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Blockchain-Ideenwettbewerb: Mit BApps Preisgelder in Millionenhöhe gewinnen

Selbst zehn Jahre nach der Veröffentlichung des Bitcoin Whitepaper ist der Blockchain-Technologie der massentaugliche Durchbruch noch nicht so recht gelungen. Trotz mannigfaltiger Anwendungsgebiete gibt es kaum Applikationen, die von einer breiten Nutzerbasis getragen werden.

Dies will Klaytn, der DLT-Ableger von Südkoreas führender Mobilplattform Kakao, nun ändern. Denn wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, richtet Klaytn einen „BApp Competition“ aus. Entgegen der landläufigen Bezeichnung dAapp (dezentrale Applikation) kommt bei dem Wettbewerb der Begriff BApp (Blockchain-Applikation) zum Einsatz. Dazu begründet das Unternehmen dies folgendermaßen:

Dezentralisierung [ist] nur einer der vielen Vorteile für Nutzer […], die sich durch die Kombination aus Blockchain-Technologie und Klaytn-Services ergeben.

Wie man teilnehmen kann

Teilnehmen können Einzelpersonen oder Teams ohne Beschränkung der Mitgliederzahl. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Schließlich können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl die Zielgruppe für ihre Blockchain-Anwendung als auch die Branche selbstständig wählen.

Insgesamt gibt es laut Mitteilung Preisgelder in Höhe von einer Million US-Dollar zu gewinnen. Demnach erhalten die besten fünf Teams je 100.000 US-Dollar, die zweitbesten fünf Teams je 50.000 US-Dollar und schlussendlich gibt es für die drittbesten fünf Teams je 30.000 US-Dollar zu gewinnen.

Jason Han, CEO von Ground X (verantwortlich für Entwicklung und Betrieb der Klaytn-Plattform), sagte:

Unser Klaytn Horizon ist so ausgelegt, dass wir unser Ökosystem erweitern und tolle Blockchain-Dienstleister für eine potenzielle Partnerschaft finden können. Wir hoffen auf reges Interesse bei Entwicklern, um gemeinsam mit Klaytn der Blockchain auf breiter Front zum Durchbruch zu verhelfen.

Einreichungen akzeptiert Klaytn Horizon ab dem 1. Juli dieses Jahres; die Gewinner will Klaytn am 30. September bekanntgeben.

Blockchain oder Bitcoin?

Um die Tauglichkeit der Distributed-Ledger-Technologie für dezentrale Applikationen zankt sich die Krypto-Gemeinde regelmäßig. Als prominentes Beispiel für den Zwist im Spannungsfeld Blockchain oder Bitcoin gilt die Wette zwischen Joe Lubin (Ethereum-Mitbegründer) und Jimmy Song (Bitcoin-Enthusiast und Partner bei Blockchain Capital). Lubin hält BTC zwar für ein geniales Produkt. Gleichzeitig glaubt er aber – im Gegensatz zu Song – an die Vielfalt der Einsatzgebiete für Blockchain-Technologien. Bis 2023 läuft die Wette zwischen den beiden Predigern, wir berichteten.

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Swisscom und dloop bringen digitale Kunst auf die Blockchain

Neues aus dem Crypto Valley: In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom hat das Krypto-Start-up dloop eine App entwickelt, mit deren Hilfe Künstler ihre Rechte am Bild kontrollieren können. Sicherstellen soll dies ein Blockchain-Protokoll.

Zunächst will Swisscom 100 digitale Kunstwerke von 30 verschiedenen Künstlern ins Programm aufnehmen. Kunden des Entertainment-Abonnements Swisscom TV können sodann auf die kuratierte Kunstdatenbank zugreifen und zertifizierte Kopien der Arbeiten kaufen. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor, die Swisscom am 22. Mai veröffentlicht hat.

Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit

Antwort geben soll das System auf Probleme, die mit der technischen Reproduzierbarkeit von Kunstwerken einhergehen. Insbesondere im Digitalen steht einem massenhaften Kopieren von Arbeiten kaum noch etwas im Weg. Kunst indes ist keine Massenware. Schließlich speist sich der Wert von Arbeiten unter anderem auch aus ihrer Seltenheit.

