Beiträge

Arthur Hayes: „Facebook Libra wird Banken in den Ruin treiben“

Arthur Hayes, der Geschäftsführer der Krypto-Handelsplattform BitMEX, vermutet, dass das Facebook Krypto-Projekt Libra Banken komplett überflüssig machen wird. Auch für das Geschäftsmodell von PayPal sieht er wenig Zukunft. Die entsprechenden Äußerungen machte er am 9. Juli gegenüber dem taiwanesischen BlockTempo TV.  

Im Rahmen der diesjährigen Konferenz „Asia Blockchain Summit“ hatte Hayes düstere Prognosen sowohl für Banken als auch für Finanzdienstleister getroffen. Diese Standpunkte betonte er dann auch im anschließenden Interview erneut.

Das Whitepaper der geplanten Facebook Kryptowährung wurde im Juni veröffentlicht und hat sofort hohe Wellen geschlagen. Die bisherigen Meinungen reichen dabei sowohl in der Kryptoranche als auch in Wirtschaft und Politik weit auseinander.

Hayes geht davon aus, dass Libra einen dramatischen Einfluss auf das Bankenwesen haben wird, da Facebook hierdurch viele Finanzdienstleistungen übernehmen könnte, die bisher im Aufgabenbereich traditioneller Banken lagen, darunter zum Beispiel die Verwahrung von Sparvermögen oder die Vergabe von Krediten. Sollten diese grundlegenden Geschäftsfelder tatsächlich wegfallen, hätte dies wohl schwerwiegende Konsequenzen. Dementsprechend meint Hayes:

„Banken werden durch [Libra] lediglich zu einem nutzlosen Mittelsmann degradiert, der Fiatgeld in elektronischer Form bei der Zentralbank besitzt.“

Und weiter:

„Das Geschäftsmodell der Banken könnte damit vollständig ruiniert werden, was die Auflösung der ganzen Branche zur Folge hätte.“

Für Zahlungsdienstleister malt Hayes allerdings erst recht schwarz, so bräuchte es noch nicht mal Libra, um Dienste wie PayPal obsolet zu machen. Der zunehmende Konkurrenzdruck durch Krypto-Firmen wie Square sei ein erster Beleg dafür. Diese These fasst der BitMEX Geschäftsführer mit folgenden Worten scharfzüngig zusammen:

„PayPal ist sowieso in den Arsch gekniffen.“

Hayes ist für seine provokativen Statements bekannt, in denen er den Untergang des traditionellen Finanzwesens beschreit. Der Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini hatte ihn deshalb auf Twitter zuletzt heftig angegangen, da er befürchtete, dass Hayes ein Streitgespräch zwischen den beiden bewusst zurückhalten würde, um sich öffentlich nicht mit den Gegenargumenten von Roubini auseinandersetzen zu müssen.

auf cointelegraph lesen

Europäische Zentralbank erkennt Bitcoin weiterhin nicht als Währung an

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre kritische Haltung zu Bitcoin (BTC) erneut bekräftigt. Dies geht am 9. Juli aus Antworten hervor, die das Finanzinstitut im Rahmen einer Fragerunde gegeben hat.

Die Zentralbank hält auf Twitter regelmäßig eine Fragerunde unter dem Hashtag #AskECB ab. In diesem Zusammenhang gab sie kürzlich an, dass sie Bitcoin vorerst nicht als Reservewährung hinzufügen wird.

Die Kommunikationsabteilung der Zentralbank bezieht sich dabei auf den EZB Chef-Ökonom Philip Lane, der sagt:

„Bitcoin ist keine Währung, hierbei handelt es sich vielmehr um einen Vermögenswert, der sehr volatil ist.“

Die EZB hat sich in der Vergangenheit schon des Öfteren kritisch gegenüber Kryptowährungen gezeigt.

