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Elon Musk: Bitcoin-Mining könnte nun bereits nachhaltig genug sein

Der Tesla-CEO Elon Musk hat angedeutet, dass die Kryptobranche auf bestem Weg ein eine grünere Zukunft sei. Tesla werde aber vorerst keine Bitcoin-Zahlungen akzeptieren.

Auf „The ₿ Word“, einer virtuellen Bitcoin (BTC)-Veranstaltung mit Twitter-CEO Jack Dorsey, Cathie Wood von Ark Invest und Moderator Steve Lee von Square Crypto, sagte Musk, Tesla werde „höchstwahrscheinlich“ wieder Krypto-Zahlungen für seine Fahrzeuge in Betracht ziehen. Der CEO erklärte im Mai, das Unternehmen werde keine solchen mehr annehmen. Aber nun hieß es, er werde sorgfältig alles prüfen, bevor er eine Entscheidung trifft.

„Es scheint einen positiven Trend bei der Energienutzung von Bitcoin zu geben“, so Musk. Er äußerte sich auch skeptisch im Hinblick auf die Geschwindigkeit, mit der sich das Netzwerk in Richtung grüner Energie bewegt hat. „Es ist einfach nicht möglich, die Strommenge in so kurzer Zeit mit erneuerbaren Energien zu verdoppeln oder zu verdreifachen. Die Mission von Tesla ist es, den Wechsel zu nachhaltigem Strom zu beschleunigen. Wir können kein Unternehmen sein, das sich genau das zum Ziel gesetzt hat, aber nicht sorgfältig genug die Energienutzung von Bitcoin prüft.“

Er fügte hinzu:

„Es sieht so aus, als ob sich Bitcoin viel stärker in Richtung erneuerbare Energien verlagert und viele der schweren Kohlekraftwerke, die definitiv genutzt wurden, abgeschaltet worden sind, besonders in China. Ich möchte das alles ein wenig sorgfältiger prüfen, um zu sehen, ob die Nutzung der erneuerbaren Energien bei oder über 50 Prozent liegt und ob es einen steigenden Trend gibt. Wenn das der Fall ist, wird Tesla wieder Bitcoin akzeptieren.“

In diesem Zusammenhang: Elon Musk will mit Twitter-CEO Jack Dorsey auf Bitcoin-Veranstaltung sprechen

Screenshot aus The ₿ Word

Im Mai twitterte Musk, Tesla würde keine Bitcoin-Zahlungen mehr akzeptieren, weil das Netzwerk „immer mehr fossile Brennstoffe verbraucht“. Der Kurs fiel daraufhin zum ersten Mal seit Februar auf unter 40.000 US-Dollar. Der Tesla-CEO stellte später klar, die Firma würde BTC-Transaktionen wieder annehmen, wenn bestätigt werden könne, dass die Miner mehr als 50 Prozent saubere Energie verwenden und es einen positiven Zukunftstrend gibt.

Musk sprach auch über die Vorwürfe von Experten. Diese warfen ihm aufgrund seiner Social-Media-Posts über Kryptowährungen wie BTC und Dogecoin (DOGE) vor, ein Pump-and-Dump-System inszeniert zu haben. Er sagte, die einzigen drei „bedeuten“ Vermögenswerte, die er abgesehen von SpaceX und Tesla-Aktien besitze, seien BTC, DOGE und Ether (ETH). Weder er noch Tesla hätten seit der Ankündigung zu den Krypto-Zahlungen Bitcoin verkauft.

„Wenn der Bitcoin-Kurs sinkt, verliere ich Geld“, so Musk:

„Ich pumpe vielleicht, aber ich dumpe nicht. Ich habe definitiv kein Interesse daran, den Kurs nach oben zu treiben und zu verkaufen oder so etwas.“

In diesem Zusammenhang: Mitteilung an Mr. Musk: Bitcoin ist nicht Schuld an der schmutzigen Energie

Wie Cointelegraph berichtete, sagte Musk im April, Tesla habe einen Teil seiner Bitcoin-Bestände verkauft und damals etwa 272 Mio. US-Dollar bekommen. Das sollte dem Zweck dienen, die Liquidität des Vermögenswertes als Alternative zu Bargeld zu beweisen. Er hat nicht verraten, wie viel Krypto er persönlich besitzt. Er erklärte aber, dass sogar sein einjähriger Sohn ein paar Dogecoin besitze.

