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Wo sind all die Bitcoin (BTC) hin? – Terra (LUNA) legt Reserven offen

Das Drama um das Blockchain-Projekt Terra geht in die nächste Runde, so hat das Entwicklerteam hinter der gecrashten zugehörigen Kryptowährung LUNA und dem gescheiterten algorithmischen Stablecoin UST nun in einem neuen Twitter-Thread genau aufgeschlüsselt, wie die Bitcoin-Reserven des Projekts abverkauft wurden.

Die zuständige Luna Foundation Guard (LFG) verspricht im Zuge dessen auch, „die verbleibenden UST-Nutzer zu entschädigen“, wobei die Kleinanleger bevorzugt werden sollen.

Wie die LFG nun offenlegt, hat die Stiftung in den letzten Tagen 80.081 Bitcoin (BTC) bzw. 99,61 % ihrer Bitcoin-Reserven veräußert. Dabei wurden „33.206 BTC für 1.164.018.521 UST verkauft“ und weitere 47.188 BTC in einem direkten Tauschgeschäft mit einer dritten Partei in TerraUSD (UST) konvertiert. Demnach sind nun noch 313 BTC übrig.

Interessanterweise hat die LFG bisher keine Reserven in Form der Kryptowährungen Binance Coin (BNB) und Avalanche (AVAX) verkauft, von denen jeweils 40.000 bzw. 2.000.000 Währungseinheiten vorhanden sind.

In der unten stehenden Grafik wird die aktuelle Zusammensetzung der LFG-Vermögen verdeutlicht:

Der Grund für die massiven Veräußerungen ist der Versuch, den firmeneigenen Stablecoin, der mit seiner Abkopplung vom US-Dollar Ursprung des Debakels um das Terra-Projekt ist, durch Ankäufe im Kurs zu stabilisieren. Je weniger Währungseinheiten im Umlauf sind, desto mehr bewegt sich der Kurs zurück in Richtung der angestrebten 1 US-Dollar, so zumindest die Hoffnung:

Ob diese Anbindung wiederhergestellt werden kann und ob damit langfristiger Erfolg des algorithmischen Stablecoins erreicht werden kann, darf bezweifelt werden.

Durch die ergriffenen geldpolitischen Maßnahmen setzen sich die Reserven der LFG nun zunächst wie folgt zusammen:

Zusammensetzung der LFG-Reserven. Quelle: LFG

Krypto-Anleger, die die zugehörige Terra-Kryptowährung LUNA im Staking festgeschrieben hatten, sollen ihre Guthaben innerhalb der nächsten 20 Tage ausgezahlt bekommen. Allerdings sind diese Gelder inzwischen wohl nahezu wertlos, denn der LUNA-Kurs ist im Vergleich zum Rekordhoch um mehr als 99 % eingebrochen und verweilt derzeit nur noch auf ca. 0,0002 US-Dollar.

Der einstige Shootingstar der Kryptobranche, der zwischenzeitlich ein Ökosystem im Wert von 50 Mrd. US-Dollar vorweisen konnte, hält mittlerweile nur noch mickrige 82 Mio. US-Dollar in seiner Reserve, weshalb die Krypto-Community die Implosion des Projekts nur noch mit Fassungslosigkeit kommentiert.

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Investmentexperte Raoul Pal prognostiziert Ende des Abwärtstrends im Sommer

Der Großinvestor Raoul Pal ist überzeugt, dass der momentane Abwärtstrend auf dem Kryptomarkt erst wieder vorbei geht, sobald die amerikanische Zentralbank ihre Leitzinserhöhungen wieder einstellt. Dies könnte laut Pal bereits in den nächsten Monaten geschehen.

„Es ist unwahrscheinlich, dass die Zentralbank die Leitzinsen so schnell und hoch treiben wird, wie viele erwarten. Ich vermute, dass sie schon im Sommer wiederum damit aufhören wird“, wie der Investmentexperte im exklusiven Interview mit Cointelegraph prognostiziert.

Dabei sieht Pal die Kombination aus hohen Leitzinsen und der Angst vor einer neuen Rezession als treibende Kräfte für die momentane Schwäche auf dem Kryptomarkt.

„Die Löhne der Privatanleger sind nicht in gleichem Maße gestiegen wie die Preise, weshalb es ihnen an überschüssigem Vermögen fehlt, sie können also weniger investieren“, so der Experte.

