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Mobilitäts-Startup Bloxmove setzt auf Blockchain von Daimler

Der deutsche Automobilkonzern Daimler hat dem ausgegründeten Startup Bloxmove eine Nutzungslizenz für die selbst entwickelte Mobility Blockchain Platform erteilt, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Schnittstelle für Mobilitätsanbieter

Bloxmove will im urbanen Raum eine nahtlose und integrierte Mobilitätsinfrastruktur unter Einbindung aller Mobilitätsanbieter aufbauen. Ziel sei es, die Komplexität für die Anwender zu reduzieren.

“Unsere dezentralisierte und gemeinsam nutzbare Technologie macht es möglich, die Vielzahl von Mobilitätsangeboten auf der Welt mit einem Klick und in einem Shop zu verbinden“, schreibt CEO Sophia Rödiger. 

“Mobilitätsnutzer, die von A nach B und auch mal weiter nach C möchten”, sollen über die Bloxmove-Lösung nahtlos alle angebundenen Angebote länderübergreifend nutzen können, “ohne eine Vielzahl an verschiedenen Apps zu benötigen”, so Rödiger weiter. Die angeschlossenen Mobilitätsanbieter sollen gleichzeitig ihre direkte Kundenbeziehung bewahren können.

Mobility Blockchain Platform von Daimler

Die Mobility Blockchain Platform war als Pilotprojekt bei Daimler entwickelt worden und wird seitdem in Zusammenarbeit mit verschiedenen Blockchain-Startups wie Ontology, Spherity, Riddle & Code und 51nodes weiter verbessert und um einen Marktplatz für die Lieferung von Dienstleistungen ergänzt. Kunden wie Bloxmove sollen mit der Plattform in die Lage versetzt werden, Transaktionen für Flotten- und Mietgeschäfte vollständig automatisiert abwickeln zu können.

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Mehr als Krypto-Kunst! – Die Zukunft der NFTs liegt im praktischen Mehrwert

Der Operative Geschäftsführer von NFTY Labs, einem Krypto-Unternehmen, das auf Dienstleistungen im Bereich der Non-Fungible Tokens (NFTs) spezialisiert ist, meint, dass sich NFTs von simplen „Krypto-Sammelgegenständen“ zu Tokens mit einem praktischen Mehrwert entwickeln werden.

Der NFTY-COO ist im Exklusivinterview mit Cointelegraph dementsprechend der Ansicht, dass die NFT-Branche noch viel Platz für neue Startups bietet, auch wenn der Markt zunächst gesättigt scheint.

„Die Investoren stellen jetzt erst so langsam fest, dass der wahre Mehrwert der NFTs darin liegt, wie sie genutzt werden können, und nicht wie sie aussehen“, so der Experte.

Dabei ist er allen voran an NFTs als Zugangsmethode für Datenbanken interessiert, denn dadurch könnten sich grundlegende Probleme hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit lösen lassen, denn die gängigste Methode ist weiterhin die schlichte Kombination von Benutzernamen und Passwörtern.

„Wenn man stattdessen eine Hardware-Wallet nimmt, in der ein einmaliger, nicht-übertragbarer NFT aufbewahrt wird, dann hat man eine deutlich bessere Identifizierungsmethode.“

Das gesamte Interview ist auf dem YouTube-Kanal von Cointelegraph einsehbar!

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Spanische Börse will Blockchain für Kapitalbeschaffung von KMUs nutzen

Die spanische Aktienbörse Bolsas y Mercados Españoles will nach einem erfolgreichen Pilotprojekt im Jahr 2020 nun mit ersten praktischen Tests für ihre Blockchain-Infrastruktur zur Finanzierung von Kleinen und Mittlere Unternehmen (KMUs) beginnen.

Laut Finextra sollen an den entsprechenden Tests der BME zunächst KMUs teilnehmen, die Teil eines Förderprogramms des spanischen Ministeriums für Wirtschaft und Digitalen Wandel sind.

Wie Cointelegraph berichtet, hat das Ministerium im Rahmen des Programms eine rechtliche „Sandkiste“ geschaffen, die allen voran für Fintech-Startups Zugangshürden abbauen und für mehr Wettbewerb in dem Sektor sorgen soll.