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Kryptoverband will chinesische Mininig-Unternehmen nach Russland holen

Ein einflussreicher russischer Kryptoverband bemüht sich darum, aus China fliehende Mining-Unternehmen nach Russland abzuwerben.

Die „Russian Association of Cryptoeconomics, Artificial Intelligence and Blockchain“ (RACIB) hat dementsprechend eine Initiative ins Leben gerufen, durch die Mining-Power in die Russische Föderation gelotst werden soll. Genauere Informationen zu den Bemühungen will der RACIB zu einem späteren Zeitpunkt offenlegen, wie ein Sprecher gegenüber Cointelegraph bestätigt.

Immerhin ist bekannt, dass das Projekt des RACIB in enger Zusammenarbeit mit den russischen Regierungsbehörden und staatlich geführten Unternehmen durchgeführt wird. So werden dafür unter anderem regionale und themenspezifische Arbeitsgruppen gegründet.

Eine dieser Arbeitsgruppen ist zum Beispiel auf „ökologisches Mining“ ausgerichtet, und soll sich allen voran um den Aufbau umweltfreundlicher Mining-Farmen kümmern, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Während Wasserkraft und Kernkraft in Russland reichlich vorhanden sind, soll hier auch ganz besonders die Nutzung von „grünen Energien“ wie Windkraft in den Vordergrund gerückt werden.

Das Projekt hat bereits namhafte Partner in China, darunter ein Konsortium der größten Mining-Unternehmen des Landes. Wie es in der Ankündigung der RACIB heißt, verfügen die Mitglieder des Konsortiums über „mehr als 25 % der weltweiten Hashrate aller großen Kryptowährungen“.

Laut den Daten von NS Energy ist Russland mit mehr als 1.100 Terawattstunden hinter China, den USA und Indien der viertgrößte Stromproduzent der Welt. Allein im Jahr 2021 soll Russland mehr als 1.100 Megawatt zusätzlich erschlossen haben, wofür unter anderem Windkraftanlagen in den Regionen Rostov, Kalmykia, Adygea und Stavropol zum Einsatz kommen.

Die Bemühungen aus Russland öffnen für chinesische Mining-Unternehmen eine weitere Tür für eine mögliche Abwanderung. Ausgelöst durch das verstärkte Vorgehen der chinesischen Regierung gegen die heimische Miningbranche wollen immer mehr Firmen die Heimat verlassen. Eine große Gelegenheit für den Rest der Welt, denn China ist mit Abstand der Dreh- und Angelpunkt des globalen Krypto-Minings.

Wie das Cambridge Centre for Alternative Finance angibt, war die chinesische Bitcoin-Hashrate, also die aus China zur Verfügung gestellte Rechenleistung, jedoch schon vor den Schlägen durch die Regierung rückläufig. Während diese im September 2019 noch bei 75,5 % lag, wurden im April 2021 nur noch 46 % verzeichnet. In den USA ist die Hashrate im gleichen Zeitraum von 4 % auf fast 17 % angestiegen, während in Russland und Kasachstan eine Steigerung auf 8 % festgestellt wurde.

Russland ist nicht das einzige Land, das sich um die chinesischen Mining-Unternehmen bemüht. So wirbt zum Beispiel auch der Bürgermeister von Miami aktiv um eine Ansiedlung in seiner Stadt.

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China schließt Krypto-Mining-Betriebe in Anhui

Die chinesische Regierung geht weiterhin hart gegen die Kryptowährungs-Mining-Branche vor und setzte den Krypto-Mining-Betrieb in einer weiteren Provinz aus.

Die Behörden der kleinen ostchinesischen Provinz Anhui haben eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, um dem wachsenden Strombedarf und dem damit verbundenen Stromversorgungsengpass in den nächsten drei Jahren zu begegnen, wie die lokale Nachrichtenagentur Hefei Online am Mittwoch berichtete.

Anhui will den Energieverbrauch eindämmen. Daher plant die Provinz, Krypto-Mining-Projekte einzustellen und neue Initiativen, die große Mengen an Strom verbrauchen, zu überprüfen. Die lokalen Behörden planen auch, neue Richtlinien für den Bau von Rechenzentren einzuführen und eine Reform der Strompreise zu fördern, um die Energienutzung in der Provinz zu optimieren.