Dementsprechend geht Pal davon aus, dass die Bodenbildung noch nicht abgeschlossen ist und dass der richtige Crash für Kryptomarkt und Aktienmarkt erst noch bevorstehen könnten.

„Auf dem Kryptomarkt könnte es zu massiven Liquidierungen kommen, sobald dies auch auf dem Aktienmarkt passiert, das könnte wiederum einen Crash auslösen“, so der Investor weiter.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird die US-Zentralbank laut Pal dann die Daumenschrauben der Geldpolitik lockern, damit neue Liquidität in die Märkte fließen kann, was wiederum den nächsten Aufwärtstrend auf den Kryptomärkten einläuten könnte.

„Ab da werden Anleihen, Kryptowährungen und einige der Tech-Aktien wieder deutlich nach oben gehen“, wie der Experte meint.

Neben den makroökonomischen Rahmenbedingungen gibt es jedoch noch andere Faktoren, die den nächsten Aufwärtstrend einläuten könnten, so zum Beispiel die Genehmigung des ersten „Direkt-ETFs“ für Bitcoin in den USA und der Umstieg von Ethereum auf das Proof-of-Stake (PoS) Konsensverfahren, der für das dritte Quartal 2022 angestrebt wird.

Das ganze Interview mit Raoul Pal könnt ihr auf dem YouTube-Kanal von Cointelegraph sehen.

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Mark Cuban: „Wirtschaftliche Nutzung wird wichtige Triebfeder für Smart Contracts“

Der prominente amerikanische Unternehmer Mark Cuban sieht breite wirtschaftliche Nutzung von Smart Contracts als nächsten großen Katalysator für die Adoption von Krypto und Blockchain.

Cuban, der sowohl als Besitzer der Dallas Mavericks als auch als Milliardär und Großinvestor bekannt ist, sieht in der momentanen Schwächephase des Kryptomarkts Parallelen zur Dotcom-Blase Anfang der 2000er, als viele Internetunternehmen ebenfalls an ihrem großen Hype gescheitert sind.

Der Kryptomarkt gibt zurzeit ein ähnlich trauriges Bild ab, denn nahezu alle der Top-100 Kryptowährungen verzeichnen in den letzten sieben Tage zweistellige Verluste.

Dabei gibt es für diesen marktweiten Crash augenscheinlich mehrere Gründe, darunter nicht zuletzt die jüngste Leitzinserhöhung der amerikanischen Zentralbank. Für Cuban ist die Lage klar, so meint der Großinvestor, dass sich der Kryptomarkt derzeit in einer „Imitatitionsphase“ befindet, in der es nicht zu wirklicher Innovation kommt.

„Krypto hat derzeit einen ähnlichen Durchhänger wie das Internet damals“, so der fachkundige Unternehmer, der selbst aus der Tech-Branche stammt.

Dahingehend erklärt Cuban, dass Projekte, die nur „das kopieren, was alle anderen auch machen“, indem sie NFT-Projekte oder DeFi-Projekte auf andere Blockchains übertragen, letztendlich aussterben werden, weil es nicht dieselben Produkte auf allen Chains brauche.

Vielmehr ist der Mavs-Besitzer der Ansicht, dass sich langfristig allen voran Smart-Contract-Plattformen durchsetzen werden, die auf eine kommerzielle Nutzung ausgelegt sind:

„Was wir bisher nicht gesehen haben ist, dass Smart Contracts für die Steigerung von Produktivität und Rentabilität genutzt werden. Das wird die nächste große Triebfeder sein. Wenn Unternehmen sich durch die Nutzung von Smart Contracts einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können, dann werden sie das auch tun. Diejenigen Blockchains, die das erkennen, sind die, die überleben werden.“

Im Hinblick auf die institutionelle Unterstützung für die verschiedenen Smart-Contract-Plattformen zeigt der Marktbericht von CoinShares auf, dass Ether (ETH), Solana (SOL), Polkadot (DOT) und Cardano (ADA) zurzeit erste Wahl sind.

Laut Bericht bevorzugen die Geldgeber dabei ganz eindeutig Investmentfonds mit ETH, denn hier werden satte 1,38 Mrd. US-Dollar investiert. Als nächstes folgt Solana mit 219 Mio. US-Dollar, während Investitionsprodukte für Polkadot und Cardano ähnlich starke 116 Mio. und 115. Mio. US-Dollar einspielen.