Am vorherigen Pilotprojekt aus dem vergangenen Jahr hatten sich überwiegend Investmentdienstleister und Kreditgeber beteiligt.

Durch die praktischen Tests will die BME nun untersuchen, wie praxistauglich das auf Ethereum basierende Blockchain-System für die Kapitalbeschaffung von KMUs außerhalb der etablierten Wege im Bankenwesen tatsächlich ist.

Zu diesem Zweck ermöglicht die Blockchain-Plattform der BME den Unternehmen, über digitale Vermögenswerte, die zum Beispiel Firmenanleihen oder Schuldverschreibungen verbriefen, die Einnahme von Investitionskapital.

Mit dem Projekt macht die spanische Börse einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung. Bereits 2019 hatte die BME ein ähnliches System auf Basis der Blockchain-Technologie erprobt, das die elektronische Verbriefung von verpfändeten Sicherheiten zum Ziel hatte.

Das jüngste Blockchain-Projekt für KMUs bietet den Teilnehmern zudem auch Wallets an, in denen Unternehmen ihre Investitionsprodukte und Gelder verwahren können.

Ähnlich wie die Kapitalbeschaffung für Kleine und Mittlere Unternehmen ist auch die Außenhandelsfinanzierung ein vielversprechender Anwendungsbereich für die Blockchain-Technologie.

Viele große Banken arbeiten bereits daran, die Technologie zur Anwendung zu bringen, um etwaige Risiken bei der Außenhandelsfinanzierung zu minimieren.

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Deutsches Blockchain-Startup Immutable Insight: Finanzierungsrunde bringt Millionenbetrag

Das auf Analyse und Beratung zu Blockchain-Technologie spezialisierte Startup Immutable Insight aus Bayern hat bei einer Finanzierungsrunde einen einstelligen Millionenbetrag eingenommen, berichtet Finance Forward.

Deutsche Unternehmerfamilien beteiligt

Wie das Magazin schreibt, gehört auch der Sohn von SAP-Gründer Dietmar Hopp, Daniel Hopp, zu den Investoren. Andere deutsche Unternehmerfamilien sollen ebenfalls beteiligt sein.

Immutable Insight hilft Mittelständlern bei Blockchain-Projekten und bereitet aktuell einen eigenen Blockchain-Fonds mit einem Umfang von bis zu 100 Millionen Euro vor. Investieren soll der Fonds offenbar in Projekte rund um die Ethereum-Blockchain. Daniel Hopp gehört laut Finance Forward auch dort zu den Geldgebern. 

“Wir überwachen und analysieren dabei über unsere Algorithmen weltweit und in Echtzeit die Nutzungsdaten von Blockchain-Anwendungen, um das Geld unserer Kunden dort zu investieren, wo die reale Nutzung exponentiell steigt“, so Gründerin Katharina Gehra gegenüber dem Magazin.

Bitcoin-Rally treibt Interesse an Krypto

Der Blockchain-Sektor insgesamt profitiert aktuell von Höchstständen bei Bitcoin und Co. Am 13. April hatte die Kryptowährung mit 63.478 US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht, wenn auch innerhalb letzter Woche knapp 22 Prozent verloren und sich aktuell unter 50.000 US-Dollar befindet.

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IOTA-Mitgründer Dominik Schiener beteiligt sich an Kölner Fintech-Startup Credx

Das Fintech-Startup aus Köln Credx hat bei einer Finanzierungsrunde den IOTA-Mitgründer Dominik Schiener als Investor und strategischen Berater gewinnen können, so eine Mitteilung des Unternehmens.

Strategisches Investment

Schiener werde künftig die strategische Entwicklung von Credx, einem digitalen Marktplatz für großvolumige Finanzierungen wie etwa gewerbliche Immobilienfinanzierungen, aktiv mitgestalten.

Credx will digitaler Marktplätze auch für komplexe und großvolumige B2B-Finanzierungsprozesse erschließen. Zum Einsatz kommen soll dafür eine regulierte Transaction-as-a-Service-Plattform auf Basis von Digital-Ledger-Technologie (DLT), welche Transaktionen sicherer, günstiger und unabhängig von Intermediären machen soll. 