Die chinesische Provinz Anhui ist dafür bekannt, dass sie einst zu den ärmsten Provinzen Chinas gehörte und erst im Jahr 2020 von der offiziellen Liste der verarmten Gebiete gestrichen wurde. Anhui ist die achtgrößte Provinz des Landes nach der Einwohnerzahl. Das Stromnetz der Provinz wird von mehreren Wasserkraftwerken sowie Wind- und Solarkraftwerken und überwiegend von Kohlekraftwerken betrieben.

In diesem Zusammenhang: Chinesische Wasserkraftwerke verkauft: Krypto-Miner wandern ins Ausland ab

Es wurde berichtet, dass der kürzliche harte Durchgriff in Anhui im Rahmen einer breiter angelegten Initiative zur Schließung aller Krypto-Mining-Betriebe in ganz China durchgeführt worden sei.

Der chinesische Krypto-Journalist Colin Wu berichtete am Mittwoch, dass Chinas staatlicher Stromanbieter eine Mitteilung an das ganze Land herausgegeben habe, in der es hieß, dass Mining virtueller Währungen gestoppt werden sollte. „Derzeit haben auch einige Provinzen mit unzureichendem Strom in China, wie etwa Henan und Anhui, das allmählich implementiert“, fügte er hinzu.

Bereits zuvor gab es starke, regulatorische Durchgriffe gegen das Krypto-Mining in China. Es kam dabei zu Verboten in anderen chinesischen Provinzen, darunter Yunnan und Sichuan, einer der größten Wasserkraft-Mining-Zentren des Landes. Die Behörden in Xinjiang, der Inneren Mongolei und Qinghai haben ebenfalls die Schließung von Mining-Betrieben angeordnet.

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Greenidge will „grünes“ Miningzentrum in South Carolina eröffnen

Das Mining-Unternehmen Greenidge Generation hat angekündigt, dass es noch in diesem Jahr den Betrieb im amerikanischen Bundesstaat South Carolina aufnehmen will.

Wie Greenidge in einer entsprechenden Pressemitteilung vom Freitag angibt, soll das Miningzentrum in der Stadt Spartanburg überwiegend klimaneutral sein. Dazu hat das Mining-Unternehmen einen 10-jährigen Mietvertrag mit der Druckerei LSC Communications abgeschlossen, um in den Hallen der Firma „Ende 2021 oder Anfang 2022“ mit dem Mining von Bitcoin loszulegen.

Laut Greenidge kann das Werk bis zu 80 Megawattstunden ziehen, wovon zwei Drittel aus klimaneutralen Quellen wie Kernenergie stammen. Greenidge-CEO Jeff Kirt betont, dass damit ein weiterer Schritt gemacht werden soll, um „umweltfreundliches Bitcoin-Mining“ in den USA zu ermöglichen.

Das Unternehmen betreibt in New York bereits ein eigenes Kraftwerk zur Stromerzeugung für ein weiteres Miningzentrum, das bis 2022 auf eine Leistung von 85 Megawattstudnen ausgebaut werden soll. Obwohl Greenidge sich als Marktführer für „grünes Krypto-Mining“ positionieren will, halten Kritiker der Umweltschutzorganisation Seneca Lake Guardian entgegen, dass Greenidge hier lediglich von Braunkohle auf Erdgas umgestiegen ist, das wiederum aus umweltschädlichem Fracking gewonnen wird.

Während Greenidge sich als nächstes in South Carolina ansiedelt, haben chinesische Mining-Unternehmen, die in die USA auswandern, inzwischen Texas als neuen Geschäftssitz ausgemacht. Das Mining-Unternehmen Blockware hat am Donnerstag wiederum bekanntgegeben, dass es nach Kentucky ziehen wird. Der Bundesstaat hat mit die niedrigsten Stromkosten in der ganzen USA.

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Studie: Strommix der Mining-Branche setzt zu 56 % auf erneuerbare Energien

Der Strommix der globalen Mining-Branche bestand im zweiten Quartal zu 56 % aus erneuerbaren Energien, wie die Bitcoin Mining Council (BMC) in einer neuen Studie schätzt.

