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An 50.000 Ladestationen für E-Autos kann in Europa bald mit Krypto gezahlt werden

Zwei europäische Zahlungsdienstleister haben sich zusammengetan, um Krypto-Zahlungen bei mehr als 50.000 Ladestationen für Elektroautos auf dem ganzen Kontinent zu ermöglichen.

Die beiden neuen Partner sind der irische Onlinehändler und Zahlungsdienstleister HIPS Payment Group Ltd und die schwedische Vourity, die auf Zahlungsvorgänge für Ladestationen spezialisiert ist.

Die Kooperation zur Einbindung von Krypto-Zahlungen beim Aufladen von Elektroautos läuft ab November 2021 für die nächsten drei Jahre.

Noch haben die beiden Firmen nicht verraten, welche Kryptowährungen zum Bezahlen genutzt werden können, wobei Vourity jedoch schon ziemlich eindeutig darauf hingewiesen hat, dass Ethereum zur Verfügung stehen wird. Der kaum zu übersehende Hinweis war ein Zahlungsterminal, auf dem unter der Kategorie „Crypto“ das Ethereum-Logo abgebildet ist. Die marktführende Smart-Contract-Plattform wird in den kommenden Monaten auf das weitaus energieeffizientere Proof-of-Stake (PoS) Konsensverfahren umsteigen, was den möglichen Umweltbedenken von Elektroautofahrern entgegenkommen sollte.

„Zurzeit prüfen wir noch, welche Kryptowährungen wir unterstützen. Diese werden dann jeweils in Fiatwährungen umgewandelt“, wie Hans Nottehed, der CEO von Vourity, in diesem Zusammenhang erklärt.

Zahlungsterminal von Vourity mit ETH-Logo (oben rechts)

Technisch funktioniert die Zahlungsabwicklung so, dass die Ladestationen von Vourity über das Hips Merchant Protocol des Partnerunternehmens an die Blockchain angeschlossen wird.

Die HIPS Payment Group hat erst im Mai das HIPS Merchant Protocol, das HIPS Merchant Protocol Gateway und den zugehörigen Merchant Token an den Start gebracht.

Das Protokoll ist sowohl auf den Blockchain-Netzwerken von Ethereum und Solana angesiedelt, in der Zukunft soll Cardano folgen.

„Mit Transaktionsgeschwindigkeiten, die nahezu an Echtzeit heranreichen, ist die Hips Merchant Blockchain auf die Abwicklung von Handelstransaktionen spezialisiert, ganz egal, ob diese per Smartphone, im Onlinehandel oder an einem Verkaufspunkt abgewickelt werden. Dafür setzt sie ein System ähnlich wie bei Kartenzahlungen ein“, wie HIPS zum Start des Protokolls angab.

E-Autos und Krypto

Die Verbindung von Elektroautos und Kryptowährungen hatte in den letzten schon mal für große Schlagzeilen gesorgt, denn der Autobauer Tesla hatte jüngst bekanntgegeben, zukünftig von Bitcoin (BTC) als Zahlungsmittel für seine Wagen absehen zu wollen. Tesla-Chef Elon Musk brachte dabei allen voran Umweltbedenken als Grund vor. Erst sobald Bitcoin mindestens zu 50 % durch erneuerbare Energien gewonnen wird, würde sich diese Haltung ändern.

Andere Hersteller scheinen konstruktivere Problemlösungen zu bevorzugen, so hat der kanadische Elektroautohersteller Daymak für 2023 ein Modell angekündigt, das mit einem Mining-Rig ausgestattet sein soll, und im Parkmodus den überschüssigen Strom für den Abbau von Kryptowährungen nutzen kann.

Stellantis, der Mutterkonzern des europäischen Autoherstellers Fiat, hat sich derweil mit Kiri Technologies zusammengetan, um einen besonders ökologischen Fahrstil von Elektroautobesitzern mit der firmeneigenen Kryptowährung KiriCoin zu belohnen.

Im selben Monat ist die Innovationsabteilung von Volkswagen wiederum eine Partnerschaft mit der Non-Profit-Organisation Energy Web eingegangen, die wiederum abzielt, über die Blockchain-Technologie Elektroautos effizienter an das Stromnetz anzubinden.

