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83 Länder erforschen CBDC: Atlantikrat lanciert neuen Tracker

81 Länder erforschen die Chancen und Herausforderungen einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC). Fünf Länder davon haben bereits eine digitale Version ihrer Währung vollständig implementiert, wie aus einem neuen Tracker des Atlantikrates hervorgeht. 

Alle fünf CBDCs werden in der karibischen Region eingesetzt. Die Bahamas, St. Kitts und Nevis, Antigua und Barbuda, St. Lucia und Grenada haben alle digitale Bargeldsysteme eingeführt.

In 14 weiteren Ländern, darunter Südkorea und Schweden, sind CBDCs in der Pilotphase, wie der Tracker zeigt.

Der Atlantikrat wurde 1961 gegründet und beschreibt sich selbst als eine überparteiliche Organisation, die versucht, die Führungsrolle der USA in verschiedenen Weltfragen zu fördern. Der CBDC-Tracker, der am 22. Juli vorgestellt wurde, überwacht derzeit 83 Länder und Währungsunionen.

Unter den Ländern mit den vier größten Zentralbanken, die US-Notenbank, die Europäische Zentralbank, die Bank von Japan und die Bank von England, sind die USA bei der Entwicklung von CBDCs am weitesten zurück.

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Die US-Zentralbank erforscht CBDCs schon seit einigen Jahren. Der Vorsitzende Jerome Powell hat im Januar erklärt, die Entwicklung eines digitalen Dollars habe eine „sehr hohe Priorität“ bei der Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität. Derweil glaubt der Präsident der New Yorker Zentralbank John Williams, dass der Aufstieg der Kryptowährungen Herausforderungen für Zentralbanken aufwirft.

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China hat kürzlich signalisiert, dass ausländische Besucher während der Olympischen Winterspiele 2022 den digitalen Yuan verwenden dürfen. Voraussetzung sei, sie teilen der Zentralbank ihre Passdaten mit. Mehrere US-Senatoren, unter diesen auch die Bitcoin (BTC)-Befürworterin Cynthia Lummis, haben die amerikanischen Olympiateilnehmer zum Boykott des digitalen Yuan aufgerufen. Laut der South China Morning Post antwortete Peking auf diesen Aufruf und sagte, die US-Senatoren sollten „aufhören, Ärger zu machen“.

Die Volksbank von China behauptet, fast 21 Millionen Menschen hätten bereits eine virtuelle Wallet für die Nutzung des digitalen Yuan eröffnet.

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Nigeria: Pilotprojekt für digitale Zentralbank beginnt im Oktober

Die Zentralbank von Nigeria (CBN) schaffte es im Jahr 2021 öfter in die Schlagzeilen wegen ihrer Anti-Kryptowährungsmaßnahmen. Dennoch hat die Institution diese Woche ihre Forschung im Bereich Blockchain noch einmal verstärkt und ein klares Datum für das Pilotprojekt ihrer Blockchain-gestützten digitalen Zentralbankwährung (CBDC) festgelegt.

Am 1. Oktober will die CBN ein Pilotprojekt für „GIANT“ lancieren. Das ist ein CBDC-Projekt, das sich seit 2017 in der Entwicklung befindet und auf der Open-Source-Blockchain Hyperledger Fabric läuft.

Rakiya Mohammed, der Leiter für Informationstechnologie bei der CBN, sagte, die Bank werde möglicherweise noch vor Ende 2021 einen Konzeptnachweis durchführen. In einem Webinar mit Interessenvertretern in dieser Woche betonten Vertreter der CBN, dass die Institution es sich nicht leisten könne, zurückzubleiben, während die große Mehrheit der Zentralbanken weltweit ihre CBDC-Forschung und -Entwicklung vorantreibt.

Der Grund für dieses Projekt sei laut CBN unter anderem, dass eine CBDC für das Makro- und Wachstumsmanagement, die Unterstützung des grenzüberschreitenden Handels und finanzielle Inklusion von Vorteil wäre.

Die CBN glaubt, es könne noch weitere Vorteile geben: Eine höhere Effizienz bei Zahlungen und Überweisungen, eine bessere geldpolitische Transmission, eine bessere Eintreibung von Steuereinnahmen und eine einfachere, gezielte Sozialpolitik.