Zudem kommt der erst kürzlich ins Leben gerufene Mininig-Rat laut der entsprechenden Pressemitteilung vom 1. Juli zu dem Ergebnis, dass „Bitcoin-Mining nur eine geringe Menge an Strom verbraucht, in schnellen Schritten effizienter wird und zu einem größeren Anteil auf erneuerbare Energien setzt als jede andere Branche oder jedes Landes auf der Welt“.

Die Schätzung geht aus einer Befragung von 32 % aller Bitcoin-Miner hervor. Demnach geben die befragten Mitglieder der Mining Council an, dass sie „einen Strommix mit 67 % Anteil erneuerbarer Energien nutzen“. Daraus ergibt sich wiederum die Schätzung, dass also knapp 56 % des gesamten Mining-Stroms auf nachhaltige Art und Weise erzeugt wird.

Der BMC hat es sich zum erklärten Ziel gesetzt, transparente und nachvollziehbare Daten über die Nutzung von erneuerbaren Energien in der Mining-Branche zu erheben und offenzulegen.

Die Validität der nun erhobenen und errechneten Daten ist allerdings unklar, da diese nur auf einem kleinen Teil aller Bitcoin-Miner abbildet, die freiwillig geantwortet haben. Dementsprechend gibt der BMC an, dass seine Schätzung für die gesamte Mining-Branche auf eigenen „Analysen, Annahmen und Extrapolation“ basiert. Die genauen Berechnungsmethoden wurden nicht angegeben.

Der BMC definiert als nachhaltigen Strom solche Energie, die aus „Wasser, Wind, Solar, Nuklear und Braunkohle gewonnen wird“, letztere allerdings nur, sofern deren Nettoausstoß negativ ist. Damit folgt sie den Vorgaben der Internationalen Energieagentur (IEA).

Nachvollziehbare Daten?

Allerdings ist unwahrscheinlich, dass die frohe Botschaft nun Elon Musk umstimmen wird, der vergangenen Monat angekündigt hatte, dass Tesla Bitcoin wieder als Zahlungsmittel einführen wird, sofern das Mining der marktführenden Kryptowährung mindestens zu 50 % mit erneuerbaren Energien betrieben wird.

MicroStrategy-Chef und BMC-Mitglied Michael Saylor zeigte sich jedenfalls „erfreut“ über die Ergebnisse der Studie, wobei er allen voran hervorhebt, dass die Branche „freiwillig“ zusammengearbeitet hat, um „wichtige Informationen für die breite Öffentlichkeit und Politik zur Verfügung zu stellen“.

Dies würde helfen, „gängige Vorurteile über den Maßstab der Umweltverschmutzung durch Bitcoin auszuräumen“.

Anteil erneuerbarer Energien am Strommix verschiedener Branchen und Länder. Quelle: Bitcoin Mining Council

Jedoch sollte erwähnt werden, dass die teilnehmenden Mining-Unternehmen im Rahmen der Studie nur drei Fragen beantworten mussten:

„Wie viel Strom verbraucht ihr Geschäftsbetrieb aktuell insgesamt? Wie hoch ist der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix ihres gesamten Geschäftsbetriebs? Wie hoch ist die zusammengefasste Hashrate ihres Geschäftsbetriebs?“

Die Ergebnisse kommen zu einem opportunen Zeitpunkt für die Mining-Branche, denn in China werden immer mehr Unternehmen durch die Behörden zur Schließung gezwungen, weshalb die Miner zunehmend nach Nordamerika und Zentralasien abwandern. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Restrukturierung auf die Energienutzung der Branche auswirkt. Beobachter hoffen, dass sich ein positiver Effekt einstellt.

Globaler Stromverbrauch durch Bitcoin-Mining. Quelle: Bitcoin Mining Council

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Miami will chinesische Mining-Firmen mit günstigem und „sauberem“ Strom locken

Immer mehr Mining-Power von Bitcoin (BTC) verteilt sich auf Nordamerika, weshalb sich der Bürgermeister der US-Metropole Miami nun darum bemüht, dass seine Stadt zum Anlaufpunkt für die Mining-Branche wird.

So warb Bürgermeister Francis Suarez am Donnerstag offen bei CNBC um ausländische Mining-Unternehmen, die sich in seiner Stadt niederlassen sollen.

