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Eigene digitale Zentralbankwährung: Bank von Jamaika prägt ersten CBDC-Stapel

Jamaika macht schnelle Fortschritte bei seiner digitalen Zentralbankwährung (CBDC). Die Bank von Jamaika, kurz BOJ, hat den ersten Stapel der CBDC geprägt.

Die BOJ gab offiziell bekannt, dass ihre CBDC-Abteilung den Prägungsprozess für die digitale Währung bei einer Finanzzeremonie am Montag demonstriert habe.

Am Emissionsprozess für eine digitale Version des Jamaika-Dollars (JMD) nahmen der jamaikanische Finanzminister Nigel Clarke, der Gouverneur der BOJ Richard Byles und eine Gruppe hochrangiger Führungskräfte der BOJ sowie ein Managementteams des irischen Technologieunternehmens eCurrency Mint teil.

Der Ankündigung zufolge plant die BOJ, im Rahmen eines Pilotprojekts für digitale Währungen, das im Dezember dieses Jahres endet, umgerechnet insgesamt 1,47 Millionen US-Dollar in Form einer CBDC an Einlageninstitute und autorisierte Zahlungsdienstleister auszugeben.

Minister Clarke erklärte, die jamaikanische Regierung habe schnelle Fortschritte bei der Entwicklung des Digitalwährungsprojekts des Landes erzielt. Dabei betonte er die wichtige Rolle, die diese bei der Schaffung einer digitalen Wirtschaft für Jamaika gespielt habe. Er sagte auch, die lokalen Gesetzgeber würden an einer Gesetzesänderung arbeiten. Bis Ende 2021 soll dabei eine Rechtsgrundlage für die jamaikanische CBDC erarbeitet werden.

Laut dem BOJ-Gouverneur Byles sei der nächste Schritt ein einfacher Zugang zur CBDC für möglichst viele Leute und die Sicherstellung der Akzeptanz.

In der Ankündigung heißt es, die jamaikanische CBDC soll den Nutzern einige Vorteile bieten, zum Beispiel ein „leichterer Zugang zu effizienten und sicheren Zahlungen“. „Den Einlageninstituten und der BOJ selbst ermöglicht die CBDC, die Prozesse und Kosten im Zusammenhang mit der Bargeldverwaltung zu verbessern“, so die Zentralbank weiter.

In diesem Zusammenhang: Venezuela bringt CBDC im Oktober heraus: Sechs Nullen werden bei Währung gestrichen

Cointelegraph bat die BOJ um einen Kommentar, erhielt aber bis Redaktionsschluss keine Antwort.

Gouverneur Byles gab auch bekannt, die erste Einführung der jamaikanischen CBDC sei für August vorgesehen. Die von der BOJ kontrollierte und ausgegebene CBDC soll eine Ergänzung für das jamaikanische Bargeld darstellen und es Finanzinstituten ermöglichen, die Währung an private und geschäftliche Kontoinhaber auszugeben. Die digitalen Token sind dabei 1:1 an den JMD gekoppelt.

Immer mehr Länder planen eigene digitale Zentralbankwährungen. Darunter etwa Venezuela, das im Oktober ein CBDC-Projekt starten will. Laut einer Analyse des JPMorgan-Strategen Josh Younger vom Freitag könnten Einzelhandels-CBDCs Geschäftsbanken verdrängen und zu einem Verlust von 20 oder 30 Prozent ihrer Finanzierungsbasis führen.

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Geplantes Infrastrukturprogramm der US-Politik nicht nur wegen Bitcoin umstritten

Cameron Winklevoss ist der Auffassung, dass die aktuellen Pläne der amerikanischen Politik zum Nachteil für Krypto-Anleger und Bitcoin (BTC) sind, und zudem „die Ausbeutung zukünftiger Generationen weiter vorantreiben“.

Laut Schätzungen würde das geplante Förderprogramm zum Aufbau der Infrastruktur, in dessen Rahmen auch Änderungen an der steuerrechtlichen Behandlung von Kryptowährungen vorgenommen werden, den amerikanischen Staatshaushalt weiter massiv verschulden.