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Neben der CBN hat auch die Bank von Ghana in diesem Sommer die Pilotphase für ihre eigene digitale Zentralbankwährung vorangetrieben. Das Land hat sich als Pionier in der CBDC-Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent positioniert. Es glaubt, von der Zentralbank herausgegebene digitale Währungen seien besser und weniger riskant als dezentrale Kryptowährungen.

Ghanas Vorsicht gegenüber Kryptowährungen wird jedoch von Nigerias viel aggressiveren Maßnahmen in den Schatten gestellt. Nigeria hat Geschäftsbanken und anderen Finanzinstituten unter anderem verboten, Kryptobörsen zu bedienen. Trotzdem sind die Bitcoin (BTC)-Akzeptanz und der Peer-to-Peer-Handel im Land weiter sehr stark.

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Digitaler Yuan: Einsatz nun auch in Versicherungsbranche

Chinas geplante digitale Zentralbankwährung, der digitale Yuan, wurde bereits in einer ganzen Reihe erfolgreicher Pilotprojekte eingesetzt. Unter anderem ging es dabei um die Bereiche e-Commerce, Gehaltszahlungen und auch traditionelle Lotterien.

In dieser Woche soll die Währung in der Versicherungsbranche eingesetzt werden. In Shenzhen wird sie von der lokalen Niederlassung der Volksbank von China zusammen mit einer Tochtergesellschaft von Chinas führendem Versicherer Ping An erprobt.

Das Projekt umfasst eine neue Versicherungspolice, die auf medizinisches Personal im Shenzhener Bezirk Nanshan zugeschnitten ist und ihnen verschiedene Entschädigungen für die Diagnose oder den Tod durch COVID-19 zusichert.

Arbeiter werden durch die Aussicht auf eine bevorzugte Vergütung dazu animiert, die digitale Yuan-Wallet für die Zahlung ihrer Versicherungsprämien zu nutzen, wie es im Bericht heißt.

Wang Peng, Assistenzprofessor in der Gaoling School of Artificial Intelligence an der Renmin Universität von China, hat gesagt, das Pilotprojekt sei von großer Bedeutung, da es die Verwendung des digitalen Yuan weit über E-Commerce und Einzelhandelszahlungen hinaus erprobe und damit seinen praktischen Nutzen in vielen, komplexeren Anwendungsszenarien demonstrieren könne. Peng sagte gegenüber Reportern:

„Wenn sich mehr Nutzer daran gewöhnen, mit dem digitalen Yuan zu bezahlen und der Markt reift, kommen immer mehr Anwendungsszenarien hinzu. Diese reichen dann von der Versicherungsbranche über Finanzdienstleistungen, Lebensdienstleistungen bis hin zum Kauf von Fonds und den Handel mit Wertpapieren.“ 

Ping An soll die Integration des digitalen Yuan für Versicherungsansprüche, Zahlungen und andere Szenarien im Versicherungssektor weiter untersuchen.

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Diese Woche geriet vor allem der digitale Yuan ins Kreuzfeuer der geopolitischen Spannungen zwischen China und den Vereinigten Staaten. Mehrere Senatoren haben einen Brief veröffentlicht, in dem sie das olympische US-Komitees aufforderten, US-Sportlern zu verbieten, die chinesische Digitalwährung zu verwenden oder zu akzeptieren.

Als Reaktion darauf rief der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Zhao Lijian zum Abbau der Spannungen auf und appellierte an die Senatoren, damit aufzuhören, „aus dem Sport eine politische Angelegenheit zu machen und die digitalen Währung in China zu einem Problem zu machen.“ 

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Südkoreanische Internetriesen wollen an Pilotprojekten für digitalen Won teilnehmen

Die Tochtergesellschaften der südkoreanischen Internetriesen Naver und Kakao sind die Top-Anwärter für das erste digitale Zentralbankwährungs-Pilotprojekt (CBDC) des Landes.

Am Montag gab die Bank of Korea (BoK) die vorläufigen Ausschreibungsergebnisse für die Teilnahme an den Pilotprojekten für den digitalen Won bekannt, wie die lokale Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Die Blockchain-Tochter von Kakao Ground X, die Naver-Tochter Line Plus und der Konzern SK Group waren die ersten drei Unternehmen, die sich für einen 10-monatigen CBDC-Pilotvertrag beworben haben.