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FTX-Regulierungschef Wetjen sieht CFTC-Antrag als Innovationschance für Behörden

Chris Giancarlo, der ehemalige Vorsitzende der amerikanischen Handelsaufsicht CTFC, der in der Kryptobranche während seiner Amtszeit von 2017 bis 2019 auch als „Crypto Dad“ bekannt war, hat sich im Rahmen der Konferenzveranstaltung Crypto Bahamas zur Regulierung der Anlageklasse in den USA geäußert. Dahingehend stellt Giancarlo fest, dass ein Großteil der geltenden Vorschriften noch aus den 30er-Jahren stammt und schlichtweg „nicht mehr anwendbar“ auf die heutige Realität der Kryptobranche ist.

In diesem Zusammenhang äußert Giancarlo auch seine Bedenken, dass die Zentralbanken versuchen, Kryptowährungen zu untergraben. „Wenn man liest, was die Europäische Zentralbank (EZB) so sagt, dann ist das nichts als Panikmache vor Kryptowährungen“, so der Experte. China hätte bereits ähnlich agiert und sogar ein gänzliches Krypto-Verbot durchgesetzt, um die eigene Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) bzw. den digitalen Yuan konkurrenzlos zu machen.

Nach seiner Amtszeit bei der CFTC hat deren ehemaliger Vorsitzender dann die Digital Dollar Foundation gegründet. Diesen Innovationsgeist wünscht sich Giancarlo nun von seinen Nachfolgern, denn die momentane Krypto-Regulierung würde „von einer vergreisten Führung gestaltet […] und zwar nicht nur im Weißen Haus, sondern innerhalb der gesamten Regierung“.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion tauschte sich Giancarlo mit dem ehemaligen CFTC-Kommissar Mark Wetjen, der inzwischen als Direktor für Regulierung und Lobbyarbeit bei der Krypto-Handelsplattform FTX tätig ist. Wetjen gibt zu bedenken, dass die amerikanischen Regulierungsbehörden „aus einer großen Anzahl an Entscheidungsträgern bestehen, die alle ihre eigene Auffassung haben und momentan noch herausfinden müssen, wie neue Produkte in den bestehenden Rechtsrahmen passen“.

„Was wir meiner Meinung nach wirklich brauchen, ist mehr Unternehmergeist und Mut innerhalb der einzelnen Behörden“, was die Vorgabe der Marschrichtung im Hinblick auf die Regulierung in einem noch unbekannten Feld betrifft, so Wetjen weiter.

„Der Antrag der FTX, der der CFTC vorliegt, ist für die Behörde eine Chance, für sich selbst innovativ zu sein“, wie der Ex-Kommissar der Handelsaufsicht mit Blick auf einen Zulassungsantrag seines neuen Arbeitgebers meint. Dem fügt er an: „Wir wollen keine Sonderbehandlung, ganz und gar nicht. Alles, was wir fordern, ist innerhalb der geltenden Bestimmungen umsetzbar.“

„Was wir möchten, wie aus unserem Antrag ersichtlich ist, ist die Möglichkeit, dass Marktteilnehmer unsere Plattform nutzen können, ohne dass es dafür einen Mittelsmann braucht. Aber das soll nur einer von vielen Wegen sein“, wie Wetjen ausführt. Dahingehend schließt er ab:

„Mit anderen Worten: Wenn Broker und Zwischenhändler ebenfalls auf unserer Plattform aktiv werden wollen und ihre Kunden mitbringen wollen, dann geht das natürlich auch.“

Das im Antrag der FTX vorgeschlagene Modell beschreibt Wetjen als „Echtzeitrisikomodell“, das es in den USA so bisher noch nicht gegeben habe. Ein Vorgehen, wie es in anderen Ländern allerdings schon längst üblich ist, so der Regulierungsexperte.

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NEIN zum Digitalen Euro – EU bekommt vernichtendes Feedback aus der Bevölkerung

Weniger als zwei Wochen nachdem die Europäische Kommission in ihrer Sondierung zum „Digitalen Euro für die EU“ die Phase für öffentliches Feedback eröffnet hat, haben sich bereits mehr als Privatpersonen und Unternehmen zu der Initiative zu Wort gemeldet. Dabei läuft die Frist für Rückmeldungen erst am 14. Juni aus.

