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Overstock-Tochter will Liberia bei Digitalisierung mit Blockchain helfen

Die Overstock.com-Tochter Medici Land Governance hat eine Absichtserklärung mit Liberia unterzeichnet. Dabei geht es darum, dem afrikanischen Land zu helfen, Regierungsdienste zu digitalisieren, wie aus einer Nachricht vom 10. Juni hervorgeht.

Das Pro-Bono-Pilotprojekt soll untersuchen, inwieweit Liberia seine Wirtschaft durch Blockchain stärken und die Interoperabilität zwischen den Regierungsbehörden verbessern kann. Dem Land soll es ermöglicht werden, Einnahmen zu generieren und in der Pressemitteilung heißt es auch, dass eine solche Infrastruktur Korruption reduzieren könnte.

Im Rahmen des Projekts wird lokalen Mitarbeitern in Liberia auch ein technologischer Handel angeboten, um nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen und sicherzustellen, dass Blockchain-Systeme nach dem Start aufrecht erhalten werden können. Ali El Husseini, der CEO von Medici Land Governance, sagte:

„Liberia ist in einer guten Position, um die Implementierung einer Blockchain-basierten E-Regierung zu testen. Dieses würde die verschiedenen Ministerien miteinander verbinden, da ihre Dienste digitalisiert und online gestellt werden.“

Laut Patrick M. Byrne, dem Vorstand von Medici Land Governance und CEO von Overstock.com, sei Liberia das dritte Land auf dem Kontinent, das seine Blockchain-Produkte teste. Er fügte hinzu:

„Im Jahr 2019 habe ich mich gefreut und war geehrt, dass afrikanische Länder sich mit der Möglichkeit, ihre Entwicklung durch Blockchain zu beschleunigen, immer stärker anfreunden.“

Im vergangenen August unterzeichnete Sambia eine Absichtserklärung mit Medici Land Governance, das ländlichen Grundbesitzern dabei helfen soll, ihre Besitztümer zu legitimieren und einen Zugang zur Finanzwelt zu erhalten. Das wiederum erleichtert der Regierung, Steuern zu erheben.

Ein ähnliches Abkommen wurde bereits im Februar auch in Mexiko unterzeichnet.

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Präsident der Bundesbank warnt vor Zentralbank-Digitalwährungen

Der Präsident der Deutschen Bundesbank (BBk) weist auf die Risiken von sogenannten Zentralbank-Digitalwährungen hin. Reuters hat die entsprechenden Äußerungen am 29. Mai aufgefasst.

Jens Weidmann, der Präsident der deutschen Zentralbank und Vorsitzende des Verwaltungsrats der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS), ist der Meinung, dass Digitalwährungen, die von Zentralbanken herausgegeben werden, besonders in Krisenzeiten zur Destabilisierung des Finanzsystems beitragen würden.

Dahingehend erklärt der Volkswirt, dass der Zugang zu Digitalwährungen „das Geschäftsmodell der Banken grundlegend verändern würde“. So hätten Sparer bei niedrigen Zinssätzen keinerlei Grund ihr Vermögen bei Privatbanken einzulagern, was einerseits die Existenz der Banken bedrohen und andererseits die Umsetzung der Geldpolitik erschweren würde.  

Des Weiteren würde es in Krisenzeiten auf Grund der verbesserten Zugänglichkeit leichter zu einem sogenannten „Bank Run“ kommen, bei dem die Sparer ihre Gelder alle gleichzeitig abziehen, was unweigerlich zum Kollaps von Finanzinstituten führt und damit das ganze System bedroht.

Die Deutsche Bundesbank gehört dem Zusammenschluss der europäischen Zentralbanken an und gilt als eines der einflussreichsten Mitglieder. Die deutsche Zentralbank hatte als erste den Status der Unabhängigkeit erreicht und bezeichnet sich deshalb als Bundesbank.

Die Form der Bundesbank wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) als Vorzeigemodell für die gesamte Eurozone gesehen.

Die Bundesregierung hat gestern wiederum vermeldet, dass sie auf heimischen Kryptobörsen bisher keine Form der Marktmanipulation feststellen konnte.

Ein Ratsmitglied der EZB hat gestern wiederum die Vorteile der Zentralbank-Digitalwährungen betont, mahnte aber gleichsam zur Vorsicht. Demnach könnten die sogenannten CBDCs als Zahlungsmittel, Tauschmittel und Wertaufbewahrungsmittel eingesetzt werden. Allerdings könne die Nutzung von Digitalwährungen dazu führen, dass immer mehr Leute vom Finanzsystem ausgeschlossen werden.