Angeschlossene Banken und institutionellen Anlegern will Credx neben traditionellen Finanzierungsinstrumenten wie Darlehen, Schuldscheine und Anleihen auch innovative Finanzinstrumente wie nutzungsabhängig vergütete Assets und Wertpapier-Token zugänglich machen.

“Mit dem Einstieg von Dominik Schiener setzen wir unseren Wachstumskurs fort. Dabei unterstützt uns das Know-how unseres neuen Investors dabei, die komplexen Prozesse rund um die Kapitalbeschaffung von Immobilien- und anderen Unternehmen durch den Einsatz moderner Technologien weiter zu digitalisieren“, begrüßt Dr. Ralf Kauther, Vorstandsvorsitzender des Startups Credx, den Einstieg Schieners.

Zu seinem Investment in Credx sagt Schiener:

“An Credx beeindruckt mich vieles: Insbesondere, dass das Startup traditionelle Prozesse hervorragend kennt und die aus der Digitalisierung resultierenden Verbesserungen ebenso energisch wie hartnäckig vorantreibt. Daher sehe ich das Fintech als Schrittmacher der durchgreifenden Veränderungen im Bereich der Finanzierungs- und Anlageprozesse.”

Kritik an Selbstbezeichnung IOTA-Mitgründer 

Der von der IOTA-Foundation 2020 geschasste Mitgründer David Sønstebø kritisiert Dominik Schiener für seine Selbstbezeichnung als Mitgründer des Projekts. Dieser sei in Wahrheit nicht an der Gründung von IOTA beteiligt gewesen und erst ein Jahr, nachdem die Grundsteine für das Projekt gelegt wurden, von Sønstebø dazugeholt worden.

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Deutschland: Wie die Bundesregierung bei der Blockchain vorangeht

Deutschland hat momentan ein sehr vielfältiges und aktives Blockchain-Ökosystem von Unternehmen und Enthusiasten, vor allem in der Stadt Berlin. Und den wichtigen Schritt in der Entwicklung des Ökosystems hat die Bundesregierung selbst gemacht.  Sie will das lebendige Blockchain-Ökosystem erhalten und fördern, um sein Wachstum fortzusetzen und Deutschland zu einer attraktiven Chance für Investitionen in diesem Bereich zu machen. 

Umfangreiche und gesunde Regulierung

Um dieses Ziel zu fördern, verabschiedete die deutsche Regierung bereits im September 2019 eine nationale Blockchain-Strategie, um das Engagement für den Einsatz der Technologie zu unterstützen. Die darin enthaltenen 44 einzelnen Maßnahmen sollen bis Ende 2021 von insgesamt zehn Bundesministerien verwirklicht werden. Genau ein Jahr später, wie aus der veröffentlichten Auswertung des Digitalverbands Bitkom hervorgeht, war die Realisierung von 17 Maßnahmen bereits sehr weit fortgeschritten, 20 waren noch in Arbeit und bei 7 Maßnahmen ist bisher nichts passiert. 

Die Umsetzung dieser Blockchain-Strategie sowie der 4. EU-Geldwäscherichtlinie durch den deutschen Gesetzgeber hat weitreichende Folgen für Blockchain-Startups, Fintechs, Banken, Kryptobörsen und Industrieunternehmen. Die Verwahrung von Krypto-Assets – und damit auch deren Handel – bedarf seit 1. Januar 2020 einer Lizenz der Finanzaufsicht BaFin. Diese Lizenz gilt für alle Unternehmen, die Krypto-Assets wie Bitcoin und Ether verwahren oder handeln, vom Krypto-Verwahrungs-Anbieter bis hin zu Kryptobörsen. Somit unterliegt der Umgang mit Krypto-Assets in Deutschland ab 2020 hohen regulatorischen Anforderungen und Standards, die bereits seit Jahrzehnten auf den traditionellen Kapitalmärkten gelten. 

Zu den wichtigsten regulatorischen Maßnahmen dieses Jahres gehört auch das im Dezember von dem Bundeskabinett beschlossene Gesetz zur zur Ausgabe von elektronischen Wertpapieren. Wertpapiere können demnach in Deutschland künftig auch rein elektronisch ausgeben werden. 