Neben einem offenen Kommentarbereich auf der offiziellen Webseite, in dem jeder EU-Bürger seine Meinung äußern kann, wird noch über einen gesonderten Fragebogen auf die Ansichten von Branchenköpfen, Behörden und Experten abgezielt, was die Einführung eines Digitalen Euro angeht. Allen voran wichtige Punkte wie Datenschutz, Geldwäschebekämpfung (AML), Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung (CFT), Finanzstabilität sowie die Bedürfnisse und Wünsche der Endnutzer stehen dabei zur Debatte.

Die Sondierung bzw. die öffentliche Konsultationsphase gehen dem Gesetzgebungsverfahren durch die Kommission voraus, das erst für 2023 geplant ist.

Der Krypto-Lobbyist Patrick Hansen hatte im Rahmen der vorherigen Konsultationsphase zum Digitalen Euro im vergangenen Jahr bereits zu bedenken gegeben, dass der Großteil der Menschen Zahlungen als Privatsache empfindet. EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni entgegnete jedoch, dass „ein komplett anonymer Digitaler Euro nicht wünschenswert ist“.

Eine Stichprobe des bisherigen Feedbacks auf der offiziellen Seite zur Initiative zeigt, dass es scheinbar eine generelle Ablehnung des Projekts gibt. So schreibt zum Beispiel ein anonymer Bürger auf Deutsch:

„NEIN! Es gibt bereits digitale Zahlungsmittel! Wofür brauchen wir dann eine CBDC […] für noch mehr Überwachung, zur Verhinderung von Bank-Runs, oder um Abhängigkeit und die daraus entstehende Versklavung der Menschheit voranzutreiben? Damit verhindert man keine Geldwäsche; die wird im großen Stil durch die oberen 10.000 bereits in Steueroasen wie z.B. den Cayman Islands, Macau, Dubai, usw. betrieben.“

Ein weiterer deutscher EU-Bürger mit dem Namen Michael Hagmüller schlägt ebenfalls in die Kerbe, dass die Politik die geplante Digitalwährung womöglich als Instrument für Eingriffe in die Grundrechte der Bevölkerung nutzt:

„Ich bin gegen einen Digitalen Euro von der EU. Ich befürchte, dass damit grundlegende Freiheiten bedroht werden und dass autoritäre Regierungen dadurch möglicherweise die totale Kontrolle bekommen. Das Beispiel der Maastricht-Kriterien zeigt, dass sich die Regierungen nicht unbedingt an die vorgegebenen Regel halten, weshalb ein Digitaler Euro den Staaten Tür und Tor öffnen könnte, um mit ihren Bürgern zu machen, was sie wollen, und um Opposition zu unterdrücken.“

Interessanterweise finden sich in der Kommentarfunktion überwiegend deutsche Reaktionen, wobei das negative Feedback zum Digitalen Euro scheinbar überwiegt. Ein niederländischer Kommentator sieht die Initiative jedoch ähnlich kritisch wie seine Nachbarn, wobei dessen Kritik noch etwas moderater ausfällt. So meint Marcel Diepstra, dass sich die EU lieber auf die Regulierung von Kryptowährungen konzentrieren sollte, anstatt an der Einführung eines Digitalen Euro zu arbeiten:

„In den letzten 13 Jahren haben wir gesehen, dass kryptografisch abgesicherte Digitalwährungen sicher und vertrauenswürdig sind, obwohl sie komplett dezentralisiert sind. Wenn sie richtig konzipiert sind, dann können diese Währungen von niemandem manipuliert werden, ohne dass es die Zustimmung von allen Stake-Holdern gibt.“

Zudem befürchten einige Europäer, dass der Digitale Euro für eine verstärkte Machtkonzentration in den Händen der großen europäischen Wirtschaftsländer sorgt. Allen voran Kommentatoren aus kleineren Nationen äußern diese Angst, so zum Beispiel Milan Golier aus der Slowakei, der sich um die Souveränität der verschiedenen Mitgliedsstaaten sorgt:

„Weder ich noch meine Familie sind dafür. Ich finde, dass die EU damit zu weit geht, die wirtschaftliche Hilfe zwischen souveränen Staaten wird immer mehr zur Diktatur, die von zwei großen Playern bestimmt wird, das wollen wir ganz sicher nicht.“