Diese Seltenheit will dloop mit der NOOW-App garantieren. Denn auf Swisscom TV sind immer nur eine bestimmte Anzahl an Arbeiten verfügbar. Durch diese Verknappung soll der Wert der Arbeiten als Sammelobjekt wieder steigen. Walter Benjamin hätte seine Freude an der Blockchain gehabt.

„NOOW macht digitale Kunst zum Sammlerobjekt und schafft einen Wert“, fasst dloop-CEO Tom Rieder die Verheißungen des Systems zusammen.

Ferner plant Kuratorin Stefanie Marlene Wenger, die für die Auswahl der auf NOOW verfügbaren Arbeiten verantwortlich ist, bereits die nächsten Schritte:

Dabei geht es nicht nur um die Schaffung einer virtuellen Galerie, sondern im nächsten Schritt auch um kuratierte Ausstellungen auf der Plattform und eine enge Zusammenarbeit mit Galerien.

Käufer digitaler Arbeiten wissen indes immer, wie viele Kopien der Werke in Umlauf sind. Genau dies ist erstmals durch die Blockchain möglich.

Swisscom fördert Krypto-Start-ups

Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen ist kein Zufall. Schließlich verfügt der Schweizer Telekommunikationsanbieter über ein eigenes Förderprogramm namens Kickbox. Aus dessen Dunstkreis stammt auch dloop. Auch in Sachen Blockchain-Förderung ist Swisscom kein unbeschriebenes Blatt. Bereits 2017 gründete das Unternehmen einen eigenen Blockchain-Ableger.

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Alibaba: Chinas führende Handelsplattform setzt verstärkt auf Blockchain

Die Blockchain-Implementierung in China schreitet weiter voran. Der Handelsriese Alibaba war schon immer eine wesentliche Triebfeder dieser Entwicklung. Das in Hangzhou ansässige Unternehmen kündigte nun an, in Zukunft noch stärker von den genuinen Vorteilen von Distributed Ledger Gebrauch zu machen. Bis zum September 2019 führt Alibaba so ein blockchainbasiertes System zum Schutz von geistigen Eigentumsrechten ein.

Wie die chinesische Nachrichtenseite Sohu am 23. Mai berichtete, soll das geplante System in erster Linie die Antragsstellung erleichtern. Insbesondere internationale Unternehmen und Marken sollen ihr geistiges Eigentum so besser schützen können. Ali Xizhi, Direktor der Abteilung für den Schutz des geistigen Eigentums, benannte eine erhöhte Transparenz sowie die Unmöglichkeit, getätigte Einträge zu manipulieren, als die wesentlichen Gründe für das Update.

Blockchain-System soll ausgeweitet werden

Die Nutzung der Blockchain-Technologie wird den Prozess der Antragstellung indes auch automatisieren. Schutzanträge von ausländischen Unternehmen sollen über die geplante Ali Intellectual Property Protection Platform (‘IPP Plattform‘) direkt an Chinas Internet-Gerichte weitergeleitet werden. Die chinesische Regierung etablierte derartige Gerichte speziell für den Rechtsschutz im Internet. Anträge und Beschwerden können so online bearbeitet werden.

Laut Sohu kümmert sich Alibaba indes bereits heute um den geistigen Eigentumsschutz von 30 Millionen neuen und 1,5 Milliarden bereits im Sortiment vorhandenen Produkten. Die Implementierung der Blockchain-Plattform wird diese Zahlen noch einmal erhöhen. Das Unternehmen plant außerdem, die Technologie nach und nach für den gesamten digitalen Urheberrechtsschutz zu öffnen. Auch die Absicherung von Rechten auf Bilder, Ton und Film wird also künftig über die Blockchain erfolgen.