Noch ein wichtiger Schritt in Richtung Regulierung: die EU-Kommission legte im September Gesetzesvorschläge zu Krypto-Werten vor. Die „Verordnung über Märkte für Krypto-Werte“ (Regulation on Markets in Crypto Assets – MiCA) soll 2022 in Kraft treten sowie europaweit Rechtsklarheit und -sicherheit für Emittenten und Anbieter von Krypto-Werten schaffen.

Momentan und bis zum Inkrafttreten der MiCA-Regulierung müssen Unternehmen ihr internationales Geschäftsmodell häufig für jeden EU-Mitgliedstaat einzeln anpassen, was zu hohen Kosten führen kann. Eine einheitliche, europaweite Verordnung wie die MiCA-Regulierung verringert die Komplexität und Unsicherheit für Krypto-Dienstleister und verbessert die Chancengleichheit der Marktteilnehmer. 

Solche umfangreichen Regulierungen kann für Startups eine große Herausforderung sein, bietet aber auch Chancen hinsichtlich der Professionalisierung des gesamten Krypto-Ökosystems. Wer glaubt, die Regulierung sei eine Art “Stopp-Schild” für Kryptowährungen, Stablecoins und Kryptobörsen, irrt sich. Stattdessen wird die regulatorische Grundlage in Deutschland so konzipiert, dass Kryptowerte gleichberechtigt neben den bestehenden Finanzprodukten eingeordnet sind. Unprofessionelle Startups und unseriöse Anbieter werden hierdurch aus dem deutschen Markt verdrängt. Gut aufgestellte Startups werden Lösungen finden und sich weiterentwickeln.

Anstieg der Finanzdienstleistungen im Krypto-Bereich

Vor allem erleichtern die neuen Regeln die Investition in Krypto-Assets, was zu einem Boom der Finanzdienstleistungen führte. Mehrere Unternehmen und Banken haben die entsprechende technische Infrastruktur für den professionellen Handel mit Bitcoin und anderen Krypto-Assets aufgebaut.

Das führte im Jahr 2020 zu einem verstärkten und differenzierteren Angebot rund um digitale Vermögenswerte. Zu den Finanzdienstleistungen im Krypto-Segment gehören zum Beispiel Instrumente, die den Bitcoin-Kurs abbilden, oder Marktplätze für Kleinanleger. Nun entstehen voll regulierte Handelsplätze für professionelle Anleger wie Börse Stuttgart Digital Exchange BSDEX und das Bankhaus Scheich. Auch einige Banken etablieren sich als Backend as a Service-Plattformen (BaaS). Die Solarisbank und das Bankhaus von der Heydt zum Beispiel stellen anderen Finanzinstituten die regulatorische und technologische Infrastruktur zur Verfügung, um ihren Kunden den Zugang zu Krypto-Assets zu ermöglichen. 

Die TEN31 Bank, ein Unternehmen der voll regulierten deutschen WEG Bank, arbeitet seit Mai 2020 an der Zahlungsabwicklung zwischen digitalen Währungen und dem Euro. 

Ende 2020 hat auch die Bank Hauck & Aufhäuser ihren Service als Verwahrer für Krypto-Assets und digitale Vermögenswerte gestartet. 

Einige Fintech-Startups wie Bison App und Bitwala richten sich an Privatanleger und ermöglichen den Handel mit Kryptowährungen rund um die Uhr. 

Alle diese Unternehmen bieten einen guten Einstieg für professionelle und private Investoren, die möglicherweise in Bitcoin und andere Krypto-Assets investieren wollen. Mit einer soliden regulatorischen Grundlage und mehr Akteuren können wir erwarten, dass 2021 ein interessantes Jahr für die junge Krypto-Branche sein wird. 

Noch wenig Akzeptanz unter Bevölkerung und Investoren

Obwohl die aktuelle Regulierung für mehr Rechtssicherheit sorgt, ein vielfältiges Angebot seitens der Finanzdienstleister entsteht und der Bitcoin-Kurs rasant steigt, interessiert sich immer noch nur ein Bruchteil der Deutschen für die Kryptowährung. Dies zeigt eine Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom vom Dezember 2020. Lediglich zwei Prozent der über 16-Jährigen in Deutschland haben bisher in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert. Fast jeder fünfte Befragte (18 Prozent) kann sich allerdings vorstellen, ein solches Investment in der Zukunft zu tun. 

