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Kein Scherz mehr: DOGE-Marktkapitalisierung überholt Nintendo und XRP

Die Marktkapitalisierung von Dogecoin (DOGE), der Meme-Kryptowährung, die vor sieben Jahren als Scherz begann, hat nach einer Rallye die Marktkapitalisierung des großen japanischen Videospielunternehmens Nintendo überholt.

Laut Daten von AssetDash ist die Marktkapitalisierung von DOGE auf 77,7 Mrd. US-Dollar am Dienstag nach einer Rallye gestiegen. Der Coin ist damit zum ersten Mal auf über 0,60 US-Dollar geklettert. Mit dieser Rallye schaffte es die Marktkapitalisierung des Projekts vor die Kryptowährungsbörse Coinbase mit 73,8 Mrd. US-Dollar und Nintendo mit 76,3 Mrd. US-Dollar. DOGE liegt derzeit bei 0,65 US-Dollar und ist damit auch nach wie vor an XRP vorbeigezogen. Er liegt auf Platz 4 unter den Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung laut CoinMarketCap.

Zuvor konnte der Token an Tether (USDT) vorbeiziehen, nachdem die Handelsplattform eToro angekündigt hatte, dass sie nun Dogecoin unterstützt. Am Dienstag folgte auch die große Kryptobörse Gemini diesem Beispiel. Tyler Winklevoss nannte DOGE „organisch, respektlos und lustig“.

Die Marktkapitalisierung von Dogecoin lag bei Redaktionsschluss bei rund 82 Mrd. US-Dollar mit einem großen Abstand zu Binance Coin (BNB) mit 96 Mrd. US-Dollar und der Marktkapitalisierung großer US-amerikanischer Unternehmen wie General Motors und FedEx. Als der Token 0,61 US-Dollar erreichte, hat er die Marktkapitalisierung des bulgarischen Lew überholt.

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Ripple-Partner Tranglo soll neue Zahlungskanäle in Südostasien schaffen

Ripple-Partner Tranglo kooperiert mit dem australischen FinTech OmiPay. OmiPay will Tranglos Zahlungsnetzwerk verwenden – ein Fall für XRP?

Während sich Ripple mit der SEC noch darüber streitet, ob XRP nun ein Wertpapier ist oder nicht, schafft das kalifornische FinTech mit seinen Partnern weiter Fakten. So wurde Ende März die strategische Partnerschaft mit dem Zahlungsdienstleister Tranglo bekannt gegeben. Ripple hat sich mit 40 Prozent in Tranglo eingekauft. Zu den erklärten Zielen der Partnerschaft gehört die Ausweitung der Zahlungskanäle für Ripples On-demand-Liquidity-Plattform (ODL). ODL ist der zentralen Use Case für das digitale Asset XRP. XRP wird hier als Brückenwährung für grenz- und währungsüberschreitende Überweisungen eingesetzt.

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Nun hat der frisch gebackene Ripple-Partner Tranglo eine Kooperation mit dem in Australien ansässigen FinTech OmiPay bekannt gegeben. OmiPay will auf Tranglos Netzwerk aus lokalen Vertriebskanälen zugreifen und zielt dabei besonders auf den chinesischen und den südostasiatischen Markt ab.

Aus der Pressemitteilung zur Kooperation geht hervor, dass es den Unternehmen dabei vor allem um eine verbesserte Zugänglichkeit und Bezahlbarkeit von grenzüberschreitenden Überweisungen geht. Tranglo hat laut eigenen Angaben 56 Prozent seines Geschäfts im vergangenen Jahr alleine über Zahlungskorridore nach Indonesien, Vietnam und die Philippinen abgewickelt; und damit in genau jenen Regionen, wo sich OmiPay nun stärker positionieren möchte.

XRP im Einsatz?

Dass weder Ripple noch XRP, ODL oder das “Buzzword” Blockchain in der Pressemitteilung vertreten sind, lässt darauf schließen, dass XRP in der Partnerschaft zumindest aktuell noch keine größere Rolle spielt. Allerdings stehen die Chancen gut, dass sich das in absehbarer Zeit ändern könnte. So ist der Ausbau von ODL-Zahlungskanälen im südostasiatischen Raum zentraler Bestandteil der Partnerschaft zwischen Ripple und Tranglo.

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Als Pionier für grenzüberschreitende Zahlungsdienste wird Tranglo eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung bestehender Korridore – wie z.B. auf den Philippinen – und der Einführung neuer ODL-Korridore innerhalb seines aktuellen Netzwerks spielen,

erklärt Ripple in der Pressemitteilung zur Tranglo-Partnerschaft.

Tranglo selbst erklärt in einem Blogpost vom 7. April nicht nur die Vorteile der Nutzung von ODL gegenüber klassische Geldtransfers. Man gedenkt bei Tranglo auch, die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) in seine Produkte einzubauen:

Unser Technologie-Team arbeitet bereits rund um die Uhr daran, die Leistungsfähigkeit von Blockchain und DLT nutzbar zu machen. Wir wenden das Gelernte an, um unsere Zahlungsverkehrsfähigkeiten noch weiter auszubauen. Wir freuen uns darauf, diese neuen Entwicklungen in unsere Lösungen zu übertragen, damit Unternehmen grenzüberschreitende Zahlungen erleben können, die vor allem Vorteile bieten.