256 Mrd. US-Dollar Schulden

Während der entsprechende Gesetzentwurf im Parlament noch verhandelt wird, werden aus der Krypto-Community Stimmen laut, die vor einem steuerrechtlichen Albtraumszenario warnen, das besser verhindert werden sollte.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, könnten besonders die weitgefassten Formulierungen des Entwurfes dafür sorgen, dass Krypto-Anleger und Kleinunternehmer ungewollt ins Fadenkreuz geraten.

Dementsprechend gibt es inzwischen Gegenvorschläge von Politikern, die den Wortlaut so ändern wollen, dass eine unverhältnismäßige Belastung vermieden wird.

Auch finanzpolitisch ist das geplante Förderprogramm jedoch umstritten. In diese Kerbe schlägt auch Winklevoss.

„Das Förderprogramm für den Aufbau der Infrastruktur belastet unseren Staatshaushalt um zusätzliche 256 Mrd. US-Dollar“, wie der Mitgründer der Kryptobörse Gemini zu bedenken gibt. Dem fügt er an:

„Das kann und wird nicht zurückgezahlt werden. Die Ausbeutung zukünftiger Generationen wird also fortgesetzt. Bitcoin könnte hier Abhilfe schaffen.“

Der Appell kommt eine Woche nachdem die amerikanische Zentralbank eine neue Rekordverschuldung vermeldet hat, die am 26. Juli erstmals über einen Wert von 8,24 Bio. US-Dollar geklettert ist.

Verschuldung der US-Zentralbank. Quelle: Federal Reserve

Die Zentralbanken der Welt investieren nichtsdestotrotz fleißig weiter, um die Wirtschaft nach der Coronakrise wieder anzukurbeln.

„Wir müssen auf die Deltavariante aufpassen, denn wenn Delta den Arbeitsmarkt bremst, dann können wir nicht einfach so weitermachen“, wie Neel Kashkari, Chef der Zentralbank von Minneapolis, jedoch gegenüber Reuters warnt.

Unklare Aussichten

Die weitere Entwicklung um das geplante Förderprogramm könnte die Stimmungslage um Bitcoin in den nächsten Tagen merkbar beeinflussen.

Die Anleger sind sich allerdings nicht ganz einig, wie drastisch dieser Einfluss ausfallen wird. So meint der Trader Pentoshi, dass Bitcoin die größte Panikmache bereits überwunden hat.

Der US-Dollar (DXY) bleibt derweil unverändert, was bedeutet, dass wenigstens aus dieser Richtung aktuell nicht viel Druck auf Bitcoin droht.

US-Dollar Kursdiagramm. Quelle: TradingView

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Neuer Gesetzentwurf zielt auf umfangreiche Krypto-Regulierung in den USA ab

Ein neuer Gesetzesentwurf des amerikanischen Parlamentariers Don Beyer aus Virginia könnte einen weitreichenden Rahmen für Digitalwährungen in den USA schaffen.

Der Entwurf namens „The Digital Asset Market Structure and Investor Protection Act of 2021“ will alle Grauzonen auflösen, die nach geltendem US-Recht für Kryptowährungen derzeit noch bestehen.

Einer der Hauptpunkte ist dabei die Festlegung einer rechtlichen Definition für digitale Vermögenswerte und digitale Wertpapiere, wobei erstere unter die Beaufsichtigung der Aufsicht für Commodities und Derivatehandel (CFTC) und letztere unter die Zuständigkeit der Börsenaufsicht (SEC) fallen sollen. CFTC und SEC sollen dementsprechend für rechtliche Klarheit beim Großteil der Krytpowährungen sorgen.

Der Entwurf sieht zudem vor, sowohl digitale Vermögenswerte als auch digitale Wertpapiere im Rahmen des Bankengesetzes als „Geldmittel“ anzuerkennen, um für diese die gleichen Anforderungen an Transparenz, Offenlegungspflicht und Geldwäschebekämpfung geltend zu machen.

