt und der SEC passiert.

In der Zwischenzeit hat sich Celsius in aller Stille zu einem Giganten im DeFi entwickelt. Die Plattform verfügt Berichten zufolge über 24 Milliarden US-Dollar an “Gemeinschaftsvermögen” und ist damit einer der größten – wenn nicht DER größte – Krypto-Kreditgeber und Anbieter von Zinskonten.

Was dies für die Celsius-Kunden in den jeweiligen Staaten bedeutet, die Maßnahmen ergreifen, bleibt abzuwarten, und BlockFi könnte am Ende eine Fallstudie für die Zukunft sein.

Bislang wurden die Verbraucher jedoch weitgehend im Unklaren darüber gelassen, welche Art von Auswirkungen hier in Zukunft zu erwarten sind. Der Optimist in dieser Situation könnte sagen, dass diese Maßnahmen zu einer Regulierung führen könnten, die gute Praktiken und Rahmenbedingungen für Kryptokreditplattformen festlegt.

Die pessimistische Sichtweise würde jedoch zu der Annahme führen, dass sich weitere Staaten anschließen könnten und dass DeFi angesichts der Auswirkungen auf traditionelle Bankinstitute unter verstärkten Druck der Regulierungsbehörden geraten könnte.

So oder so scheint es schwer vorstellbar, dass die Regulierungsbehörden dieser einzelnen Staaten den Verbraucherschutz in den Vordergrund stellen. Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten.

Bild via Pixabay/ Lizenz

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Heftiger Widerstand in El Salvador – Demonstranten zünden Bitcoin-Geldautomaten an

Bitcoin-Kritiker und Demonstraten in El Salvador haben ein ausdrückliches Zeichen gegen Präsident Nayib Bukele und dessen Einführung der Kryptowährung als Zahlungsmittel gesetzt, indem sie einen Bitcoin-Geldautomaten in Brand gesteckt haben.

Wie das Nachrichtenportal Teleprensa berichtet und mehrere Videos in den sozialen Medien zeigen, brannte am Mittwoch ein Bitcoin-Kiosk inmitten eines Demonstrationszuges in der Hauptstadt San Salvador. Der Geldautomat ist einer von vielen, die die Regierung von El Salvador in den letzten Wochen aufgestellt hat, um die Infrastruktur für die Anerkennung von Bitcoin (BTC) als offiziellem Zahlungsmittel zu schaffen. Zudem wurde der Kiosk mit Anti-Bitcoin-Botschaften und dem Slogan „Demokratie ist unverkäuflich“ beschmiert.

Bürgermeister Mario Durán bestätigt, dass die Feuerwehr der Brandstelle zunächst ferngeblieben ist, nachdem die Demonstranten mit Gewalt gedroht hatten. Zu einem späteren Zeitpunkt kam es dann zur Löschung. Der Schaden an dem „Chivo-Geldautomaten“, benannt nach der regierungseigenen Krypto-Wallet, ist größtenteils oberflächlich, doch auch Mobiliar des Kiosks wurde verbrannt.

Insgesamt wurden in El Salvador bisher knapp 200 Bitcoin-Geldautomaten aufgestellt. Präsident Bukele hofft, dass die Chivo-Kioske bald „überall“ im Land stehen, damit die Kryptowährung flächendeckend als Zahlungsmittel genutzt werden kann. Obwohl Bitcoin in dem mittelamerikanischen Land neben dem US-Dollar nun als offizielles Zahlungsmittel anerkannt ist, will Bukele niemanden zur Nutzung zwingen.

Noch bevor das entsprechende Gesetz am 7. September in Kraft getreten ist, regte sich in El Salvador massiver Widerstand gegen den geplanten Schritt. Schon im Juli demonstrierten deshalb mehrere Protestgruppen durch die Straßen der Hauptstadt. Wie breit der Widerstand in der Bevölkerung gefächert ist, zeigt sich daran, dass sich selbst eine Gruppe aus Rentnern formiert hat, die die Bitcoin-Einführung ablehnt. Die größte Befürchtung ist dabei, dass die Kryptowährung für eine massive Verschlechterung der ohnehin schwachen Wirtschaft sorgen könnte.

Am gleichen Tag, an dem das Bitcoin-Gesetz in El Salvador in Kraft getreten ist, ging es für den Krypto-Marktführer prompt zurück unter 43.000 US-Dollar, was Bukele dazu veranlasste, den Abschwung „aufzukaufen“ bzw. zusätzliche 150 BTC für sein Land zu erwerben. Bei Redaktionsschluss liegt Bitcoin schon wieder auf knapp 48.000 US-Dollar, was dem Präsidenten zumindest für den Moment Recht gibt.

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