Andere stören sich wiederum ganz allgemein an dem Phänomen, dass Geld immer mehr digital wird. Diese Entwicklung könnte durch die Einführung einer europäischen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) nochmal beschleunigt werden, wie die Belgierin Marie Rommelaere stellvertretend meint:

„Für mich ist der Digitale Euro ein Irrläufer, der das schuldenbasierte Geldsystem untermauern soll, in dem wir tragischerweise gefangen sind. Ich will weder den Euro noch irgendeine Digitalwährung. Lasst uns stattdessen eine Währung finden, die von materiellen Reserven wie zum Beispiel Gold abgedeckt wird.“

Das große Volumen des bisherigen Feedbacks sollte allerdings mit Vorsicht genossen werden, denn der Großteil der Kommentare wurde anonym abgegeben oder ist in sehr kurzer Form gehalten, wobei diese Rückmeldungen wiederum überwiegend negativ sind. Die Meinungen spiegeln also nicht zwangsläufig die Meinung der gesamten EU-Bevölkerung wider, obgleich sie einen interessanten ersten Eindruck vermitteln.

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Bitcoin (BTC) mal beiseite: CEO von Robinhood spricht über DOGE als „Währung des Internet“

Der CEO von Robinhood Wladimir Tenew hat am Donnerstag auf Twitter erklärt, wie Dogecoin (DOGE) die „zukünftige Währung des Internet“ werden könnte.

In einem Thread mit 12 Beiträgen erläuterte Tenew, welche Schritte unternommen werden müssten, um den Memecoin in einen verwendbaren Vermögenswert für alltägliche Zahlungen und Transaktionen im Internet zu verwandeln.

Tenew wies zunächst darauf hin, dass die Transaktionsgebühren von Dogecoin mit etwa 0,003 US-Dollar pro Transaktion bereits gering genug seien, um den Altcoin als möglichen Spitzenreiter in Sachen bargeldlose Bezahlung zu positionieren.

Er glaubt, die Blockgröße und die Blockzeit von Dogecoin sind die wichtigsten Bereiche, die verbessert werden müssten, damit die Kryptowährungen eine breitere Akzeptanz findet.

Dogecoin hat derzeit eine Blockgröße von 1 Megabyte und eine Blockzeit von 1 Minute. Das bedeutet, dass der Gesamtdurchsatz von Dogecoin bei etwa 40 Transaktionen pro Sekunde (TPS) liegt.

Im Vergleich dazu hat das Visa-Netzwerk einen Durchsatz von etwa 65.000 TPS. DOGE müsste seinen Gesamtdurchsatz also um etwa fast das 2000-fache erhöhen, um mit Visa gleichzuziehen. Tenew sagte, das sei kein Grund zur Sorge und könne einfach dadurch gelöst werden, indem die Blockgröße von Dogecoin von 1 Megabyte auf 1 Gigabyte und schließlich auf 10 Gigabyte erhöht werde.

Tenew hatte abschließend eine Botschaft für die Entwickler von Dogecoin. Er rief sie dazu auf, sich vor allem auf die Erhöhung der Blockgrößenbegrenzung zu konzentrieren.

Tenew twitterte diese 12 Beiträge kurz nachdem der Dogecoin-Erfinder Jackson Palmer den ehemaligen „Dogecoin CEO“ Elon Musk für die geplante feindliche Übernahme von Twitter kritisierte.

„Man muss schon ziemlich beeindruckende mentale Gymnastik betreiben, um irgendeine Art von ‚Freiheit‘ mit dem reichsten Mann der Welt in Verbindung zu bringen, der eine feindliche Übernahme initiiert und eine der größten öffentlichen Social-Media-Plattformen privatisieren will“, so Palmer in einem Tweet.

Palmer nimmt sich nicht zurück, wenn es Kritik an Musk geht. Mitte Mai letzten Jahres nannte Palmer Musk einen „egoistischen Gauner“ und behauptete, der virale Auftritt des Milliardärs bei Saturday Night Live sei „Cringe“ gewesen.

Der Kurs von Dogecoin ließ sich von den kürzlichen Ereignissen so gut wie gar nicht beeindrucken. Der Token lag in den letzten sieben Tagen zwischen 0,14 US-Dollar 0,15 US-Dollar.