Die BoK will nun einen Betreiber auswählen, der ein Blockchain-basiertes Simulationsprojekt für den digitalen Won durchführen soll. Die Bank will die Entscheidung im nächsten Monat treffen. Das Pilotprojekt läuft bis Juni 2022 und hat ein Forschungsbudget von umgerechnet 4,3 Mio. US-Dollar).

Dem Bericht zufolge soll die CBDC bei dem Pilotprojekt in einer virtuellen Umgebung getestet werden, die auf der Distributed-Ledger-Technologie basiert. Die BoK will potenzielle Anwendungsfälle im Zusammenhang mit der Ausgabe und Einlösung von CBDCs, elektronischen Zahlungen und Abrechnungen sowie dem Kauf von digitalen Kunstwerken und Urheberrechten untersuchen.

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Die BoK hat im Mai die Ausschreibung öffentlich gemacht. Dabei ging es um die Auswahl eines Technologiepartners für die Untersuchung der Vorteile und Auswirkungen der Einführung einer CBDC. Zuvor hatte die Zentralbank im Februar ein Buch über CBDCs veröffentlicht, in dem sie offiziell ankündigte, dass das Land einen digitalen Won testen wolle.

Kurz zuvor hat Line Plus eine Blockchain-Plattform lanciert, die für die Ausgabe und Verwaltung einer CBDC optimiert ist. Das neue Open-Source-Projekt basiert auf Lines eigener Blockchain-Technologie und soll vertrauliche Zahlungen und schnelle Transaktionen unterstützen.

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Ukrainische E-Bank will ab Juli Bitcoin-Handel anbieten

Die ukrainische Regierung arbeitet immer noch an einer Gesetzgebung für Kryptowährungen. Eine große lokale E-Bank plant nun die Einführung einer Debitkarte vor, die den Handel mit Bitcoin (BTC) ermöglicht.

Die ukrainische Online-Banking-App Monobank hat eine Integration mit einer Kryptowährungs-Handelsplattform getestet, so der Monobank-Mitbegründer Oleg Gorochowski am Montag.

Laut dem Geschäftsführer soll die neue Integration Monobank-Nutzern die Möglichkeit bieten, Bitcoin mit einer Debitkarte zu kaufen und zu verkaufen. Monobank will die neue Funktion noch in diesem Monat freigeben. Es fehlt nur eine Genehmigung durch die Nationalbank der Ukraine, so Gorochowski.

Monobank wurde im Jahr 2017 gegründet und arbeitet unter der Lizenz der Universal Bank, die dem Tycoon Sergej Tigipko gehört. Dieser war ehemals Zentralbankchef und Ex-Vizepremierminister der Ukraine. Im August 2020 lag die Anzahl der Nutzer bei Monobank bei über 2,5 Millionen Kunden.

Gorochowski von der Monobank war auch ein ehemaliger stellvertretender Vorstandsvorsitzender der PrivatBank, der größten Geschäftsbank in der Ukraine. Anfang des Jahres äußerte er sich optimistisch im Hinblick auf Bitcoin. In einem Facebook-Post im Februar sagte Gorochowski, dass Teslas Bitcoin-Investition in Höhe von 1,5 Mrd. US-Dollar ihn endgültig davon überzeugt habe, dass Bitcoin nicht mehr wegzudenken ist. Er gab auch bekannt, dass er selbst eine beträchtliche Summe in Bitcoin investiert habe und sagte voraus, dass BTC bis 2022 100.000 US-Dollar erreichen werde.

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Die ukrainischen Behörden arbeiten an mehreren Gesetzen, die sich auf digitale Währungen beziehen. Oleksandr Bornjakow, stellvertretender Minister des Ministeriums für digitale Transformation, kündigte am vergangenen Mittwoch an, die Behörde empfehle die Annahme des aktualisierten Gesetzentwurfs „Über virtuelle Vermögenswerte“ für eine zweite Lesung.

Am Mittwoch verabschiedete das ukrainische Parlament außerdem neue Gesetze zur Regulierung von Zahlungsmethoden, darunter auch Regelungen zur digitalen Währung der ukrainischen Zentralbank.