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Russischer Holding-Gigant schlägt Integration von DLT in allen Regierungssystemen vor

Das verstaatlichte russische Holding-Konglomerat Rostec hat einen Fahrplan für die Anwendung der Blockchain in allen staatlichen Datensystemen vorgeschlagen, berichtet die lokale Finanzzeitung Kommersant am 24. Mai.

Eine Einrichtung unter Rostec hat Berichten zufolge eine Blockchain-Roadmap im Wert von bis zu 85 Milliarden Rubel (1,15 Milliarden Euro) entwickelt, die in fünf Jahren einen wirtschaftlichen Gewinn von bis zu 1,6 Billionen Rubel (22,7 Milliarden Euro) erzielt.

Das Projekt wurde von der Rostec-Strukturbehörde, dem Nowosibirsker Institut für Programmiersysteme (NIPS), während einer Blockchain-Konferenz am 23. Mai in der Republik Tatarstan vorgestellt.

Kommersant zufolge sieht die NIPS-Roadmap eine Blockchain-Implementierung in den Prozessen und Datensystemen von Industrieunternehmen, Kommunalwahlen, die Überwachung der Haushaltsleistung usw. vor.

Jedoch ist die fehlende Regulierung für Kryptowährung und Blockchain ein Haupthindernis für die Annahme des vorgeschlagenen Fahrplans, so der Bericht. Juri Pripatschkin, Präsident des russischen Verbands der Kryptoindustrie und Blockchain, betrachtete die fehlende Regulierung als „katastrophales Hindernis bei der Einführung der Blockchain“.

Der Experte argumentierte, dass eine notwendige Gesetzgebung bereits Ende 2019 durchgesetzt werden sollte, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Währenddessen basiert die Roadmap auf der Annahme, dass die Verordnung im Jahr 2021 in Kraft treten wird.

Auf der anderen Seite erklärte der russische Premierminister und frühere Präsident Dmitri Medwedew kürzlich, dass die Kryptoregulierung für den russischen Staat keine Priorität habe, da Kryptowährungen „an Popularität verloren haben“.

Am 22. Mai behauptete die russische Zentralbank, sie gehe davon aus, dass der Gesetzesentwurf zur Kryptoregulierung im Frühjahr 2019 auf Anordnung von Präsident Putin verabschiedet werden könne.

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Russischer Parlamentarier: „Kryptowährungen treiben Regierungen in den finanziellen Ruin“

Ein hochrangiges Mitglied des russischen Parlaments ist der Überzeugung, dass Kryptowährungen Regierungen in den finanziellen Ruin treiben können. Die russische Nachrichtenagentur Rambler berichtete am 20. Mai von den entsprechenden Äußerungen.

Nikolai Arefiev, der der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation (KPRF) angehört und Vize-Vorsitzender des parlamentarischen Ausschusses für Wirtschaftspolitik und Innovation ist, meint, dass Kryptowährungen dazu benutzt werden, um Gelder am Fiskus vorbei ins Ausland zu schleusen.

Um die damit einhergehende Gefahr zu verdeutlichen, bemüht Arefiev einen drastischen Vergleich und meint, dass der Wiederaufbau Russlands im Jahr 1994 „völlig unmöglich“ gewesen wäre, wenn es Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) schon damals gegeben hätte, da dringend benötigte Steuergelder so ins Ausland abgeflossen wären.

Der 70-jährige Politiker meint in diesem Zusammenhang, dass es für Regierungen ohnehin wenig ertragreich sei, sich mit Kryptowährungen auseinanderzusetzen. Nationen, die sich für ein Krypto-Generalverbot entschieden haben, hätten sich demnach nur für die einfachste Möglichkeit entschieden, ihre Steuereinahmen zu schützen.

Des Weiteren hat Arefiev die russische Öffentlichkeit heute auch vor spekulativem Kapital gewarnt, das seiner Meinung nach mittlerweile 90% der gesamten Weltwirtschaft ausmacht. Bitcoin würde ebenfalls zu diesen Spekulationsgeschäften gehören, die lediglich „Geld durch Geld“ erschaffen und keine Produkte oder Dienstleistungen mit tatsächlichem Mehrwert darstellen.

Russland hat bisher noch keine gesetzlichen Vorschriften zur Regulierung der Kryptobranche verabschiedet. Ministerpräsident Dmitri Medwedew hatte letzte Woche dahingehend verlauten lassen, dass die Ausarbeitung entsprechender Regulierungsvorschriften derzeit keine Priorität genießt, da Kryptowährungen „an Popularität verloren haben“, wie er angibt.

Die Sberbank, die größte Privatbank des Landes, hat Kunden, die Vermögen durch Kryptowährungen erzielen unterdessen dazu aufgefordert, detaillierte Informationen offenzulegen.

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