Jesse Morris, der Chief Commercial Officer von Energy Web, bestätigte gegenüber Cointelegraph, dass die Blockchain einen echten Mehrwert bei der Verbindung von Elektroautos, Ladestationen und dem Stromnetz schafft.

Morris nennt als Beispiel, dass VW-Fahrer mit Kryptowährungen belohnt werden könnten, wenn sie ihre Elektroautos während hohen Belastungszeiten des Stromnetzes nicht aufladen. Gleichsam könnten die E-Autobesitzer dazu angeregt werden, Strom zu speichern, wenn übermäßig viel Strom im Netz verfügbar ist.

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Gemini will mit CO2-Zertifikaten Umweltschäden von Bitcoin ausgleichen

Die große Kryptobörse Gemini, die von den prominenten Winklevoss-Zwillingen Cameron und Tyler gegründet wurde, will ihren CO2-Fußabdruck durch den Handel mit Bitcoin (BTC) mindern, indem sie Emissionsrechte erwirbt.

Den entsprechenden Schritt hat die Krypto-Handelsplattformen am heutigen Donnerstag im Rahmen einer langfristigen Kooperation mit der Non-Profit-Organisation Climate Vault, die von der Universität Chicago ins Leben gerufen wurde, bekanntgegeben.

Im Zuge dessen will die Gemini Emissionsrechte im Umfang von 350.000 Tonnen CO2 aufkaufen, um die Umweltschädigung durch das Mining von Bitcoin wenigstens etwas aufzufangen.

Wie aus der zugehörigen Mitteilung hervorgeht, kauft Gemini die Zertifikate direkt aus dem staatlich regulierten Emissionshandel, der auf eine bestimmte Menge beschränkt ist. Dies bedeutet wiederum, dass andere Unternehmen die entsprechenden Zertifikate nicht zur Verfügung haben, und stattdessen ihren CO2-Ausstoß reduzieren müssen. Die Umweltbelastung von Bitcoin würde so also indirekt sinken. Laut den Rechnungen von Gemini ist der Wert der erworbenen Zertifikate vergleichbar mit dem Ausstoß eines Autos nach 1 Mrd. Meilen.

Die Partnerschaft mit Climate Vault hat langfristig zum Ziel, dass die Umweltbelastung der von Gemini gehaltenen Bitcoin stetig reduziert und irgendwann auf null gesenkt wird. Doch dabei soll es nicht bleiben, denn die Kryptobörse spendet zudem über ihren Gemini Opportunity Fund 1 Mio. US-Dollar Fördergeld an Unternehmen, die vorrangig auf Nachhaltigkeit setzen, was zugleich Teil der eigenen Umweltschutzkampagne Gemini Green ist.

„Je mehr Bitcoin sich als marktführendes Wertaufbewahrungsmittel durchsetzt, desto mehr sind wir dazu verpflichtet, die Nachhaltigkeit für zukünftige Generationen zu berücksichtigen. Wir freuen uns, gemeinsam mit Climate Vault, unsere Belastung durch Mining, das nicht mit erneuerbaren Energien betrieben wird, reduzieren zu können und die Umweltverträglichkeit von Bitcoin steigern zu können“, wie Gemini-CEO Tyler Winklevoss erklärt.

Dass auch die Anleger ein erhöhtes Interesse an Klimaneutralität zeigen, ist am Beispiel von One River Digital zu erkennen. Der Bitcoin-Investmentfonds der Firma, der sich überwiegend aus „grünen“ Bitcoin zusammensetzt, wurde im Juni besonders stark nachgefragt.

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Cathie Wood: „Bitcoin kann nicht einfach wieder abgeschaltet werden“

Während Bitcoin (BTC) zunehmend ins Fadenkreuz der Aufsichtsbehörden und Regierungen auf der ganzen Welt gerät, bleibt Cathie Wood, die Chefin von Ark Investment, zuversichtlich, dass die marktführende Kryptowährung so schnell nicht aussterben wird.

Dahingehend meint Wood im Rahmen der Onlinekonferenz Consensus 2021, dass Bitcoin „bereits zu stark etabliert ist und unmöglich einfach wieder abgeschaltet werden kann“, wie Bloomberg am heutigen Donnerstag berichtet. Vielmehr prognostiziert sie, dass die Aufsichtsbehörden gegenüber Kryptowährungen „im Laufe der Zeit aufgeschlossener sein werden“, um selbst auch von den Chancen der Kryptobranche profitieren zu können.