Ob diesen Worten nun auch Taten folgen, bleibt – mal wieder – abzuwarten. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich Ripple in einen Zahlungsanbieter einkauft und dieser dem ODL und XRP in der Folge die kalte Schulter zeigt.

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Mike Novogratz vergleicht Ripple Community mit Trump Supportern

In einem Interview verglich Bitcoin-Milliardär Mike Novogratz Ripple-Unterstützer mit Trump Supportern und nannte den XRP-Token einen “Quatsch-Coin”.

So schnell werden Mike Novogratz und die Ripple Community wohl keine Freunde mehr. In einem vor Kurzem erschienenen YouTube-Interview schoss der Bitcoin-Milliardär heftig gegen die XRP-Anhänger. Als er zu seiner Meinung gegenüber dem “Banken-Coin” gefragt wurde, kritisierte Novogratz vor allem die fehlende Dezentralität des Krypto-Projekts. Dabei verglich der Krypto-Whale die Ripple Community mit Trump-Supportern. Konkret sagte er:

Die XRP Army hat sich eine Community aufgebaut, die wirklich an die Sache glauben möchte. Es erinnert mich dabei etwas an Trump-Unterstützer. Man könnte denen alles Mögliche sagen und sie würden immer noch glauben, die Wahl sei gefälscht worden. Es ist wie mit den ganzen 9/11-Verschwörungstheorien. Der Krypto-Space ist halt manchmal so. Manche wollen die Wahrheit einfach nicht hören.

Mike Novogratz auf YouTube.

“Ripple ist ein Quatsch-Coin”

Während Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum einen echten Mehrwert für die Gesellschaft bringen würden, seien Projekte wie Dogecoin oder auch XRP nur sogenannte “Baloney Coins” also “Quatsch-Coins”. Das Problem liege hierbei daran, dass es zu viele Investoren gäbe, die nicht genügend mit der Materie vertraut seien und einfach nur investierten, weil sie die “Energie des Moments” spüren würden. Novogratz halte selbst zwar auch Anteile an Ripple, trotzdem sei es für ihn bisher ein Verlustgeschäft gewesen. Darüber hinaus sehe er die Anleger im Krypto-Space eher wie die Fans von Fußballmannschaften. Es gebe eine Art Stammesdenken, die im Kosmos der digitalen Assets vorherrschen würden. Egal ob bei XRP, Dogecoin oder sonstigen Altcoins.

Innerhalb des Krypto-Space gibt es schön länger kritische Stimmen, die die mangelnde Dezentralität von Ripple bemängeln. Tatsächlich sind von den 100 Milliarden XRP etwa 60 Milliarden in Ripples besitzt. Im Dezember 2017 hatte das kalifornische FinTech 55 Milliarden XRP in verschiedene Treuhandkonten (Escrows) eingezahlt, wovon jeden Monat eine Milliarde zurück in das Unternehmen fließt. Das Start-up entscheidet dann, ob es die XRP behält, auf den Markt wirft oder erneut verschließt. Damit möchte Ripple verhindern, dass der Markt zu schnell mit XRP überflutet wird. Seit dem “Lockup” sind 41 Monate vergangen und bisher sind den Escrows 7,3 Milliarden XRP entnommen worden, durchschnittlich also 178 Millionen pro Monat.

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Auch wenn der Vergleich mit Verschwörungstheoretikern oder Trump-Unterstützer etwas weit hergeholt ist, gibt es doch immer wieder Beispiele, in denen die Unterstützung bestimmter Coins fast an Fanatismus grenzt. Als Beispiel könnte man hier die DOGE-Community nennen. Seit der DOGE-Rallye Ende April hat eine Petition massiven Zulauf erfahren, die den Retail-Riesen Amazon zur Zahlungsintegration von Dogecoin auffordert. Zur Begründung schreibt der Antragsteller Mark E.:

Dogecoin ist wertstabil, hat die niedrigsten Transaktionsgebühren der anderen großen Coins, hat einen riesigen Vorrat an Coins und hat eine sehr große, aktive Community mit laufender Entwicklung.

Mark E. auf change.org

Somit sei es an der Zeit, dass Amazon “die Macht von Dogecoin erkennt” und “als Zahlungsmittel akzeptiert”. Dass die Petition in der Chefetage aber auf offene Ohren stoßen wird, darf bezweifelt werden. Im Vergleich zu DOGE verfügt XRP zumindest über einen validen Use Case, der die Art von Transaktionen maßgeblich verändern könnte.

Ob aus Ripple doch noch eine Erfolgsstory wie Bitcoin oder Ethereum wird, hängt wohl auch eng an dem Urteil im laufenden Gerichtsverfahren mit der SEC zusammen. Nach zwei Etappensiegen stehen die Chancen für das kalifornische FinTech bislang nicht schlecht.

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SBI deutet geplanten Börsengang von XRP-Herausgeber Ripple an

Wenn es nach dem größten Anteilseigner von Ripple geht, dann ist ein Börsengang der XRP-Mutter bereits gemachte Sache.