Auch für einen digitalen US-Dollar soll der Weg frei gemacht werden, wobei lediglich der Bundeszentralbank das Recht eingeräumt wird, diese offizielle herausgeben zu dürfen. Dem Finanzministerium soll wiederum mit der Macht ausgestattet werden, an den US-Dollar angebundene Stablecoins verbieten zu können.

In Sachen Anlegerschutz werden Einlagensicherungsfonds und Versicherungsanstalten dazu angehalten, explizit klarzustellen, dass die Investitionen in Kryptowährungen und zugehörige Finanzprodukte nicht abgesichert sind, ähnlich wie es auf dem Aktienmarkt der Fall ist.

Des Weiteren sollen alle Kryptowährungen, die ihre Transaktionen nicht innerhalb von 24 Stunden auf einer öffentlich einsehbaren Blockchain verzeichnen, Meldung an die CFTC machen, damit diese in einer gesammelten Datenbank erfasst werden können. Hierdurch soll Betrug erschwert werden. Dahingehend heißt es:

„Die Datenbank Transaktionen, Vertragsbedingungen und sonstige Rahmenbedingungen beim Handel mit Digitalwährungen erfassen, damit diese Informationen an einer zentralen Stelle gesammelt und nachvollzogen werden können.“

Der umfangreiche Gesetzesvorschlag unterstreicht die Bemühungen der amerikanischen Politik, einen Rechtsrahmen für Kryptowährungen zu finden. Auch Finanzministerin Janet Yellen hatte die Aufsichtsbehörden zuletzt aufgefordert, klare Vorgaben für den Umgang mit Stablecoins zu schaffen, da diese sowohl für die Verbraucher als auch für das Finanzsystem insgesamt ein Risiko darstellen.

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Neues Gesetz macht Weg für ukrainische Zentralbank-Digitalwährung frei

Die Ukraine konkretisiert ihre Pläne zu einer eigenen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC), indem der „National Bank of Ukraine“ (NBU) nun offiziell genehmigt wurde, eine Digitalwährung einführen zu können.

Am gestrigen Donnerstag hat Präsident Volodymyr Zelenskyy das neue Zahlungsgesetz des Landes unterzeichnet, wodurch der Weg für eine digitale Hryvnia nun auch rechtlich frei ist.

Das neue Gesetz ermöglicht der ukrainischen Zentralbank die Einrichtung von „regulatorischen Sandkisten“, in denen innovative Finanztechnologien erprobt werden können. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der Zentralbank und Startups aus der Zahlungsbranche vorgesehen, um die etwaige Nachfrage aus der Privatwirtschaft angemessen berücksichtigen zu können.

Der zugehörige Gesetzentwurf, der wiederum Ende Juni im ukrainischen Parlament verabschiedet wurde, zielt im Großen und Ganzen darauf ab, das sogenannte „Open Banking“ zu befördern. Damit ist ein weitaus offeneres Finanzsystem gemeint, in dem Kunden ihre Finanzdaten völlig frei und unabhängig für Drittanbieter zugänglich machen können, woraus sich eine Vielzahl an neuen Geschäftsmöglichkeiten und neuen technologischen Finanzdienstleistungen ergeben soll.

Darüber hinaus soll das neue Bankengesetz das ukrainische Recht auch an die Vorgaben der Europäischen Union anpassen, damit das Zahlungssystem der Ukraine in das der EU integriert werden kann. Dazu werden allen voran neuere Vorgaben wie die Richtlinien zur Geldwäschebekämpfung und für E-Geld implementiert.

Wie zuvor berichtet, peilt die NBU schon seit mehreren Jahren eine Zentralbank-Digitalwährung an, um das Vertrauen der Bevölkerung in die eigene Institution zu stärken. Nichtsdestotrotz äußerte die Zentralbank weiterhin Bedenken, was damit einhergehende Risiken für die Finanzstabilität und das traditionelle Bankensystem angeht.

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83 Länder erforschen CBDC: Atlantikrat lanciert neuen Tracker

81 Länder erforschen die Chancen und Herausforderungen einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC). Fünf Länder davon haben bereits eine digitale Version ihrer Währung vollständig implementiert, wie aus einem neuen Tracker des Atlantikrates hervorgeht. 

