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Chef der früheren, umstrittenen Kryptobörse Wex in Polen festgenommen

Wie BBC Russia berichtet, wurde Dmitry Vasiliev, der ehemalige Chef der russischen Kryptobörse Wex, nun in Polen festgenommen.

Die Wex, die zuvor als BTC-e bekannt war, war eine der berühmt-berüchtigtsten „Dark-Kryptobörsen“ aus den Anfangszeiten der Branche. Die Handelsplattform soll zahlreiche Gelder aus vielen großen Hackerangriffen gewaschen haben, darunter auch im Fall der Mt. Gox.

Obwohl gegen Vasiliev in Polen nichts vorliegt, haben andere Länder wie zum Beispiel Kasachstan einen Haftbefehl gegen den Wex-Drahtzieher ausgestellt, weshalb nun eine etwaige Auslieferung zur Debatte steht.

Vasiliev soll bereits am 11. August von den Polizeibehörden in Warschau festgenommen worden sein, allerdings wurde dies erst am 17. September vom polnischen Nachrichtenmagazin Wyborcza aufgedeckt.

Bis zur Schließung der BTC-e im Sommer 2017 soll Vasiliev noch Krypto-Trades für chinesische Investoren abgewickelt haben. Alexander Vinnik, der vorherige Chef der BTC-e, sieht sich derzeit schon mit dem Vorwurf der Geldwäsche in Höhe von mehr als 4 Mrd. US-Dollar konfrontiert, worauf ihm mehr als sechs Jahre Haft drohen. Vinnik wurde zuvor in Griechenland verhaftet und an die USA ausgeliefert.

Nach der Festnahme von Vinnik tauchte Vasiliev als Chef der „neuen“ Kryptobörse Wex auf, die sich dann schnell sogar zu einer der zehn größten Handelsplattformen der Welt mauserte. Das tägliche Handelsvolumen erreichte zu Spitzenzeiten knapp 80 Mio. US-Dollar.

Ein Jahr später kündigte Marktführer Binance dann die Zusammenarbeit mit der Wex auf wegen deren laxen Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung. Dieser herbe Schlag führte letztendlich zum Zusammenbruch der Plattform.

2019 wurde Vasiliev dann von den italienischen Behörde dingfest gemacht, doch auf Grund von Fehlern im Auslieferungsantrag musste der Wex-Chef wieder freigelassen werden.

Die russische Zentralbank bemüht sich zuletzt, gemeinsam mit den Banken des Landes Zahlungen an Kryptobörsen zu verhindern, um die Anleger vor „emotionalen“ Investitionen in den Kryptomarkt zu schützen.

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Kreml über El Salvadors Strategie: Russland nicht bereit für Bitcoin als legales Zahlungsmittel

Während El Salvador am Dienstag, den 7. September, Bitcoin (BTC) offiziell als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert, hat die russische Regierung ihre ablehnende Haltung gegenüber Kryptowährungen erneut gezeigt. Dabei lehnte sie strikt ab, das BTC als offizielle Währung anerkannt werden könnte.

Dimitri Peskow, der offizielle Vertreter des russischen Präsidenten Wladimir Putin, behauptete, Russland habe keinen Grund dazu, Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel anzuerkennen, wie die lokale Nachrichtenagentur RIA Novosti am Dienstag berichtete.

Der Kreml-Sprecher meinte, dass die Gleichstellung von Kryptowährungen wie Bitcoin mit traditionellen Geldinstrumenten dem Finanz- und Wirtschaftssystem des Landes nur schaden würde.

„Russland ist eindeutig noch nicht bereit für einen solchen Schritt“, erklärte Peskow.

Damit bekräftigte Peskow die skeptische Haltung der russischen Regierung gegenüber Bitcoin, die sie bereits seit Jahren hat. Damit griff er auch eine ähnliche Aussage von Anatoli Aksakow, einem Mitglied der Staatsduma, auf. Aksakow ist einer der Hauptverantwortlichen für das Verbot von Kryptowährungszahlungen in Russland. Letzten August meinte Aksakow, es würde einer „Zerstörung des Finanzsystems“ gleichkommen, wenn man Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptiert.