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Japan: Mehr Details zu Design des digitalen Yen im Jahr 2022

Japan wird frühestens Ende 2022 mehr Klarheit über das Aussehen und die Form seiner digitalen Zentralbankwährung haben, so ein Beamter der Regierungspartei.

Hideki Murai, der Leiter des Gremiums der regierenden Liberaldemokratischen Partei für digitale Währungen, sagte, die japanische Zentralbank arbeite immer noch daran, die Schlüsselfunktionen des digitalen Yen festzulegen. Es soll etwa definiert werden, welche Einrichtungen als Vermittler zwischen der Zentralbank und den Inhabern von Einlagen fungieren.

„Bis etwa Ende nächsten Jahres werden wir eine klarere Vorstellung davon haben, wie Japans CBDC aussehen wird“, so Murai in einem Reuters-Interview am Freitag. Der Beamte sagte, die Zentralbank glaube nicht, dass eine unmittelbare Entscheidung darüber getroffen wird, ob ein digitaler Yen bis zum Beginn der zweiten Phase des CBDC-Tests nächstes Jahr ausgegeben werden soll. 

Weitere Details über Japans CBDC könnten jedoch zu Diskussionen darüber führen, wie sich der digitale Yen auf Finanzinstitute auswirken wird, so der Beamte.

Japans Finanzbranche befindet sich bereits im Umbruch, da Nicht-Bank-Firmen zunehmend Mittel für Online-Abrechnungen anbieten. Wenn der digitale Yen so gestaltet wird, dass Geschäftsbanken zu wichtigen Vermittlern werden, könnte sich diese Entwicklung umkehren, so Murai. Er fügte hinzu:

„Wenn die japanische Zentralbank eine CBDC ausgeben würde, hätte das enorme Auswirkungen auf die Finanzinstitute und das japanische Abwicklungssystem. Die CBDC könnte Japans Finanzindustrie völlig neu gestalten.“

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Der Beamte sagte auch, die japanische Zentralbank müsse sicherstellen, dass der digitale Yen mit anderen globalen CBDCs kompatibel ist. Damit soll Chinas Fortschritten mit dessen digitalen Yuan Paroli geboten werden. „Wenn ein digitaler Yuan so bequem verwendbar wird, dass Touristen ihn häufig nutzen oder er er zu einem wichtigen Abwicklungsmittel für den Handel wird, könnte sich das Verhältnis zwischen Yen und Yuan ändern“, da der Status des Yen als sicherer Hafen damit erodieren würde, warnte Murai.

Erstmals kündigte die japanische Zentralbank die Entwicklung einer CBDC im Oktober 2020 an und betonte, die Bank habe „noch keinen Plan zur Ausgabe einer CBDC“. Die Bank startete ihre erste CBDC-Testphase im April 2021. Dabei sollte die Entwicklung einer Testumgebung und die Durchführung von Experimenten zu grundlegenden CBDC-Funktionen in Bezug auf Zahlung, Ausgabe, Vertrieb und Rücknahme im Fokus stehen.

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BIZ: „Krypto-Anleger sind besser gebildet als der Durchschnitt“

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), also die den Zentralbanken aller Länder übergeordnete Organisation, widerspricht der Theorie, dass das Anlegen in Kryptowährungen mit einer Ablehnung des traditionellen Finanzsystems in Verbindung steht.

Am Donnerstag hat die BIZ dementsprechend ein Forschungspapier vorgelegt, in dem die sozioökonomischen Hintergründe für Investitionen in Kryptowährungen beleuchtet werden. Die Forschungsarbeit, die sich wiederum auf Daten der amerikanischen Survey of Consumer Payment Choice bezieht, kommt zu dem Schluss, dass das mangelnde Vertrauen in Landeswährungen wie den US-Dollar kein Grund für Investitionen in Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) ist. Dahingehend heißt es:

„Die Nachfrage nach Kryptowährungen ist nicht durch mangelndes Vertrauen in Landeswährungen und das Finanzsystem bedingt, denn es gibt hinsichtlich der Sicherheit keinen wahrgenommenen Unterschied zwischen Bargeld, Offline-Banking und Online-Banking. Wir können deshalb die These ausschließen, dass Kryptowährungen als Alternative für Fiatwährungen und regulierte Finanzdienstleistungen dienen.“

Vielmehr würde es sich bei Kryptowähurngen um „Nischenspekulationsobjekte“ handeln. Aus dieser Annahme ergibt sich für die BIZ wiederum, dass die Ziele von Krypto-Anlegern genau dieselben Ziele sind wie die von Anlegern in anderen Anlageklassen, weshalb auch die Regulierung ähnlich sein sollte.