Erst im Mai hatte die Organisation eine Studie veröffentlicht, die die Auswirkung von Krypto-Vermögenswerten auf die Stabilität des Finanzsystems, Geldpolitik und die Infrastruktur der Märkte untersucht hat. Dabei ist die Studie allerdings zu dem Ergebnis gekommen, dass das Risiko, das von Kryptowährungen auf diese Bereiche ausgeht, noch gering ist.

Die Zentralbank der Europäischen Union lehnt ebenfalls den Gedanken ab, eine eigene Digitalwährung herauszugeben, obwohl sich immer mehr Länder für diese Idee begeistern, darunter mittlerweile auch China.

Die Krypto-Anhängersind zeigen sich von den Worten des EZB Chef-Ökonomen wenig beeindruckt, so meint der Informatiker Pierre Rochard zum Beispiel auf Twitter, dass Bitcoin echtes Geld sei, wofür er viel Zuspruch erntete.

Ein anderer Twitter-Nutzer verwies auf den Inflationsrechner der EZB, der belegt, um wieviel die Kaufkraft des Euros in den nächsten 20 Jahren abnimmt. Diese Entwicklung sieht er viel schlimmer an als die vorübergehenden Kursschwankungen von Bitcoin.

auf cointelegraph lesen

Blockchain-Plattform der chinesischen Zentralbank hat mehr als 4,36 Mrd. US-Dollar bewegt

Die Blockchain-Lösung der chinesischen Zentralbank (PBoC), die für die Abwicklung des nationalen Zahlungsverkehrs genutzt wird, hat mittlerweile schon mehr als 4,36 Mrd. US-Dollar bewegt, wie die Nachrichtenagentur SINA am 8. Juli berichtet.

Laut Bericht wird die Blockchain-Plattform von 28 Banken aus der Region Shenzhen in 483 Filialen eingesetzt. Da sich die Technologie allerdings noch nicht vollständig durchgesetzt hat, ist das verzeichnete Volumen im Großen und Ganzen noch vergleichsweise gering.

Ein Sprecher der chinesischen Zentralbank erklärt gegenüber der SINA, dass die Blockchain-Lösung dabei helfen kann, den bürokratischen Aufwand zu verringern, der durch die Abwicklung des Zahlungsverkehrs anfällt.

Am 4. Juli ist die Zentralbank des Verwaltungsbezirks Shenzhen eine Kooperation mit der Steuerbehörde von Shenzhen eingegangen, die zum Ziel hat, dass die Zahlungsbewegungen der Blockchain-Plattform direkt versteuert werden können.

Im September des vergangenen Jahres war die Blockchain-Plattform erstmals getestet worden. Neben dem Zahlungsverkehr können darüber auch andere Aufgaben des Bankenwesens abgewickelt werden, wie zum Beispiel Debitorengeschäfte.

Im Mai hatte das Finanztechnologische Forschungsinstitut der Region Shenzhen, dass die Zentralbank gemeinsam mit den örtlichen Regierungsbehörden betreibt, mehrere Stellenanzeigen im Bereich Blockchain veröffentlicht. Es wird angenommen, dass dies in Zusammenhang mit der Finanzplattform steht.

Ende Juni hatte die Wirtschaftsberatung Deloitte eine Studie herausgegeben, die zu dem Ergebnis gekommen ist, dass 73% der chinesischen Unternehmen Blockchain als einen der fünf wichtigsten Zukunftsfaktoren sehen.

auf cointelegraph lesen

Bank von Japan: Bargeld behindert digitale Währungen mit negativem Zinssatz

Der zweitwichtigste Mann im japanischen Bankwesen hat gesagt, dass Zentralbanken keine Digitalwährungen verwenden könnten, um negative Zinssätze durchzusetzen, wie Reuters am 5. Juli berichtete. 

Masayoshi Amamiya, der stellvertretende Gouverneur der Bank von Japan, sagte auf einer Reuters-Veranstaltung, dass Staaten, die digitale Währungen mit einem negativen Zinssatz herausgeben, Bürger zur Bargeldnutzung drängen würden. 