China ist Patentweltmeister

Chinesische Unternehmen haben generell ein starkes Interesse an Blockchain und Krypto-Technologie. Im Jahr 2018 genehmigte die chinesische Regierung 790 Blockchain-Patente. China führt den Ländervergleich somit deutlich an. Alibaba hat hierzu einen beachtlichen Beitrag geleistet. Laut einem Bericht der chinesischen Securities Daily News soll Alibaba Anträge auf 262 Blockchain-Patente gestellt haben.

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BBC: Facebook-Kryptowährung „GlobalCoin“ soll 2020 kommen

Die British Broadcasting Corporation (BBC) serviert in einem Bericht den neuesten Gruß aus der Gerüchteküche um die vieldiskutierte – wenn auch nie offiziell bestätigte – Kryptowährung aus dem Hause Facebook. Bereits im ersten Quartal 2020 möchte Facebook seinen Stable Coin in zwölf Ländern verfügbar machen. Die BBC will ferner herausgefunden haben, dass sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg im April mit Mark Carney, dem Gouverneur der englischen Zentralbank und Vorsitzender des Financial Stability Board (FSB) der G20-Staaten getroffen hat. Danach haben sich Zuckerberg und Carney über die „Chancen und Risiken, die mit der Herausgabe einer Kryptowährung verbunden sind,“ ausgetauscht. Darüber hinaus soll sich Facebook in Gesprächen mit dem US-Finanzministerium sowie Zahlungsdienstleistern, darunter Western Union, befinden. Erste Tests der Kryptowährung sollen bereits Ende dieses Jahres beginnen. Ferner plane Facebook, im Sommer Details zu seinen „Krypto-“Ambitionen zu veröffentlichen. Der Bericht der BBC nennt keine Quelle für seine Angaben.

Für klassische Banken wird es eng

Es sollte dennoch überraschen, wenn sich die Angaben der BBC bestätigten sollten. Zu viel ist bereits über die Absichten des Social-Media-Riesen, im Finanzsektor aktiv zu werden, bekannt geworden. Unter dem Namen „Project Libra“ verfolgt Facebook das Ziel, ein eigenes Zahlungsnetzwerk für seine Nutzer aufzubauen. Um dies zu erreichen, plant Facebook dem Vernehmen nach eine Investitionsrunde, in der das Unternehmen eine Milliarde US-Dollar für die hauseigene Kryptowährung sammeln möchte. Laut Insiderberichten soll das Geld zur Deckung der als Stable Coin angelegten Plattformwährung Verwendung finden. Die Vorstöße der einst branchenfremden Unternehmen wie Facebook, Google und Apple in den Finanzsektor zeigen vor allem eines: Der Bedarf an Alternativen zur traditionellen Finanzdienstleistern wächst.

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AT&T-Kunden können Rechnungen ab sofort mit Bitcoin bezahlen

Ein kleiner Schritt für AT&T, ein großer Schritt für die Adaption: Das elftgrößte Unternehmen der Welt akzeptiert Bitcoin. Zumindest mittelbar. Denn für die BTC-Akzeptanz arbeitet das Telekommunikationsunternehmen mit Bitpay zusammen. Bitpay, so heißt es auf der Website, implementiert den Zahlungsdienst auf den Websites der Kunden und generiert je nach Betrag individuelle Rechnungen.

Kunden können sodann einen QR-Code scannen und via Bitcoin bezahlen. Besagte BTC landen dann allerdings nicht auf den Wallets der Händler, sondern werden instantan in Fiat umgewandelt. Dies, so Bitpay, eliminiert das Volatilitätsrisiko.

AT&T ist Bitcoin Early Adopter

Nun gehört also auch der größte Telekommunikationsanbieter der Welt zum Kundenstamm von Bitpay. Damit nimmt das Unternehmen eine Vorreiterrolle ein. Schließlich ist es der erste Konzern seiner Branche, der Bitcoin akzeptiert.

Wir sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten zur Verbesserung und Erweiterung unserer Dienstleistungen,

sagte Kevin McDorman, Vice President bei AT&T Communications Finance Business Operations. Und weiter:

Wir haben Kunden, die Kryptowährungen verwenden, und wir sind froh, dass wir ihnen eine Möglichkeit bieten können, ihre Rechnungen mit der von ihnen bevorzugten Methode zu bezahlen.