Darüber hinaus stellt das Forschungspapier eine Korrelation zwischen Krypto-Investitionen und dem Bildungsgrad bzw. Einkommen der Anleger her. So würde gelten, dass Krypto-Anleger „generell besser gebildet sind als der Durchschnitt“. Die Anleger der beiden Kryptowährungen Ether (ETH) und XRP weisen demnach den höchsten Bildungsgrad auf, wohingegen bei Litecoin (LTC) die geringste Bildung festzustellen sei. Wenig überraschend landet Krypto-Marktführer Bitcoin angesichts seiner Massentauglichkeit in der Mitte des Feldes.

Bildungsgrad der Krypto-Anleger verschiedener Kryptowährungen. Quelle: BIS

Die Ergebnisse der BIZ bekräftigen die These, dass Kryptowährungen keine Bedrohung für traditionelle Währungen und Finanzdienstleistungen sind. Einige Regierungen und Behörden hatten in der Vergangenheit immer wieder mit dem Gegenteil argumentiert, und nahmen dies als Anlass, um allen voran gegen Bitcoin vorzugehen.

Ruchir Sharma von Morgan Stanley Investments ist allerdings ganz anderer Meinung, so ist der Analyst der Überzeugung, dass die Vorherrschaft des US-Dollars wegen bröckelndem Vertrauen in das bestehende Finanzsystem zukünftig zu Ende gehen wird, wobei er Bitcoin als großen Nutznießer sieht.

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Erfolgreiche Einflussnahme? – Coinbase-Chef leistete im Mai Überzeugungsarbeit bei der „Fed“

Noch bevor die amerikanische Zentralbank (Fed) angekündigt hatte, dass sie ein Arbeitspapier zu einer eigenen Digitalwährung in Auftrag geben wird, kam es zum Treffen zwischen Fed-Chef Jerome Powell und Coinbase-CEO Brian Armstrong, wie sich jetzt herausstellt.

Dies geht aus dem Terminkalender von Powell hervor, der am gestrigen Freitag für die Öffentlichkeit einsehbar gemacht wurde. Demnach hat sich der Zentralbankchef am 11. Mai für eine halbe Stunde mit Armstrong zum Gespräch getroffen. Teil der Runde war auch der ehemalige amerikanische „Bundestagspräsident“ Paul Ryan, der sich 2019 allerdings aus der Politik zurückgezogen hat. Der genaue Grund für die Anwesenheit von Ryan ist unklar.

Ebenso wenig wird aus dem Terminkalender deutlich, welche Themen im Rahmen des Treffens besprochen wurden. Armstrong hatte bereits am 14. Mai angedeutet, dass er sich in Gesprächen mit hochrangigen Amtsträgern befindet (siehe oben). Damals gab er an, dass er dabei helfen wolle, die wichtigsten Fragen von Parlamentariern und Beamten bezüglich Kryptowährungen zu beantworten und für mehr rechtliche Klarheit für die Branche in den USA zu sorgen.

In diesem Zusammenhang will Armstrong seine Bedenken hinsichtlich einer chinesischen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) zum Ausdruck gebracht haben, die seiner Meinung nach „eine langfristige Bedrohung für den US-Dollar als weltweite Leitwährung werden könnte, sofern die USA nicht schnell selbst eine eigene entwickelt“. Eine Warnung, die scheinbar Gehör gefunden hat, denn knapp eine Woche später kündigte Fed-Chef Powell wiederum an, dass die USA Untersuchungen zur Herausgabe einer Zentralbank-Digitalwährungen einleiten wird.

Zuvor hatte sich der Zentralbankchef noch sehr vorsichtig über eine mögliche CBDC geäußert, so meinte er unter anderem, dass es wichtiger sei, diese „richtig zu machen, als erster zu sein“. Nach seinem Meinungswechsel im Mai stellte er dann immerhin schon eine baldige Prüfung in Aussicht.