Die Bargeldmenge würde gleich bleiben, so Amaiya. Trotz der derzeitigen Tendenz dazu, Bargeld zu ersetzen, würde keine Regierung das tatsächlich tun.

„Um die nominale Nulluntergrenze zu überwinden, müssten Zentralbanken das Bargeld eliminieren“, vermutete er. 

„Die Eliminierung von Bargeld würde die öffentliche Abwicklungsinfrastruktur unangenehm machen, also würde keine Zentralbank das tun.“

Ein negativer Zinssatz bedeutet, dass Banken von den Inhabern von Einlagen eine Gebühr fordern, um diese zu halten.  Japan war eines der Länder, die im Jahr 2016 begonnen haben, dieses System zu nutzen. Auch die Europäische Zentralbank begann damit. 

Cointelegraph berichtete bereits, dass dezentrale Kryptowährungen, wie Bitcoin (BTC), eine sichere Alternative bieten könnte, anstatt im Prinzip für die Verwendung von Geld etwas bezahlen zu müssen.

Japans Bitcoin-Infrastruktur ist fortschrittlicher als die meisten anderen. Dort gibt es ein umfassendes Regulierungssystem, das die Eröffnung vertrauenswürdiger Börsen und Tausenden von Händlern ermöglicht, Bitcoin zu akzeptieren.

Andere Regionen, die Bitcoin gegenüber feindseliger gesinnt sind, haben in jüngster Zeit entweder eine von der Regierung unterstützte digitale Währung ausgegeben oder angekündigt, eine solche ausgeben zu wollen.

Darunter sind Venezuela, wo bereits der Petro herauskam, sowie Indien und Iran. Die letzten beiden haben Bitcoin de facto für illegal erklärt.

auf cointelegraph lesen

Ökonom Joseph Stiglitz: Nur ein Narr würde Facebooks Libra vertrauen

Der Nobelpreisträger und Ökonom Joseph Eugene Stiglitz behauptet, „jede Währung erfordert Vertrauen, aber nur ein Narr würde Facebooks Libra vertrauen“. Das geht aus einem Artikel vom 2. Juli hervor.

Stiglitz erklärte auch, Facebook habe „innerhalb nur weniger Jahre ein hohes Maß an Misstrauen geerntet“. Der Bankensektor habe viel länger gebraucht, um ein Misstrauen in diesem Ausmaß zu erhalten. Er befürchtet offenbar, dass die Kryptowährung von Facebook eine Schattenwirtschaft fördern könnte:

„Das Letzte, was wir brauchen, ist ein neues Instrument zur Förderung illegaler Aktivitäten und zur Geldwäsche, als das sich eine andere Kryptowährung mit ziemlicher Sicherheit erweisen wird.“

Dennoch räumt der Ökonom auch ein, dass das derzeitige Finanzsystem ein Problem habe, nämlich den fehlenden Wettbewerb im Bereich der Zahlungen. Eine Folge dieses fehlenden Wettbewerbs ist, dass die Verbraucher – insbesondere diejenigen mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten – wesentlich mehr zahlen, als eine Zahlung eigentlich kosten sollte.

Er erklärte, ein mögliches Geschäftsmodell für Libra wäre, die Zinsen der Vermögenswerte, die dem Stablecoin zugrunde liegen, einfach zu behalten. Stiglitz sagte auch, es gebe keine guten Gründe, sein Vermögen an einem Ort zu deponieren, wo es nicht verzinst werde:

„Menschen, die sich an zwielichtigen Aktivitäten beteiligen (darunter möglicherweise auch der aktuelle amerikanische Präsident), sind bereit, eine hübschen Summe Geld zu zahlen, um ihre zwielichtigen Aktivitäten – Korruption, Steuerhinterziehung, Drogenhandel oder Terrorismus – zu vertuschen. […] Wenn das das Geschäftsmodell von Libra ist, sollten Regierungen dem sofort ein Ende setzen. ”

Libra könnte andererseits auch von Transaktionsdaten profitieren, genau wie Facebook, fügte er hinzu. Das würde Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes aufwerfen. Stiglitz vertraue der Verwaltung von Libra nicht, denn „immer wieder hat die Führungsspitze von Facebook, wenn sie vor der Wahl zwischen dem Geld und der Einhaltung ihrer Versprechen stehen, das Geld gewählt“.