Der aktuell erhöhte Widerstand der Regierungen und Behörden in Europa, China und den USA hat einen maßgeblichen Anteil zur momentanen Schwächephase von Bitcoin beigetragen, allerdings sind die vom einflussreichen Autobauer Tesla vorgebrachten Umweltbedenken hinsichtlich dem Mining der Kryptowährung wohl als treibende Kraft für den Crash anzusehen.

Tesla-Chef Elon Musk hatte zunächst bekanntgegeben, dass seine Firma zukünftig von Bitcoin als Zahlungsmittel absehen wird, ehe er später dann andeutete, dass der Autohersteller seine massive Bitcoin-Investition in Höhe von 1,5 Mrd. US-Dollar sogar gänzlich abverkaufen könnte. Als Hauptgrund für seine radikal veränderte Sichtweise nennt Musk, „den rasant zunehmenden Einsatz von fossilen Brennstoffen, allen voran Kohle, beim Mining von Bitcoin“.

„Das Lösen einer Problemstellung beginnt mit dem Verstehen einer Problemstellung“, wie Wood dem entgegnet, wobei sie darauf verweist, dass der Großteil der amerikanischen Mining-Unternehmen bereitwillig auf erneuerbare Energien setzen würde, was wiederum auch die allgemeine Nutzung dieser Energien maßgeblich vorantreiben könne. Eine jüngste Studie von Ark Investment war zuvor zu dem Ergebnis gekommen, dass Bitcoin-Mining die Investition in Solarenergie und andere erneuerbare Energien fördert.

Der Bitcoin-Kurs kann die optimistischen Einschätzungen von Wood heute allerdings noch nicht untermauern, denn nach einem leichten Aufschwung vom Mittwoch, geht es für die marktführende Kryptowährung wieder zurück unter die 40.000 US-Dollar, wodurch bei Redaktionsschluss nur noch 36.000 US-Dollar zu Buche stehen.

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BitMEX verpflichtet sich zur Klimaneutralität

Die Krypto-Handelsplattform BitMEX, die im vergangenen Jahr in erster Linie für Negativschlagzeilen gesorgt hat, will nicht nur ihren Ruf, sondern scheinbar auch den Ruf der Kryptobranche insgesamt aufpolieren, indem sie die Umweltschädlichkeit von Proof-Of-Work (PoW) Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) durch Ausgleichszahlungen abfedern will.

In einer entsprechenden Mitteilung vom 21. Mai schreibt die BitMEX zwar, dass es „stark unterschiedliche Meinungen und Informationen“ bezüglich der tatsächlichen Umweltschädigung von PoW-Kryptowährungen gibt, nichtsdestotrotz sieht sich die Krypto-Handelsplattform in der Verantwortung, „einen positiven Beitrag zu leisten“.

Dieser „Beitrag“ ist finanzieller Natur, denn die BitMEX will ihren CO2-Fußabdruck damit ausgleichen, dass sie 0,0026 US-Dollar für jeden 1 US-Dollar an Transaktionsgebühr spendet, den sie von ihren Nutzern bezahlt bekommt. An welche Organisationen die Spendengelder gehen, ist bisher unbekannt, denn die Handelsplattform sieht sich derzeit noch nach Partnern um.

In diesem Zusammenhang heißt es:

„Der Emissionsausgleich ist nicht der einzige Weg, um die Umweltbelastung von Kryptowährungen zu verringern, aber er ist ein guter Anfang. […] Die Branche muss an einem Strang ziehen, um dieses Problem zu lösen, und damit unsere guten Ideen dadurch nicht zur Nebensache werden.“

BitMEX hat den Spendenwert von 0,0026 US-Dollar aus einer groben Berechnung von Sam Bankman-Fried abgeleitet, der wiederum Geschäftsführer der Krypto-Handelsplattform FTX und von Alameda Research ist. Demnach wären in dieser Berechnung „große Puffer“ eingebaut, sodass alle Krypto-Unternehmen mit Emissionsabgaben in dieser Größenordnung klimaneutral werden könnten.