Bitpay als Krypto-Intermediär

Zwar ist Bitpay eine veritable Lösung zur Implementierung von BTC-Zahlungen für Unternehmen. Mit dem Peer-to-Peer-Charakter von Bitcoin steht dies allerdings in einem gewissen Widerspruch. Schließlich ist einer der fundamentalen Grundsätze der Kryptowährung Nr. 1, dass Intermediäre obsolet werden. Diesen Einwänden zum Trotz dürfte die Bitpay-Implementierung durch Unternehmen vom Schlage AT&Ts für einige Aufmerksamkeit sorgen – und das ist eine gute Nachricht.

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Steam-Konkurrent The Abyss: Krypto-basierte Gamingplattform kooperiert mit Fortnite-Entwickler

Die Token-basierte Gaming-Plattform The Abyss kann einen unternehmerischen Erfolg verbuchen. Die bis dato nur wenig bekannte Plattform verkündete so eine Kooperation mit dem Spiele- und Softwareentwickler Epic Games. Spielentwickler, die die vom Branchenriesen Epic entwickelte Unreal Engine nutzen, sollen auf The Abyss künftig bevorzugte Konditionen erhalten.

Wie diese Vergünstigungen konkret aussehen, ist nicht bekannt. Laut Coindesk, denen diese Informationen exklusiv vorliegen, haben beide Parteien auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung verwiesen. Mike Gamble, Leiter der Spielelizensierung bei Epic, schlug in seinem Statement indes einen freudigen Ton an:

Wir freuen uns, dass The Abyss beschlossen hat, den Entwicklern und Publishern, die die Unreal Engine nutzen, auf seiner Plattform zusätzliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Die Unreal Engine 4 lässt sich auf Hunderte von Millionen von Spielern skalieren, und der Zugang zu erstklassigem Support und Verbindungen mit der globalen Community kann für den Erfolg von großen Spielen mit Live-Betrieb entscheidend sein.

Unreal Engine ist „erfolgreichste Videospiel-Engine“

Im Unterschied zum Neueinsteiger The Abyss haben Epic Games in der Gaming-Branche den Status von Legenden. Die US-amerikanische Spieleschmiede entwickelte etwa das aktuell höchst erfolgreiche Fortnite oder die kultige Unreal-Tournament-Reihe. Darüber hinaus wirtschaftet sie mit der Lizensierung der hauseigenen Unreal Engine. Diese Entwicklungsumgebung existiert mittlerweile in ihrer vierten Version. Sie kommt in zahlreichen Videospielen zum Einsatz. Im Jahr 2014 kürte das Guinness-Buch der Rekorde die Unreal Engine gar zur „erfolgreichsten  Videospiel-Engine“. Die Kooperation mit Epic dürfte für The Abyss folglich mit einem starken Popularitätsboost einhergehen.

The Abyss setzt auf Utility Token

The Abyss selbst existiert erst seit diesem Jahr. Dem Launch der Gamingplattform war ein erfolgreiches ICO vorangegangen. The Abyss nahm 15 Millionen US-Dollar ein. Die Seite gibt Entwicklern die Möglichkeit, ihre Spiele auf der Plattform zum Verkauf anzubieten. The Abyss funktioniert dabei über einen hauseigenen Utility Token, der auf der Plattform als Zahlungsmittel genutzt werden. Besitzer des Token erhalten außerdem weitere Vorteile.

Im Vergleich zum Plattformriesen Steam hält sich die Reichweite von The Abyss bislang noch in Grenzen. Steam selbst verabschiedete sich allerdings schon im Jahr 2017 aus dem Krypto-Space. Wegen hohen Kursschwankungen setzte die Plattform Bitcoin als akzeptiertes Zahlungsmittel aus.