Die Mehrheit der Befragten ist skeptisch gegenüber Bitcoin und anderen Kryptowährungen eingestellt. Für zwei Drittel (66 Prozent) klingen Kryptowährungen immer noch zu technisch und kompliziert. Fast ebenso viele (65 Prozent) halten Kryptowährungen für zu spekulativ. Allerdings sagen auch 3 von 10 (30 Prozent), dass Kryptowährungen eine sichere Alternative zum etablierten Geldsystem sein können. Unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren sind es sogar 43 Prozent. Und rund jeder vierte Befragte (28 Prozent) ist der Meinung, Kryptowährungen lohnen sich als langfristige Investition. 

Nicht nur Privatanleger, sondern auch Investmentspezialisten sind vorsichtig, wenn es um Kryptowährungen geht. Sicherheitsbedenken, mangelnde Kontrolle durch die Zentralbanken sowie die hohe Volatilität sind die Hauptgründe dafür, dass professionelle Anleger in Deutschland Kryptowährungen eher skeptisch gegenüberstehen. Zu dieser Erkenntnis kommt der Verband der Investment Professionals in Deutschland (DVFA), der dazu 1.400 Mitglieder im Oktober 2020 befragt hat. 

Offenbar gibt es bei der Akzeptanz von digitalen Vermögenswerten große Unterschiede zwischen den Generationen – junge Deutsche sind offener gegenüber Bitcoin & Co. Genau diese Zielgruppe bildet noch ein großes Potenzial für den deutschen Krypto-Markt. Die wachsende Regulierung und Professionalisierung der lokalen Krypto-Szene sowie die Unterstützung großer Unternehmen wie Paypal und (Staats-)banken weltweit werden auch die Akzeptanz von Kryptowährungen unter der deutschen Bevölkerung und Anlegern vorantreiben. 

Energie und Digitale Identität – Bereiche von nationaler Bedeutung

Blockchain-Startups in Deutschland erstrecken sich über ein Spektrum an unterschiedlichen Anwendungsfällen und Branchen. Die Mehrheit der Startups konzentrieren sich allerdings auf den Finanzbereich (die wurden schon oben erwähnt), gefolgt von Branchen wie Unterhaltung, Digitale Identität, das Internet der Dinge (IoT) und Energie.

Der Energiesektor ist besonders innerhalb des deutschen Blockchain-Ökosystems im Jahr 2020 von großem Interesse. Dort werden die praxisorientierte Forschung und Entwicklung der Blockchain-Technologie vorangetrieben, unter anderem mit einem eigens dafür eingerichteten Pilotierungslabor, auch “Future Energy Lab” genannt. Die Anwendungsfälle reichen von einem Blockchain-basierten virtuellen Großspeicher für die Betreiber von Photovoltaik-Anlagen (Projekt Smart Service Welt II) bis zum Energiehandel über Blockchain-Technologie. 

Ende August wurde die Webseite des “Future Energie Lab”, das von der Deutschen Energie-Agentur Dena betrieben wird, freigeschaltet. Das Projekt ist das virtuelle Dach für alle Energieprojekte in der Blockchain-Strategie sowie Anlaufstelle, Informations- und Vernetzungszentrum. Startups und Konzerne können sich über eine Mitgliedschaft aktiv am Lab und den diversen Pilotprojekten beteiligen. 

Ein weiterer Bereich von nationaler Bedeutung ist die Digitale Identität. Sogenannte Self-Sovereign Identities (SSI), welche auch als dezentrale Identitäten auf Blockchain-Basis bezeichnet werden, versprechen eine Alternative, die eine größere Kontrolle für die Nutzer über ihre Daten und eine größere Datensparsamkeit im digitalen Zeitalter mit sich bringt. Zahlreiche deutsche Unternehmen wie Spherity (mit Swisscom Blockchain) und Initiativen wie Lissi arbeiten aktiv an dem Konzept. Auch die Bundesregierung fördert einzelne Pilotprojekte mit Millionensummen im Rahmen des Förderprojektes “Schaufenster Digitale Identitäten”, auch eine von vielen Maßnahmen der Blockchain-Strategie.