“Wir werden nicht die ersten und auch nicht die letzten sein” – so äußerte sich Ripple-CEO Brad Garlinghouse noch auf dem Weltwirtschaftsgipfel 2020 zum Thema Börsengang. Freilich hat sich das kalifornische FinTech damals noch nicht im Clinch mit der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC befunden. Denn wenn es nach der Behörde geht, dann hat Ripple mit XRP bereits ein Wertpapier unters Volk gebracht. Ende 2020 hat die SEC das Unternehmen Ripple sowie CEO Garlinghouse und Mitgründer Chris Larsen mit einer Klage überzogen.

Die Verhandlung mit der SEC ist offenbar die letzte Hürde, die Ripple nehmen muss, bevor das FinTech an die Börse drängt. Das behauptet zumindest Yoshitaka Kitao, seines Zeichens Chef des FinTech-Konglomerats SBI Group, der größten externen Anteilseignerin von Ripple.

Nach dem aktuellen Rechtsstreit wird Ripple an die Börse gehen. Der aktuelle CEO will das tun. Chris möchte das tun,

zeigte sich Kitao bei der Präsentation der Quartalszahlen von SBI am 28. April überzeugt.

Frustrierend: Garlinghouse kritisiert US-Regulierung

Zwei Tage später hat Brad Garlinghouse im US-Fernsehen seiner Frustration über die US-amerikanische Krypto-Regulierung Luft gemacht. In der CNBC-Show Squawk Box lobte Garlinghouse Singapur und Japan für das klare Regelwerk, an dem sich Krypto-Unternehmen in diesesn Ländern orientieren könnten. Den USA attestierte der Ripple-Chef bei dieser Gelegenheit erheblichen Nachholbedarf: “Ironischerweise haben sie hier in den Vereinigten Staaten nicht die gleiche Klarheit geschaffen. Es ist das einzige Land auf dem Planeten, das gesagt hat, XRP ist etwas anderes als eine Währung.”

Ripple-Kurs (XRP) schaltet in den Rallye-Modus

Der XRP-Kurs befindet sich seit Wochenbeginn im Bullen-Modus. Zu Redaktionsschluss hat XRP die Marke von 1,6 USD geknackt. Im direkten 7-Tage-Vergleich konnte der Kurs um kräftige 47 Prozent zulegen.

XRP-Kurs im Wochenverlauf. Quelle: BTC-ECHO

Mit einem Tagesplus von 16 Prozent druckt XRP von allen Top-10-Coins am 30. April erneut die grünsten Kerzen. Das schlägt sich auch in der Bitcoin-Dominanz nieder, die derzeit auf dem niedrigsten Stand seit langem ist.

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SEC wehrt sich gegen Ripple-Antrag: XRP antwortet mit Kursrallye

Der XRP-Kurs outperformt am 27. April die Riege der anderen Top-Coins. Unterdessen will die SEC Ripple keine Einsicht in Kommunikationen mit dem Ausland gegeben.

Ist XRP nun eine digitale “Ripple-Aktie” oder nicht? Diese Frage beschäftigt seit Ende 2020 U.S. District Court for the Southern District of New York (NYSD). Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC ist fest davon überzeugt, dass XRP die Funktion eines Wertpapiers (Security) erfüllt. Ripple, so der Vorwurf der Behörde, habe es versäumt, XRP als solches anzumelden und damit US-Privatinvestoren illegalerweise angeboten. Das kalifornische FinTech argumentiert dagegen, dass XRP als unabhängiges digitales Asset auf dem XRP Ledger exisitiert. In dem Fall hat es bereits viele Wendungen gegeben, die sich häufig auch im XRP-Kurs niedergeschlagen haben.

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Erst Mitte April errang Ripple zwei Etappenziele auf dem Weg zur Einstellung des Verfahrens. Das NYSD hatte der SEC die Einsicht in die privaten Finanzen der Angeklagten Brad Garlinghouse (Ripple CEO) und Chris Larsen (Co-Founder) untersagt. Gleichzeitig forderte das Gericht die Behörde auf, ihre internen Kommunikationen über Bitcoin und Ethereum einsehbar zu machen.

Laut Ripple-Verteidigung habe die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) außerdem nicht rechtzeitig davor gewarnt, dass XRP-Transaktionen gegen das Gesetz verstoßen und als Investment-Verträge zu betrachten sind.

Die SEC hat diese Argumentation zuletzt zurückgewiesen.

Die Implikationen der Verteidigung von Ripple – dass die SEC, um Verstöße gegen die Wertpapiergesetze zu verfolgen, die Rechtswidrigkeit eines bestimmten Verhaltens vor der Einreichung der Klage ausdrücklich mitteilen muss – stellt das gesetzliche System auf den Kopf, und die Due Process Clause [Klausel der angemessen Behandlung] verlangt kein solches Ergebnis.

SEC will sich nicht in die Karten schauen lassen

Nun wollen die Ripple-Anwälte der SEC genau auf die Finger schauen: Hat die Behörde möglicherweise bereits im Vorfeld der Klage im Ausland Nachforschungen angestellt, die nicht von geltendem Recht gedeckt waren? Um das herauszufinden, verlangten die Rippen-Verteidiger in einem Brief vom 16. April Einsicht in etwaige Kommunikationen zwischen der SEC und ausländischen Regulierungsbehörden. Im Wortlauf heißt es in dem Schreiben an die zuständige Richterin:

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Insbesondere erfuhren die Beklagten – nicht von der SEC, wie es nach den Federal Rules of Civil Procedure erforderlich wäre, sondern von dritten Geschäftskontakten im Ausland –, dass die SEC die Offenlegung völlig außerhalb des Geltungsbereichs der Federal Rules und des Haager Übereinkommens betreibt, indem sie in unzulässiger Weise Memoranda of Understanding (“MOU”) mit ausländischen Aufsichtsbehörden ausnutzt, die dann auf Ersuchen der SEC belastende Dokumentenanfragen an Unternehmen stellen, die der ausländischen Zuständigkeit der ausländischen Aufsichtsbehörde unterliegen.