Laut Suarez verfügt Miami über reichhaltigen Strom aus Atomkraftwerken, was besonders für Mining-Unternehmen attraktiv sei, die angesichts der aktuellen Kritik am CO2-Ausstoß durch Bitcoin-Mining verstärkt auf „saubere“ Energien setzen wollen. Zur Erklärung: In China, dem Marktführer der Branche, wird zum großen Teil Strom aus Kohlekraftwerken für die Gewinnung von Bitcoin verbraucht.

Suarzen hatte sich zuletzt selbst in die Diskussion eingeschaltet und behauptet, dass 90 % des Mining-Stroms für Bitcoin aus „dreckigen Energiequellen“ stammt.

Damals argumentierte der Bürgermeister von Miami, dass ein Umzug der Mining-Branche in die USA maßgeblich zu deren Umweltverträglichkeit beitragen könne.

Um die ausländischen Mining-Unternehmen dabei ganz besonders von Miami zu begeistern, will verspricht Suarez, dass die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit den regionalen Energieanbietern dafür sorgen will, dass die Stromkosten möglichst gering sind. Minimale Regulierung und steuerliche Begünstigung stellt er ebenfalls in Aussicht.

Billiger und sauberer Strom in Verbindung mit einer förderlichen Regulierung könnte Miami also zum interessanten Ansiedlungspunkt für die Mining-Branche machen. Bisher hatten sich die amerikanischen Bundesstaaten Texas und Wyoming als wichtigste Standorte in den USA herauskristallisiert.

Dabei ist dieses Vorhaben wohl nur Teil eines größeren Plans, denn Suarez hatte schon vor einigen Monaten angekündigt, dass er Miami zur „Bitcoin-Hauptstadt der Welt“ machen wolle.

Die Einladung von Suarez kommt für chinesische Mining-Unternehmen zu einem günstigen Zeitpunkt, da die Regierungsbehörden des Landes wieder verstärkt gegen die heimische Branche vorgehen. So mussten in dieser Woche mehrere Miner aus der Provinz Sichuan ihren Betrieb auf Druck der Behörden einstellen.

Die Politik von Peking könnte nicht ohne Folge bleiben, denn Chinas Mining-Unternehmen registrieren die Angebote aus anderen Ländern. So bestätigt ein Sprecher von BTC.top gegenüber Cointelegraph, dass seine Firma in der Tat bereits konkret über eine Umsiedlung nach Übersee nachdenkt.

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Trotz Marktcrash – Bitcoin-Mining in Argentinien weiterhin profitabel

Während der Kryptomarkt weiterhin schwächelt, haben immerhin die Bitcoin-Miner in Argentinien wieder Grund zur Freude, da ihnen die heimische Wirtschaftslage und Energiepolitik in die Karten spielt.

Wie ein in der Buenos Aires Times abgedruckter Artikel von Bloomberg berichtet, arbeiten argentinische Miner aktuell so profitabel wie selten, was auf einen Mix aus Devisenverkehrsbeschränkungen, Energiesubventionen und massive Inflation zurückzuführen ist.

Die vorteilhaften Voraussetzungen locken inzwischen sogar ausländische Investoren an, so plant das kanadische Mining-Unternehmen Bitfarms Ltd. nun angeblich das größte Mining-Rechenzentrum Südamerikas in Argentinien. Die Mining-Branche ist eine der wenigen Branchen des Landes, die in einer gebeutelten Wirtschaft aufblüht. Bitfams schätzt, dass in dem Rechenzentrum ein BTC für lediglich 4.000 US-Dollar gemint werden könnte.

„Obwohl der Bitcoin-Kurs auf dem niedrigstem Stand seit mehreren Monaten ist, ist das Mining in Argentinien durch die niedrigen Energiekosten in US-Dollar weiterhin profitabel“, wie Agustin Beltramo für Cointelegraph erklärt.

Allerdings warnt Beltramo davor, dass Privathaushalte sich Mining-Equipment anschaffen, denn die hohen Anschaffungskosten könnten schnellen Profiten einen Strich durch die Rechnung machen.