In diesem Zusammenhang: Umfrage: 77 Prozent der russischen Investoren bevorzugen Bitcoin gegenüber Gold und Devisen

Russland hat im Januar 2021 im Rahmen eines großen und viel diskutierten Krypto-Gesetzes des Landes offiziell Zahlungen in Kryptowährungen verboten. Das Gesetz verbietet russischen Bürgern nicht den Kauf oder Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin. Im Mai 2021 erwägten einige russische Gesetzgeber eine teilweise Aufhebung des Kryptozahlungsverbots und erwägten, um Kryptozahlungen als „Vertragsmedium“ zuzulassen.

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77 Prozent der russischen Investoren bevorzugen Bitcoin gegenüber Gold

Eine russische Organisation hat eine Studie unter Krypto-Investoren durchgeführt. Die Ergebnisse waren positiv überraschend. Und zeichnen ein hoffnungsvolles Bild für die Krypto-Szene in Russland.

Die Association of Forex Dealers hat Anfang August eine von zwei geplanten Studien durchgeführt. Was sich herauskristallisierte, war ein positives Bild für die Krypto-Investment-Szene in Russland. Die erste Umfrage behandelte die Einstellungen der Anleger gegenüber digitalen Währungen (zum Beispiel Bitcoin) und nachhaltigen Finanzanlagen. In diesem Kontext wurden die russischen Investoren nach ihren Hintergründen und ihren Zukunftsvorstellungen befragt. Im September soll dann eine zweite Umfrage gestartet werden, die sich ebenfalls mit den Faktoren und Kriterien zu Investment-Entscheidungen beschäftigt.

Aktueller Stand bei digitalen Währungen

Konkret waren im August 35 Prozent der Studienteilnehmer bereits in Kryptowährungen investiert. Das ist ein relativ hoher Anteil. Denn die meisten europäischen Länder kommen einer französischen Studie nach auf gerade einmal 8 Prozent, wobei die Türkei mit über 20 Prozent Spitzenreiter unter den Krypto-Haltern ist.

Dagegen ist auch die Anzahl potenzieller Krypto-Investoren spannend. So haben circa 80 Prozent der Russen vor, in naher Zukunft in Kryptowährungen zu investieren. Auch diese Zahl ist vergleichsweise hoch. Nimmt man die Ergebnisse der französischen Studie, so planen selbst in einem sehr Krypto-freundlichen Land wie der Türkei nur 45 Prozent der Befragten, in Kryptowährungen zu investieren.

Gründe für ein Investment in Bitcoin und Co.

Hinter jedem Investment liegt eine Kaufentscheidung, egal wie trivial. Bei mehr als 50 Prozent der Studienteilnehmer war der Hintergrund die mit der Investition verknüpften Hoffnung, dass die Ersparnisse wachsen – also pure Gewinnspekulation. Interessant ist so auch der zweithäufigste Kaufgrund: 22,2 Prozent hatten so tatsächlich vor, mit Kryptowährungen zu bezahlen. Daraus wurde letztlich nichts, denn das CFA-Gesetz hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. In Russland ist der Besitz von Kryptowährungen erlaubt, aber das Handeln nicht. Mit Bitcoin kann man also (noch) nicht bezahlen.

Werden Digitalwährungen Bargeld ersetzen?

Bei der Frage, ob Kryptowährungen das Bargeld ersetzen werden, ist die überwiegende Mehrheit sehr skeptisch. Denn ganze 76,5 Prozent glauben, dass digitale Währungen Bargeld in den nächsten fünf Jahren nicht ersetzen werden, aber ihre Wertentwicklung wird weiter positiv sein. Acht Prozent sind dagegen voll von Kryptowährungen und einer goldenen Zukunft überzeugt – in weniger als fünf Jahren werden Kryptowährungen das traditionelle Bargeld ihnen zufolge bereits abgelöst haben. Und sechs Prozent bescheinigen dem Wirbel um digitales Geld bereits in fünf Jahren das Ende.

Bitcoin, Fiat oder Gold?