Die SEC reagierte eine Woche später auf den Vorstoß:

Die SEC hat sich bereits bereit erklärt, den Beklagten (1) alle Dokumente, die sie von Dritten erhalten und der SEC aufgrund der Anfragen zur Verfügung gestellt hat, und (2) eine Liste der Kategorien von Dokumenten, die die SEC von jeder ausländischen Behörde angefordert hat, zur Verfügung zu stellen,

so die SEC in einem Brief an Richterin Netburn vom 23. April.

Während der Fairness damit hinreichend Rechnung getragen werde, könnte die Erfüllung von Ripples Forderung einer Offenlegung der Kommunikationen mit ausländischen Regulierungsbehörden “weitreichende negative Auswirkungen” für grenzüberschreitende SEC-Ermittlungen haben, argumentiert die Behörde weiter.

XRP-Kurs startet durch

Ein Blick auf den XRP-Kurs verrät aktuell nichts von den harten Bandagen, die in der Causa Ripple angelegt werden. Im Gegenteil: Zu Redaktionsschluss handelt XRP bei 1,44 USD. Mit einem 24-Stunden-Plus von satten 21 Prozent gehört XRP zu den Top-Performern am 27. April. Auch die Monatsbilanz könnte den Eindruck erwecken, als sei der Streit mit der SEC bereits vom Tisch. Hier kann XRP mit einem Wachstum von 163 Prozent aufwarten. Ob sich dieser Trend verfestigt, hängt maßgeblich von den weiteren Entwicklungen im Rechtsstreit ab. Das letzte Wort liegt bei Richterin Sarah Netburn – und kann noch lange auf sich warten lassen.

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Chris Larsen fordert Änderungen am Konsensmechanismus des Bitcoin

An Bitcoin haftet ein klimaschädlicher Ruf. Ripple-Mitgründer Chris Larsen schlägt deshalb eine radikale Änderung vor.

Der Krypto-Space wächst. Dass sich sowohl Politik und Wirtschaft inzwischen ernsthaft mit den digitalen Assets auseinandersetzen, ist unter anderem den enormen Kursverläufen geschuldet, die diverse Kryptowährungen in den vergangenen Monaten verzeichnet haben – die jüngste Abverkaufswelle einmal ausgenommen.

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Mit wachsender Aufmerksamkeit nimmt natürlich auch die Zahl der Kritiker zu. In puncto Klimaschutz wird immer wieder gegen Krypto-Projekte, deren Protokolle auf dem Proof-of-Work-Prinzip (PoW) aufgebaut sind, ausgeteilt. Der bekannteste Vertreter ist hier der Branchenprimus Bitcoin, denn der derzeitige jährliche Stromaufwand für den Betrieb des Bitcoin-Netzwerks liegt bei etwa 110 Terawattstunden (TWh). Das entspricht dem Energiebedarf von 27,5 Millionen vierköpfigen Haushalten. Und obwohl ein Großteil des Stroms aus ökologischen Energieträgern gewonnen wird, könnte ein Festhalten am PoW-Konsensverfahrens einen Nachteil für die Adoption von Bitcoin bedeuten.

PoW-Konsensmechanismus ist “veraltet”

Das meint zumindest Chris Larsen. In einem Blogbeitrag teilte der Ripple-Mitgründer seine Meinung zum Bitcoin-Konsensmechanismus mit und lieferte direkt eine mögliche Lösung. Wenngleich sich viele Akteure des Krypto-Space dazu verpflichtet hätten, zu 100 Prozent klimaneutral zu sein, sei dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Viel mehr müsse man sich innerhalb des Bitcoin-Netzwerks darüber Gedanken machen, ob nicht eine Umstellung des Konsensverfahrens von PoW hin zu klimafreundlicheren Methoden wie Proof-of-Stake (PoS) oder Federated Consensus eine bessere Alternative böten.

Das PoW-Verfahren von Bitcoin sei einfach veraltet, so Larsen. Er wolle damit nicht den Use Case der Kryptowährung bemängeln, sondern nur die dahinterstehende Proof-of-Work-Technologie. Genauer schreibt er:

Wir sollten PoW als das sehen, was es ist – eine brillant konzipierte Technologie, die in der heutigen Welt veraltet ist. Das bedeutet jedoch in keiner Weise, dass Bitcoin und andere PoW-Kryptos selbst veraltet sind.

Chris Larsen auf medium.com

Der Krypto-Boom ließe sich vor allem auf den Einstieg institutioneller Investoren zurückführen. Gleichzeitig verpflichteten sich immer mehr Unternehmen dazu, Klimaschutzmaßnahmen auszuarbeiten und einzuhalten. Der Ripple-Mitgründer glaubt nun, dass Firmen von Verbraucher- oder Regierungsseite unter Druck geraten könnten, um die eigenen PoW-Krypto-Bestände zu reduzieren.