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Schweizer SIX-Börse bastelt an Stable Coin

SIX Exchange, die größte Schweizer Börse, arbeitet an einem Stable Coin für den Gebrauch auf ihrer Digitalbörse (SDX). In einer E-Mail an das englischsprachige Krypto-Magazin CoinDesk bestätigte SIX am 22. Mai: „Ja, wir arbeiten aktuell an einem CHF Stable Coin.“ Weitere Details nannte die Sprecherin des Unternehmens mit Sitz in Zürich nicht. Es bleibt also unklar, ob der SIX Stable Coin auch abseits der SIX-Digitalbörse Verwendung finden wird. Auf SDX kann ein Stable Coin mit Fiat-Kopplung Transaktionsprozesse beschleunigen und effizienter machen.

Die SIX-Exchange entstand im Mai 1995 durch den Zusammenschluss der drei Börsen Genf, Basel und Zürich. Sie macht einen Umsatz von etwa 733 Milliarden Schweizer Franken (etwa 726 Milliarden US-Dollar) jährlich.

Anwendungsmöglichkeiten für einen SIX Stable Coin.

Grundsätzlich nutzen fiatgekoppelte Stable Coins der Akzeptanz von Distributed-Legder-Technologien im traditionellen Finanzgeschäft.

Ein Stable Coin innerhalb einer Blockchain dient außerdem der Automatisierung und Wertsteigerung von Smart Contracts. Abseits von simplen Kaufgeschäften verbessern diese beispielsweise die Gewinnverteilungsprozesse für Unternehmen.

Auf SDX wären zudem Atomic Swaps, also der Austausch von Wertpapieren und anderen Anlageformen zwischen den Blockchains, denkbar. Diese Cross-Chain-Transaktionen tragen mit ihrer Flexibilität zur Überlegenheit tokenisierter Finanzprodukte bei.

Banken-Wettlauf um den Stable Coin

SIX kristallisiert sich bereits seit geraumer Zeit als Wegbereiter für die Blockchain-Technologie im etablierten Bankengeschäft heraus. Während die meisten staatlichen Wertpapierbörsen noch zögerlich mit der Tokenisierung von Wertanlagen umgehen, marschiert SIX mit großen Schritten voran. So führte die Schweizer Börse den weltweit ersten Krypto-ETF (Exchange Traded Product) Ende 2018 ein.

Derweil arbeiten auch andere große Finanzinstitute an Stable Coins: J.P. Morgan entwirft einen JPM Coin, ein Zusammenschluss von einem Dutzend führender Banken investiert 50 Millionen US-Dollar in den Utility Settlement Coin. Wer das Rennen um den ersten Stable-Coin-Erfolg für sich entscheiden wird, bleibt spannend.

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6.576 Prozent: Block.one verzeichnet Rekordrendite und zahlt Investoren aus

Das Wirtschaftsmagazin Bloomberg berichtet am 22. Mai von den finanziellen Erfolgen des Krypto-Start-ups Block.one. Das Unternehmen zahlt frühen Anteilseignern eine Rendite von 6,6 Millionen US-Dollar aus. Bei 100.000 US-Dollar Anlagewert entspricht das einer Kapitalsteigerung von 6.567 Prozent.

Block.com wird mit dem Rückkauf von zehn Prozent seines Aktienbestandes auf 2,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. 2017 betrug der Unternehmenswert noch 40 Millionen US-Dollar.

Rekordrendite trotz Bärenmarkt

Block.one sammelte im Juni 2018 etwa vier Milliarden US-Dollar bei einem ICO (BTC-ECHO berichtete). Damit stellte das Start-up einen Rekord auf und rief prominente Investoren wie Peter Thiel und Bitmain auf den Plan. Das ICO folgte auf einen einjährigen Token Sale, der auf Plänen für ein dezentralisiertes Smartphone-Betriebssystem basierte.

Block.one weckte auch deshalb Begeisterung bei Anlegern, weil es mit blockchainbasierten Produkten Gewinne erwirtschaftete, während die Branche sich in der tiefen Krise des Krypto-Winters befand.