Bei der Frage, wie man sein Geld investieren soll, scheiden sich die Investment-Geister. Aber die russischen Studienteilnehmer waren sich in diesem Punkt recht einig. Auf die Frage, in welche Währung man eher investieren sollte: Gold, Bitcoin oder nationales Fiat-Geld, entschieden sich ganze 76,9 Prozent für Bitcoin und andere Kryptowährungen als das vielversprechendste Investmentvehikel. Gold ist das einzig wahre – davon waren immerhin 8,8 Prozent der Studienteilnehmer überzeugt. Lediglich 14,3 Prozent setzten auf Fiat-Währungen wie den Rubel.

Sicht der russischen Behörden auf digitale Währungen

Die Bank of Russia hat der Studie zufolge russischen Behörden empfohlen, ihren Kunden keine digitalen Vermögenswerte oder andere Produkte, die an digitale Währungen geknüpft sind, anzubieten. So sollen die Interessen und Rechte von Verbrauchern gewahrt werden. Auch darin stimmen die Studienteilnehmer überein: 60,8 Prozent lehnten eine Einmischung der Zentralbank bei dieser Angelegenheit kategorisch ab. 25,7 Prozent pflichteten den Behörden bei und 6,4 Prozent war es egal.

Aufbau der Studie

Dabei ist auch der Aufbau der Studie interessant und aufschlussreich darüber, inwiefern sie für Russland als Gesamtmarkt relevant ist. Denn 90 Prozent der Befragten sind männlich. Die Altersspanne liegt dabei zwischen 24 und 44 Jahren. Der Großteil der Teilnehmer sah digitale Vermögenswerte nicht als kurzfristigen “Hype”, sondern als eine Investition mit längerfristigem Hintergrund.

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Russland: Mann stiehlt Mining-Geräte von Freund und bekommt drei Jahre auf Bewährung

Behörden des russischen Bezirks Zawolschski haben einen 34-jährigen für schuldig befunden, Kryptowährungs-Mining-Geräte im Wert von über 22.000 US-Dollar gestohlen zu haben.

Laut einem Bericht der Staatsanwaltschaft der Region Jaroslawl sei der Mann aus eben dieser Region im Februar 2021 in die Garage eines Freundes eingebrochen und habe dessen Mining-Geräte gestohlen, die dazu gedacht waren, um Kryptowährungen zu verdienen.

Die Behörden haben den Mann wegen Einbruchs und Diebstahls von Eigentum in großem Stil schuldig gesprochen.

Vor Gericht räumte der Mann ein, diese begangen zu haben. Er gab die gestohlenen Krypto-Mining-Geräte freiwillig dem Besitzer zurück. Ergab vor Gericht auch zu, er habe die gestohlenen Geräte nicht nutzen können, weil ihm „relevantes Wissen“ fehle.

Das Gericht verurteilte den Mann zu drei Jahren auf Bewährung. Damit muss der Angeklagte nicht tatsächlich ins Gefängnis, solange er seine Bewährungsauflagen einhält.

In diesem Zusammenhang: Russland investiert 200.000 US-Dollar für Entwicklung von Tool zur Nachverfolgung von Krypto-Transaktionen

Am 4. August haben russische Behörden bekannt gegeben, dass sie umgerechnet rund 200.000 US-Dollar investieren würden, um Systeme zu entwickeln, die Bitcoin-bezogene Krypto-Transaktionen überwachen und analysieren sollen.

Wie Cointelegraph berichtete hat die russische Finanzüberwachungsbehörde RCO mit dieser Entwicklung beauftragt. Die Firma wird indirekt von der Sber finanziert, die ehemals Sberbank hieß.

Russland hat bereits vorher in ein Analysesystem investiert, um illegale Aktivitäten nach zu verfolgen, bei dem die Anonymität von Krypto-Transaktionen mit Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Omni, sowie mit auf Datenschutz fokussierte Kryptowährungen wie zum Beispiel Dash and Monero (XMR) „teilweise reduziert“ werden.

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NFT-Aktion: Rammstein-Sänger Till Lindemann verhökert Musikvideo mit Abendessen für 100.000 Euro

Rammstein-Frontmann Till Lindemann verkauft auf dem NFT-Marktplatz twelve x twelve für 100.000 Euro ein unveröffentlichtes Musikvideo in Form eines Nun-Fungible-Token (NFT) zusammen mit einem Abendessen mit dem Sänger.