Allerdings muss die Kryptobranche wahrscheinlich einen viel umfangreicheren Lösungsansatz wählen, wie die BitMEX bereits einräumt. Der Finanzstabilitätsrat der Europäischen Zentralbank hatte diesen Monat ausdrücklich den „exorbitanten CO2-Fußabdruck“ von Kryptowährungen angemahnt. Auch einflussreiche Firmen und Organisationen wie Tesla und Greenpeace sehen inzwischen wegen Umweltbedenken von Bitcoin als Zahlungsmittel ab.

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Cathie Wood hält „Rückkehr“ von Elon Musk für denkbar

Cathie Wood, die Geschäftsführerin von Ark Investment Management, ist überzeugt, dass der in der Krypto-Community inzwischen umstrittene Unternehmer Elon Musk früher oder später wieder Gefallen an Bitcoin finden wird, sobald das Mining der marktführenden Kryptowährung überwiegend mit erneuerbaren Energien betrieben wird.

Obwohl sich Musk zuletzt die Krypto-Community zum Feind gemacht hatte, als der Tesla-Chef bekanntgegeben hatte, dass der Autobauer wegen Umweltbedenken zukünftig auf Bitcoin als Zahlungsmittel verzichten wird, gibt sich Wood zuversichtlich, dass „Elon ins Bitcoin-Ökosystem zurückkehren wird“.

Diese Prognose kommt am selben Tag an dem Sam Korus von Ark ein Update über ein firmeneigenes Mining-Modell veröffentlicht hat, das auf Open-Source, Solarenergie und Energiespeicher setzt. Durch das Update können nun neue theoretische Berechnungen über die Wirksamkeit des Modells angestellt werden.

Dementsprechend schreibt Korus: „Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass unabhängig, ob sich Bitcoin in einem Aufwärtstrend oder Abwärtstrend befindet, das Mining von Bitcoin die Nutzung von Solarenergie und Batteriespeichern fördert.“

Dem fügt er an:

„Im nächsten Schritt wollen wir unser Solar und Batterie Mining-Modell auf die Ebene der Privathaushalte übertragen.“

Elon Musk antwortete auf den Vorschlag von Ark und räumt ein, dass ein solches System zukünftig denkbar sei, allerdings wäre der „extreme“ Anstieg der Hashrate von Bitcoin in den letzten Wochen und Monaten nicht allein durch erneuerbare Energien zu bewerkstelligen gewesen.

Um sein Argument zu untermauern fordert Musk, dass die zehn größten Mining-Pools unabhängig geprüfte Daten über ihre Energiequellen offenlegen sollten.

Eine Forderung, die nicht bei allen Krypto-Nutzern gut ankommt, so meint Dan Hedl sarkastisch, dass Musk doch „unabhängig geprüfte Daten über die Nutzung erneuerbarer Energien von seinen Privatjets offenlegen sollte“ (siehe unten).

Ähnlich wie ihr Kollege geht Wood fest davon aus, dass erneuerbare Energie zukünftig einen immer größeren Teil der Miningbranche ausmachen werden. Vielleicht auch wegen diesem Optimismus hält die Ark-Geschäftsführerin an ihrer früheren Kursprognose von 500.000 US-Dollar für Bitcoin fest, obwohl die marktführende Kryptowährung in den letzten zwei Wochen um mehr als 50 % eingebrochen ist.

Ihrer Zuversicht lässt die Investorin Taten folgen, denn Ark hat zuletzt beträchtliche Aktienanteile der Kryptobörse Coinbase aufgekauft, obwohl das Wertpapier inzwischen unter dem ursprünglichen Referenzkurs von 250 US-Dollar liegt.

Die Talfahrt der Aktie wurde durch den „Bitcoin-Ausstieg“ von Musk zusätzlich beschleunigt, nachdem dieser den hohen Stromverbrauch beim Mining der Kryptowährung massiv kritisiert hatte.

Des Weiteren sieht Wood durch den jüngsten Rücklauf die Chancen für die Genehmigung eines Bitcoin-ETFs (Indexfonds) umso höher, was ein weiterer positiver Nebeneffekt des Crashs sein könnte.