Bildung und Networking – auch in Corona-Zeiten 

Doch nicht nur die Regierung, sondern auch die lokale Blockchain-Community bahnt den Weg für die Blockchain-Entwicklung in Deutschland. Die heimische Community besteht sowohl aus Fachleuten und Enthusiasten als auch aus Verbänden, wie etwa dem Blockchain Bundesverband Bundesblock, die European Blockchain Association oder BerChain. Alle haben das Ziel, Blockchain-Lösungen und Projekte in einer organisierten und systematischen Weise zu fördern. 

Die deutsche Blockchain-Community ist mit etwa 150.000 Beobachtern groß (erhoben auf Basis der erweiterten Reichweitendaten von Facebook Audiences). Davon engagieren sich ca. 132.000 Mitglieder in Communities of Practice mit Blockchain-Bezug und sind in über 360 regelmäßigen Meetup-Gruppen aktiv. Es gibt mehr als 180 Blockchain-Startups, die in Deutschland gegründet wurden oder hier eine Niederlassung haben, wobei die meisten in Berlin ansässig sind.

Die Community fördert zusammen mit der Bundesregierung die anwendungsbezogene Forschung im Bereich Blockchain. Dazu gehören Anwendungen in der Wissenschaft (internationale bloxberg-Kooperation der Max-Planck-Gesellschaft) oder zum Teil in Kooperationen mit Unternehmen (wie im Rahmen des Fraunhofer Blockchain Labs). Die Privatuniversität Frankfurt School of Finance & Management hat ein Blockchain Center, wo eine akademische Ausbildung angeboten wird. Diese ist eines der wichtigsten Forschungszentren Deutschlands. Neben der Bildung und Forschung bietet das Blockchain Center eine Art Plattform  für Manager, Startups, Technologie- und Branchenexperten zum Austausch von Wissen und Best Practices. 

Master im Bereich Blockchain kann man am „Blockchain Competence Center“ der Hochschule Mittweida (BCCM) studieren. Außerdem bietet das BCCM regelmäßig Blockchain-Kurse an.

Neben der akademischen Ausbildung werden auch Konferenzen, Hackathons und Meetups veranstaltet (offline und online), wie die Blockchain Week Berlin, Crypto Assets Conference in Frankfurt (organisiert von Frankfurt School Blockchain Center); vielfältige Online-Meetups auf Eventbrite, zum Beispiel von Disrupt Network oder CryptoMonday. 

Fazit: Gute Chancen für Deutschland als Blockchain-Hotspot 

Insgesamt kann man sagen, dass die aktuelle krypto-freundliche Politik, umfangreiche Regulierung und die langsam aber stets steigende Akzeptanz der Blockchain-Technologie und Kryptowährungen Deutschland zu einem der wichtigsten Blockchain-Hotspots in Europa und weltweit machen werden. 

Das deutsche Ökosystem von Startups wird vor allem von der aktuellen Blockchain-Strategie profitieren, da sie darauf abzielt, Innovationen zu fördern, Blockchain-Wissen zu verbreiten und zum Ziel des Landes beizutragen, eine in diesem Bereich weltweit führend zu werden. Auf dem Weg zu diesem Ziel werden dieses Jahr mehrere staatlich geförderte Projekte umgesetzt, wie zum Beispiel eine Blockchain-basierte Energiedatenbank zur Verfolgung des Stromverbrauchs, ein System zur Verifizierung von Bildungsabschlüssen und ein Smart-Contract-Register mit der Deutschen Energie-Agentur. Die auch wichtigste Initiative im Land ist ein landesweites digitales Identitätssystem, bei dem der Fokus darauf liegt, persönliche Daten sicher zu halten und Datenintegrität zu gewährleisten.

2021 wird spannend: neue Blockchain-Projekte von der Regierung und Großunternehmen sind geplant, zuverlässige Finanzdienstleister und Banken werden die Krypto-Lizenz der Bafin und somit Zugang zum deutschen Krypto-Markt bekommen und infolgedessen werden mehr deutsche Klein- und Großanleger den Krypto-Markt endlich ernst nehmen.