Der auf 10 Eigentümer limitierte NFT verbrieft die Rechte an dem in der Eremitage in Sankt Petersburg gedrehten Musikvideo, in welchem Lindemann den russischen Klassiker “Lubimiy Gorod” (deutsch: ​​Geliebte Stadt) covert. Auf der Verkaufsseite heißt es dazu:

“Die Besitzer dieser 10 limitierten NFTs werden zu einem Abendessen mit Till Lindemann in Moskau eingeladen (+1) inklusive Kostenübernahme für Flug, Unterkunft und Visum für Käufer und Begleitperson. Die Einladung muss bis spätestens zum 22.08.2021 eingelöst werden.”

Käufer für die bereits am 6. August gestartete Aktion, welche sowohl als Werbung für den NFT-Marktplatz twelve x twelve als auch für Lindemanns Musik verstanden werden kann, haben sich bis jetzt nicht gefunden.

Neben dem Musikvideo-NFT mit Abendessen bietet Lindemann auf der gleichen Plattform weitere herunterladbare NFT-Digitalkunstwerke mit Preisen von 199, 299, 999 und 5000 Euro an.

Für seinen bereits im April zusammen mit einem anderen Musikvideo erschienenen Song “Lubimiy Gorod” unterstützt Lindemann den Soundtrack zu „Devyatayev“, einen Film des kasachischen Regisseurs Timur Bekmambetov. Für die NFT-Aktion wurde der gleiche Song mit anderer Kulisse erneut verfilmt. Die ursprüngliche Version aus dem April ist auf YouTube verfügbar.

 Bild: Szene aus dem in St. Petersburg gefilmten NFT-Musikvideo zu “Lubimiy Gorod” (Quelle: twelve x twelve)

Eremitage kooperiert mit Binance bei NFTs

Lindemanns Aktion ist nicht der erste NFT-Verkauf in Zusammenhang mit der Eremitage in St. Petersburg. Im Juli gab die Kryptohandelsplattform Binance bekannt, zusammen mit dem Museum die Werke berühmter Künstler wie Leonardo da Vinci und Vincent van Gogh in NFT-Sammlerstücke verwandeln zu wollen.

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Bitcoin bald zu 25 Prozent Made in Russia? Krypto-Verband umgarnt Chinas Miner

Russische Krypto-Befürworter des Konsortiums RACIB möchten chinesische Mining-Unternehmen in den Norden locken.

Aufgrund der Entwicklungen der letzten Wochen ist China zu einem heißen Pflaster für Bitcoin Miner mutiert. In Russland wurde nun eine Initiative gestartet, um Krypto-Miner anzulocken. Die Russian Association of Cryptoeconomics, Artificial Intelligence and Blockchain (kurz: RACIB) kündigte ihr Bestreben an, das darauf abzielt, globale Rechenressourcen für das Krypto-Mining in die Russische Föderation zu verlagern.

In der Ankündigung sind mehrere Punkte genannt, die Russland besonders günstige Merkmale für Miner bescheinigen. Dazu gehört unter anderem der große Stromüberschuss in der Russischen Föderation. Je nach Region und Erzeugungsanlage (laut RACIB auch unter Berücksichtigung des hohen Verschleißes der Kraftwerksanlagen und der Leistungsredundanz) kann dieser mehr als 50 Prozent der installierten elektrischen Leistung betragen. Auch das kalte Klima in vielen russischen Regionen gilt für Miner als vorteilhaft. Denn es ermöglicht, die Gerätekühlung ohne den Einsatz spezieller Kühlaggregate zu organisieren, was der Energieeffizienz zugutekommt.

RACIB möchte auch ein ökologisches Mining-Projekt betreiben

Apropos Energie: Zuletzt wurde das Krypto-Mining immer wieder wegen seiner schlechten CO2-Bilanz kritisiert. Das prominenteste Beispiel hierfür ist sicherlich Elon Musk. Aber auch auf diese Kritik hat die RACIB eine Antwort parat. Demgemäß entwickelt eine der RACIB-Arbeitsgruppen ein Öko-Projekt für den Bau von Mining-Betrieben. Deren Versorgung soll durch “grünen” Strom von Kraftwerke auf Basis erneuerbarer Energien geschehen. Neben Wasser- und Kernenergie, die etwa 40 Prozent der gesamten Energiebilanz des Landes ausmachen, werden auch neue Stromquellen in Betracht gezogen, zum Beispiel auf der Basis von Winderzeugung.