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Von wegen Krypto-Umweltverschmutzer: Bankensystem verbraucht doppelt so viel Strom wie Bitcoin

Es bestehen weiterhin Bedenken im Hinblick auf den Energieverbrauch von Bitcoin (BTC). Nun heißt es in einer neuen Studie, dass das traditionelle Bankensystem verbrauche viel mehr Energie als das Bitcoin-Netzwerk.

Die Kryptowährungsfirma Galaxy Digital von Michael Novogratz hat am Freitag einen Bericht mit dem Titel „On Bitcoin’s Energy Consumption: A Quantitative Approach to a Subjective Question“ (Über den Bitcoin-Stromverbrauch: Ein quantitativer Ansatz für eine subjektive Frage) veröffentlicht. In diesem hat jeder offen Zugang zur Methodik und den Berechnungen.

Die Daten wurden von der Mining-Abteilung bei Galaxy zusammengestellt. Die Studie schätzt den jährlichen Stromverbrauch von Bitcoin auf 113,89 Terawatt pro Stunde. Dabei wurden auch der Strom für die Miner-Nachfrage, der Stromverbrauch der Miner, der Stromverbrauch der Pools und der Stromverbrauch der Knoten mit eingerechnet. Das ist nach Schätzungen von Galaxy mindestens doppelt so niedrig im Vergleich zum gesamten Energieverbrauch des Bankensystems sowie der Goldbranche pro Jahr.

Quelle: Galaxy Digital

Der Energieverbrauch von Bitcoin ist mit Tools wie dem Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index transparent und leicht in Echtzeit zu verfolgen. Die Schätzung des Energieverbrauchs in der Goldbranche und im traditionellen Finanzsystem hingegen nicht so einfach, so Galaxy Digital Mining.

„Das Bankwesen meldet die Daten zum Stromverbrauchs nicht direkt“, wie es im Bericht heißt. Außerdem erfordere das System der Privat- und Geschäftsbanken mehrere Abrechnungsebenen, während Bitcoin eine Endabrechnung hat. Laut den Schätzungen von Galaxy zum Stromverbrauch von Bankrechenzentren, Bankfilialen, Geldautomaten und Rechenzentren von Kartennetzwerken liegt der jährliche Gesamtenergieverbrauch des Bankensystems bei 263,72 TWh weltweit. 

Um den Energieverbrauch der Goldbranche zu berechnen, hat Galaxy Digital Mining Schätzungen für die gesamten Treibhausgasemissionen der Branche aus einem Bericht des World’s Gold Council mit dem Titel „Gold and climate change: Current and future impacts“ (Gold und Klimawandel: Aktuelle und zukünftige Auswirkungen) übernommen. In der Studie wird geschätzt, dass die Goldbranche etwa 240,61 TWh pro Jahr verbraucht. „Diese Schätzungen schließen möglicherweise wichtige Energieverbraucher und Emissionen aus, die Effekte zweiter Ordnung der Goldbranche sind. Darunter etwa die Energie- und Kohlenstoffintensität der in Goldminen verwendeten Reifen“, so Galaxy.

Die Analyse von Galaxy Digital zum Energieverbrauch von Bitcoin kommt gerade jetzt, wo es zum einem großen Kryptomarkteinbruch kam. Der Grund dafür ist ein Tweet des Tesla-Chefs Elon Musk, der aufgrund von Umweltbedenken keine BTC mehr als Zahlungsmittel für Autokäufe akzeptieren will. „Kryptowährung ist auf vielen Ebenen eine gute Idee und wir glauben, dass sie eine vielversprechende Zukunft hat, aber das kann nicht zu Lasten der Umwelt gehen“, so der CEO letzte Woche auf Twitter.

Musk erntete dafür viel Kritik aus der Krypto-Community. Einige Leute meinten, SpaceX müsse seine Raketen auf „nachhaltigere Energie“ umstellen, damit er nicht „wie ein ahnungsloser großer Heuchler dasteht“.

Die Kryptomärkte fielen um über 500 Mrd. US-Dollar, seit Musk das auf Twitter bekanntgab. Bitcoin ist dabei heute zum ersten Mal seit Anfang Februar unter 43.000 US-Dollar gerutscht. Er verschärfte die Situation, als er andeutete, dass Tesla seine Bitcoin verkaufen wolle. Musk stellte allerdings klar, dass das nicht der Fall sei.