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Chris Larsen: “Bitcoin-Verfechter ‘greenwashen’ das Problem weg”

Larsen geht in seinem Brief auch auf die Argumente der Gegenseite ein, die an dem bisherigen Konzept festhält. Zumeist begründen Verfechter des PoW-Verfahrens, dass durch den genutzten Konsensmechanismus ein großer Teil an ungenutzter Energie verbraucht werde, die andernfalls verloren gehe. Der Ripple-Mitgründer lässt dieses Argument zwar zu, seines Erachtens werde diese Nutzung bald jedoch nicht mehr möglich sein, da bereits an anderen Einsatzmöglichkeiten geforscht werde.

Des Weiteren sei das Argument, dass PoW den Markt der erneuerbaren Energien ankurble, “fadenscheinig”. So seien große Solar- oder Offshore-Windkraftanlagen bereits heute wirtschaftlich sehr attraktiv. Als Beispiel nennt Larsen hier Next Era Energy, die sich zum drittgrößten Energieunternehmen der USA entwickelt hätten.

Auch könne die Begründung, dass PoW auf ein unbegrenztes globales Angebot von erneuerbaren Energieträgern zurückgreife, nicht für die Zukunft gelten. Larsen glaubt, dass etwa die Stahl-, Transport- oder Agrarindustrie ebenfalls demnächst den Wechsel auf grüne Energien vollziehen werde. Bitcoin und Co. bräuchten im Prinzip keine bedeutende Menge an Energie, um zu funktionieren. Die vorher genannten Industriezweige jedoch schon.

Lösungsansatz auf Bicoin nur schwer anwendbar

Larsens Argumentation klingt in vielen Punkten schlüssig und ist bestimmt auf einige PoW-Kryptowährungen anwendbar. Bei Bitcoin allerdings gestaltet sich die Sache dennoch schwierig. PoW bildet den fundamentalen Kern des Bitcoinnetzwerkes, weshalb es eben jene wertspeichernden Eigenschaften hat, für die es viele schätzen. Wenn der Konsensmechanismus nicht mehr auf Energiezufuhr basiert, könnten diese Eigenschaften verloren gehen. Bei einer Umstellung würde Bitcoin eines seiner wichtigsten Schutzschilde vor Angriffen ablegen. Zudem ist es fraglich, ob solche Maßnahmen überhaupt Anklang im Bitcoin-Netzwerk fänden. Kaum ein Miner würde dem wohl zustimmen.

Wie in vielen anderen Bereichen der Wirtschaft wird der zukünftige Erfolg wohl auch im Krypto-Sektor davon abhängen, wie schnell und intensiv erneuerbare Energien ausgebaut werden können. Ein hoher Energiebedarf bedeutet nämlich nicht gleich einen hohen CO2-Ausstoß. Hier muss auch die Politik in die Verantwortung genommen werden, um mehr Anreize zu schaffen.

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Ripple-Mitbegründer: Bitcoin sollte sich vom Proof-of-Work abwenden

Bitcoin-Programmierer sollten eine Abkehr vom Proof-of-Work-Konsens der Kryptowährung in Betracht ziehen, so der Ripple-Mitbegründer Chris Larsen.

In einem Blog-Beitrag am Mittwoch hat Larsen über die wichtigsten PoW-Schwachstellen und wachsenden Bedenken im Hinblick auf Bitcoins CO2-Fußabdruck gesprochen. Laut dem Larsen sollten PoW-basierte Coins wie Bitcoin (BTC) eine Code-Änderung zu klimaneutralen Validierungsmethoden, wie etwa einen Proof-of-Stake oder Föderierten Konsens oder etwas ganz Neues, in Betracht ziehen.

„Ich würde sagen, dass eine solche Änderung wichtig ist, damit Bitcoin die weltweit die führende Kryptowährung bleibt. Der derzeitige Energiebedarf und der CO2-Fußabdruck des PoW sind jetzt schon unhaltbar hoch. Bitcoin allein verbraucht durchschnittlich 132 TWh pro Jahr. Das entspricht etwa 12 Millionen US-Haushalten“, so Larsen.

Der Mitbegründer verwies darauf, dass Altcoins, die nicht auf einem PoW basieren — darunter auch die erwartete Umstellung von Ethereum auf einen Proof-of-Stake — 43 Prozent aller Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung ausmachen. Viele neue Coins versuchen, einen PoW-Konsens zu vermeiden. „Der Trend geht in eine ganz klare Richtung“, wie Larsen feststellte.

Larsen erwähnte, dass der XRP-Ledger seit etwa neun Jahren einen föderierten Konsens verwende, um sein Netzwerk zu sichern und Transaktionen zu validieren. „Über 62 Millionen Ledger hat er bereits ohne Ausfälle erledigt. Dabei hat er nur soviel Strom verbraucht, wie 50 US-Haushalte pro Jahr“, so Larsen weiter. Einige neue erfolgreiche Altcoins, wie etwa der firmeneigene Token von Binance namens Binance Coin (BNB) nutzen ebenfalls eine Art PoS, so Larsen.