Die Bank von Japan hat heute hingegen offiziell erklärt, dass Libra das Finanzsystem ausbeute, wie die englischsprachige lokale Medienplattform Nikkei am 3. Juli berichtete

Ein Mitarbeiter der Bank von Japan erklärte, dass Facebooks Libra „kostenlos von einem Finanzsystem profitieren würde“, bei dem es viel koste, es aufrechtzuerhalten. Die Regulierungsbehörden haben Bedenken in Bezug auf die Auswirkungen auf die Finanzstabilität. Ein anonymer Mitarbeiter der Institution kommentierte das Projekt ebenfalls:

„Er wird Geld in eine vollständig virtuelle Welt bringen, daher unterscheidet er sich vollkommen von anderen digitalen Zahlungsformen.“

Der Gouverneur von Japans Zentralbank Haruhiko Kuroda fügte hinzu, er wolle „sorgfältig beobachten“, ob die Akzeptanz von Kryptowährungen im Hinblick auf Zahlungen zunehme und welche Auswirkungen das auf die Finanzstabilität habe. Im Bericht hieß es außerdem, dass das Geld aus dem Verkauf von Libra an Nutzer für den Erwerb einer Kombination aus nationalen Währungen und kurzfristigen Staatsanleihen verwendet würden.

Laut Nikkei soll die Entscheidung, Libra nicht an eine bestimmte Fiatwährung zu binden, dem Zweck dienen, lokale Regulierungen der Länder zu umgehen. Da die Nutzer nicht von den Zinsen auf die zugrunde liegenden Vermögenswerte ihrer Libra-Bestände betroffen sind, würde das die Wirksamkeit einer Senkung oder Erhöhung der Zinssätze aus finanzpolitischen Gründen verringern.

Wie Cointelegraph berichtete, haben über 30 Interessengruppen einen Antrag unterzeichnet, in dem gefordert wird, dass der Kongress und die Regulierungsbehörden einen offiziellen Entwicklungsstopp von Libra einleiten.

Gestern hat auch das Finanzdienstleistungsunternehmen Jefferies in seiner jüngsten Umfrage festgestellt, dass amerikanische Nutzer Libra aufgrund mangelnden Vertrauens kaum verwenden wollen.

auf cointelegraph lesen

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich macht Kehrtwende bezüglich Digitalwährungen

Der Vorsitzende der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) hat scheinbar eine 180°-Wende gemacht, was seine Meinung zur Herausgabe von sogenannten Zentralbank-Digitalwährungen angeht. Dies geht am 30. Juni aus einem Interview mit der Financial Times hervor.  

In besagtem Interview äußert sich BIS-Chef Agustin Carstens plötzlich positiv über Digitalwährungen und befürwortet gar eine Herausgabe dieser als alternative Version der üblichen Fiat-Währungen.

„Viele Zentralbanken arbeiten schon daran, wir arbeiten ebenfalls daran, um sie zu unterstützen“, so der Vorsitzende. Und weiter:

„Es könnte sein, dass es schon sehr bald einen Markt dafür gibt und dann müssen wir in der Lage sein, Zentralbank-Digitalwährungen anbieten zu können.“

Dieser Sinneswandel kommt selbst für Krypto-Experten überraschend, denn noch vor wenigen Monaten hatte sich Carstens ganz klar gegen die Herausgabe von Digitalwährungen positioniert. Erst im Mai hatte er eine Rede gehalten, in der er die zahlreichen Risiken benannte, die Banken bei einer Emission vermeintlich eingehen würden.  