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Krypto-Experte behauptet: Bitcoin-Mining wird zu 75 % mit erneuerbaren Energien betrieben

Der Stromverbrauch für das Mining von Bitcoin, also dem Vorgang, der für das Fortlaufen der zugehörigen Blockchain sorgt, ist in den letzten Wochen und Tagen wieder zum heiß diskutierten Thema geworden.

Am Freitag äußerte sich nun auch Yonathan Lapchik, CEO von SUKU, bei CNBC zum Thema Bitcoin-Mining und Umweltschutz. Der Interviewer erinnerte Lapchik in diesem Zusammenhang daran, dass der SUKU-Chef zuvor behauptet hatte, dass 75 % des Stromverbrauchs beim Mining aus erneuerbaren Energien stammen.

„Wir sind davon überzeugt, dass es wirklich 75 % sind“, wie Lapchik erneut gegenüber CNBC bekräftigt. Dahingehend führt er aus: „Es bestehen echte Anreize, damit die Miner verstärkt auf erneuerbare Energien setzen.“

Bezüglich dem innovativen Autobauer Tesla, der jüngst angekündigt hat, wegen Umweltbedenken Bitcoin zukünftig nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptieren zu wollen, unkt der Krypto-Experte: „Schon irgendwie komisch, dass sich Elon Musk nicht darüber Gedanken gemacht hat, bevor er in die Kryptobranche einsteigt und Bitcoin als Zahlungsmittel für Tesla einrichtet.“

Tesla hatte die marktführende Kryptowährung erst im März als Zahlungsweg eingeführt. Ein Schritt der für viel Aufsehen sorgte. Im Februar hatte der Automobilhersteller zuvor eine massive Investition im Wert von 1,5 Mrd. US-Dollar in Bitcoin getätigt.

„Die Daten bestätigen es“, wie Lapchik seine Behauptung abschließend untermauert. „Wir haben wieder und wieder gezeigt, dass sich das für Miner im Bitcoin-Netzwerk lohnt.“

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Cuban widerspricht Musk – Dallas Mavericks halten an Zahlungsmittel Bitcoin fest

Der prominente Unternehmer Mark Cuban folgt nicht der Strategie von Tesla und Elon Musk, sondern bekennt sich klar und deutlich zu Bitcoin (BTC) als Zahlungsmittel.

In einer direkten Antwort an Musk betonte der Eigentümer des Basketballteams Dallas Mavericks, also der ehemaligen Mannschaft von Dirk Nowitzki, dass sein Klub weiterhin Bitcoin, Ether (ETH) und Dogecoin (DOGE) als Zahlungsmittel für Karten und Fanartikel zulassen wird.

Diesen Schritt begründet Cuban damit, dass es der Umwelt helfen würde, Gold langfristig als Wertaufbewahrungsmittel abzulösen. Eine Rolle, die oftmals Bitcoin zugeschrieben wird. Dahingehend ergänzt der Unternehmer: „Große Banken weniger groß zu machen sowie die Nutzung von Digitalwährungen werden für die Gesellschaft und für die Umwelt von Vorteil sein.“

Elon Musk hatte zuvor ein Statement veröffentlicht (siehe unten), in dem er angekündigt hatte, dass Tesla die marktführende Kryptowährung wegen deren hoher Umweltbelastung beim Mining zukünftig nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptieren wird. Auf diese Bekanntgabe folgte ein regelrechter Crash von Bitcoin, der den Kurs unter die psychologisch wichtige 50.000 US-Dollar Marke stürzte.

Der Tesla-Chef hatte diesen Standpunkt in einem nachfolgenden Tweet sogar nochmal bekräftigt, als er nachlegte, dass die Entwicklung des Energieverbrauchs von Bitcoin „verrückt“ wäre.

Der Stromverbrauch beim Bitcoin-Mining ist schon seit langem ein heiß diskutiertes Thema, das die Gemüter spaltet. Während Kritiker dieses Argument oftmals als ausschlaggebenden Punkt gegen Bitcoin anführen, widersprechen die Fans der Kryptowährung, dass Miner vielmehr als erneuerbare Energien als Abnehmer in letzter Instanz fungieren können, was diese umso effizienter macht und deren Gewinnung fördert.