Alle fünf CBDCs werden in der karibischen Region eingesetzt. Die Bahamas, St. Kitts und Nevis, Antigua und Barbuda, St. Lucia und Grenada haben alle digitale Bargeldsysteme eingeführt.

In 14 weiteren Ländern, darunter Südkorea und Schweden, sind CBDCs in der Pilotphase, wie der Tracker zeigt.

Der Atlantikrat wurde 1961 gegründet und beschreibt sich selbst als eine überparteiliche Organisation, die versucht, die Führungsrolle der USA in verschiedenen Weltfragen zu fördern. Der CBDC-Tracker, der am 22. Juli vorgestellt wurde, überwacht derzeit 83 Länder und Währungsunionen.

Unter den Ländern mit den vier größten Zentralbanken, die US-Notenbank, die Europäische Zentralbank, die Bank von Japan und die Bank von England, sind die USA bei der Entwicklung von CBDCs am weitesten zurück.

In diesem Zusammenhang: Indische Zentralbank erwägt digitale Zentralbankwährung

Die US-Zentralbank erforscht CBDCs schon seit einigen Jahren. Der Vorsitzende Jerome Powell hat im Januar erklärt, die Entwicklung eines digitalen Dollars habe eine „sehr hohe Priorität“ bei der Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität. Derweil glaubt der Präsident der New Yorker Zentralbank John Williams, dass der Aufstieg der Kryptowährungen Herausforderungen für Zentralbanken aufwirft.

In diesem Zusammenhang: Fed- und Yale-Forscher: Zwei regulatorische Vorschläge für Stablecoins

China hat kürzlich signalisiert, dass ausländische Besucher während der Olympischen Winterspiele 2022 den digitalen Yuan verwenden dürfen. Voraussetzung sei, sie teilen der Zentralbank ihre Passdaten mit. Mehrere US-Senatoren, unter diesen auch die Bitcoin (BTC)-Befürworterin Cynthia Lummis, haben die amerikanischen Olympiateilnehmer zum Boykott des digitalen Yuan aufgerufen. Laut der South China Morning Post antwortete Peking auf diesen Aufruf und sagte, die US-Senatoren sollten „aufhören, Ärger zu machen“.

Die Volksbank von China behauptet, fast 21 Millionen Menschen hätten bereits eine virtuelle Wallet für die Nutzung des digitalen Yuan eröffnet.

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Nigeria: Pilotprojekt für digitale Zentralbank beginnt im Oktober

Die Zentralbank von Nigeria (CBN) schaffte es im Jahr 2021 öfter in die Schlagzeilen wegen ihrer Anti-Kryptowährungsmaßnahmen. Dennoch hat die Institution diese Woche ihre Forschung im Bereich Blockchain noch einmal verstärkt und ein klares Datum für das Pilotprojekt ihrer Blockchain-gestützten digitalen Zentralbankwährung (CBDC) festgelegt.

Am 1. Oktober will die CBN ein Pilotprojekt für „GIANT“ lancieren. Das ist ein CBDC-Projekt, das sich seit 2017 in der Entwicklung befindet und auf der Open-Source-Blockchain Hyperledger Fabric läuft.

Rakiya Mohammed, der Leiter für Informationstechnologie bei der CBN, sagte, die Bank werde möglicherweise noch vor Ende 2021 einen Konzeptnachweis durchführen. In einem Webinar mit Interessenvertretern in dieser Woche betonten Vertreter der CBN, dass die Institution es sich nicht leisten könne, zurückzubleiben, während die große Mehrheit der Zentralbanken weltweit ihre CBDC-Forschung und -Entwicklung vorantreibt.

Der Grund für dieses Projekt sei laut CBN unter anderem, dass eine CBDC für das Makro- und Wachstumsmanagement, die Unterstützung des grenzüberschreitenden Handels und finanzielle Inklusion von Vorteil wäre.