Derzeit nimmt die Dominanz von Bitcoin auf den Kryptowährungsmärkten stark ab. Im März fiel der Bitcoin Dominance Index zum ersten Mal seit Oktober 2020 auf unter 60 Prozent. Der Altcoin-Markt gewinnt hingegen immer mehr an Schwung. Die Bitcoin-Dominant fiel im Zuge dessen am Mittwoch auf 50,7 Prozent.

Seit langem diskutieren Befürworter des PoW und PoS miteinander darüber, welcher Konsens besser sei. Die Befürworter des PoS kritisieren die Stromkosten für das Mining und betrachten diese als das größte Problem des PoW. Die Bitcoin- und Monero-Communitys zählen zu den größten PoW-Befürwortern. Sie sagen, dass PoS oft nicht den Grad an Sicherheit und Dezentralität erreichen kann, den ein PoW bietet.

Niklas Nikolajsen, der Gründer des Schweizer Krypto-Brokers Bitcoin Suisse, sagte voraus, dass Bitcoin auf einen PoS umsteigen werde, sobald das Ethereum-Netzwerk beweist, dass dieser Algorithmus Erfolg hat.

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XRP Ledger soll mit Smart Contracts aufgerüstet werden

Die BaFin hat einen Pfälzer Ableger des mutmaßlichen Krypto-Scams OneCoin ins Visier genommen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ermittelt gegen den Betreiber der Website onecoin-pfalz.de. Die Behörde unterstellt, dass auf der Website ohne entsprechende Erlaubnis Finanz-Dienstleistungen angeboten werden. In einer entsprechenden Verbrauchermitteilung in der Rubrik “Unerlaubte Geschäfte” erklärt die BaFin am 20. April auf ihrer Website:

Die BaFin stellt gemäß § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) und § 8 Absatz 7 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) klar, dass der Betreiber der Webseite onecoin-pfalz.de keine Erlaubnis nach dem KWG oder dem ZAG zum Betreiben von Bankgeschäften, Erbringen von Finanzdienstleistungen oder Zahlungsdiensten hat. Der Betreiber unterliegt nicht der Aufsicht der BaFin. Der Inhalt der Webseite rechtfertigt die Annahme, dass der Betreiber unerlaubt Bankgeschäfte bzw. Finanzdienstleistungen oder Zahlungsdienste in Deutschland anbietet.

OneCoin – da war doch was?

Wer den Krypto-Space in den letzten Jahren verfolgt hat, dem dürfte OneCoin ein Begriff sein. Das 2014 gegründete System gilt als einer der größten mutmaßlichen Krypto-Scams in der Geschichte. Bis zu 4 Milliarden US-Dollar soll das Projekt um die bulgarische “Cryptoqueen” Ruja Ignatova weltweit von Anlegern ergaunert haben. Ignatova ist im Jahr 2017 untergetaucht, ihr Bruder Konstantin Ignatov steht wegen seiner Mitarbeit an dem Projekt bereits seit Ende 2019 in den USA vor Gericht. Er hat sich bereits in mehreren Anklagepunkten, darunter Geldwäsche und Betrug, für schuldig bekannt. Im Rahmen eines Plea Deals sicherte Ignatov den Strafverfolgungsbehörden seine Kooperation zu. Ein Urteil wird für Mai 2021 erwartet.

Auch in der BaFin-Meldung zu OneCoin-Pfalz.de wird auf frühere Maßnahmen der Behörde gegen OneCoin-Projekte verwiesen. Im April 2017 hat die Bafin den Unternehmen OneCoin Ltd (Dubai) und OneLife Network Ltd (Belize) untersagt, in Deutschland Geschäfte mit “OneCoins” zu machen.

Zwar ist bislang noch offen, ob direkte eine Verbindung zwischen onecoin-Pfalz.de und dem OneCoin-Projekt von Ignatov besteht. Da auf der Website jedoch nicht nur mit der Marke OneCoin, sondern auch mit der vermeintlichen Expertise der verschollenen Gründerin geworben wird, ist es nicht verwunderlich, dass bei der BaFin die Alarmglocken läuteten.

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Ripple-Währung XRP im Steigflug: Anleger quittieren SEC-Schlappe

Beim Anblick der XRP-Performance könnte man meinen, dass Ripple den Rechtsstreit mit der SEC bereits gewonnen hat. Während sich die Anlegerhoffnungen auf einen versöhnlichen Ausgang einpreisen, schmiedet man in der Chefetage Zukunftspläne – zur Not auch abseits des US-Markts.

Wie groß das Wespennest ist, in das die US-Börsenaufsichtsbehörde im Ripple-Fall stieß, hätte vor vier Monaten wohl niemand ahnen können. Die Sache schien eigentlich klar: Das kalifornische FinTech soll über Jahre nicht-registrierte Wertpapiere ausgegeben und dabei die Taschen der Chefetage ordentlich gefüllt haben. Zahlreiche Partner und Handelsplätze sind seit der XRP-Einstufung als Security Token abgesprungen, der “Banken-Coin” schien auf US-Boden keine Zukunft mehr zu haben. Doch einige Anhörungen später entwickelt sich die Causa Ripple zum Bumerang für die SEC. Vor Gericht musste die Behörde bereits einige Schlappen einstecken – zur Freude der XRP-Investoren.