Um das Projekt zu fördern und umzusetzen, arbeitet RACIB eng mit russischen Regierungsbehörden und staatlichen Unternehmen zusammen. Das Ziel sei es, eine Reihe von gemeinsamen Arbeitsgruppen mit lokalen staatlichen Strukturen zu bilden. Eine Kooperation mit einigen ausländischen Partnern gibt es bereits. Zu diesen zählt ein Konsortium aus einigen der größten Krypto-Mining-Unternehmen in China. In der Ankündigung heißt es, dass die Unternehmen dieses Konsortiums “mehr als 25 Prozent der globalen Hashrate der wichtigsten Kryptowährungen” kontrollieren.

Russland ist nicht das einzige Land, das chinesischen Minern seine Energiekapazitäten anbietet, um als wichtiger Akteur in der Branche aufzutreten. Der Bürgermeister von Miami, Francis Suarez, lud im Juni öffentlich chinesische Krypto-Mining-Firmen ein, die Einrichtung von Rechenzentren in seiner Stadt in Betracht zu ziehen, nachdem die Regierung in Peking die Stilllegung der Mining-Farmen gefordert hatte. 

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Kryptoverband will chinesische Mininig-Unternehmen nach Russland holen

Ein einflussreicher russischer Kryptoverband bemüht sich darum, aus China fliehende Mining-Unternehmen nach Russland abzuwerben.

Die „Russian Association of Cryptoeconomics, Artificial Intelligence and Blockchain“ (RACIB) hat dementsprechend eine Initiative ins Leben gerufen, durch die Mining-Power in die Russische Föderation gelotst werden soll. Genauere Informationen zu den Bemühungen will der RACIB zu einem späteren Zeitpunkt offenlegen, wie ein Sprecher gegenüber Cointelegraph bestätigt.

Immerhin ist bekannt, dass das Projekt des RACIB in enger Zusammenarbeit mit den russischen Regierungsbehörden und staatlich geführten Unternehmen durchgeführt wird. So werden dafür unter anderem regionale und themenspezifische Arbeitsgruppen gegründet.

Eine dieser Arbeitsgruppen ist zum Beispiel auf „ökologisches Mining“ ausgerichtet, und soll sich allen voran um den Aufbau umweltfreundlicher Mining-Farmen kümmern, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Während Wasserkraft und Kernkraft in Russland reichlich vorhanden sind, soll hier auch ganz besonders die Nutzung von „grünen Energien“ wie Windkraft in den Vordergrund gerückt werden.

Das Projekt hat bereits namhafte Partner in China, darunter ein Konsortium der größten Mining-Unternehmen des Landes. Wie es in der Ankündigung der RACIB heißt, verfügen die Mitglieder des Konsortiums über „mehr als 25 % der weltweiten Hashrate aller großen Kryptowährungen“.

Laut den Daten von NS Energy ist Russland mit mehr als 1.100 Terawattstunden hinter China, den USA und Indien der viertgrößte Stromproduzent der Welt. Allein im Jahr 2021 soll Russland mehr als 1.100 Megawatt zusätzlich erschlossen haben, wofür unter anderem Windkraftanlagen in den Regionen Rostov, Kalmykia, Adygea und Stavropol zum Einsatz kommen.

Die Bemühungen aus Russland öffnen für chinesische Mining-Unternehmen eine weitere Tür für eine mögliche Abwanderung. Ausgelöst durch das verstärkte Vorgehen der chinesischen Regierung gegen die heimische Miningbranche wollen immer mehr Firmen die Heimat verlassen. Eine große Gelegenheit für den Rest der Welt, denn China ist mit Abstand der Dreh- und Angelpunkt des globalen Krypto-Minings.

Wie das Cambridge Centre for Alternative Finance angibt, war die chinesische Bitcoin-Hashrate, also die aus China zur Verfügung gestellte Rechenleistung, jedoch schon vor den Schlägen durch die Regierung rückläufig. Während diese im September 2019 noch bei 75,5 % lag, wurden im April 2021 nur noch 46 % verzeichnet. In den USA ist die Hashrate im gleichen Zeitraum von 4 % auf fast 17 % angestiegen, während in Russland und Kasachstan eine Steigerung auf 8 % festgestellt wurde.