Sowohl Carstens als auch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hatten sich in der Vergangenheit ebenfalls kritisch gegenüber Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) gezeigt.

So meinte er im vergangenen Jahr, dass Bitcoin nicht in der Lage sei, jemals als Geldmittel zu funktionieren, weshalb er die jüngere Generation dazu aufgefordert hatte, davon abzusehen, „weiterhin zu versuchen, Geld zu schaffen“.

Dabei verschärfte er seine Kritik sogar noch mehr, als er folgende Einschätzung traf:

„…, wenn man Kryptowährungen genau betrachtet, dann sind sie eine Spekulationsblase, ein Schneeballsystem und eine Bedrohung für die Umwelt. Letzteres trifft allein schon zu wegen dem enormen Energieaufwand, der für ihre Schöpfung benötigt wird.“

Die BIS hatte sich zuletzt auch kritisch gegenüber der geplanten Facebook Kryptowährung Libra geäußert, da es sich hierbei potenziell um Geld handelt, das sich außerhalb des Wirkungsbereichs von Regierungen und Behörden befindet.

auf cointelegraph lesen

Indien: Zentralbank entwickelt Blockchain-Plattform für Banken

Die indische Zentralbank (RBI) arbeitet mit ihrer Forschungsabteilung momentan an der Entwicklung einer Blockchain-Plattform für Banken. Dies berichtet BusinessLine am 28. Juni.

Wie es dahingehend heißt, soll die Plattform als Dreh- und Angelpunkt für Blockchain-Apps aus dem Bereich Bankenwesen dienen. Die Veröffentlichung ist allerdings erst im Laufe des nächsten Jahres geplant. Die Plattform zielt hauptsächlich auf Banken ab, da der Einsatz der Technologie in der Branche zwar mittlerweile auf größeres Interesse stößt, es indischen Finanzinstituten allerdings am entsprechenden Zugang mangelt.

Obwohl es demnach scheint, als ob Indiens Zentralbank aufgeschlossen gegenüber der Blockchain-Technologie ist, muss darauf hingewiesen werden, dass sie Kryptowährungen bisher mit Argwohn betrachtet hat. So hatte das Institut zum Beispiel im April festgelegt, dass Krypto-Projekte, darunter auch Initial Coin Offerings (ICO) und Kryptobörsen, nicht an einem bestimmten Programm zur Regulierung teilnehmen dürfen. Blockchain-Firmen wurden hingegen für die betreffende gesetzliche „Sandkiste“ zugelassen.   

Im Juni war derweil bekanntgeworden, dass Facebook zunächst davon absieht, die eigene Kryptowährung (Libra) bei der indischen Zentralbank zu registrieren, da der Social-Media Konzern eine drohende Ablehnung befürchtet.

Auch andere Länder sehen Krypto und Blockchain ähnlich zwiespältig, so planen südkoreanische Banken mittlerweile zwar an einer Nutzung der Blockchain-Technologie, während sie Kryptowährungen ablehnen. Südkoreas Regierung hat ICOs allerdings auch gänzlich verboten.

Der südkoreanische Krypto-Experte Hyun-sik Choi meint zu dieser Sachlage:

„Südkoreanische Banken wagen sich zunehmend in den Bereich Blockchain. Es gibt aus dem Bankenwesen also ein großes Interesse, allerdings nur, was die Technologie angeht, Kryptowährungen werden trotzdem noch links liegen gelassen.“

auf cointelegraph lesen

Zentralbank von Uganda warnt vor riskanten dezentralen Kryptowährungen

Der stellvertretende Gouverneur der Zentralbank von Uganda hat die Öffentlichkeit vor dem begrenzten Schutz bei Investition von nicht regulierten Kryptowährungen gewarnt.