„Die Wahrheit ist, dass obwohl Mining in Argentinien aktuell billig ist, nicht jeder sofort davon profitieren kann. Die Mining-Power ist die wichtigste Variable, was die Rentabilität von Mining in Argentinien angeht“, so der Experte. Dem fügt er an:

„Diejenigen, die schon lange minen, werden die wahren Gewinner sein, denn sie haben ihr Equipment schon lange und haben es bereits abbezahlt. Diejenigen, die jetzt erst damit anfangen, können frühestens mittel- bis langfristig mit Profit rechnen.“

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Vitalik Buterin sieht Proof-of-Stake als „Lösung“ für Umweltproblematik der Kryptobranche

Im Rahmen einer Onlinekonferenz hat Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin das Proof-of-Stake (PoS) Konsensverfahren, auf das auch die Smart-Contract-Plattform bald umsteigt, als „Lösung“ für den rasant steigenden Stromverbrauch von Kryptowährungen bezeichnet.

Die entsprechenden Äußerungen machte Buterin in einem Interview der Onlinekonferenz StartmeupHK aus Hongkong. Dahingehend stellte der Entwickler, der als eine Art Galionsfigur von Ethereum gilt, fest, dass Proof-of-Stake „zwar noch in den Kinderschuhen steckt und weniger erprobt ist“ als das Proof-of-Work (PoW) Konsensverfahren, aber dass dadurch eine mehr als 10.000-fache Verringerung des Stromverbrauchs möglich ist.

Der Hinweis von Buterin kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kritik an Blockchain und Krypto wegen der massiven Umweltschädlichkeit des PoW-Verfahrens hoch ist wie selten zuvor. In den Fokus der Öffentlichkeit ist dieser Missstand allen voran dadurch geraten, dass Autobauer Tesla aus eben diesen Gründen zukünftig auf Bitcoin als Zahlungsmittel verzichten will. Tesla-Chef Elon Musk kritisierte dabei besonders die hohe Nutzung von fossilen Brennstoff beim Mining der marktführenden Kryptowährung.

Nachdem Musk den Dogecoin als bessere Alternative ins Gespräch gebracht hatte, unter der Voraussetzung, dass die Scherz-Kryptowährung über Änderungen an der Blockgröße eine beträchtliche Effizienzsteigerung schafft, entgegnete Buterin in seinem persönlichen Blog, dass damit jedoch eine höhere Zentralisierung einhergehen würde.

Allerdings hatte auch Buterin Anfang des Monats gewarnt, dass Bitcoin „abgehängt“ werden könnte, falls der Marktführer weiterhin auf Proof-of-Work setzt. Das zunehmende Umweltbewusstsein der Krypto-Nutzer könnte Ethereum wiederum „ermöglichen“, irgendwann am großen Konkurrenten vorbeizuziehen.

Doch nicht nur aus Eigennutz stimmt Vitalik in den Tenor mit ein, dass Blockchains in Zukunft umweltfreundlichere Verfahren zum Einsatz bringen müssen, denn vielmehr sieht er darin eine dringende Notwendigkeit mit zunehmender Adoption der Technologie:

„Das hier ist keine technische Spielerei mehr, sondern ein wichtiger Teil einer neuen Ära.“

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Cathie Wood: „Bitcoin kann nicht einfach wieder abgeschaltet werden“

Während Bitcoin (BTC) zunehmend ins Fadenkreuz der Aufsichtsbehörden und Regierungen auf der ganzen Welt gerät, bleibt Cathie Wood, die Chefin von Ark Investment, zuversichtlich, dass die marktführende Kryptowährung so schnell nicht aussterben wird.

Dahingehend meint Wood im Rahmen der Onlinekonferenz Consensus 2021, dass Bitcoin „bereits zu stark etabliert ist und unmöglich einfach wieder abgeschaltet werden kann“, wie Bloomberg am heutigen Donnerstag berichtet. Vielmehr prognostiziert sie, dass die Aufsichtsbehörden gegenüber Kryptowährungen „im Laufe der Zeit aufgeschlossener sein werden“, um selbst auch von den Chancen der Kryptobranche profitieren zu können.

Der aktuell erhöhte Widerstand der Regierungen und Behörden in Europa, China und den USA hat einen maßgeblichen Anteil zur momentanen Schwächephase von Bitcoin beigetragen, allerdings sind die vom einflussreichen Autobauer Tesla vorgebrachten Umweltbedenken hinsichtlich dem Mining der Kryptowährung wohl als treibende Kraft für den Crash anzusehen.