Die CBN glaubt, es könne noch weitere Vorteile geben: Eine höhere Effizienz bei Zahlungen und Überweisungen, eine bessere geldpolitische Transmission, eine bessere Eintreibung von Steuereinnahmen und eine einfachere, gezielte Sozialpolitik.

In diesem Zusammenhang: Nigerias Kommunikationsminister verbindet Blockchain mit nationaler digitaler Innovation

Neben der CBN hat auch die Bank von Ghana in diesem Sommer die Pilotphase für ihre eigene digitale Zentralbankwährung vorangetrieben. Das Land hat sich als Pionier in der CBDC-Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent positioniert. Es glaubt, von der Zentralbank herausgegebene digitale Währungen seien besser und weniger riskant als dezentrale Kryptowährungen.

Ghanas Vorsicht gegenüber Kryptowährungen wird jedoch von Nigerias viel aggressiveren Maßnahmen in den Schatten gestellt. Nigeria hat Geschäftsbanken und anderen Finanzinstituten unter anderem verboten, Kryptobörsen zu bedienen. Trotzdem sind die Bitcoin (BTC)-Akzeptanz und der Peer-to-Peer-Handel im Land weiter sehr stark.

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Digitaler Yuan: Einsatz nun auch in Versicherungsbranche

Chinas geplante digitale Zentralbankwährung, der digitale Yuan, wurde bereits in einer ganzen Reihe erfolgreicher Pilotprojekte eingesetzt. Unter anderem ging es dabei um die Bereiche e-Commerce, Gehaltszahlungen und auch traditionelle Lotterien.

In dieser Woche soll die Währung in der Versicherungsbranche eingesetzt werden. In Shenzhen wird sie von der lokalen Niederlassung der Volksbank von China zusammen mit einer Tochtergesellschaft von Chinas führendem Versicherer Ping An erprobt.

Das Projekt umfasst eine neue Versicherungspolice, die auf medizinisches Personal im Shenzhener Bezirk Nanshan zugeschnitten ist und ihnen verschiedene Entschädigungen für die Diagnose oder den Tod durch COVID-19 zusichert.

Arbeiter werden durch die Aussicht auf eine bevorzugte Vergütung dazu animiert, die digitale Yuan-Wallet für die Zahlung ihrer Versicherungsprämien zu nutzen, wie es im Bericht heißt.

Wang Peng, Assistenzprofessor in der Gaoling School of Artificial Intelligence an der Renmin Universität von China, hat gesagt, das Pilotprojekt sei von großer Bedeutung, da es die Verwendung des digitalen Yuan weit über E-Commerce und Einzelhandelszahlungen hinaus erprobe und damit seinen praktischen Nutzen in vielen, komplexeren Anwendungsszenarien demonstrieren könne. Peng sagte gegenüber Reportern:

„Wenn sich mehr Nutzer daran gewöhnen, mit dem digitalen Yuan zu bezahlen und der Markt reift, kommen immer mehr Anwendungsszenarien hinzu. Diese reichen dann von der Versicherungsbranche über Finanzdienstleistungen, Lebensdienstleistungen bis hin zum Kauf von Fonds und den Handel mit Wertpapieren.“ 

Ping An soll die Integration des digitalen Yuan für Versicherungsansprüche, Zahlungen und andere Szenarien im Versicherungssektor weiter untersuchen.

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Diese Woche geriet vor allem der digitale Yuan ins Kreuzfeuer der geopolitischen Spannungen zwischen China und den Vereinigten Staaten. Mehrere Senatoren haben einen Brief veröffentlicht, in dem sie das olympische US-Komitees aufforderten, US-Sportlern zu verbieten, die chinesische Digitalwährung zu verwenden oder zu akzeptieren.

Als Reaktion darauf rief der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Zhao Lijian zum Abbau der Spannungen auf und appellierte an die Senatoren, damit aufzuhören, „aus dem Sport eine politische Angelegenheit zu machen und die digitalen Währung in China zu einem Problem zu machen.“ 

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Südkoreanische Internetriesen wollen an Pilotprojekten für digitalen Won teilnehmen

Die Tochtergesellschaften der südkoreanischen Internetriesen Naver und Kakao sind die Top-Anwärter für das erste digitale Zentralbankwährungs-Pilotprojekt (CBDC) des Landes.