Erfolgsrezept: Große Ambitionen, wenig Transparenz

Die Devise des Start-ups mit Sitz auf den Caymaninseln und Hongkong: klotzen statt kleckern! Block.one machte 174 Millionen US-Dollar Umsatz durch Wagniskapitalinvestitionen, während der CEO Brendan Blumer teilweise mit Milliardär Mike Novogratz zusammenarbeitete. Das Kapital aus dem Token Sale kam dem VC-Fonds EOS VC zugute, das der Entwicklung von Blockchain-Anwendungen für EOSIO gewidmet ist. EOS VC sammelte Investorengelder von insgesamt einer Milliarde US-Dollar.

Richard Burton, Mitbegründer von Balance.io, sagt über Block.one:

Sie haben es geschafft, ein sehr cleveres System zur größtmöglichen Kapitalanhäufung zu entwickeln.

Er merkt an, dass Block.com trotz seines Erfolges mehr Transparenz im Umgang mit Investorengeldern zeigen sollte. Tatsächlich erntete Block.com, das im Juni 2019 ein neues Social-Media-Produkt vorstellen will, indes nicht zum ersten Mal Kritik für seine undurchsichtigen Kapitalströme.

CEO Blumer äußerte sich im November 2019 in einem Bloomberg-Interview außerdem zu den Vorwürfen. So sagte er: „Zu viel Transparenz in allem, was wir alltäglich tun, kann Wettbewerbsvorteile während der Testphasen neuer Technologietypen mindern.“

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Bitcoin-Börse Kraken geht auf Investorenjagd

Der Bitcoin-Markt sorgt wohl auch bei den großen Playern für Optimismus. Erst kürzlich hatte die Krypto-Börse Bitfinex mit einem (umstrittenen) Token Sale eine Milliarde US-Dollar eingenommen. Auch Konkurrent Kraken möchte den allgemeinen Investitionseifer anzapfen. Kunden haben nun die Möglichkeit, Anteile der altehrwürdigen Bitcoin-Börse in szenetypischer Token-Form zu erwerben. Kraken kooperiert hierfür mit dem Investmentdienstleister Bank to the Future. Die Tradingplattform sammelte bereits über acht Millionen Euro ein.

Kraken informierte Kunden durch eine E-Mail über die Investmentmöglichkeit. Darüber hinaus gab die Bitcoin-Börse den Verkauf der Anteile auf Twitter bekannt:

Wir sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten, den Zugang zu unserem Eigenkapital zu demokratisieren, damit mehr unserer geschätzten Kunden zu wertvollen Investoren werden können. Zu diesem Zweck haben wir mit @BankToTheFuture eine Partnerschaft geschlossen, um auf diese Weise eine Möglichkeit zu schaffen, in Kraken zu investieren.

Über die Hälfte des Investmentziels bereits erreicht

Der Twitter-Ankündigung zum Trotz ist der Kauf von Anteilen letztlich nicht allen Investoren gegenüber geöffnet. Zum einen beläuft sich die Mindestsumme für ein Investment auf 1.000 US-Dollar (895,40 Euro). US-Bürger müssen laut Reddit-Posting außerdem zusätzlich hohe Vermögenswerte aufweisen. Dies ist nötig, um Anforderungen der Börsenaufsichtsbehörde SEC gerecht zu werden.

Nichtsdestoweniger sicherte Kraken sich bereits über acht Millionen Euro. Laut Übersichtsseite stammt das Geld von 827 Investoren. Kraken zielt mit dem Verkauf der Anteile auf insgesamt 13,8 Millionen Euro. Investoren haben noch Zeit bis zum 20. Juni.

Kraken handelt auch mit Bitcoin Futures

Die Infoseite von Bank to the Future präsentiert Kraken als eine der reichweitenstärksten Bitcoin-Börsen. Demnach verfügt Kraken über vier Millionen Kunden. Der Börsenumsatz soll sich im Jahr 2018 auf 85 Milliarden US-Dollar belaufen haben.