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Berliner Krypto-Investor Greenfield One startet zweiten Blockchain-Fonds

Der Berliner Venture Capital-Investor Greenfield One plant einen zweiten Fonds für Blockchain- und DeFi-Startups mit einem Zielvolumen von 50 Millionen Euro, so Finance Forward am 9. Dezember in einem Blogbeitrag.

Bertelsmann mit an Bord

Die 2018 gestartete Investmentfirma habe für ihren zweiten Fonds in einem First Closing bereits den Venture-Capital-Arm des Gütersloher Medienkonzerns Bertelsmann sowie das Multi-Family-Office aus Hamburg Lennertz & Co. gewinnen können.

Lennertz & Co. beteiligte sich bereits am ersten Fonds der Berliner. Wie Greenfield-Partner Sebastian Blum gegenüber Finance Forward hervorhebt, hat sich “das Interesse institutioneller Investoren massiv verstärkt”. “Beim Thema Krypto waren viele extrem scheu, aber in den letzten Monaten kommen sie nun aus der Deckung”, so der Co-Gründer weiter.

Blum gibt sich für die Zukunft sehr optimistisch und rechnet mit weiter wachsendem Interesse von Geldgebern. Sie würden verstehen, “dass der Impact von Blockchain-Technologie noch einmal stärker sein wird als es in der ersten und zweiten Internet-Generation der Fall war”.

Das aktuelle Portfolio von Greenfield One umfasst NEAR Protocol, Celo, Spacemesh, Vega, Multis, Arweave, Dapper Labs und 1inch mit Einzel-Investments zwischen 500.000 und 1,5 Millionen US-Dollar. Neun der zehn Investments tätigte Greenfield One per Token-Kauf und den Erwerb von Token-Rechten in Form von “Simple Agreements for Future Tokens” (SAFT). 

Interesse Institutioneller Investoren zieht an

Institutionelle Investoren zeigen bereits seit Monaten zunehmendes Interesse am Krypto-Sektor. Neben Risiko-Investments wie sie Greenfield One anbietet, haben Großinvestoren laut einer im April veröffentlichten Studie auch wachsendes Interesse am Handel von Krypto-Derivaten.

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Krypto-Bank Bitwala bekommt Finanzspritze von 15 Millionen Euro

Die in Berlin ansässige Krypto-Bank Bitwala hat bei einer Finanzierungsrunde 15 Millionen Euro an frischem Kapital eingenommen, so Business Insider in einem Bericht vom 28. November.

Kapital für weitere Expansion

Bei der vom Bestandsinvestor Earlybird angeführten Runde beteiligten sich ebenfalls Coparion und Global Brain als Investoren. Bitwala will mit den Finanzmitteln sein Geschäft weiter ausbauen, neue Produkte veröffentlichen und die Nutzerzahl erhöhen. Geplant sei unter anderem ein neues Feature für “wiederkehrende Kryptokäufe”.

Bitwala betreut nach eigenen Angaben aktuell rund 150.000 Kunden in 32 Ländern mit Bitcoin-Beständen im Gesamtwert von 60 Millionen Euro.

Verwahrung durch Solarisbank-Tochter

Bitwala setzt zur Verwahrung der Krypto-Bestände seiner Kunden auf die Solarisbank-Tochter Solaris Digital Assets, welche über die dafür nötige BaFin-Lizenz für Kryptoverwahrgeschäfte verfügt.

Bitwala bietet zusammen mit der Solarisbank seit Dezember 2018 ein Online-Girokonto mit eingebauter Handelsfunktion für Kryptowährungen an. Im August lancierte die Krypto-Bank ihre eigene Smartphone-App für Bitcoin-Banking auf iOS und Android.

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Millionen-Startup nutzt Algorand im Kampf gegen Klimawandel

Der Blockchain-Marktplatz Climatetrade will seine neue CO2-Kompensationsplattform auf Algorand aufbauen. Algorand ist ein Kryptowährungsprojekt, das sich Skalierbarkeit und Transaktionsleistung zum Ziel gesetzt hat.