Russland ist nicht das einzige Land, das sich um die chinesischen Mining-Unternehmen bemüht. So wirbt zum Beispiel auch der Bürgermeister von Miami aktiv um eine Ansiedlung in seiner Stadt.

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Russische Zentralbank: Untersuchung von Krypto-Investmentrisiken geplant

Die russische Zentralbank plant eine Risikobewertung für Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC), wie aus dem Screening-Programm der Bank von Russland für die zweite Hälfte des Jahres 2021 hervorgeht.

Die Untersuchung der potenziellen Risiken von Kryptowährungsinvestitionen wird „systemische Risiken im Zusammenhang mit Kryptowährungsinvestitionen durch russische Privatpersonen und Unternehmen“ berücksichtigen“. 

Im Rahmen der Untersuchung will die Bank von Russland Daten von 15 Kreditorganisationen sammeln, darunter Großbanken wie Sberbank, VTB und Tinkoff Bank, sowie von Zahlungsdienstleistern wie Visa und Mastercard und von Anbietern elektronischer Zahlungen wie Western Union, Qiwi und WebMoney.

Die Bank von Russland will außerdem bis Oktober oder November 2021 eine Studie über Aktieninvestitionen durch ausländische Investoren veröffentlichen.

Lokale Gesetzgeber und Geschäftsleute kritisieren zunehmend die strenge Haltung der Institution gegenüber der Kryptobranche.

In diesem Zusammenhang: Russische Banken-Chefs von Sberbank und VTB kritisieren Bitcoin scharf

Mitte Juni sagte das russische Staatsduma-Mitglied Fedot Tumusov, die Bank von Russland sei in Bezug auf Kryptowährungen zu kurzsichtig. Der Industriemagnat Oleg Deripaska kritisierte die Zentralbank dafür, die lokale Industrie unter Druck dazu zu bringen, Kryptowährungen zu vermeiden.

Anfang der Woche hat die Bank von Russland die erste Pilotgruppe eingerichtet, die die digitale Zentralbankwährung des Landes, nämlich den digitalen Rubel, testen soll.

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Digitaler Rubel: Bank von Russland stellt Gruppe zum Testen zusammen

Die russische Zentralbank stellt eine Gruppe von Bankinstituten zusammen, die im nächsten Jahr ihre digitale Zentralbankwährung (CBDC) testen soll.

Am Dienstag gab die Bank von Russland offiziell die Einrichtung der ersten Pilotgruppe für die Erprobung des digitalen Rubels bekannt. In dieser Gruppe arbeiten 12 russische Banken zusammen.

Zu den Pilotmitgliedern gehören die größten russischen Banken. Darunter etwa die staatliche Sberbank und VTB, sowie große Privatbanken, wie etwa die Tinkoff Bank. Weitere Teilnehmer sind die Geschäftsbank Alfa Bank, Gazprombank, Promsvyazbank, Rosbank, Ak Bars Bank, Dom.RF, SKB-Bank, TKB und Soyuz Bank.

Die Bank bekräftigte nochmals, dass Russland eine Plattform für den digitalen Rubel bis Ende 2021 fertigstellen will und im Januar 2022 mit den Tests beginnen werde. Die erste Testphase umfasst die Ausgabe des digitalen Rubels und einige andere Aktivitäten. Die Bank von Russland plant dann, die Anzahl der Teilnehmer und den Umfang der Pilotaktivitäten auszuweiten. 

In diesem Zusammenhang: Gesetzgeber über russische Zentralbank: Zu „kurzsichtig“ in Bezug auf Krypto

Die erste stellvertretende Gouverneurin der Bank von Russland Olga Skorobogatowa sagte, der digitale Rubel würde die Verfügbarkeit von Zahlungen erhöhen und gleichzeitig die Kosten senken.

Die Bank von Russland gab ihre CBDC-Pläne Ende 2020 offiziell bekannt und veröffentlichte im vergangenen Oktober ein Konsultationspapier zur Entwicklung eines digitalen Rubels. 