Der Schritt des Autobauers kommt allerdings zu einem opportunen Zeitpunkt, da das Unternehmen aktuell eine von acht Firmen ist, die bei der amerikanischen Umweltbehörde einen Antrag gestellt hat, um unter einem neu verabschiedeten US-Gesetz in den Emissionshandel einsteigen zu dürfen. Für die entsprechende Genehmigung könnte es womöglich begünstigend wirken, wenn Tesla selbst einen möglichst kleinen CO2-Fußabdruck hat.

Im April hatte der neu gewählte US-Präsident für 2030 das Ziel der Klimaneutralität ausgerufen, das den Emissionshandel für Unternehmen wie Tesla umso interessanter macht, denn der zugehörige Markt ist allein 2020 um weitere 20 % gewachsen und beläuft sich inzwischen auf 272 Mrd. US-Dollar, wie Daten von Refinitive zeigen.

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Hiobsbotschaft – Tesla entfernt Bitcoin als Zahlungsmittel, Bitcoin-Kurs bricht ein

Nachdem der innovative Automobilhersteller Tesla bekanntgegeben hat, dass er Bitcoin wegen Umweltbedenken zukünftig nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptieren wird, ist der Kurs der marktführenden Kryptowährung schlagartig eingebrochen.

Die entsprechende Ankündigung machte Tesla-Chef Elon Musk heute höchstpersönlich am 13. Mai auf Twitter. So schreibt Musk, dass der Autobauer Bedenken wegen „dem rapide steigenden Verbrauch fossiler Brennstoffe für Transaktionen und Mining von Bitcoin“ hat. Allen voran der hohe Verbrauch von Strom aus Braunkohle wäre dabei abzulehnen.

Obwohl Tesla weiterhin davon überzeugt ist, dass Kryptowährungen „eine vielversprechende Zukunft haben“, dürfe deren Siegeszug nicht „auf Kosten der Umwelt kommen“. Aus diesem Grund können Autos der Firma nicht mehr mit Bitcoin erworben werden.

An Bitcoin als Investitionsprodukt hält der Autobauer nichtsdestotrotz fest. Dahingehend betont Musk explizit, dass keine BTC abverkauft werden. Erst sobald das Mining der Kryptowährung verstärkt über erneuerbare Energien betrieben wird, will Tesla überhaupt erst wieder Bitcoin-Transaktionen vornehmen

Doch auf Kryptowährungen als Zahlungsmittel will das fortschrittlich denkende Unternehmen dennoch nicht ganz verzichten, weshalb Musk abschließend schreibt:

„Wir werden nach anderen Kryptowährungen Ausschau halten, die weniger als 1 % der Energie pro Transaktion verbrauchen, die Bitcoin konsumiert.“

In den sozialen Medien sprangen einige Bitcoin-Anleger dem Marktführer prompt zur Seite, und versuchten die Argumentation von Tesla zu widerlegen. So meint der „Wolf of All Streets“ zum Beispiel, dass „Miner überwiegend erneuerbare Energien nutzen“.

Eine Studie der renommierten Universität Cambridge hatte im Oktober 2020 allerdings ergeben, dass zwar 76 % aller Krypto-Miner in irgendeiner Form auf erneuerbare Energien zurückgreifen, jedoch nur 39 % des Stromverbrauchs von Proof-Of-Work (PoW) Kryptowährungen, darunter allen voran Bitcoin, aus grüner Energie hervorgehen.

Bei Redaktionsschluss hat Bitcoin durch die Hiobsbotschaft fast 10 % verloren und ist zurück unter die 50.000 US-Dollar Marke gerutscht, indem es von 54.800 US-Dollar zurück auf 49.400 US-Dollar ging.

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„Spielgeld von Nerds für Kinder“ – Comedian Bill Maher schießt gegen Krypto

Der amerikanische Komiker und Moderator Bill Maher kritisiert die Kryptobranche scharf, wobei dieser besonders an den populären Kryptowährungen Bitcoin und Dogecoin kein gutes Haar lässt, denn diese hätten keinen „echten“ Wert und wären hochgradig umweltschädlich.