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„Ethereum ist für mich zu langsam“ – TV-Experte setzt auf andere Altcoins

Der prominente Unternehmer und TV-Experte Kevin O’Leary erklärt im Gespräch mit Cointelegraph, dass Ethereum (ETH) für ihn als Finanzdienstleister „zu langsam“ ist, weshalb er lieber auf andere Altcoins wie Solana (SOL), Avalanche (AVAX) und Polygon (MATIC) setzt.

Im Rahmen der diesjährigen Bitcoin-Konferenz in Miami traf sich O’Leary mit Cointelegraph Wirtschaftsredakteur Sam Bourgi, um über seine Haltung zur Kryptobranche und seine derzeitigen Investitionen in den Kryptomarkt zu sprechen. Der aus „Shark Tank“, also der amerikanischen Version der „Höhle der Löwen“, bekannte Finanzexperte gab dabei zunächst detaillierte Einblicke in den Umgang der Investmentbranche mit Krypto-Marktführer Bitcoin (BTC) und weshalb „grünes“ Mining für institutionelle Investoren momentan einen besonders hohen Stellenwert hat.

Zu einem späteren Zeitpunkt im Interview verrät „Mr. Wonderful“ dann noch, dass sein Portfolio inzwischen zu 20 % aus Krypto besteht. Wegen der hohen Volatilität der Anlageklasse fährt er dabei eine diversifizierte Strategie mit 32 verschiedenen Kryptowährungen, die jedoch „keine Shitcoins“ enthält, die keinen wirtschaftlichen Mehrwert generieren. Damit meint er Scherz-Kryptowährungen wie Dogecoin (DOGE) und Shiba Inu (SHIB), die O’Leary eher als „eine Art Glücksspiel wie in Las Vegas“ sieht.

Stattdessen stehen für den Experten Altcoins im Vordergrund, die bestehende Probleme lösen wollen und keine bloßen Spekulationsprodukte sind. Als Beispiel hierfür führt der TV-Experte Solana an, denn die Smart-Contract-Plattform könnte mit höherer Geschwindigkeit und geringeren Kosten zur echten Alternative für Ethereum werden. Welche Projekte sich am Ende durchsetzen, vermag der Unternehmer allerdings nicht zu prognostizieren.

Das ganze Interview mit Kevin O’Leary könnt ihr auf dem YouTube-Kanal von Cointelegraph sehen. In den nächsten Tagen werden noch weitere Interviews zur Bitcoin 2022 folgen, deshalb Like und Abo nicht vergessen!

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Bitcoin Kurs verliert weiter, BitMEX-Chef warnt vor Crash bis auf 30.000 US-Dollar

Der Bitcoin Kurs (BTC) ist am heutigen 11. April zum Handelsbeginn an der Wall Street erwartungsgemäß in Richtung 40.000 US-Dollar eingebrochen.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Bitcoin rutscht Richtung 40.000 US-Dollar

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, nimmt der Abwärtstrend am Montag nach einem enttäuschenden Wochenabschluss weiter Fahrt auf.

Das eher ruhige Wochenende setzt sich mit neuer Volatilität fort, die allen voran wohl dadurch ausgelöst wird, dass die globalen Aktienmärkte zum Wochenbeginn ebenfalls in den Sturzflug gehen.

So schließt der asiatische Aktienindex Hang Seng in Hongkong mit einem Minus von 3 %, während der Shanghai Composite Index ebenfalls um 2,6 % verliert. Der DAX und der britische FTSE 100 verzeichnen ebenso leichte Rückgänge von jeweils ca. 0,77 %.

Zum Handelsstart an der Wall Street richteten sich die Blicke zunächst auf den starken US-Dollar, der am amerikanischen Montagmorgen durch einen erneuten Aufschwung im US-Dollar-Index (DXY) auf über 100 Punkte klettern konnte.