In der Tat machte Kraken erst kürzlich mit dem Erwerb der Futures-Plattform Crypto Facilities Schlagzeilen. Die Bitcoin-Börse erwarb das britische Unternehmen indes für eine Rekordsumme. Crypto Facilities handelt mit Bitcoin-Futures und anderen Krypto-Derrivaten. Die Futures sind indes nur für Kunden außerhalb der Vereinigten Staaten verfügbar.

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„Undiskutable Fakten“: Bitcoin-Börse Bitfinex zeigt New Yorker Staatsanwaltschaft den Mittelfinger

850 Millionen US-Dollar an veruntreuten Kundengeldern hin oder her – die Bitcoin-Börse Bitfinex sowie das Stable-Coin-Unternehmen Stable Limited wehren sich aktuell gegen die Klage der New Yorker Staatsanwaltschaft. [Die Hintergründe des Bitfinex-Dramas finden sich unter anderem hier].

Eine Bitcoin-Börse schlägt zurück

Denn, so geht aus einem Schreiben der Staatsanwaltschaft hervor: Sie sieht sich nicht in Verantwortung, zumindest nicht im US-Bundesstaat New York. Dementsprechend heißt es vonseiten der Anwälte:

Die […] New Yorker Staatsanwaltschaft hat diese spezielle Prozedur angeblich angestoßen, um „New Yorker Investoren zu beschützen.“ Aber die [New Yorker Staatsanwaltschaft] hat zwei Kryptowährungsunternehmen ins Visier genommen, die nichts mit New Yorker Investoren zu tun haben – die Unternehmen erlauben keine New Yorker auf ihren Plattformen und weder werben sie [dort], noch unterhalten sie dort in anderer Weise Geschäfte. [Die Staatsanwaltschaft] hat in keinster Weise […] „Opfer“ in New York (oder, um es zu erwähnen: irgendwo sonst) identifiziert.

Außerdem, so die Schrift der Anwälte weiter, habe die New Yorker Staatsanwaltschaft ein Gesetz angewendet, dass nicht angemessen sei. Bei diesem Gesetz handelt es sich nämlich um den „Martin Act“, der auf Wertpapiere und Rohstoffe [„Commodities“] ausgelegt ist. Der betroffene Stable Coin Tether hingegen falle nicht unter dieses Gesetz.

Im Angesicht dieser „undiskutablen Fakten“, so das Schreiben weiter, habe die New Yorker Staatsanwaltschaft die komplette Anklage zu unterlassen. Daher forderten sie also, dass diese „lästigen Forderungen“, die über BitFinex und Tether schwebten, mit sofortiger Wirkung eingestellt werden.

Einordnung der Forderungen

So bitter diese Pille auch schmecken mag: Die Punkte, die die Anwälte der Bitcoin-Börse und ihren Verbündeten machen, sind stichhaltig. Schließlich führen sie im Dokument weiter aus, dass sie ihre Geschäfte hauptsächlich aus Hongkong, der Schweiz und Taiwan führten. Ferner betrieben sie keinerlei Geschäfte im US-Bundesstaat New York und betrieben dort dahingehend auch keine Werbung.

Man mag sich hier an das Urteil des Kammergerichts Berlin erinnert fühlen: Selbiges entschied im Oktober vergangenen Jahres, dass die BaFin beim Verbot von Bitcoin-Automaten ihre Kompetenzen überschritten habe. Die Schlussfolgerung: Bis auf Weiteres ist der Handel mit Bitcoin in Deutschland legal. Der Zusammenhang mit der Causa BitFinex: Sowohl die New Yorker als auch die deutschen Behörden haben nach wie vor nicht die nötigen Mittel, um angemessen auf Vorgänge im Bitcoin-Ökosystem zu reagieren. Die neuen Finanztechnologien lassen sich also nicht mit bestehenden Gesetzen fassen. Die Regulierungsversuche sind in diesen Staaten – zumindest bis es entsprechende Gesetze gibt – dazu verdammt, zu scheitern. In diesem Licht erscheint das angestrebte Bitcoin-Verbot der Linken besonders absurd.

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