Die entsprechende Kritik äußerte der Comedian, der in den USA für seinen provokanten Zynismus bekannt ist, am Freitag im Rahmen seiner Late-Night-Show „Real Time with Bill Maher“. In seinem achtminütigen Monolog bezeichnete Maher Kryptowährungen als „Spielgeld für Kinder“, das nicht in der Realität verortet ist, sondern vielmehr der verzweifelte Versuch von „Nerds“ ist, Wirtschaft und Finanzwelt in die virtuelle Welt zu verlagern.

Dabei hebt er besonders hervor, dass Kryptowährungen keinen „realen“ Wert hätten, was er mit einem Zitat von Investmentguru Warren Buffett untermauert, der in der Tat ein ausgewiesener Kritiker von Bitcoin & Co. ist. So würde deren Wert durch einen „völlig willkürlichen“ Prozess wie Mining bestimmt werden, der keinen Mehrwert schafft, aber Unmengen an Energie verbraucht.

Dahingehend führt der Comedian aus: „Es ist doch ein innerer Widerspruch, dass Milliarden Dollar virtuelles Vermögen geschöpft werden können, ohne dass jemals ein Mehrwert geschaffen wird, ohne dass ein Produkt hergestellt oder eine Dienstleistung verrichtet wird. […] Sehr real ist allerdings die unvorstellbare Menge an Strom, die diese massiven Supercomputer für ihr Mining verbrauchen.“

Dem fügt er an:

„Bitcoin verbraucht mehr Strom pro Transaktion als jede andere Methode in der Geschichte der Menschheit. Eine einzige Bitcoin-Transaktion verbraucht mehr Strom als über eine Million Visa-Transaktionen, und hat einen CO2-Fußabdruck wie 85.000 Stunden an YouTube-Videos. […] Bitcoin benötigt mehr Energie als Netflix, Apple, Facebook, Microsoft und Google zusammen.“

Dass seine kontroverse Meinung allerdings nicht ganz fundiert ist, räumt der Moderator ein, so benennt er den Erfinder von Bitcoin (BTC) falsch und gesteht ein, dass er Kryptowährungen schlichtweg „nicht kapiert“. Gemäß seiner Intonation ist dies jedoch wohl nur als Stilmittel zu verstehen, mit dem er seine Geringschätzung für die Anlageklasse zum Ausdruck bringt.

In der Krypto-Community stieß der komödiantische Vortrag von Maher erwartungsgemäß auf wenig Gegenliebe (siehe unten), so rät Krypto-Experte Anthony Pompliano zum Beispiel, keine Finanztipps von Komikern zu erbitten, während Binance-Chef Changpeng Zhao das Segment als „traurig“ empfindet.

„Ich liebe Bill Maher, denn er trifft oft den Nagel auf den Kopf, aber seine Meinung über Kryptowährungen ist mir viel zu einseitig“, wie Alex Iskold von 2048 Ventures derweil auf Twitter schreibt. Des Weiteren entgegnet er: „Na klar gibt es Spekulation, aber die Zukunft des Geldes ist digital, und die Blockchain-Technologie hat in diesem Zusammenhang viele, viele Verwendungszwecke.“

Obwohl besonders Mahers bissige Kritik im Stil von „Kryptowährungen sind nur ein Kinderspielzeug“ in der Community aneckt, halten einige Krypto-Anleger seinen Einwand bezüglich deren Umweltschädlichkeit für gerechtfertigt. Der massive Stromverbrauch von Marktführer Bitcoin wird nicht nur in den Medien zunehmend diskutiert, sondern schlägt auch innerhalb der Branche hohe Wellen.

So meinte Alex de Vries, Mitgründer von Digiconomist, im Streitgespräch mit einem weiteren Krypto-Experten jüngst, dass die negativen Auswirkungen auf die Umwelt „schnell völlig außer Kontrolle geraten könnten“. Twitter-Chef Jack Dorsey und Tesla-Chef Elon Musk, die mit ihren Firmen jeweils in Bitcoin investiert haben, stützen wiederum die These, dass die marktführende Kryptowährung dabei helfen kann, erneuerbare Energien optimaler zu nutzen und deren Produktion zu fördern.

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