Die englischsprachige ugandische Tageszeitung New Vision berichtet am 28. Juni, dass der stellvertretende Gouverneur der Bank, Dr. Louis Kaskende, seine Anmerkungen während einer Rathaussitzung in der Stadt Masaka machte. Diese diente der Aufklärung der Öffentlichkeit über die Aktivitäten und die Rolle der Institution.

Obwohl Bitcoin insbesondere als politisch neutrales Geld konzipiert wurde, unterstrich Kaskende die Risiken des Kryptohandels und der Adoption mit folgenden Worten:

“[…] „[…] Online-Kryptowährungsgeschäfte sind derzeit nicht reguliert und bergen daher ein erhebliches Risiko für den Verlust von Ersparnissen, ohne dass die Regierung Schutz oder Versicherungen anbieten kann, wie dies bei regulierten Finanzinstituten wie Geschäftsbanken der Fall ist.“

In seinen Ausführungen stellte der Gouverneur klar, dass die Zentralbank nicht alle Finanzdienstleistungsunternehmen und -institute umfassend überwacht und dass ihre Aufsicht in der Regel Geschäftsbanken, Kreditinstitute, Wechselstuben und Geldüberweisungsdienstleister umfasst.

Wie Cointelegraph Anfang dieses Monats berichtete, wird Ugandas Präsident Yoweri Museveni im Juli die AfrikaBlockchain-Konferenz 2019 leiten. Die Konferenz, die der Vorbereitung des Kontinents auf die so genannte „vierte industrielle Revolution“ gewidmet ist, wird Themen wie Fintech, Zahlungssysteme und die Zukunft des Bildungswesens behandeln.

Im Mai dieses Jahres unterzeichnete die Wohltätigkeitsorganisation der großen KryptoBörse Binance mit einer in Uganda ansässigen Nichtregierungsorganisation ein Absichtserklärung, die sich auf die Verbesserung der lokalen Bildung konzentriert.

In dieser Woche wurden drei hochrangige Beamte der Zentralbank Ugandas – einschließlich des für Währung zuständigen Direktors – des angeblichen Amtsmissbrauchs und der Korruption im Zusammenhang mit einer Sendung ugandischer Währung aus Frankreich angeklagt.

auf cointelegraph lesen

Schweizer Aktienbörse SIX fordert Stablecoin der Zentralbank

Die Schweizer Aktienbörse SIX hat die Zentralbank des Landes darum gebeten, einen eigenen Stablecoin herauszubringen. Dies berichtet SwissInfo am 26. Juni.

Laut Bericht würde eine solche Kryptowährung hauptsächlich dazu genutzt werden, um die Zahlungsströme auf der neuen Trading-Plattform der SIX abzuwickeln. Die neue Handelsplattform namens SDX soll es Investoren ermöglichen, digitalisierte Wertpapiere zu kaufen, doch dazu müssen diese zunächst ihr Fiat-Geld in eine Digitalwährung umtauschen. Idealerweise wäre diese ein sogenannter Stablecoin, der direkt von der Zentralbank stammt.

Dahingehend erklärt die Schweizer Börse, dass „die Mitgliedsbanken der SDX dann in der Lage sind, ihre Geschäfte über tokenisierte Schweizer Franken (CHF) abzuwickeln“. Und weiter:

„Die SDX würde von Mitgliedsbanken Zahlungen in Schweizer Franken (CHF) annehmen und diese zum gleichen Wert in tokenisierte CHF umwandeln. Die tokenisierten CHF wären zu jeder Zeit 1:1 an den Wert der Schweizer Franken gebunden. Wir bevorzugen dementsprechend einen Stablecoin direkt von der Zentralbank.“

Wie es heißt, befindet sich die Schweizer Zentralbank bereits in ersten Gesprächen mit der SIX, „um verschiedene Möglichkeiten auszuloten, wie die Zahlungsströme abgewickelt werden könnten“. Allerdings gibt es bisher noch keine endgültige Entscheidung.