Tesla-Chef Elon Musk hatte zunächst bekanntgegeben, dass seine Firma zukünftig von Bitcoin als Zahlungsmittel absehen wird, ehe er später dann andeutete, dass der Autohersteller seine massive Bitcoin-Investition in Höhe von 1,5 Mrd. US-Dollar sogar gänzlich abverkaufen könnte. Als Hauptgrund für seine radikal veränderte Sichtweise nennt Musk, „den rasant zunehmenden Einsatz von fossilen Brennstoffen, allen voran Kohle, beim Mining von Bitcoin“.

„Das Lösen einer Problemstellung beginnt mit dem Verstehen einer Problemstellung“, wie Wood dem entgegnet, wobei sie darauf verweist, dass der Großteil der amerikanischen Mining-Unternehmen bereitwillig auf erneuerbare Energien setzen würde, was wiederum auch die allgemeine Nutzung dieser Energien maßgeblich vorantreiben könne. Eine jüngste Studie von Ark Investment war zuvor zu dem Ergebnis gekommen, dass Bitcoin-Mining die Investition in Solarenergie und andere erneuerbare Energien fördert.

Der Bitcoin-Kurs kann die optimistischen Einschätzungen von Wood heute allerdings noch nicht untermauern, denn nach einem leichten Aufschwung vom Mittwoch, geht es für die marktführende Kryptowährung wieder zurück unter die 40.000 US-Dollar, wodurch bei Redaktionsschluss nur noch 36.000 US-Dollar zu Buche stehen.

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Nic Carter: Elon Musk kann Debatte um „grünen“ Bitcoin nicht anführen

Nic Carter von Castle Ventures ist nicht davon überzeugt, dass Elon Musk die richtige Person ist, um für einen „sauberen Bitcoin“ einzutreten, zumindest „nicht in den Augen der Bitcoin-Community“.

Dementsprechend gibt Carter gegenüber Bloomberg zu Protokoll, dass „die Bitcoin-Anleger Musk sehr kritisch sehen, weil sie ihn in einem Interessenkonflikt sehen, da sein Unternehmen stark am Emissionshandel verdient“.

Nichtsdestotrotz halten sie die Forderung des Tesla-Chefs nach mehr Transparenz bei der Energienutzung im Bitcoin-Mining für gerechtfertigt, wie Carter in Anspielung auf den jüngst gegründeten Bitcoin-Mining-Rat, in dem auch Musk eine prominente Rolle einnimmt, meint.

Der Krypto-Experte gibt zu bedenken, dass Bitcoin (BTC) eine dezentralisierte Digitalwährung ist, die sich nicht so einfach regulieren lässt. Sobald Bitcoin in einem Land verboten ist, kommt die benötigte Hashpower bzw. Rechenleistung aus einem anderen Land. Die Anzahl der möglichen Ansiedlungspunkt ist dabei nahezu unbegrenzt.

Anstatt Bitcoin also wegen des hohen Stromverbrauchs zu verbieten, hält Carter es für sinnvoll, dass die Politik eine „grüne“ Infrastruktur für Bitcoin-Mining fördert.

So wären die amerikanischen Mining-Unternehmen größtenteils bereits umweltfreundlicher als viele andere Großverbraucher. Aus diesem Grund sieht der Experte eine erhöhte Transparenz als wichtiges Werkzeug für die Branche, um ihren Ruf zu verbessern.

Des Weiteren lehnt Carter auch die Lesart ab, dass „Bitcoin für Geldwäsche genutzt wird“. Vielmehr würde jede Form von Geld für kriminelle Aktivitäten missbraucht werden, demnach würde der US-Dollar viel stärker von Verbrechern genutzt als Bitcoin.

Bitcoin wegen der Verbindung zur Kriminalität verbieten zu wollen, wäre dementsprechend sinnlos, denn schließlich „wurde der US-Dollar auch nicht verboten, weil Drogenbaron Pablo Escobar ihn haufenweise im Keller hatte“.

Die Bitcoin Mining Council wurde jüngst durch ein Treffen von Elon Musk und mehreren Vertretern der amerikanischen Mining-Branche gegründet, das MicroStrategy-CEO Michael Saylor vermittelt hatte. Ziel des neu geschaffenen Rats ist es, für mehr Transparenz zu sorgen und die Nutzung von erneuerbaren Energien in der Branche zu fördern.

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