Anleger schöpfen Hoffnung

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Auch wenn sich Bitcoin mit einem frisch ausgebildeten Rekordhoch mal wieder ins Rampenlicht gerückt hat, muss sich die XRP Performance nicht hinter der der Krypto-Leitwährung verstecken. 85 Prozent in sieben Tagen sprechen Bände: XRP hat einen Run. Allein in den letzten 24 Stunden ist die Ripple-Währung um 21 Prozent gestiegen. Mit aktuell 1,69 US-Dollar hat XRP ein Dreijahreshoch erreicht. Zuletzt wurde XRP Anfang 2018 auf einem ähnlichen Niveau gehandelt.

Den einen Auslöser für die momentane Rallye sucht man jedoch vergebens. Vielmehr ist die Kurssteigerung das Ergebnis eines bislang konfusen Rechtsstreits, der sich für Ripple zum ungewollten Glücksfall und für die SEC zum ebenso ungewollten Gesichtsverlust entwickeln könnte.

Gleich zwei Pleiten musste die SEC kürzlich einstecken. Dabei geht es um Einsichten in wichtige Unterlagen, die den Prozess entscheidend beeinflussen könnten. So hat das zuständige Gericht interne Dokumente der SEC zur Einsicht freigegeben, die beweisen könnten, dass die Behörde über Jahre hinweg – entgegen ihrer öffentlichen Haltung – XRP eben doch als Kryptowährung der Art Bitcoin oder Ethereum und nicht als Wertpapier klassifiziert hat.

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Auf anderer Seite wurde der Behörde die Einsicht in die privaten Finanzunterlagen von Ripple CEO Brad Garlinghouse und Mitgründer Chris Larsen zudem gerichtlich verweigert. Damit gerät auch ein weiterer Angriffspunkt ins Wanken. Die SEC hat ihre Haltung stets an den Vorwurf geknüpft, Garlinghouse und Larsen hätten sich persönlich an der XRP-Ausgabe bereichert. Die Beweislast liegt nun wieder bei der Aufsichtsbehörde.

Ripple erfindet sich neu

Auch wenn ein Urteil noch lange nicht spruchreif ist, scheint Ripple doch allmählich die Oberhand zu gewinnen – zumindest in der Außenwahrnehmung. Und die genügt Anlegern, um XRP zu alter Formstärke zu verhelfen. Dazu tragen auch Relisting-Gerüchte großer Börsen bei. CoinGate machte vor wenigen Tagen den Anfang. Dass Coinbase und Binance folgen und den XRP-Handel ebenfalls wieder aufnehmen könnten, hat die aktuelle Kursrallye mit ausgelöst.

Zudem positioniert sich Ripple ungeachtet der Prozessquerelen weiterhin in wichtigen Schlüsselmärkten. Insbesondere beim digitalen Zentralbankengeld (CBDC) soll XRP künftig eine wichtige Funktion als Brückenwährung einnehmen. Auch für den Bereich dezentraler Finanzen öffnet sich Ripple. Die Zusammenarbeit mit den chinesischen Cross-Chain-Entwicklern Wanchain kommt nicht zufällig. Garlinghouse hat den asiatisch-pazifischen Raum zum wichtigen Knotenpunkt für die strategische Ausrichtung des Unternehmens erklärt. Die Botschaft ist eindeutig: Ripple kann mit oder auch ohne den Segen der SEC. Auch eine alternative US-XRP-Version schließt der Ripple-Geschäftsführer nicht aus.

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Überbewertet oder unterbewertet? – Was steckt wirklich hinter dem Aufschwung von XRP?

Das Eigenkapital des Krypto-Zahlungsdienstleisters Ripple, dem Herausgeber der kontroversen Kryptowährung XRP, wird auf dem Sekundärmarkt derzeit zu einem Gesamtwert von 2 Mrd. bis 3 Mrd. US-Dollar gehandelt. Dieser ergibt sich aus der Gesamtheit der Firmenanteile (Aktien) des Unternehmens, das allerdings nicht an der Börse notiert ist, weshalb der tatsächliche Marktwert nur auf indirektem Weg bestimmt werden kann.

Die verbleibenden XRP-Vermögen, die Ripple derzeit noch hält, haben zurzeit allerdings einen Gegenwert von 70 Mrd. US-Dollar. Diese beträchtliche Diskrepanz wirft in der Kryptobranche nun die Frage auf, ob Ripple bzw. XRP grob unterbewertet oder überbewertet sind.

Der Krypto-Investor Michael Novogratz, der als Geschäftsführer von Galaxy Digital tätig ist, regte die entsprechende Debatte jüngst auf Twitter an:

„Das Eigenkapital von Ripple wird auf dem Sekundärmarkt für 2 – 3 Mrd. US-Dollar gehandelt. Das übrige XRP-Vermögen der Firma beläuft sich bei aktuellem Kurs hingegen auf knapp 70 Mrd. US-Dollar. Einer dieser beiden Werte kann also nicht stimmen. Wenn der Wert der XRP stimmt, dann ist das Eigenkapital verdammt unterbewertet, aber falls die Bewertung des Eigenkapitals richtig ist, dann ist der XRP-Kurs deutlich zu hoch. Wie seht ihr das?“

Überbewertet oder unterbewertet?