Im Februar hatte Cointelegraph zuvor berichtet, dass die SIX die Einbindung von Blockchain für ihre SDX Handelsplattform erproben will.

JPMorgan Chase, die größte Bank der USA, will derweil bis Ende 2019 ihre eigene Kryptowährung unter dem Namen JPM Coin herausgeben.

auf cointelegraph lesen

Deutsche Bank: „Aggressive Strategie der Zentralbanken könnte Bitcoin weiter antreiben“

Eine potenzielle Zinssenkung der amerikanischen Zentralbank ist womöglich eine der treibenden Kräfte hinter dem momentanen Aufschwung von Bitcoin (BTC). Dies vermutet am 26. Juni ein Top-Manager der Deutschen Bank im Gespräch mit CNBC.

Jim Reid, der oberste Kreditchef der Deutschen Bank, erklärt dahingehend:

„Wenn sich die Zentralbanken dermaßen aggressiv geben, dann werden alternative Währungen umso attraktiver.“

Dabei bezieht sich Reid auf eine Rede von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der US-Zentralbank, der gestern gesagt hatte, dass sein Institut wegen der unsicheren Lage der amerikanischen Wirtschaft über Zinssenkungen nachdenkt. Der US-Dollar (USD) ist gestern im Vergleich zu anderen Fiat-Währungen weiter gefallen, wobei er im Vergleich zum Euro (EUR) sogar ein dreimonatiges Tief erreicht hat.

Bitcoin konnte derweil einen neuen Rekordwert für das laufende Jahr aufstellen, da die marktführende Kryptowährung nun auch die 12.000 US-Dollar Marke geknackt hat. Die Marktkapitalisierung des BTC beträgt derzeit 220 Mrd. US-Dollar, wobei die Marktherrschaft seit April 2017 erstmals wieder höher als 60% liegt.

Allerdings sieht Reid den jüngsten Bitcoin-Aufschwung auch durch die offizielle Ankündigung der Facebook Kryptowährung Libra begünstigt. Der Social-Media Konzern hatte den dazugehörigen Projektentwurf am 18. Juni vorgestellt, seit diesem Tag hat Bitcoin um mehr als 30% zugenommen und ist von 9.000 US-Dollar auf zuletzt 12.616 US-Dollar geklettert, wie Coin360 zeigt.

Außerdem spricht sich der Kreditchef der Deutschen Bank im Interview erneut gegen eine Quantitative Lockerung durch die Zentralbank aus, da er eine Zäsur für das System der Fiat-Währungen vermutet. Als Bitcoin im November 2017 sein bisheriges Rekordhoch von 20.000 US-Dollar erzielt hatte, prognostizierte Reid, dass das Ende des Bargelds womöglich bevorsteht, weshalb er eine expansive Geldpolitik ablehnt.

Allerdings stehen die USA mit ihren geplanten Zinssenkungen nicht allein dar. So hatte EZB-Chef Mario Draghi ebenfalls angekündigt, ggf. auf dieses Werkzeug zurückzugreifen.

„Wenn im Mai 2020 dann noch die Bitcoin-Halbierung hinzukommt, erhalten wir eine hochexplosive Mischung“, wie Anthony Pompliano, Mitgründer von Morgan Creek, schon Anfang des Monats gemutmaßt hatte. So könnte die Konstellation für Bitcoin bald umso vorteilhafter sein:

„Zinssenkungen -> Geld drucken -> für mehr Knappheit von BTC sorgen [Anmerkung der Redaktion: wodurch der Kurs noch weiter ansteigt]“

Ironischerweise trägt die Deutsche Bank wahrscheinlich eine Mitschuld an der schwächelnden Wirtschaft, da die Aktie der Bank im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief gefallen war.

auf cointelegraph lesen