Die Tatsache, dass ein digitaler Rubels von der Zentralbank gegenüber privaten Kryptowährungen bevorzugt wird, hat den Zorn einiger hochrangiger Persönlichkeiten erregt. Darunter etwa der prominente Oligarch Oleg Deripaska. Kürzlich meinte er, die Bank sollte ein „echtes Finanzinstrument zur Verfügung stellen, das Unabhängigkeit bei Abwicklungen im Außenhandel bietet“.

Der CEO von Tinkoff sagte, die Politik der Zentralbank hindere Tinkoff daran, Kryptohandelsdienstleistungen anzubieten.

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Französisches Gericht: BTC-e-Betreiber Alexander Vinnik zu fünf Jahren Haft verurteilt

Ein Berufungsgericht in Paris hat im Fall gegen den BTC-e-Betreiber Alexander Vinnik eine Haftstrafe von fünf Jahren bestätigt.

Das Gericht bestätigte ein Urteil und eine Gefängnisstrafe vom Dezember 2020 und entschied, dass Vinnik/BTC-e im Rahmen einer organisierten kriminellen Vereinigung Geldwäsche betrieben und falsche Angaben über die Herkunft der Erlöse gemacht hatte.

Das Pariser Gericht lehnte mehrere Anträge von Vinniks Verteidigung ab. Darunter etwa die Bitte, Kopien der vom FBI eingebrachten Beweise einsehen zu dürfen. Das Gericht widerrief auch eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro, die beim Urteil vom Dezember ebenfalls verhängt worden war.

Vinnik wurde angeklagt, weil er knapp 200 Personen mit Ransomware betrogen haben soll. Das Gericht sprach ihn im Dezember von den Vorwürfen im Zusammenhang mit den Malware-Angriffen frei. Die Staatsanwaltschaft hatte eine geringere Geldstrafe gefordert und Zweifel daran geäußert, dass er seinen Opfern das Geld zurückzahlen könne, so die russische staatliche Nachrichtenagentur TAAS.

Die Verteidigung will innerhalb von fünf Tagen eine Kassationsbeschwerde einreichen, wie es im französischen Gesetz festgelegt ist.

Der russische Computerspezialist wurde ursprünglich bei einem Urlaub in Griechenland im Juli 2017 auf Ersuchen der Vereinigten Staaten festgenommen. Ihm wird von den USA vorgeworfen, über 4 Mrd. US-Dollar gewaschen zu haben als er die jetzt nicht mehr existierende Kryptobörse BTC-e betrieb.

Im Januar 2020 wurde Vinnik an Frankreich ausgeliefert, wo er im Dezember zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde. Vinniks Anwalt Frédéric Bélot befürchtet, dass die griechischen Behörden ihn nach der Verurteilung nach Griechenland zurückschicken wollen, um ihn wegen ähnlicher Vorwürfe an die Vereinigten Staaten auszuliefern.

Russland hat ebenfalls einen Auslieferungsantrag gestellt und sich dabei auf humanitäre Gründe berufen. Vinnik ist im November 2018 in Griechenland in den Hungerstreik getreten. Daraufhin bat die russische Ombudsfrau für Menschenrechte Tatiana Moskalkowa das Hochkommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen um Unterstützung, um die Rückkehr Vinniks nach Russland zu erwirken. Damals berief sie sich auf die schlechter werdende Gesundheit von Vinnik und dessen Frau, bei der Hirnkrebs diagnostiziert wurde.

In diesem Zusammenhang: Vinnik von BTC-e: Neue Anschuldigungen ziehen Prozess in die Länge

Es wurde jedoch berichtet, dass Russlands Auslieferungsantrag möglicherweise dem Zweck diene, zu verhindern, dass sensible Daten über seine Geheimdiensttätigkeiten in die Hände ausländischer Gegner fallen. Einige Analysten vermuten, dass russische Geheimdienste BTC-e benutzt haben könnten, um Bitcoin für geheime Operationen zu erwerben.

Im Falle einer Auslieferung würde man Vinnik in Russland wegen leichterer Vorwürfe, nämlich „Betrug im Bereich der Computerinformation“ vor Gericht bringen.

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