Am Montag gab die Bank of Korea (BoK) die vorläufigen Ausschreibungsergebnisse für die Teilnahme an den Pilotprojekten für den digitalen Won bekannt, wie die lokale Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Die Blockchain-Tochter von Kakao Ground X, die Naver-Tochter Line Plus und der Konzern SK Group waren die ersten drei Unternehmen, die sich für einen 10-monatigen CBDC-Pilotvertrag beworben haben.

Die BoK will nun einen Betreiber auswählen, der ein Blockchain-basiertes Simulationsprojekt für den digitalen Won durchführen soll. Die Bank will die Entscheidung im nächsten Monat treffen. Das Pilotprojekt läuft bis Juni 2022 und hat ein Forschungsbudget von umgerechnet 4,3 Mio. US-Dollar).

Dem Bericht zufolge soll die CBDC bei dem Pilotprojekt in einer virtuellen Umgebung getestet werden, die auf der Distributed-Ledger-Technologie basiert. Die BoK will potenzielle Anwendungsfälle im Zusammenhang mit der Ausgabe und Einlösung von CBDCs, elektronischen Zahlungen und Abrechnungen sowie dem Kauf von digitalen Kunstwerken und Urheberrechten untersuchen.

In diesem Zusammenhang: Südkoreanischer Internetriese Naver will Bithumb-Beteiligung

Die BoK hat im Mai die Ausschreibung öffentlich gemacht. Dabei ging es um die Auswahl eines Technologiepartners für die Untersuchung der Vorteile und Auswirkungen der Einführung einer CBDC. Zuvor hatte die Zentralbank im Februar ein Buch über CBDCs veröffentlicht, in dem sie offiziell ankündigte, dass das Land einen digitalen Won testen wolle.

Kurz zuvor hat Line Plus eine Blockchain-Plattform lanciert, die für die Ausgabe und Verwaltung einer CBDC optimiert ist. Das neue Open-Source-Projekt basiert auf Lines eigener Blockchain-Technologie und soll vertrauliche Zahlungen und schnelle Transaktionen unterstützen.

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Ukrainische E-Bank will ab Juli Bitcoin-Handel anbieten

Die ukrainische Regierung arbeitet immer noch an einer Gesetzgebung für Kryptowährungen. Eine große lokale E-Bank plant nun die Einführung einer Debitkarte vor, die den Handel mit Bitcoin (BTC) ermöglicht.

Die ukrainische Online-Banking-App Monobank hat eine Integration mit einer Kryptowährungs-Handelsplattform getestet, so der Monobank-Mitbegründer Oleg Gorochowski am Montag.

Laut dem Geschäftsführer soll die neue Integration Monobank-Nutzern die Möglichkeit bieten, Bitcoin mit einer Debitkarte zu kaufen und zu verkaufen. Monobank will die neue Funktion noch in diesem Monat freigeben. Es fehlt nur eine Genehmigung durch die Nationalbank der Ukraine, so Gorochowski.

Monobank wurde im Jahr 2017 gegründet und arbeitet unter der Lizenz der Universal Bank, die dem Tycoon Sergej Tigipko gehört. Dieser war ehemals Zentralbankchef und Ex-Vizepremierminister der Ukraine. Im August 2020 lag die Anzahl der Nutzer bei Monobank bei über 2,5 Millionen Kunden.

Gorochowski von der Monobank war auch ein ehemaliger stellvertretender Vorstandsvorsitzender der PrivatBank, der größten Geschäftsbank in der Ukraine. Anfang des Jahres äußerte er sich optimistisch im Hinblick auf Bitcoin. In einem Facebook-Post im Februar sagte Gorochowski, dass Teslas Bitcoin-Investition in Höhe von 1,5 Mrd. US-Dollar ihn endgültig davon überzeugt habe, dass Bitcoin nicht mehr wegzudenken ist. Er gab auch bekannt, dass er selbst eine beträchtliche Summe in Bitcoin investiert habe und sagte voraus, dass BTC bis 2022 100.000 US-Dollar erreichen werde.