„Sieht aus, als ob der Dollar ein wenig überstrapaziert ist, was sich bei den risikoreichen Finanzprodukten allerdings noch nicht bemerkbar macht“, wie der Krypto-Analyst B C Richfield in diesem Zusammenhang meint. Daraus schlussfolgert er einen möglichen Rücklauf für die amerikanische Landeswährung:

„Ich erwarte einen Rücklauf auf 99,437 Punkte, den hier liegt das Hoch der vorherigen Preisspanne. Falls diese Marke gehalten werden kann, werden die risikoreichen Finanzprodukte wie Kryptowährungen weiter bluten, aber wenn nicht, dann…“

US-Dollar-Index. Quelle: B C Richfield/Twitter

Dementsprechend hängt die weitere Kursentwicklung von BTC/USD also wohl eng mit dem Aktienmarkt zusammen, der seinerseits von der strengeren Geldpolitik der Zentralbanken gebeutelt wird.

Immerhin wird es am morgigen Dienstag neue Informationen über die aktuelle Wirtschaftslage, und damit über die geltenden Rahmenbedingungen, geben, denn der amerikanische Verbraucherpreisindex (VPI) für März dürfte offenlegen, wie stark die Inflation seit Beginn des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine tatsächlich gestiegen ist.

Der Ukraine-Konflikt und dessen Auswirkungen wurden bisher noch nicht umfassend eingepreist, doch auch ohne diesen lag der amerikanische VPI zuletzt fast auf einem 40-jährigen Rekordhoch.

Der Sturm zieht auf

Die erfahrenen Krypto-Experten sind derweil der Ansicht, dass die Zentralbanken ihre Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation, indem der Leitzins erhöht und die Anleihenankäufe zurückgefahren wurden, früher oder später zurückdrehen müssen.

„Es zieht ein massive Sturm für die Wirtschaft auf, und schon sehr bald wird dieser die Zentralbanken auf der ganzen Welt dazu animieren, ihre geldpolitischen Maßnahmen wieder umzukehren“, wie Krypto-Pdocaster Preston Pysh stellvertretend meint. Dem fügt er an:

„Der 40-jährige Trend für Zinsanleihen bricht momentan, die Zinskurvenkontrolle lässt in den USA wohl nicht mehr lange auf sich warten.“

Damit stimmt Pysh in den Tenor des ehemaligen Chefs der großen Krypto-Derivatehandelsplattform BitMEX ein. So bezweifelt Arthur Hayes in seinem aktuellen Blog stark, dass die US-Zentralbank wirklich versucht, die Inflation zu bekämpfen.

„Wie ich schon oft gesagt habe, das Ziel ist nicht wirklich die Bekämpfung der Inflation, sondern der Anschein, die Inflation zu bekämpfen, damit die heimische Politik die wütende Bevölkerung beschwichtigen kann, die mehr arbeitet, obwohl sie sich weniger leisten kann“, wie der Finanzexperte dahingehend feststellt.

„Die Zentralbanken müssen die Daumenschrauben anziehen, anziehen und nochmal anziehen, aber nicht zu fest, denn positive effektive Zinsen würden die auf Schulden basierende Wirtschaft zum Einsturz bringen.“

Langfristig könnte dies zwar zum Vorteil für den Kryptomarkt sein, aber das aktuelle Timing ist eher schlecht. Vielmehr könnte der Druck auf den Aktienmarkt zunächst auch den Bitcoin Kurs weiter mit nach unten ziehen.

„Das tolle an einem Markt, der rund um die Uhr verfügbar ist, ist dass die Entwicklungen alle ganz schnell gehen“, wie Hayes zu bedenken gibt. Daraus folgt seine Warnung:

„Bis zum Ende des zweiten Quartals im Juni gehe ich davon aus, dass Bitcoin und Ethereum bis auf 30.000 US-Dollar bzw. 2.500 US-Dollar abgerutscht sind.“

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Circle wählt BNY Mellon als Verwahrer für USDC-Reserven

Am Donnerstag gab Circle, das Unternehmen hinter dem USD Coin (USDC), bekannt, dass es das Finanzinstitut BNY Mellon als Verwahrer für seine USDC-Reserven ausgewählt hat. BNY Mellon wurde im Jahr 1784 gegründet und ist eine der ältesten Banken Amerikas. Weltweit verwahrt und verwaltet sie ein Vermögen in Höhe von insgesamt über 46,7 Billionen US-Dollar. Sie fungiert als zentrale Anlaufstelle für Kunden, die ihre Anlagen verwalten möchten. Im Rahmen der neuen Partnerschaft wird BNY Mellon nach eigenen Angaben auch prüfen, ob digitales Bargeld für Abrechnungszwecke eingesetzt werden kann. Roman Regelman, der CEO für Asset Servicing und digitaler Leiter bei BNY Mellon, kommentierte dazu: 