Der Krypto-Experte Leonidas Hadjiloizou gibt zu bedenken, dass die XRP-Vermögen von Ripple auf Treuhandkonten liegen, und deshalb wohl nicht als Eigenkapital berücksichtigt werden. Erst sobald bestimmte Konditionen erfüllt sind, werden diese Währungseinheiten automatisch und direkt für den Kryptomarkt freigegeben.

Dahingehend führt er aus:

„Knapp 62 Mrd. US-Dollar der XRP, die in der Bilanz von Ripple stehen, befinden sich in Treuhand. Zugleich ist der Verkauf von XRP Gegenstand der Klage der amerikanischen Börsenaufsicht gegen Ripple, was es wahrscheinlich macht, dass die XRP-Vermögen aus diesen Gründen nicht mit einberechnet wurden.“

In der Tat hatte Ripple im Dezember 2017 bekanntgegeben, dass die firmeneigenen XRP-Gelder auf Treuhandkonten eingelagert werden, die über 55 Monate automatisch jeweils monatlich eine Milliarde XRP für den Markt freigeben.

So hatte das Krypto-Unternehmen damals erklärt:

„Die treuhänderische Verwaltung geschieht über unabhängige Treuhandkonten, die über einen Zeitraum von 55 Monaten jeweils eine Milliarde XRP pro Monat freigeben. Dadurch gibt es eine feste Obergrenze für die verfügbare Umlaufmenge. Die tatsächlich zirkulierende Umlaufmenge wird wahrscheinlich viel geringer sind.“

Dieser Logik folgend wäre das Eigenkapital bzw. die Aktie von Ripple derzeit stark unterbewertet, sofern die betreffenden XRP aus den Treuhandkonten weiter in den Markt gespült werden, und der XRP-Kurs zumindest nicht sinkt.

Die Frage nach dem tatsächlichen Marktwert von Ripple kam in den jüngsten Wochen auf, als die firmeneigene Kryptowährung plötzlich eine unerwartete Kletterpartie weit über 1 US-Dollar hingelegt hat, obwohl die Klage der Börsenaufsicht SEC weiterhin andauert.

XRP-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView.com

Nichtsdestotrotz ist XRP seit dem 1. April von 0,57 US-Dollar auf ein zwischenzeitliches Hoch von 1,49 US-Dollar gestiegen, was einen satten Zuwachs von 160 % bedeutet.

Was steckt wirklich hinter dem Aufschwung?

Die Hauptursache für diese dramatische Kletterpartie sind wahrscheinlich die ersten Teilerfolge, die Ripple vor Gericht gegen die Börsenaufsicht erzielt hat. Einerseits haben die Ripple-Anwälte Zugang zu internen Dokumenten der SEC erhalten, was deren Vorgehen bei der Einstufung von Kryptowährungen angeht, andererseits wurde der Wunsch der Behörde abgelehnt, Einsicht in die privaten Finanzunterlagen von Geschäftsführer Garlinghouse und Mitgründer Larsen zu bekommen.

Ein weiterer Grund, der allerdings nichts mit diesen positiven Entwicklungen zu tun hat, könnte die allgemeine Wechselwirkung zwischen Bitcoin (BTC) und den alternativen Kryptowährungen (Altcoins) sein, zu denen auch XRP gehört. Besonders immer dann, wenn sich Bitcoin seitwärts bewegt, wie zuletzt über mehrere Wochen der Fall, weichen Investoren auf Altcoins aus, was diesen die Gelegenheit gibt, nachzuziehen.

Kelvin Koh von der Spartan Group, einer der größten asiatischen DeFi-Investmentfonds, erklärt in diesem Zusammenhang, dass allen voran große Investmentfonds, die auf Quantitatives Trading spezialisiert sind, oftmals die Wechselwirkung zwischen Bitcoin und führenden Altcoins für sich ausnutzen.

Dementsprechend verschieben diese Fonds in regelmäßigen Abständen Geld von Bitcoin in Altcoins und wieder zurück. So meint Koh:

„Der Grund, warum es für Bitcoin und die Altcoins in regelmäßigen Abständen hoch und wieder runter geht, ist dass es große Quant-Investmentfonds gibt, die die Wechselwirkung zwischen Bitcoin und bestimmten Altcoins ausnutzen. Jedes Mal, wenn diese Altcoins im Vergleich zu Bitcoin günstig sind, verschieben sie Geld in diese. Sobald die Altcoins dann wieder teuer sind, gehen sie zurück in Bitcoin. Die Fundamentaldaten spielen dabei gar keine Rolle, also sollte man nicht zu sehr versuchen, in diese Kursentwicklungen etwas hineinzuinterpretieren. Diese Strategie hat sich im Laufe der Zeit als effektiv erwiesen, weshalb viele Fondsmanager einfach wieder und wieder nach diesem Muster verfahren.“

Ob die rasante Rallye von XRP also wirklich nur das pure Resultat des sich wendenden Blatts im Streit mit der SEC ist, oder ob das Wechselspiel mit der längeren Seitwärtsbewegung von Bitcoin maßgeblichen Anteil daran hat, kann schlussendlich nicht genau beziffert werden. Es ist wohl davon auszugehen, dass beide Effekte für Auftrieb gesorgt haben. Wie nachhaltig dieser Höhenflug ist, bleibt abzuwarten.

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