In diesem Zusammenhang: Ukraine nutzt Stellar für digitale Vermögenswert-Infrastruktur und CBDC-Rahmen

Die ukrainischen Behörden arbeiten an mehreren Gesetzen, die sich auf digitale Währungen beziehen. Oleksandr Bornjakow, stellvertretender Minister des Ministeriums für digitale Transformation, kündigte am vergangenen Mittwoch an, die Behörde empfehle die Annahme des aktualisierten Gesetzentwurfs „Über virtuelle Vermögenswerte“ für eine zweite Lesung.

Am Mittwoch verabschiedete das ukrainische Parlament außerdem neue Gesetze zur Regulierung von Zahlungsmethoden, darunter auch Regelungen zur digitalen Währung der ukrainischen Zentralbank.

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Japan: Mehr Details zu Design des digitalen Yen im Jahr 2022

Japan wird frühestens Ende 2022 mehr Klarheit über das Aussehen und die Form seiner digitalen Zentralbankwährung haben, so ein Beamter der Regierungspartei.

Hideki Murai, der Leiter des Gremiums der regierenden Liberaldemokratischen Partei für digitale Währungen, sagte, die japanische Zentralbank arbeite immer noch daran, die Schlüsselfunktionen des digitalen Yen festzulegen. Es soll etwa definiert werden, welche Einrichtungen als Vermittler zwischen der Zentralbank und den Inhabern von Einlagen fungieren.

„Bis etwa Ende nächsten Jahres werden wir eine klarere Vorstellung davon haben, wie Japans CBDC aussehen wird“, so Murai in einem Reuters-Interview am Freitag. Der Beamte sagte, die Zentralbank glaube nicht, dass eine unmittelbare Entscheidung darüber getroffen wird, ob ein digitaler Yen bis zum Beginn der zweiten Phase des CBDC-Tests nächstes Jahr ausgegeben werden soll. 

Weitere Details über Japans CBDC könnten jedoch zu Diskussionen darüber führen, wie sich der digitale Yen auf Finanzinstitute auswirken wird, so der Beamte.

Japans Finanzbranche befindet sich bereits im Umbruch, da Nicht-Bank-Firmen zunehmend Mittel für Online-Abrechnungen anbieten. Wenn der digitale Yen so gestaltet wird, dass Geschäftsbanken zu wichtigen Vermittlern werden, könnte sich diese Entwicklung umkehren, so Murai. Er fügte hinzu:

„Wenn die japanische Zentralbank eine CBDC ausgeben würde, hätte das enorme Auswirkungen auf die Finanzinstitute und das japanische Abwicklungssystem. Die CBDC könnte Japans Finanzindustrie völlig neu gestalten.“

In diesem Zusammenhang: Gouverneur der japanische Zentralbank kritisiert Bitcoin: „Spekulativer Vermögenswert“

Der Beamte sagte auch, die japanische Zentralbank müsse sicherstellen, dass der digitale Yen mit anderen globalen CBDCs kompatibel ist. Damit soll Chinas Fortschritten mit dessen digitalen Yuan Paroli geboten werden. „Wenn ein digitaler Yuan so bequem verwendbar wird, dass Touristen ihn häufig nutzen oder er er zu einem wichtigen Abwicklungsmittel für den Handel wird, könnte sich das Verhältnis zwischen Yen und Yuan ändern“, da der Status des Yen als sicherer Hafen damit erodieren würde, warnte Murai.

Erstmals kündigte die japanische Zentralbank die Entwicklung einer CBDC im Oktober 2020 an und betonte, die Bank habe „noch keinen Plan zur Ausgabe einer CBDC“. Die Bank startete ihre erste CBDC-Testphase im April 2021. Dabei sollte die Entwicklung einer Testumgebung und die Durchführung von Experimenten zu grundlegenden CBDC-Funktionen in Bezug auf Zahlung, Ausgabe, Vertrieb und Rücknahme im Fokus stehen.

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