Climatetrade gab am Mittwoch bekannt, dass die Plattform die Algorand-Blockchain für seinen Marktplatz für den Kohlenstoffausgleich gewählt habe. Dieser soll Organisationen dabei helfen, CO2-Neutralität zu erreichen, die als wichtige Säule im Kampf gegen den Klimawandel gilt.

Climatetrade wählte Algorand aufgrund seiner „flexiblen Architektur, niedrigen Transaktionsgebühren und Skalierbarkeit der Transaktionsleistung“, so der CEO Francisco Benedito.

Algorand ist auf Platz 49 der größten Kryptowährungsprojekte mit einem Gesamtmarktwert von rund 393 Mio. US-Dollar. Der ALGO-Token liegt derzeit bei etwa 0,34 US-Dollar.

Climatetrade wurde im Jahr 2016 gegründet und ermöglicht Unternehmen, ihren CO2-Fußabdruck durch den Kauf von Emissionsgutschriften direkt auf der Plattform auszugleichen. Sie erstellt auch organisationsspezifische Nachhaltigkeitsberichte, die im Zeitalter der Corporate Social Responsibility (CSR) immer wichtiger werden.

CSR ist auch ein Schlagwort bei der Bewegung „Investitionen mit Gewissen“ geworden. CSR-Investitionen bzw. Strategien, die die ökologischen, sozialen und Governance-Faktoren eines Unternehmens berücksichtigen, waren einst nur eine Nische auf den Finanzmärkten. Nun ist das eine Milliardenbranche, wie aus Daten von Morningstar hervorgeht.

Die Nettozuflüsse in CSR-Fonds beliefen sich im zweiten Quartal auf über 71 Mrd. US-Dollar, was weitgehend auf das Interesse an nachhaltigen Investitionen zurückzuführen ist.

Climatetrade soll 1 Mio. Euro an Startkapital-Investitionen für seinen CO2-Marktplatz aufgebracht. Borderless Capital, das „kategorieführende Unternehmen“ mittels der Algorand-Technologie finanziert, ist einer der Investoren.

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Schweizer Blockchain-Spezialist Inacta wird Holding und ernennt neue Partner

Der Blockchain-Dienstleister Inacta mit Sitz in Schweizerischen Zug hat drei bisherige Management-Mitglieder zu neuen Partnern ernannt und sich eine Holding-Struktur verliehen, so Inacta in einer Mitteilung vom 12. November.

Bei den neuen Partnern handelt es sich um die bisherigen Mitglieder des Managements Christian Müntener, Fabian Seimer und Daniel Rutishauser, welche laut Inacta weitreichende Markt- und Fachkenntnisse sowie mehrjährige Führungserfahrung mitbringen. 

Neue Inacta Ventures AG als Teil der Holding

Teil der Holding wird die von Inacta ebenfalls gegründete Inacta Ventures AG, welche “ihre Investitionstätigkeiten auf eigene Ventures, Joint Ventures und strategische Investments” fokussieren soll.

Zu den Entscheidungen gab Ralf Glabischnig, Managing Partner der Inacta AG, zu Protokoll:

“Es ist uns ein großes Anliegen, die Schweizer Wirtschaft im Innovationsbereich zu unterstützen und so auch in schwierigen Zeiten zu stärken. Zudem glauben wir an die Effizienz von Ökosystemen, weshalb wir Synergien zwischen Corporates und Startups aktiv suchen und nutzen.”

Wie Inacta weiter schreibt, habe der Ausbau des Geschäfts im laufenden Jahr zur Einstellung 20 neuer Mitarbeiter und der Gründung des Inacta Innovation Labs auf die Fläche mit etwa 1.000 Quadratmeter geführt.

Kooperation für bankfähige Krypto-Finanzprodukte

Inacta sieht sich als Vorreiter für sichere und rechtlich unbedenkliche Krypto-Anlagen und engagiert sich seit 2018  zusammen mit dem Schweizer Unternehmen Gentwo in einem Joint Venture für die Schaffung bankfähiger Krypto-Finanzprodukte mit internationaler Wertpapierkennnummer (ISIN) .

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