„Wir sind an einem Punkt in der Entwicklung unserer Branche, an dem die Digitalisierung von Vermögenswerten sehr vielen Marktteilnehmern neue und spannende Möglichkeiten eröffnet. Als Verwahrstelle für die USDC-Reserven unterstützen wir den Markt insgesamt und bringen den Kunden einen Mehrwert, wobei wir die Rolle als Schnittstelle zwischen Vertrauen und Innovation einnehmen.“

Jeremy Allaire, Mitbegründer und CEO von Circle, fügte noch hinzu:

„Wir verzeichnen weiterhin ein exponentielles Wachstum von USDC und daher bietet uns die Zusammenarbeit mit BNY Mellon die Möglichkeit, Brücken zwischen traditionellen Finanzdienstleistungen und den aufstrebenden Märkten für digitale Vermögenswerte zu schlagen, ohne dabei das Vertrauen zu opfern.“

USDC ist mit über 52 Milliarden US-Dollar im Umlauf (Stand: März 2022) unter den am schnellsten wachsenden digitalen Dollarwährungen weltweit. Wie Cointelegraph bereits berichtete, erreichte das Gesamtangebot an Stablecoins im letzten Monat 180 Milliarden US-Dollar. Die Vereinigten Staaten sind eines der regulierungsfreundlichsten Länder in Bezug auf Stablecoins. Der Gouverneur der US-Zentralbank Waller hatte sich zuvor skeptisch gegenüber der Einführung einer digitalen Zentralbankwährung geäußert, da diese möglicherweise die Innovation im privaten Stablecoin-Sektor behindern würde. 

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Iranische Regierung sieht illegales Mining nicht als Ursache für Stromausfälle

Das iranische Wirtschaftsministerium dementiert die Behauptungen von Tavanir, dem größten Stromversorger des Landes, dass die Engpässe in der Stromversorgung auf das illegale Mining von Kryptowährungen zurückzuführen sind.

Wie aus einem Bericht der Financial Tribune hervorgeht, bewertet Alireza Hadi, der Direktor für Investition und Planung im Wirtschaftsministerium, die dahingehenden Zahlen von Tavanir als „stark übertrieben“. Demnach bezweifelt er auch die Schätzung, dass durch den illegalen Abbau von Kryptowährungen im Iran bereits 3.000 Megawattstunden an Strom verbraucht wurden. „Dies würde dem Stromverbrauch von 3 Mio. Mining-Geräten entsprechen“, wie der Direktor zu bedenken gibt.

Die iranische Regierung erlaubt Krypto-Mining inzwischen offiziell, weshalb Tavanir explizit darauf verweist, dass das illegale, also nicht angemeldete, Mining für einen übermäßigen Stromverbrauch und damit einhergehende Engpässe verantwortlich ist. Im August meinte Tavanir-Sprecher Rajabi Mashhadi deshalb in diesem Zusammenhang:

„Die unangemeldeten Miner sind die Hauptverantwortlichen hinter den Stromausfällen der vergangenen Monate. Es würde 80 % weniger Ausfälle geben, wenn diese Miner ihre Aktivitäten einstellen würden.“

Aus diesem Grund hat der Energieanbieter bereits für mehr als 5.000 Mining-Farmen den Strom abgedreht und mehr als 213.000 Mining-Geräte konfisziert, die potenziell bis zu 850 Megawattstunden verbraucht haben.

Das iranische Wirtschaftsministerium hat bisher 56 Mining-Framen eine Zulassung erteilt, die zusammen knapp 400 Megawattstunden verbrauchen, wie Tavanir schätzt. Im gesamten Jahr 2020 hat das Ministerium zudem Genehmigungen für 126.000 Mining-Geräte erteilt, die gemeinsam ca. 195 Megawattstunden konsumieren.

Allein durch Whistleblower konnte Tavanir vergangenes Jahr knapp 1.100 Mining-Farmen schließen, die nicht über eine Zulassung verfügten.

Iranische Bürger, die illegales Mining bei den Behörden melden, werden mit bis zu 100 Mio. Rial belohnt (480 US-Dollar). Obwohl die Regierung Mining generell erlaubt, muss der Betrieb und die zugehörige Hardware ordnungsgemäß angemeldet werden.

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