Während die USA noch in der Findungsphase sind, führt China bereits erste Pilotprojekte mit dem Digitalen Yuan durch. Allein im vergangenen Monat konnten 100.000 Menschen in der Region Shenzhen die neue Digitalwährung ausprobieren und an Geldautomaten benutzen.

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Peking: U-Bahn akzeptiert digitalen Yuan

China weitet den Anwendungsbereich seiner digitalen Zentralbankwährung (CBDC) weiter aus. Nun kann man mit dem digitalen Yuan erstmals für Transportdienstleistungen bezahlen.

Laut einer offiziellen Mitteilung vom Mittwoch hat die Pekinger U-Bahn ein Pilotprogramm lanciert, bei dem Fahrgäste für die Nutzung von 24 U-Bahn-Linien und vier S-Bahn-Stationen mit dem digitalen Yuan (kurz: e-CNY) bezahlen können.

Der neue Dienst wird nur für Kunden mit einem Bankkonto bei der chinesischen Industrie- und Handelsbank angeboten. Die große Bank ist an Chinas CBDC-Tests beteiligt. „Sie müssen eine mobile App herunterladen, die mit Ihrem Bankkonto verknüpft ist, um den Dienst nutzen zu können“, so ein Sprecher des Pekinger Eisenbahnnetzes.

In der Ankündigung heißt es, die Pekinger Verkehrsbetriebe würden weiterhin verschiedene Anwendungsfälle für den digitalen Yuan fördern, um das „neue digitale Reiseerlebnis“ zu optimieren.

Kurz zuvor hatte die Stadt Suzhou in der ostchinesischen Provinz Jiangsu, am Dienstag eine ähnliche Dienstleistung im Zusammenhang mit dem digitalen Yuan eingeführt. Einem Bericht von Sina Finance zufolge war Suzhou die erste Stadt in China, die e-CNY-Zahlungen für U-Bahn-Fahrten akzeptierte.

In diesem Zusammenhang: China: Erstmals Blockchain-basierte Gehaltszahlungen in digitalen Yuan

Peking ist ein wichtiger Ort für Chinas Test mit dem digitalen Yuan. Dort gibt es viele Integrationen für den e-CNY.

Mitte Juni gab es in Peking über 3.000 Geldautomaten, die den digitalen Yuan anbieten. Dort kann jeder die digitale Währung einzahlen und abheben konnte. Zuvor hatte die lokale Finanzaufsicht von Peking die Verteilung von 6,2 Mio. US-Dollar in digitalen Yuan an Einwohner in Peking angekündigt.

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Russische Zentralbank: Untersuchung von Krypto-Investmentrisiken geplant

Die russische Zentralbank plant eine Risikobewertung für Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC), wie aus dem Screening-Programm der Bank von Russland für die zweite Hälfte des Jahres 2021 hervorgeht.

Die Untersuchung der potenziellen Risiken von Kryptowährungsinvestitionen wird „systemische Risiken im Zusammenhang mit Kryptowährungsinvestitionen durch russische Privatpersonen und Unternehmen“ berücksichtigen“. 

Im Rahmen der Untersuchung will die Bank von Russland Daten von 15 Kreditorganisationen sammeln, darunter Großbanken wie Sberbank, VTB und Tinkoff Bank, sowie von Zahlungsdienstleistern wie Visa und Mastercard und von Anbietern elektronischer Zahlungen wie Western Union, Qiwi und WebMoney.

Die Bank von Russland will außerdem bis Oktober oder November 2021 eine Studie über Aktieninvestitionen durch ausländische Investoren veröffentlichen.

Lokale Gesetzgeber und Geschäftsleute kritisieren zunehmend die strenge Haltung der Institution gegenüber der Kryptobranche.

In diesem Zusammenhang: Russische Banken-Chefs von Sberbank und VTB kritisieren Bitcoin scharf

Mitte Juni sagte das russische Staatsduma-Mitglied Fedot Tumusov, die Bank von Russland sei in Bezug auf Kryptowährungen zu kurzsichtig. Der Industriemagnat Oleg Deripaska kritisierte die Zentralbank dafür, die lokale Industrie unter Druck dazu zu bringen, Kryptowährungen zu vermeiden.

Anfang der Woche hat die Bank von Russland die erste Pilotgruppe eingerichtet, die die digitale Zentralbankwährung des Landes, nämlich den digitalen Rubel, testen soll.

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